Stand: 05.02.2017 von © Gold.de Redaktion CW/GW 0 Kommentare

Wie aus den Daten der  Eidgenössischen Zollverwaltung hervorgeht, sind die Goldimporte und Exporte der Schweiz im Dezember 2016 deutlich gestiegen. Der mit Abstand größte Abnehmer war China, während das Vereinigte Königreich die Liste der Herkunftsländer anführte.

Goldexporte der Schweiz: Top 10 Handelspartner im Dezember 2016

Platz Land Exporte (t) Exporte (Mio CHF) +/- Vorjahr +/- Vormonat
1 China 158,000 5.810 194 % 389,1 %
2 Hong Kong 38,004 1.466 -41,3 % -16,5 %
3 Singapur 22,559 864 189,8 % 116,7 %
4 Indien 20,605 794 -49,4 % -67,2 %
5 Thailand 10,138 385 105,2 % 114,7 %
6 Deutschland 6,983 263 89,8 % 19,5 %
7 Frankreich 6,111 231 17,5 % -45,5 %
8 VAE* 5,940 230 69,6 % 146,4 %
9 Türkei 4,915 186 ** 134,0 %
10 UK 4,713 185 337,5 % -8,4 %
Alle Handelspartner 287,611 10.782 44,6 % 44,8 %

*Vereinigte Arabische Emirate **nicht berechnenbar

Goldexporte steigen um fast 45 Prozent

Die Goldexporte der Schweiz erreichten im Dezember ein Volumen von rund 10,8 Milliarden CHF und lagen damit um 44,6 Prozent über dem Niveau vom Dezember 2015. Der Anstieg im Vergleich zum Vormonat lag bei 44,8 Prozent. Bei den fünf größten Abnehmern handelt es sich mit China, Hong Kong, Singapur Indien und Thailand ausschließlich um asiatische Länder.

Starke Goldnachfrage in China

China führte im Dezember 158 Tonnen Gold im Wert von aus der Schweiz ein und war damit für mehr als die Hälfte der Exporte verantwortlich. Das Volumen entsprach einem Zuwachs von 194 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und von 389,1 Prozent im Vergleich zum November.

Das asiatische Land feierte am 28.Januar den Beginn des Neuen Jahres im traditionellen Lunar-Kalender. Zu diesem Anlass werden viele Goldmünzen, Goldbarren sowie Goldschmuck verschenkt. Juweliere und andere Goldverkäufer stocken Ihre Vorräte typischerweise im Dezember des Vorjahres auf.

Neben dem saisonalen Effekt spielte vermutlich auch der niedrige Goldpreis im Dezember eine Rolle für die starke Goldnachfrage in China. Im Londoner Handel kostete die Feinunze Gold im Dezember 2016 durchschnittlich 11.57,17 Dollar und war damit so günstig wie seit Januar nicht mehr.

Exporte nach Indien und Hong Kong rückläufig

Der Wert der Schweizer Goldexporte nach Indien erreichte im Dezember ein Volumen von 794 Milliarden CHF und lag damit um 49,4 Prozent unter dem Niveau im Vorjahresmonat. Gegenüber November war der Rückgang mit 62,7 Prozent sogar noch ausgeprägter.

Auch die chinesische Sonderverwaltungszone Hong Kong, die in den Außenhandelsstatistiken getrennt von der Volksrepublik China geführt wird, importierte mit Gold im Wert von 1.466 CHF deutlich weniger als im Dezember 2015.

Ein kräftiges Plus war hingegen bei den Exporten nach Singapur festzustellen, die ein Volumen von 864 Millionen CHF und damit einen Zuwachs um 189,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat erreichten. Der Stadtstaat ist eines der wichtigsten Zentren für die Goldlagerung in Ostasien.

Goldimporte der Schweiz: Top 10 Handelspartner im Dezember 2016

Platz Land Importe (t) Importe (Mio CHF) +/i Vorjahr +/- Vormonat
1 UK 148,031 5,686 2,4 % 199,4 %
2 USA 33,103 1.216 218,9 % 164,2 %
3 VAE* 12,193 466 *** -27,0 %
4 Usbekistan 9,986 390 12,5 % -6,1 %
5 Russland 7,725 298 555,5 % 184,2 %
6 Mongolei 5,567 187 218,4 % 13,3 %
7 Kanada 4,431 170 392,3 % 113,9 %
8 Peru 7,898 132 -46,2 % 2,8 %
9 Deutschland 4,586 121 -22,2 % 4,66 %
10 Burkina Faso 3,712 119 48,6 % -3,65 %
Alle Handelspartner 323,591 10.113 21,5 % 38,0 %

*Vereinigte Arabische Emirate **nicht berechenbar  ***über 999 %

Goldimporte legen um 21,5 Prozent zu

Die GoldImporte der Schweiz lagen im Dezember bei 324 Tonnen im Wert von 10,1 Milliarden CHF. Das entspricht einem Zuwachs um 21,5 Prozent im Vergleich zum Dezember 2015. Der Anstieg im Vergleich zum Vormonat belief sich auf 38 Prozent.

UK für Löwenanteil der Importe verantwortlich

Mit rund 5,7 Milliarden CHF entsprach der Wert der Schweizer Goldimporte aus dem Vereinigten Königreich rund 56 Prozent des Gesamtwerts der Einfuhren. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahresmonat lag bei 2,4 Prozent und gegenüber November 2016 bei 199,4 Prozent.

Der Grund für das hohe Volumen sind vor allem Mittelabflüsse aus physisch besicherten Gold-ETFs wie dem SPDR Gold Trust, die ihr Gold in der britischen Hauptstadt lagern. Laut Angaben des World Gold Council verringerte sich das in den Fonds gehaltene Goldmenge im Dezember um vier Prozent auf 2.142,4 Tonnen. Eine rückläufige Goldpreisentwicklung wie im vergangenen Monat geht häufig mit Liquidationen von ETF-Anteilen einher.

Ein vergleichsweise hohes Volumen erreichten die Schweizer Goldimporte aus den Vereinigten Staaten mit rund 33 Tonnen im Wert von etwa 1,2 Milliarden CHF. Der Zuwachs lag bei 218,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und 164,2 Prozent gegenüber November.

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