Stand: 26.07.2016 von © Gold.de Redaktion FG/SH 0 Kommentare

Die Edelmetalle Gold und Silber befinden sich mittlerweile seit knapp sieben Monaten in einem neuen Aufwärtstrend. Seit Anfang Juni konnte vor allem der Silberpreis deutlich zulegen. Die Minenaktien laufen den Edelmetallnotierungen bereits seit Mitte Januar dynamisch voran und deuten damit ebenso wie die Preisentwicklung bei Gold und Silber das Ende des fünfjährigen Bärenmarktes an.

Kurzfristig benötigen aber sowohl Gold als auch Silber eine Verschnaufpause. Das Sommerloch könnte daher in den nächsten Tagen bzw. in den nächsten ein bis drei Wochen noch für eine trügerische Ruhe bzw. relativ geringe Volatilität sorgen. Unbedingt beachtet werden muss dabei aber, dass es eine der ganz typischen Eigenschaften von Gold und Silber ist, kurz vor der nächsten großen Anstiegswelle noch einmal alle schwachen Hände aus dem Markt zu kegeln. Insofern erscheint die seit knapp zwei Wochen laufende Korrektur noch nicht ausreichend, sondern es wird wohl noch etwas mehr Dramatik und damit einen Rücksetzer bis an die 50-Tagelinie oder bis an die Februarhochs (Gold damals bei 1.262 US-Dollar) benötigen, um eine kurzfristige Panik unter den Bullen herbeizuführen. Das wäre dann der ideale Zeitpunkt um noch mehr physische Metalle (und insbesondere Silber) zu kaufen.

Silber in USD bisher mit überschaubarer Konsolidierung

Silber in US-Dollar bisher mit überschaubarer Konsolidierung

Seit dem letzten wichtigen Tief bei 15,81 US-Dollar am 1.Juni konnte der Silberpreis deutlich zulegen und erreichte vor drei Wochen mit 21,12 US-Dollar den höchsten Stand seit knapp zwei Jahren. Dieser steile Kursanstieg hat aber natürlich viel Kraft gekostet, so dass die Konsolidierung in den letzten fünfzehn Handelstagen wenig überraschend ist. Zudem ist die Region um 21,00 US-Dollar ein starker Widerstand (wichtiges Hoch im Frühjahr 2008). Da auch der Goldpreis zwischenzeitlich bereits über 60 US-Dollar vom kürzlich erreichten Hochpunkt abgeben musste, dürfte es am Silbermarkt in den nächsten Tagen und Wochen noch zu einem Rücksetzer bis an die steigende 50-Tagelinie (17,90 US-Dollar) kommen. In Verbindung mit der ehemaligen Widerstandszone um 18,00 US-Dollar ist hier aber lediglich mit einem vorübergehenden Tief sowie der direkten Wiederaufnahme des Aufwärtstrends zu rechnen.

Trotz der sehr ungünstigen Konstellation am Terminmarkt (die professionellen Händler halten eine exorbitant große Leerverkaufsposition) ist das saisonale Fenster bis in den September hinein typischerweise stark bullisch und damit unterstützend.

Insgesamt sollte der Silberpreisalso noch in den Bereich um 18,00 – 18,50 US-Dollar zurücksetzen, bevor die nächste Aufwärtswelle anrollen dürfte, welche dann auch den mittelfristigen Ausbruch über 21,00 US-Dollar mit sich bringen sollte.

Übergeordnet befindet sich der Silberpreis auf dem Weg in Richtung 26,00 US-Dollar. Erst im kommenden Jahr wird sich hier vermutlich entscheiden, ob es sich bei der starken Aufwärtsbewegung der letzten Monate tatsächlich um einen neuen übergeordneten Bullenmarkt handelt, oder ob Gold und Silber derzeit lediglich eine starke Bärenmarktrally vollführen.

Wochenchart Silber in Euro

Mit dem nachhaltigen Sprung über die Marke von 15,50 Euro gelang dem Silberpreis in Euroder nächste entscheidende Befreiungsschlag. Im zweiten Anlauf konnte hier die Abwärtstrendlinie seit dem Hoch im Mai 2011 übersprungen werden. Die Folge war eine massive Preisexplosion, welche den Preis für eine Feinunze in gerade einmal vier Wochen bis auf 18,89 Euro emporschnellen ließ.

Wochenchartanalyse Silber in Euro

Damit sind die Notierungen direkt an der nächsten starken Widerstandszone um 18,00 – 18,50 Euro angekommen, welche seit drei Wochen eine Konsolidierung auf hohem Niveau erzwingt und die Form einer Bullenflagge anzunehmen scheint. Auf der Unterseite sind jetzt Kurse unterhalb von 16,25 Euro nur noch schwer vorstellbar. Allerdings wäre ein Rücklauf bis an den gebrochenen ehemaligen Abwärtstrend (derzeit bei ca. 15,25 Euro) auch nicht ganz auszuschließen. Im Idealfall hält aber die Unterstützung bereits bei 16,50 Euro, von der aus die Bullen dann erneut einen Angriff in Richtung 18,50 Euro starten müssten.

Tageschart Silber in Euro

Tageschatanalyse Silber in Euro

Auf dem Tageschart ist die theoretische Bullenflagge besser zu erkennen. Ob es sich tatsächlich um diese Konsolidierungsformation handelt, wird nur die Zukunft zeigen können. Die 50-Tagelinie (16,04 Euro) steigt hier jedenfalls zügig an und stellt das Idealziel des angelaufenen Rücksetzers dar. Da der MACD-Indikator gerade erst ein neues Verkaufssignal generiert hat, kann sich der Rücksetzer sowohl zeitlich als auch preislich durchaus noch hinziehen. Im Anschluss (vermutlich ab Anfang/Mitte August) sollten die Bullen aber wieder die Kontrolle übernehmen. Gelingt dann der nachhaltige Sprung über 18,50 Euro liegt das nächste realistische Kursziel bei ca. 21,10 Euro. Behalten die Bullen das zuletzt gezeigte Tempo bei, kann dieses Kursziel bereits im Herbst erreicht werden.

Nächstes Nachkauflimit unterhalb von 16,00 Euro

Wer den bisherigen Empfehlungen gefolgt ist, konnte alleine seit Jahresanfang seine physischen Silberbeständeschrittweise zu einem Durchschnittskurs von 13,53 Euro aufbauen bzw. weiter aufstocken. Mittlerweile ist der Preis für eine Feinunze um knapp 31,2 % gestiegen! Aktuell liegen daher sicherlich keine optimalen Bedingungen für neue Käufe vor, aber Silber ist im großen Bildnach wie vor deutlich unterbewertet und verfügt auf Sicht der nächsten drei bis fünf Jahre über ein enormes Anstiegspotential.

Als neues Nachkauflimit empfiehlt sich jetzt die Marke von 16,00 Euro.

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