Stand: 19.11.2016 von © Gold.de Redaktion JB/GW 0 Kommentare

Noch immer steckt der gesamte Edelmetallsektor in einer Korrektur. Während der Silberpreis fast den gesamten Sommer über in einer engen Handelspanne zwischen 18,50 US-Dollar und 20,50 US-Dollar mehr oder weniger seitwärts lief, kam es Anfang Oktober mit dem Bruch der Unterstützung bei 18,50 USD zu einem ersten scharfen Kursrutsch. Ausgehend von 17,10 USD konnte sich Silber daraufhin bis knapp unter die Marke von 19,00 USD erholen.

Nachdem aber der Goldpreis im Anschluss an die US-Wahl immer stärker unter Druck geriet, waren Silbernotierungen oberhalb von 18,50 US-Dollar nicht mehr zu halten. Mit einem Tagesverlust von knapp 7% rauschte daher auch der Silberpreis zum Ende einer turbulenten Handelswoche in die Tiefe. Mittlerweile hat sich die Lage etwas beruhigt, die Edelmetalle bleiben aber angeschlagen und machen bis jetzt noch nicht den Anschein, als sei die Korrektur nun endlich ausgestanden. Allerspätestens bei Kursen zwischen 15,80 US-Dollar und 16,30 US-Dollar sollte sich das Blatt aber wieder zugunsten der Bullen wenden können.

Silber in US Dollar – Unterhalb der 200-Tageline

Seit dem fulminanten Hoch am 4.Juli bei  21,12 US-Dollar hat der Silberpreis mittlerweile fast 22% abgegeben und befindet sich immer noch auf der Suche nach einem tragfähigen Boden. Während die 200-Tagelinie (17,60 US-Dollar) Anfang Oktober den Attacken der Bären noch standhalten konnte, ging diese wichtige Unterstützung am St.Martinstag verloren.

Seitdem klammern sich die Silbernotierungen eine Etage tiefer an die psychologische Marke von 17,00 US-Dollar, ohne dass es bisher zu einer nennenswerten Gegenreaktion gekommen wäre. Es spricht daher vieles für eine baldige Fortsetzung der Korrektur. Charttechnisch wirkt dabei die breite Unterstützungszone zwischen 15,80 US-Dollar und 16,30 US-Dollar wie ein Magnet. Spätestens hier müssten die Bullen ihre Kräfte wieder sammeln können und zum Gegenschlag ausholen.

 Silberpreis in US-Dollar

Da mittlerweile wieder häufiger Aussagen á la „Gold fällt bis auf 1.000 US-Dollar“ zu vernehmen sind, hat die viermonatige Korrektur offensichtlich ganze Arbeit geleistet und die im Sommer greifbare Euphorie ins Gegenteil verkehrt. Die zuletzt gemeldeten Sentimentdaten zeigen jedenfalls einen übertriebenen Pessimismus unter den Edelmetallanlegern. Der nächste Terminmarktreport wird nun Aufschluss darüber geben, ob die kommerziellen Händler die wasserfallartigen Kursstürze tatsächlich zur Eindeckung ihrer hohen Leerverkaufswetten genutzt haben. Sollte dies der Fall sein, steht einer mittelfristigen Erholung und Fortsetzung der Aufwärtsbewegung nichts im Wege. Ein finaler Kursrutsch bis maximal 15,80 US-Dollar muss vorher aber noch eingeplant werden.

Tageschart Silber in Euro

Auch in Euro gerechnet kam der Silberpreis zuletzt deutlich unter Druck. Allerdings konnten bisher neue Tiefs vermieden werden. Zudem bewegen sich die Notierungen hier weiterhin oberhalb der 200-Tagelinie (15,77 Euro). Aufgrund der Dollarstärke sieht der Abverkauf für europäische Investoren daher bei weitem nicht so schlimm aus. Dennoch kann ein weiteres Ausloten der soliden Unterstützungszone um 15,50 Euro kurzfristig nicht ausgeschlossen werden.

Tageschartanalyse Silberpreis in Euro

Insgesamt macht der Chart aber fast schon den Eindruck, als ob die Tiefs bereits erreicht wurden und eine neue Aufwärtsbewegung in den Startlöchern stünde.

Nachkauflimit  weiterhin unterhalb von 15,50 Euro

Ganz knapp wurde das zuletzt genannte Nachkauflimit unterhalb von 15,50 Euro am 14.11. ausgeführt. Mit etwas Glück ergibt sich in den nächsten ein bis drei Wochen noch einmal die Gelegenheit, ihre Silberbestände zu diesen günstigen Kursen weiter aufzustocken.

Da sich der Silberpreis in Euro allerdings weiterhin oberhalb seiner 200-Tagelinie halten kann, muss es nicht notwendigerweise zu einem nochmaligen Rücksetzer kommen. Wer im Silber nach wie vor unterinvestiert ist, sollte daher auch das aktuelle Niveau zu weiteren Käufen nutzen.

Langfristig betrachtet bleibt Silber deutlich unterbewertet und verfügt auf Sicht der nächsten drei bis fünf Jahre über ein enormes Anstiegspotential.
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