Stand: 26.06.2016 von © Gold.de Redaktion FG/GW 1 Kommentare

Die Entscheidung ist gefallen. Die Briten haben mit knapper Mehrheit für einen Ausstieg aus der Europäischen Union gestimmt. Die Finanzmärkte sind aufgrund dieses zuletzt nicht erwarteten Ausgangs in Panik und heller Aufruhr. Während der DAX heute zum Handelsauftakt zwischenzeitlich über 1.150 Punkte bzw. über 11 % tiefer eröffnete, explodierten die Gold- und Silbernotierungen bereits in den frühen Morgenstunden. Dabei schoss der Goldpreis mit 1.356 US-Dollar auf den höchsten Stand seit März 2014. Auch der Silberpreis legte deutlich zu und erreichte mit 18,27 US-Dollar ebenfalls ein neues Mehrjahreshoch.

Die Volatilität ist natürlich in allen Märkten stark gestiegen und ist nichts für schwache Nerven. Vor allem der Goldpreis wird seiner Rolle als sicherer Hafen gerechnet und bestätigt mit der heutigen Kursexplosion den im letzten Dezember gestarteten neuen Aufwärtstrend.

Silber in USD mit massivem Anstieg

Ausgehend vom antizipierten Tief bei 15,81 US-Dollar gelang dem Silberpreis seit dem 1.Juni zunächst eine deutliche Erholung. Mit der heutigen Kursexplosion ist der nachhaltige Ausbruch über das Hoch vom 2.Mai bei 17,99 US-Dollar bereits fast geglückt. In jedem Fall kann sich der Silberanleger über ein höheres Hoch und damit einen bestätigten Aufwärtstrend freuen. Auch wenn sich der Silberpreis seit Dezember im Windschatten eines starken Goldpreises zunächst nur zögerlich nach oben arbeiten konnte, ist die Gesamtlage ohne Zweifel bullisch.

Das immer wieder anvisierte mittelfristige Kursziel bei 25,00 US-Dollar wurde mit dem heutigen starken Kursschub erneut untermauert. Kurzfristig hat der Silberpreis nun auf dem Tageschart zunächst noch Luft bis ca. 18,50 US-Dollar. Hier liegen der Hochpunkt vom Januar 2015 sowie mehrere Tiefpunkte aus dem Jahr 2014.

In der Summe also eine starke Widerstandsregion, die zunächst als Magnet wirkt, beim Erreichen aber wohl einen Rücksetzer erzwingen wird. Schließlich haben politische Börsen in der Regel eher kurze Beine, so dass sich ab Mitte nächster Woche die Lage etwas beruhigen müsste. Dann könnte Silber noch einmal bis an die steigende 50-Tagelinie (16,92 US-Dollar) zurücklaufen.

Deutlich darunter wird es aber wohl nicht mehr gehen. Das absolute "worst case" - Szenario wäre ein Rücksetzer bis an die langsam steigende 200-Tagelinie (15,38 US-Dollar). Deutlich wahrscheinlicher ist aber der Beginn der nächsten großen Aufwärtswelle mit einem Kursziel von 25,00 US-Dollar. Schließlich rückt bereits oberhalb von 18,50 US-Dollar die psychologische Marke von 20,00 US-Dollar in das Visier der Anleger.

Chartanalyse Silber in US-Dollar mit massivem Anstieg

Kurzfristig hat der Silberpreis nun auf dem Tageschart zunächst noch Luft bis ca. 18,50 US-Dollar. Hier liegen der Hochpunkt vom Januar 2015 sowie mehrere Tiefpunkte aus dem Jahr 2014. In der Summe also eine starke Widerstandsregion, die zunächst als Magnet wirkt, beim Erreichen aber wohl einen Rücksetzer erzwingen wird. Schließlich haben politische Börsen in der Regel eher kurze Beine, so dass sich ab Mitte nächster Woche die Lage etwas beruhigen müsste. Dann könnte Silber noch einmal bis an die steigende 50-Tagelinie (16,92 US-Dollar) zurücklaufen. Deutlich darunter wird es aber wohl nicht mehr gehen. Das absolute "worst case" - Szenario wäre ein Rücksetzer bis an die langsam steigende 200-Tagelinie (15,38 US-Dollar).

