Stand: 04.11.2015  1 Kommentare

Die weltweite Nachfrage nach physischem Silber zu Wertanlagezwecken steigt unaufhaltsam. In diesem Jahr könnte erstmals nahezu ein Drittel der global konsumierten Silbermenge in Form von Barren und Münzen an den Mann gebracht werden.

In den vergangenen zehn Jahren ist die Nachfrage nach physischem Silber zu Wertanlagezwecken kontinuierlich gestiegen. Nun könnte in diesem Jahr ein neues Rekordniveau erreicht werden. Jüngsten Schätzungen zufolge wird der internationale Bedarf nach Silberbarren und Silbermünzen im Jahr 2015 rund 30 Prozent der gesamten globalen Nachfrage erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine auf aktuelle Statistiken der GFMS Silver Survey 2015 basierende Analyse des Branchenportals SRSrocco Report. .

30 Prozent der Silbernachfrage dient als Wertanlage

Demnach wird der zuvor im Jahr 2013 aufgestellte Rekord in diesem Jahr abermals gebrochen werden. Vor zwei Jahren wurden rund um den Globus insgesamt 244 Millionen Unzen Silber in Form von Barren und Münzen nachgefragt. Dies entsprach einem Anteil von 28 Prozent am gesamten internationalen Silberkonsum - einschließlich Schmuck, Tafelsilber sowie der industriellen Nachfrage. Der gesamte weltweite Bedarf erreichte damals 868 Millionen Unzen Silber. Zwar sinkt den Angaben zufolge die gesamte Nachfrage nach Silber in diesem Jahr leicht auf rund 850 Millionen Unzen. Davon dürfte aber die Rekordmenge von 260 Millionen Unzen auf Silberbarren und Silbermünzen entfallen. Dies entspricht wie eingangs erwähnt einem Anteil für Wertanlagen von gut 30 Prozent an der gesamten internationalen Silbernachfrage.

Bedarf nach Silberbarren und Silbermünzen als Wertanlage explodiert

Zum Vergleich: Im Jahr 2006 hatten Anleger auf der ganzen Welt eine Menge von 49 Millionen Unzen in Form von Silberbarren und Silbermünzen erworben. Bei einer Gesamtnachfrage von 884 Millionen Unzen Silber entsprach dies einem Anteil von lediglich sechs Prozent. Auch im Jahr darauf sahen die Zahlen ähnlich aus. Im Jahr 2008 allerdings, also mit Beginn der globalen Finanzkrise, explodierte der Bedarf nach physischem Silber in Barren- und Münzenform auf insgesamt 187 Millionen Unzen oder 24 Prozent der gesamten globalen Nachfrage. In den Jahren darauf fluktuierte der Silberanteil, der zu Wertanlagezwecken gekauft wurde, zwar nicht unerheblich, im Gesamtbild bis 2014 aber lässt sich ein kontinuierliches Wachstum bei der Nachfrage nach Silberbarren und Silbermünzen beobachten. Dass in diesem Jahr nun ein Anteil von 30 Prozent erreicht werden könnte, erstaunt dabei umso mehr, als dass sich lediglich geschätzte 1 Prozent aller Anleger dieser Welt für ein Investment in physisches Silber als Werrtanlage entscheiden. In anderen Worten ausgedrückt bedeutet dies, dass 1 Prozent der Investoren ganze 30 Prozent der globalen Nachfrage nach Silber stellen.

