Stand: 30.05.2016 von © Gold.de Redaktion FG/GW 1 Kommentare

Trotz der fulminanten Rally am Goldmarkt konnte sich der Silberpreis zunächst bis Ende März nur zögerlich nach oben arbeiten. Erst im April erwachte der Silbermarkt und holte innerhalb weniger Wochen mit einem steilen Anstieg von 14,78 US-Dollar bis auf 18,00 US-Dollar die Rally nach.

Leider kommt Silber aber auf jeder Edelmetall-Party immer erst recht spät in die Gänge. Rückblickend war die explosive Silberrally daher wieder einmal ein untrügliches Zeichen, dass die im Dezember gestartete Aufwärtsbewegung bereits kurz vor einer ersten deutlichen Korrektur stehen müsste. Tatsächlich haben Gold und Silber nun seit Anfang Mai deutlich verloren. Die zwischenzeitlichen Höchststände sind in weite Entfernung gerückt und vieles spricht dafür, dass diese Korrektur noch mehr Zeit benötigt und auch noch tiefere Kurse mit sich bringen wird. Neben der weiterhin ungünstigen saisonalen Komponenten sind es vor allem die miserablen Daten vom Terminmarkt, welche bis Mitte/Ende Juni noch klar tiefere Kurse erzwingen müssten.

Silber mit erster Unterstützung um 16,00 US-Dollar

Mit dem gestrigen Rutsch unter die 50-Tagelinie (16,34 US-Dollar) und dem bisherigen Tagestief bei 16,20 US-Dollar wurde ein Großteil der Kursgewinne aus dem April bereits wieder abgegeben. Kurzfristig ist die Lage nach dem Kursrutsch sicherlich überverkauft und eine mehrtägige Erholung wird immer wahrscheinlicher. Allerdings ist davon bis jetzt noch nichts zu sehen und die Bullen sind zunächst einmal angezählt. Im Bereich um 16,00 US-Dollar trifft der Silberpreis jedenfalls auf eine erste gute Unterstützung, welche zumindest eine vorübergehende Gegenbewegung einleiten sollte. Verläuft die Korrektur weiterhin innerhalb des kurzfristigen roten Abwärtstrendkanals sind dabei Kurse oberhalb von 16,90 US-Dollar höchstunwahrscheinlich.

Silberpreis in US-Dollar

Auf Sicht der nächsten Wochen müsste der Silberpreis in jedem Fall noch weiter korrigieren und sollte dabei seine neue Aufwärtstrendlinie im Bereich um 15,60 - 15,80 US-Dollar testen. Das "worst case"-Szenario wäre ein Rücklauf bis zur langsam steigenden 200 -Tagelinie (15,15 US-Dollar). Silberpreise unterhalb von 15,00 US-Dollar bleiben aber auch weiterhin äußerst unwahrscheinlich.

Dennoch wird das neugewonnene Vertrauen der Bullen bis zum Sommer einem deutlichen Test unterzogen werden. Erst wenn die Kleinanleger wieder panisch werden, wird der Boden gefunden sein. Ab Juli/August müsste dann aber die nächste nachhaltige Aufwärtswelle in Richtung 25,00 US-Dollar starten können.

Wochenchart Silber in Euro

In Euro gerechnet scheiterte der steile Anstieg im April am übergeordneten Abwärtstrendkanal. Auf dem Wochenchart verläuft diese Widerstandslinie mittlerweile bei 15,55 Euro. Der schon vor vier Wochen befürchtete Rücksetzer hat das Minimalziel bei 14,70 Euro klar unterschritten. Bis zur nächsten horizontalen Unterstützungszone um 13,50 Euro finden die Bullen leider nur wenig Halt.

Mit etwas Optimismus lässt sich noch um die Marke von 14,40 Euro eine Stützungszone konstruieren. Auch wenn kurzfristig eine Erholung immer wahrscheinlicher wird, scheint die drei Wochen alte Korrektur noch nicht ausgestanden.

Wochenchart Siber in Euro

Im größeren Bild hat der erfolgreiche Ausbruch aus dem blauen Dreieck ein mittelfristiges Kursziel von ca. 18,00 Euro aktiviert. Auf dem Weg dorthin muss aber der übergeordnete Abwärtstrendkanal endlich aufgebrochen werden. Mit dem laufenden Rücksetzer sollten die Bullen für diese Aufgabe ihre Kräfte neu sammeln können.

Tageschart Silber in Euro

Tageschart Siber in Euro

Auf dem Tageschart kann sich der Silberpreis in Euro derzeit noch oberhalb seiner 50-Tagelinie (14,44 Euro) halten. Grundsätzlich bietet dieser gleitende Durchschnitt eine erste solide Unterstützung und könnte zum Sprungbrett für eine Erholung werden. Der Blick auf die Indikatoren macht aber klar, dass übergeordnet wohl doch noch deutlich mehr Korrekturbedarf vorliegt. Nach einer mehrtägigen Erholung sollten die Bären die Notierungen daher im Juni bis an die steigende 200-Tagelinie (13,63 US-Dollar) zurück drängen können. Allerspätestens an der massiven Unterstützung um 13,50 Euro müsste der Rücksetzer aber sein Ende finden. Von hier aus könnte dann ab dem Sommer die nächste Aufwärtsbewegung starten, welche den Preis für eine Feinunze bis zum Frühjahr 2017 auf ca. 20,00 - 21,00 Euro voranbringen bringen sollte.

Nächstes Nachkauflimit unterhalb von 14,40 Euro und 13,80 Euro

Das aktuelle Nachkauflimit wurde gestern um 0,09 Euro verfehlt. Die Wahrscheinlichkeit für Kurse unterhalb von 14,40 Euro innerhalb der nächsten Wochen bleibt aber enorm hoch. Auch ist bereits absehbar, dass die Korrektur insgesamt vermutlich sogar bis zur 200-Tagelinie laufen wird. Insofern sollte man sich neben dem Limit um 14,40 Euro zusätzlich mit einem Limit von 13,80 Euro auf die Lauer legen.

Im großen Bild bleibt Silber das aussichtsreichste Edelmetall und verfügt auf Sicht der nächsten drei bis fünf Jahre über ein enormes Anstiegspotential.

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Kommentare [1]
  • von Werner Wahnsinn | 30.05.2016, 19:54 Antworten

    Zitat:: "Im großen Bild bleibt Silber das aussichtsreichste Edelmetall und verfügt auf Sicht der nächsten drei bis fünf Jahre über ein enormes Anstiegspotential."

    WARUM??
    Was spricht denn für das ENORME Anstiegspotential??

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