Stand: 19.08.2016 von © Gold.de Redaktion FG/GW 0 Kommentare

Sowohl der Gold- als auch der Silberpreis stecken seit Anfang Juli in einer Konsolidierung. Mittlerweile haben sich die Handelspannen nochmals stark verringert. Letztlich bewegen sich beide Edelmetalle noch immer um die Höchststände der "Brexit-Panik". Sowohl Gold als auch Silber waren am 24.Juni steil nach oben geschossen und konnten bis Anfang Juli noch leicht höhere Hochs erzielen. Seitdem haben sie sich aber festgelaufen. Auch der Rücksetzer Ende Juli sowie die kurze Erholungsrally Anfang August brachten keine Veränderung.

Vor allem beim Gold wirft der Kursverlauf der letzten zwei Wochen doch einige Fragen auf. Es scheint, als ob jemand um jeden Preis Kurse oberhalb von 1.365 US-Dollar verhindern möchte. Immer wieder kam es zu plötzlichen und scharfen Attacken im Bereich 1.350 – 1.358 US-Dollar, welche jegliches Momentum zerstörten. Dennoch kommt der Goldpreis (und im Schlepptau natürlich auch der Silberpreis) bis jetzt jedes Mal zurück. Wie lange dieses absurde Spielchen noch weiter geht, weiß niemand. In jedem Fall zeigt es einmal mehr, dass nur physisches Gold und Silber das richtige Mittel gegen mögliche Manipulationen am Papiergoldmarkt sind.

Silber in USD - vorerst innerhalb der Bullenflagge seitwärts

Seit dem Hoch am 4.Juli bei 21,12 US-Dollar bewegt sich der Silberpreis in einem flachen Kanal seitwärts, wobei die Marke von 21,00 US-Dollar nicht wieder überschritten werden konnte, gleichzeitig aber auch die Marke von 19,00 US-Dollar nicht unterschritten wurde. Bullen und Bären halten sich also gegenseitig im Zaum.

Chartanalyse Silber in US-Dollar

Diese trendlose und daher für viele Marktteilnehmer sehr schwierige und nervenaufreibende Phase gibt aber den gleitenden Durchschnitten die Möglichkeit, sich langsam an das neue Preisniveau anzupassen. Insbesondere die stark stützende 50-Tagelinie (19,24 US-Dollar) hat das aktuelle Preisgeschehen schon fast erreicht und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Tagen auch noch getestet werden. Von hier aus sollten die Bullen einen nächsten Ausbruchsversuch starten. Ob dieser erfolgreich verlaufen wird, lässt sich noch nicht absehen, die Chancen stehen aber nach sieben Wochen Konsolidierung gar nicht so schlecht.

Sollte die 50-Tagelinie nach mehreren Anläufen hingegen zunächst unterschritten werden, dürfte der Silberpreis bis zur nächsten wichtigen und extrem starken Unterstützungszone um 18,00 – 18,50 US-Dollar zurückfallen. Hier verläuft ab Mitte/Ende September auch der entscheidende Aufwärtstrend, woraus sich eine gute Nachkauf bzw. Einstiegsmöglichkeit ergeben sollte. In diesem Fall dürften die Bullen gestärkt und mit neuen Kräften an dieser Unterstützungszone in den Markt zurückkehren.

Die 200-Tagelinie (16,23 US-Dollar) verläuft noch immer deutlich tiefer und spielt vorerst keine Rolle. Allerdings lässt sich hier ablesen, wie stark Silber doch letzten Endes in den vergangenen vier Monaten angestiegen ist. Insofern ist die aktuelle Konsolidierung nur gesund und notwendig.

Trotz der nach wie vor sehr ungünstigen Konstellation am Terminmarkt (CoT-Report) bleibt die Saisonalität dem Silber bis in den September hinein günstig gewogen und dürfte damit auch weiterhin für einen grundsätzlich bullischen Unterton sorgen.

Insgesamt könnte der Silberpreis aber durchaus noch bis in den Bereich um 18,00 – 18,50 US-Dollar zurücksetzen, bevor die Bullen wieder nachhaltig die Kontrolle übernehmen müssten. Allerdings kann es vom aktuellen Niveau auch direkt und ohne größeren Rücksetzer weiter nach oben gehen. Kurzfristig ist die trendlose Seitwärtsphase jedenfalls noch nicht beendet. Erfolgreiche Anleger warten daher geduldig auf klar bullische Signale, welche derzeit erst mit einem Anstieg über 20,60 US-Dollar gegeben wären.

Übergeordnet und auf Sicht der nächsten drei bis acht Monate befindet sich der Silberpreis höchstwahrscheinlich auf dem Weg in Richtung der entscheidenden Widerstandszone um 26,00 US-Dollar. Erst mit einem Monatsschlusskurs oberhalb von 26,00 US-Dollar wäre das Allzeithoch bei 50,00 US-Dollar als nächstes Kursziel aktiviert.

Wochenchart Silber in Euro

Auf dem Wochenchart setze der Silberpreis in Euro in den letzten sieben Wochen erwartungsgemäß leicht zurück. Die Widerstandszone um 18,00 – 18,50 Euro ist offensichtlich nicht so leicht zu knacken. Insofern tut den Bullen der überschaubare Rückfall gut und sollte sie mittelfristig eher stärken. Logisches Ziel der mehrwöchigen Konsolidierung ist die nächste Unterstützungszone um 16,25 – 16,50 Euro. Angesichts des weit gelaufenen und möglicherweise kurz vor einem Verkaufssignal stehenden MACD-Indikators wäre aber im schlechtesten Fall auch ein tieferes Kursziel im Bereich um 14,70 – 15,00 Euro denkbar.

Wochenchartanalyse Silber in Euro

Gelingt es den Bullen aber, die Kurse oberhalb von 16,50 Euro zu halten, ist mittelfristig nicht nur der Sprung über die Widerstandszone 18,00 – 18,50 Euro möglich, sondern auch der Anstieg bis auf ca. 21 Euro nur noch eine Frage der Zeit.

Tageschart Silber in Euro

Auf dem Tageschart bleibt die vermutete Bullenflagge die vorherrschende Formation. Die 50-Tagelinie (17,29 Euro) ist hier bereits gestern fast erreicht worden und dürfte die Notierungen auf Sicht der nächsten Tage mindestens stützen. Denkbar wäre aber auch, dass die Bullen diesen wichtigen Durchschnitt als Sprungbrett nutzen und in den nächsten Tagen die Oberkante der Bullenflagge attackieren. Gelingt ihnen dabei der nachhaltige Sprung über die Marke von 18,30 Euro, steht einer neuerlichen scharfen Rallye nichts mehr im Wege.

Tageschartanalyse Silber in Euro

Alternativ hingegen zieht sich die Konsolidierung noch deutlich länger hin und führt dann wohl auch zu einem Rücksetzer bis an die horizontale Unterstützung um 16,75 Euro bzw. bis an die Aufwärtstrendlinie. Angesichts der deutlich korrigierten Indikatoren erscheint das Abwärtsrisiko aber begrenzt, während die Chancen weiterhin klar auf der Oberseite liegen.

Nächstes Nachkauflimit unterhalb von 16,50 Euro

Das zuletzt genannt Nachkauflimit bei 16,00 Euro wurde bisher nicht erreicht. Auch wenn die wirklich günstigen Preise wohl der Vergangenheit angehören, macht eine Anhebung auf 16,50 Euro Sinn, denn ganz langfristig betrachtet bleibt Silber deutlich unterbewertet und verfügt auf Sicht der nächsten drei bis fünf Jahre über ein enormes Anstiegspotential.

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