Vor allem Indien und Nordamerika für Nachfrageschub verantwortlich

Bei all dem wird die Kauflust auf physisches Silber in Form von Barren und Münzen vor allem durch die Märkte in Indien und Nordamerika befeuert. Den Angaben zufolge hat Indien im Jahr 2014 für 71 Prozent der weltweiten Nachfrage nach Silberbarren verantwortlich gezeichnet. Die gesamten Silberimporte (auch Schmuck, Tafelsilber, Industrie) in das Land im laufenden Jahr könnten sich demnach auf bis zu 350 Millionen Unzen belaufen. Derweil stehen die Märkte in den USA und Kanada für gut zwei Drittel der globalen Nachfrage nach Silbermünzen gerade. Die dortigen Prägestätten haben im vergangenen Jahr 68 Prozent des weltweiten Bedarfs an Silbermünzen bedient. Dabei hat der Großteil der verkauften Silver Eagles und Maple Leafs den amerikanischen Kontinent nicht verlassen. Sollte unterdessen die beobachtete Entwicklung der Silbernachfrage der vergangenen zehn Jahre weiter anhalten, dann könnte schon in wenigen Jahren die Hälfte des internationalen Kaufinteresses zu Wertanlagezwecken vollstreckt werden. Wenn es soweit kommt, dann dürfte sich auch der Silberpreis im Keller nicht mehr wohlfühlen.

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Kommentare [1]
  • von Silberfreund | 05.11.2015, 21:46 Antworten

    Ich traue mich Mal, hier meine persönliche Meinung zu schreiben:

    Überschriften:
    " Silbernachfrage steigt auf Rekordniveau ",
    " - Gold - weltweite Nachfrage gestiegen - " .

    ... trotzdem fallen Silber- und Goldpreise immer weiter? ...
    Frage mich, wie lange diese Papiergeldmogelei mit beliebigem Nachdrucken, sinkender Kaufkraft und immenser Staatsverschuldungen - bei gleichzeitiger Edemetall-Manipulation abwärts - noch so weiter gehen wird?

    Nur Verschwörungstheorien?
    Wer versucht, sich ernsthaft mit den momentanen Praktiken kritisch auseinander zu setzen, dem MUSS doch auffallen, das da nicht Alles mit rechten Dingen zugehen kann und jeglich-kritisches Hinterfragen nicht nur auf dumpfen Theorien basieren kann!

    Leute wie Prof. Bocker, Prof. Hankel, Andreas Popp, Thorsten Schulte und Fachleute in Übersee die da mahnen, sind doch nicht alle doof und ergötzen sich zum Spaß in Verschwörungstheorien!

    Jedoch bleibt alles Mahnen dieser Fachleute - offenbar gewollt- Konsequenzenlos.
    Braucht die Menschheit wirklich immer erst einen schmerzhaften Reset - anstatt unseriöses Treiben schonungslos aufzudecken?

    Die ehrlich arbeitende Bevölkerung, die sich ein bisschen Gold- und Silber als Altersvorsorge auf die Seite legt, rauft sich gerade die noch verbliebenen Haare und traut ihren Augen nicht, was da gerade mit den Edelmetallen passiert.
    Und die Verunsicherten verkaufen in Panik, zum Teil verständlicherweise.

    Ich wurde neulich für meine Meinung über die " In Frage gestellten ", deutschen Goldreserven in der FED,
    als "paranoider Psychopath und Verschwörungstheoretiker" betitelt.
    Nunja, damit kann ich leben, denn ich habe eine Meinung dazu, die nicht Jeder teilen muss. - Schade ist nur, das anstatt differnziert zu argumentieren, leider oftmals unverzüglich persönliche Beleidigungen Teil solcher Niederschriften zur Antwort werden.Schade.

    - Nur, - wenn die Eliten sich allesamt mühen, dem Kunden auf allen Kanälen gebetsmühlenartig die "Wertanlage Edelmetalle" als völlig aus der Zeit - und schlecht zu reden, - warum packen sich dann Russen, Chinesen und Inder frisch gekauftes Gold bis unter ihre Kellerdecken?
    Sind die auch alle doof?

    Was ist das bloß für eine Welt der Korruption mit bandenmäßig-abgesprochenen "Unregelmässigkeiten" der so genannten Eliten und Kaufleute geworden.
    - Libor-Zins? Edelmetalle? usw.

    Ich bin seit 43 Jahre berufstätig und habe bislang immer an echte Werte geglaubt. - Gold und Silber waren stets dabei!
    Nun habe auch ich Zweifel!

    Doch ich habe die Hoffnung, das sich fünftausend Jahre Wertbeständigkeit, nicht durch 50 Jahre korrupte Finanzeliten ausradieren lassen!

    Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
    Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

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