Stand: 24.12.2016 von © Gold.de Redaktion FG/GW 2 Kommentare

Während die Aktienmärkte in den letzten Wochen weltweit haussieren, ist der Optimismus unter den US-Aktieninvestoren auf den höchsten Stand seit 9 Jahren gestiegen. Demgegenüber hat der Edelmetallsektor, bedingt durch die monatelange Korrektur, das andere Extrem auf der Sentiment-Skala erreicht. So ist der Junior-Goldminen-ETF „GDXJ“ derzeit der am „meist gehasste“ ETF. Die Sentiment Daten für den Gold- und Silberpreis melden gleichzeitig einen extremen Pessimismus.

Ein blauäugiger und unerfahrener Investor wird daher sicherlich versuchen, noch irgendwie auf den Zug der Aktien-Investoren aufzuspringen. Antizyklische und erfahrene Investoren hingegen wissen, dass der Gewinn immer im Einkauf liegt und es daher von entscheidender Bedeutung ist, tief und günstig in ein Investment einzusteigen. Idealerweise liegt zudem auch noch ein übergeordneter Aufwärtstrend vor. Genau diese Voraussetzungen bietet derzeit jedoch nur der Edelmetallsektor, denn sowohl Gold als auch Silber mussten seit Anfang Juli ordentlich Federn lassen. Im Vergleich zum Jahresanfang fällt die Bilanz für den Silberpreis in Euro gerechnet aber mit +20,4% äußerst positiv aus und stellt damit auch den DAX (+6,75%) klar in den Schatten.

Silber in US Dollar - Bodenbildung

Nachdem der Silberpreis in den ersten zwei Dezemberwochen zunächst aus einer bärischen Flaggenformation nach unten ausgebrochen war, wurde zu Wochenbeginn auch noch die Unterkante des Trendkanals kurzzeitig unterschritten. Mit dem neuen Tief bei 15,62 US-Dollar hat der Silberpreis damit den anvisierten Zielbereich maximal ausgereizt. Immerhin gelingt seit einigen Tagen aber doch jedes Mal ein höherer Tageschlusskurs. Damit steigen die Chancen, dass die seit Anfang Juli laufende Korrektur nun endlich vor ihrem Abschluss steht bzw. sowohl am Goldmarkt als auch am Silbermarkt die finalen Tiefs womöglich in diesen Tagen gesehen worden sind! Noch fehlt eine klare Indikation für die Trendwende, die Indizien aber mehren sich mittlerweile täglich.

Tageschart US-Dollar in Silber

Vor allem ist der Stochastik-Indikator völlig überverkauft und am Boden. Darüber hinaus haben sowohl Stochastik als auch MACD-Indikator die neuerlichen Preis-Tiefs nicht mehr 100%ig nachvollzogen, sondern divergieren positiv. Ebenso ist der Abstand zur 200-Tagelinie (17,75 US-Dollar) mittlerweile beträchtlich. Eine scharfe Gegenbewegung könnte den Silberpreis daher schnell zumindest zurück bis an die fallenden 50-Tagelinie (17,10 US-Dollar) führen und bleibt auf Sicht der kommenden ein bis zwei Monate auch das wahrscheinlichste Szenario.

Tageschart US-Dollar in Silber

Neben der sowohl auf dem Tages- als auch auf dem Wochenchart völlig überverkauften Charttechnik könnten vor allem die mittlerweile extrem hohen Leerverkäufe für eine rasche Gegenbewegung sorgen.

So ist laut Bloomberg in den letzten Tagen das Volumen der Put-Optionen auf den Goldpreis regelrecht explodiert. Die Marktteilnehmer sind also vermutlich extrem einseitig positioniert. Da weder vom Terminmarkt noch von der Saisonalität derzeit noch Gegenwind zu erwarten ist, stehen die Chancen für eine deutliche Erholung der Silberpreise bereits auf Sicht der kommenden Wochen und bis in das Frühjahr 2017 sehr gut.

Tageschart Silber in Euro

Auch in Euro gerechnet befindet sich der Silberpreis im Klammergriff der Bären. Mit einem neuen Verlaufstief bei 15,09 Euro wurden kürzlich das Tief vom Mai (15,33 US-Dollar) unterschritten. Im Vergleich zum Jahresanfang kommt Silber in Euro aber dennoch mit einem dicken Plus über die Ziellinie.

Tageschart US-Dollar in Silber

Auf dem Tageschart hat sich in den letzten Monaten ebenfalls ein Abwärtstrendkanal gebildet, an dessen unterer Kante der Silberpreis momentan festgeklebt zu sein scheint. Auch hier bestätigen die Indikatoren MACD und RSI das neue Preistief nicht mehr. Die völlig überverkaufte Lage sollte in Kürze eine erste Erholung erzwingen, welche den Silberpreis zunächst bis an seine 50-Tagelinie (15,90 Euro) zurückführen sollte.

Nachkauflimit unterhalb von 15,30 Euro

In den letzten vier Wochen gab es zahlreiche Gelegenheiten, das genannte Nachkauflimit unterhalb von 15,50 Euro für Käufe zu nutzen. Aktuell empfiehlt sich der Einstieg mit Käufen unterhalb von 15,30 EUR. Allzulange wird dieses günstige Preisniveau aber wohl nicht mehr zu halten sein.

Langfristig betrachtet bleibt Silber deutlich unterbewertet und verfügt auf Sicht der nächsten drei bis fünf Jahre über ein enormes Anstiegspotential.

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Kommentare [2]
  • von Bärli | 24.12.2016, 13:31 Antworten

    ....na dann hoffen wir mal drauf !

  • von Wanderer | 25.12.2016, 18:37 Antworten

    Das die Edelmetall - Märkte manipuliert werden , wie alle anderen Märkte ist ein
    offenes Geheimnis . Die Menschen kann man eine vielleicht auch Lange Zeit belügen,
    aber nicht auf Dauer und die Ewigkeit . Dieses Momentan herrschende Papiergeld -
    system , weil ohne jegweiliger realer Deckung und dadurch beliebig vermehrbar bis die Druckerpresse glüht wird unter gehen wie viele andere vor Ihnen . Es ist nicht
    entscheident wer die Stärste Armee zur Zeit ist , sondern wer das Gold besitzt .
    Seit 5000 . Jahren hat sich daran nichts geändert .

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