Stand: 12.07.2018 von Florian Grummes 1 Kommentare

Seit Jahresanfang hatte sich der Silberpreis meist in einer sehr engen Handelsspanne zwischen 16,20 USD und 16,80 US-Dollar bewegt. Zwischenzeitliche Ausbruchsversuche nach oben und unten wurden allesamt wieder eingefangen.

Ausgehend vom letzten Ausbruchsversuch (17,28 US-Dollar am 14.Juni) sind die Silber-Notierungen in den letzten Wochen deutlich zurückgekommen und handeln mittlerweile den 10.Handelstag in Folge um oder unter der psychologischen Marke von 16,00 US-Dollar.

Gleichzeitig hat sich am Goldmarkt am 3. Juli (2018) ein bullisches Umkehrsignal gebildet, dessen eindeutige Bestätigung aber noch aussteht.

Insgesamt ist der Silberpreis deutlich überverkauft, eine klare und nachhaltige Trendwende lässt sich aber noch nicht erkennen. Gleichzeitig zeigen sich die Minenaktien deutlich stärker als Gold und Silber.

Zudem scheint der Euro ein Tief gegen den US-Dollar gefunden zu haben. Damit stehen die Chancen für die angekündigte Sommerrally im ganzen Edelmetall-Sektor weiterhin gut. Gelingt in den nächsten Tagen und Wochen der Befreiungsschlag, könnte der Silberpreis im dritten Quartal durchaus bis 18,50 US-Dollar ansteigen.

Silber in US Dollar Wochenchart – An der alles entscheidenden Trendlinie

Mitte Juni sah es noch fast danach aus, als ob der Silberpreis aus seinem Dreieck nach oben ausbrechen könnte. Stattdessen hat der Monat Juni aber seinem Ruf als saisonal schlechtester Monat des Jahres wieder mal alle Ehre gemacht.

Pünktlich bis zum Monatsende wurde Silber dementsprechend bis auf 15,74 US-Dollar nach unten durchgereicht. Damit ist der Silberpreis nicht nur unter die Aufwärtstrendlinie seit Mitte Dezember gefallen, sondern auch aus seiner Seitwärtspanne der letzten Monate nach unten ausgebrochen.

Wochenchart Silberpreis US-Dollar

Allerdings hält die große und sehr wichtige Aufwärtstrendlinie, welche aus dem Deflationstief 2008 und dem Tief im Dezember 2015 entstanden ist, die Bären bislang in Schach. Kann diese Linie nicht verteidigt werden, steht dem Silberpreis ein Rutsch bis auf mindestens 14,00 USD bevor.

Da jedoch die Stochastik auf dem Wochenchart deutlich überverkauft ist und die Lage beim Goldpreis und den Minenaktien eigentlich kein weiteres Abwärtspotential erkennen lässt, müsste der Silberpreis um das aktuelle Kursniveau den Startpunkt für die Sommerrally finden.

Silberpreis in US Dollar – Zunächst Erholung bis zur 200-Tagelinie?

Auf dem Tageschart ist die schwache Kursentwicklung der letzten Wochen gut zu erkennen. Gleichzeitig hat die Stochastik ein neues Kaufsignal geliefert und auch der MACD-Indikator versucht sich an der Trendwende nach oben. Obwohl die zehnjährige Aufwärtstrendlinie kurzzeitig intraday unterschritten wurde, hat sie bislang trotzdem gehalten.

Tageschart Silberpreis US-Dollar

Mit dem Kaufsignal der Stochastik im Rücken, sollte es in den kommenden Wochen zumindest eine Erholung in Richtung der 50-Tagelinie (16,40 US-Dollar) als auch der 200-Tagelinie (16,62 US-Dollar) geben.

Die günstige Saisonalität, die bereinigte Terminmarktstruktur als auch das extrem pessimistische Sentiment liefern allesamt weitere bullische Argumente. Insofern bleibt es bei der Erwartung, dass die Sommer-Rally am Silbermarkt in diesen Tagen vermutlich bereits begonnen hat. Nur bei einem klaren Tagesschlusskurs unterhalb von 15,70 US-Dollar haben die Bären den Silbermarkt wieder unter ihre Kontrolle gebracht.

Silberpreis in Euro Tageschart – Deutlich tieferer Rücksetzer als gedacht

Bis Mitte Juni sah der Silberpreis in Euro immer besser aus und konnte endlich ein Lebenszeichen senden. Der folgende Rücksetzer kam erwartet, verlief bislang jedoch deutlich tiefer als gedacht.

Weder die 50-Tagelinie (13,97 Euro) noch die 200-Tagelinie (13,87 Euro) konnten den Abverkauf stoppen. So hängen die Kurse mittlerweile im Niemandsland oberhalb der Unterstützungszone um 12,90 – 13,40 Euro, aber auch klar unterhalb der nächsten Widerstandszone bei 14,20 bis 14,50 Euro.

Tageschart Euro

Insgesamt lässt die klar überverkaufte Stochastik eigentlich eine Gegenbewegung erwarten. Allerdings muss sich der Oszillator dazu noch aus der bärischen Umklammerung unterhalb von 20 befreien.

Gelingt dies, dürfte der Startschuss für die Erholung bzw. Sommer-Rally erfolgen. Andernfalls bleibt der Abwärtstrend vorerst noch festgezurrt und könnte die Kurse weiter in Richtung 13,00 Euro drücken.

Neues Nachkauflimit unterhalb von 13,40 Euro

Das zuletzt genannte Nachkauflimit bei 14,00 Euro konnte problemlos genutzt werden und war rückblickend wohl doch etwas zu großzügig angesetzt.

Da die Trendwende bei den Edelmetallen noch nicht in trockenen Tüchern ist, macht jetzt ein tiefes Abstauberlimit unterhalb von 13,40 Euro Sinn.

Bitte erwarten sie hier jedoch keine fulminanten Kursgewinne, sondern machen sie sich nochmals klar, dass es sich bei den Edelmetallen um eine Versicherung gegen dramatische Verwerfungen an den Finanzmärkten handelt!

Auch wenn die Performance im Vergleich zu anderen Anlageklassen in den letzten Jahren eher enttäuschend war, führt an den Edelmetallen als Stabilisator und ruhender Anker kein Weg vorbei

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Silberpreis – Trendwende noch nicht in trockenen Tüchern
Florian Grummes - Florian Grummes ist unabhängiger Finanzanalyst und Berater sowie internationaler Referent mit über 20 Jahren Erfahrung auf den Finanzmärkten. Dabei hat sich Herr Grummes auf die Edelmetalle, Kryptowährungen und die technische Analyse spezialisiert. Mit der Kombination aus technischer, fundamentaler sowie Sentiment Analyse gelingt ihm häufig eine akkurate Konklusion und Prognose zum Goldmarkt.
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Kommentare [1]
  • von Wolf | 12.07.2018, 18:40 Antworten

    Ich traue den Braten Nicht ,und kaufe erst unter 12 € hinzu.

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