Stand: 15.07.2017 von © Gold.de Redaktion FG/GW 3 Kommentare

Die Edelmetalle durchlaufen in diesen Sommerwochen eine schwierige Phase. Seitdem der Goldpreis Anfang Juni bei 1.295 US-Dollar ein Doppeltop generiert hat, ist der gesamte Sektor zunehmend unter Druck geraten. Insbesondere der Silberpreis musste dabei bereits ordentlich Feder lassen und wurde im Zuge eines äußerst fragwürdigen Flashcrashs am 7.Juni in wenigen Sekunden von 16,05 US-Dollar bis auf 14,30 US-Dollar gedrückt.

Immerhin konnte sich der Preis sofort wieder bis auf 15,90 US-Dollar erholen und die CME hat die Rückabwicklung aller Trades unterhalb von 15,50 US-Dollar eingeleitet. Dennoch bleiben in diesem Zusammenhang viele Fragen ungeklärt.

Physische Investoren können diese absurden Schwankungen gelassen betrachten. Nur wer mit Hebel, Fremdkapital und Stopps an den Papiermärkten handelt, kommt bei diesen offensichtlichen Manipulationen in Schwierigkeiten.

Zwar sind die Silbernotierungen unter die seit Anfang 2016 etablierte Aufwärtstrendlinie gerutscht, die stark überverkaufte Lage dürfte aber eine baldige Erholung erzwingen. Angesichts der günstigen Saisonalität sowie des bereinigten Terminmarktes, stehen die Chancen zudem für eine neue nachhaltige und damit mehrmonatige Aufwärtsbewegung am Silbermarkt jetzt sehr gut.

Silberpreis in US Dollar - Positive Divergenzen und ein erstes Kaufsignal

Mit derzeit 15,67 US-Dollar notiert der Silberpreis auf dem tiefsten Stand seit April 2016. Die beiden brutalen Abwärtswellen im April sowie in den letzten fünf Wochen haben nicht nur die überkaufte Lage auf dem Wochen- und Tageschart vollständig ins Gegenteil gedreht, sondern besitzen Kapitulationscharakter.

Silberpreis in US Dollar - Positive Divergenzen und ein erstes Kaufsignal

Spekulanten, die nach diesen Bärenattacken immer noch Papierposition auf einen steigenden Silberpreis halten, müssten nicht nur stahlharte Nerven besitzen, sondern vor allem über extrem tiefe Taschen verfügen. So ziemlich alle Kleinanleger sowie trendfolgende Hedgefonds dürften daher abgeschüttelt worden sein. Insofern ist der Silbermarkt vermutlich vollständig von den schwachen Händen bereinigt worden, womit das Fundament für eine neue Aufwärtsbewegung gelegt ist.

Charttechnisch hat sich mit den positiven Divergenzen beim Stochastik Oszillator ein erstes Kaufsignal eingestellt. Natürlich bewegt sich der Silberpreis nach wie vor klar unterhalb seiner beiden wichtigen Durchschnittslinien (50-Tagelinie bei 16,66 US-Dollar und 200-Tagelinie bei 17,16 US-Dollar).

Tageschart Silberpreis in Us Dollar 14.07.2017

Gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit jetzt aber deutlich erhöht, dass es zumindest zu einem Rücklauf an eine oder beide Durchschnittslinien kommt. Damit wäre der Bereich 16,50 bis 17,00 USD als erstes Erholungsziel definiert. Die ehemalige Aufwärtstrendlinie verläuft ebenso in dieser Zone.

Insgesamt hat sich das technische Bild in den letzten beiden Monaten natürlich deutlich verschlechtert, dennoch muss klar sein, dass der enge Silbermarkt immer wieder mit Fehlsignalen für Verwirrung sorgt. Solange sich der Goldpreis oberhalb von 1.165 US-Dollar halten kann, ist die Welt der Edelmetall-Anleger in Ordnung.

In jedem Fall sind die niedrigen Silber-Kurse ein Schnäppchen und bieten dem langfristig orientierten Investor derzeit ein sehr gutes Chancen/Risiko-Verhältnis.  

Silberpreis in Euro - Tageschart

Silberpreis in Euro Tageschart 14.07.2017

In Verbindung mit dem starken Euro kamen die Preise für eine Feinunze Silber auf Eurobasis noch stärker unter Druck. Hier wurde die seit dem Dezember 2014 gültige Aufwärtstrendlinie klar unterschritten, woraufhin die Notierungen in Verbindung mit dem Flashcrash bis auf 12,90 Euro in die Tiefe rauschten.

Mittlerweile hat sich der Silberpreis aber etwas stabilisieren können und versucht sich an einer Rückeroberung der gebrochenen Aufwärtstrendlinie. Gelingt dies, sind Kurse im Bereich um 14,50 Euro in den nächsten Wochen ohne weiteres möglich. Zudem hat die Stochastik ein klares Kaufsignal geliefert und auch der MACD-Indikator steht kurz vor einer Trendwende. Insgesamt ist der Euro-Silberpreis zwar angeschlagen, auf dem aktuellen Niveau liegen aber definitiv Kaufkurse vor.

Nachkauflimits unterhalb von 14,00 Euro

Die günstigen Kurse sollten jetzt unbedingt genutzt werden. Kaufen sie Silber daher die Feinunze mit beiden Händen bis zu einem Limit von 14,00 Euro, denn im zweiten Halbjahr dürfte das inflationssensible Silber den Turbo zünden.

Langfristig betrachtet bleibt Silber extrem unterbewertet und verfügt auf Sicht der nächsten drei bis fünf Jahre über ein enormes Anstiegspotential.

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Kommentare [3]
  • von Xander | 16.07.2017, 15:45 Antworten

    Es ist schon erstaunlich mit welcher Hartnäckigkeit die Werbetrommel gerührt wird. Beim letzten Kommentar Am 18.06 wurde ebenfalls zum Kauf von Silber empfohlen. Man sieht was dann geschah.
    Entschuldigung aber eure Kaufempfehlungen sind so viel Wert wie eine Wettervorhersage für die nächsten sechs Wochen

  • von Mr. Silver | 19.07.2017, 10:50 Antworten

    Man sollte erstmal wissen wie bildet sich ein Kurs. Dann weiss man auch wie so ein Flashcrash entsteht. Das ist keine Manipulation sondern es ergibt sich wie ein Verkehrsunfall. Wenn zuviele Stopkurse an einem Punkt der Charttechnik liegen, und sie erreicht werden, kommen zuviele Market Orders am Markt, Diese haben kein Limit. Händler an der Terminbörse haben immer ein paar Kauf Limit Orders in den Markt gesetzt um solche Geschenke zu empfangen Wenn der Stop bei zb 15 $ ausgelöst wird und es steht nur ein Kaufangebot von zb 13,50 da, ist der nächste Kurs 13,50. Sollten dort weitere Stopkurse aktiviert werden, werden diese zum nächsten Kauflimit durchgeführt. Nachdem der Dow jones bei so einem Flash crash mal über 1000 Punkte viel, wurden in allen Märkten Handelsspannen eingeführt. Fällt ein Markt darunter, wird der Handel erstmal ausgesetzt, damit die Kurse nicht bei Stop los Lawinen auf fast Null fallen

    • von bling bling | 21.07.2017, 19:15 Antworten

      ...was total ungerecht für short investments ist.

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