Stand: 10.02.2017 von Florian Grummes 0 Kommentare

Die sechsmonatige Korrektur des Silberpreis fand am 20.Dezember bei 15,68 US-Dollar das finale Tief. Seitdem ist eine deutliche Erholungsbewegung zu beobachten, welche seit dem Rücksetzer Ende Januar zuletzt zunehmend an Dynamik gewann. Fast täglich schieben sich die Notierungen beharrlich ein Stück weiter nach oben.

Warn- bzw. Umkehrsignale sind derzeit, abgesehen von der grundsätzlich überkauften Lage sowie den sehr ungünstigen Daten vom Terminmarkt, noch nicht auszumachen. Die Rally wird daher vermutlich zunächst weiterlaufen.

Silber in US Dollar - 200-Tagelinie fast erreicht

Wie erwartet nähert sich der Silberpreis seiner 200-Tagelinie (17,72 US-Dollar) immer weiter an. Bereits in den nächsten Tagen könnte dieser wichtige Durchschnitt nun erreicht werden. Darüber hinaus wäre auch noch ein Anstieg bis zur Abwärtstrendlinie vom letzten Sommer im Bereich um 18,30 US-Dollar denkbar. Spätestens hier wird es aber zu einem Rücksetzer kommen, welcher den Silberpreis im Extremfall sogar bis zur 50-Tagelinie (16,69 US-Dollar) zurückführen könnte. Hier würde sich dann aber eine exzellente Nachkaufgelegenheit ergeben. Kurzfristig spricht aber alles für steigende Preise.

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Trotz der grundsätzlich sehr bullischen Ausgangslage darf das saisonale Fenster ab Ende Februar nicht unterschätzt werden. Statistisch betrachtet erreichte die Silberpreisentwicklung in den letzten 40 Jahren oft im Februar ein wichtiges Zwischenhoch, auf welches bis Ende Juni eine eher durchwachsene Phase folgte. Da zudem die Profis am Terminmarkt nachwievor eine rekordhohe Leerverkaufsposition auf den Silberpreis halten, ist man aktuell gut beraten, nicht übermütig zu werden.

Tageschart Silber in Euro

In Euro gerechnet präsentiert sich das Bild ebenfalls sehr positiv und bullisch. Seit dem 23.Dezember konnte der Preis für eine Feinunze bereits um knapp 11,3% zulegen! Die 200-Tagelinie (16,28 Euro) haben die Bullen dabei ebenso wie die Abwärtstrendlinie problemlos überwunden.

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Aktuell biegen sie zudem das obere Bollinger Band (16,61 Euro) weiter nach oben auf. Die Indikatoren sind überkauft und mahnen zur Vorsicht. Solange sich aber die Stochastik mit ihren beiden Signallinien oberhalb von 80 halten kann, ist der Aufwärtstrend der Silbernachfrage bis auf weiteres festgezurrt. Auch hier gilt, dass der nächste Rücksetzer die Notierungen wohl bis zur steigenden 50-Tagelinie (15,78 Euro) zurückwerfen wird.

Neues Nachkauflimit unterhalb von 16,00 Euro

Angesichts der deutlich gestiegenen Kurse ist momentan Geduld angesagt. Es wird im Frühjahr mit Sicherheit eine etwas größere Korrektur geben. Diese sollte man dann mit schrittweisen Käufen unterhalb von 16,00 Euro unbedingt nutzen. Denn spätestens im zweiten Halbjahr dürfte der Silberpreis angesichts der anziehenden Inflationserwartung den Turbo zünden.

Langfristig betrachtet bleibt Silber deutlich unterbewertet und verfügt auf Sicht der nächsten drei bis fünf Jahre über ein enormes Anstiegspotential.

Silberpreis - Kurzfristig noch Luft nach oben!
Florian Grummes - Florian Grummes ist unabhängiger Finanzanalyst und Berater sowie internationaler Referent mit über 20 Jahren Erfahrung auf den Finanzmärkten. Dabei hat sich Herr Grummes auf die Edelmetalle, Kryptowährungen und die technische Analyse spezialisiert. Mit der Kombination aus technischer, fundamentaler sowie Sentiment Analyse gelingt ihm häufig eine akkurate Konklusion und Prognose zum Goldmarkt.
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