Deutlich wahrscheinlicher ist aber der Beginn der nächsten großen Aufwärtswelle mit einem Kursziel von 25,00 US-Dollar. Schließlich rückt bereits oberhalb von 18,50 US-Dollar die psychologische Marke von 20,00 US-Dollar in das Visier der Anleger.

Einziger Wehrmutstropfen bleibt die extrem hohe und damit ungesunde Shortposition der kommerziellen Anleger. Diese dürften in den steilen Kursanstieg heute weitere Leerverkaufspositionen eröffnet haben. Insofern sollte man in den kommenden Wochen nicht zu aggressiv handeln, sondern geduldig auf die sich bietenden Rücksetzer und Chancen warten und dann konsequent zuschlagen.

Wochenchart Silber in Euro

Chartanalyse Wochenchart Silber in Euro

Mit dem heutigen steilen Kursanstieg gelingt dem Silberpreis auf dem logarithmischen Wochenchart der fulminante und nachhaltige Ausbruch über die vierjährige Abwärtstrendlinie. Damit ist das endgültige Ende des Bärenmarktes zwar noch nicht hundertprozentig besiegelt, es spricht jetzt aber doch alles für eine mittel- und langfristige Trendwende zugunsten der Bullen.

Nachdem bereits im April der Ausbruch aus einem mehrmonatigen Dreieck nach oben gelungen war, liegt das nächste Kursziel bei ca. 18,00 Euro. Allerdings muss zuvor noch die Widerstandszone um 16,30 – 16,80 Euro überwunden werden. Diese hat bereits heute trotz der Tumulte einen lange Docht der laufenden Wochenkerze erzwungen und den Silberpreis auch zurück unter das obere Bollinger Band gedrückt. Der Aufwärtstrend ist aber intakt und gerät erst unterhalb von 14,40 Euro in Gefahr.

Tageschart Silber in Euro

Chartanalyse Tageschart Silber in Euro

Auf dem Tageschart erreichte der Silberpreis in Euro gestern Abend noch kurzfristig seine 50-Tagelinie (14,99 Euro), bevor der Brexit heute für einen fast 2 Euro/Feinunze starken Anstieg sorgte. Im Tagesverlauf allerdings mussten die Bullen knapp ein Drittel dieser Kursgewinne wieder abgeben. Nichtsdestotrotz ist kurzfristig von weiter steigenden Notierungen auszugehen. Ein Rückfall in den aufgebrochenen Abwärtstrendkanal ist trotz der generell überkauften Lage eher unwahrscheinlich. Vielmehr könnte in den kommenden Wochen lediglich der ehemalige Abwärtstrendkanal von oben im Bereich zwischen 15,50 Euro und 15,30 Euro getestet werden.

Bis zum Frühjahr 2017 bleibt ein Kursanstieg bis ca. 20,00 - 21,00 Euro realistisch.

Nächstes Nachkauflimit unterhalb von 15,35 Euro

In der ersten Juniwoche boten die schwachen Silberkurse gleich mehrmals die Chance das empfohlene Nachkauflimit unterhalb von 14,40 Euro zu nutzen. Bereits jetzt liegen sie damit knapp 11 % im Gewinn. Nun ist der Zug aber fürs erste abgefahren und das neue Nachkauflimit muss deutlich nach oben angepasst werden. Mit etwas Glück testet Silber im Juli/August den ehemaligen Abwärtstrendkanal von oben.

Daher macht ein neues Nachkauflimit unterhalb von 15,35 Euro Sinn.

Im großen Bild bleibt Silber das aussichtsreichste Edelmetall und verfügt auf Sicht der nächsten drei bis fünf Jahre über ein enormes Anstiegspotential.

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Kommentare [1]
  • von Silberräuber | 03.07.2016, 16:18 Antworten

    Ist das jetzt nicht doch schon der Ausverkauf des physischen Silbers?
    Wer will noch 'Papiersilber' kaufen, wenn er doch letztenends physisch liefern muss, wenn dies gewünscht wird?

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