Stand: 25.06.2015 von © Gold.de Redaktion SW/SH 0 Kommentare

Das Gezerre um die griechischen Staatsschulden hält seit Jahren an - und bisher fehlen belastbare Ideen für einen langfristigen Weg aus den Schulden. Die internationalen Geldgeber streiten mit der griechischen Regierung um Rentenkürzungen, Mehrwersteuererhöhungen sowie Einsparungen beim Verteidigungshaushaus. In den vergangenen Tagen wurde in der Tagespresse eine weitere Lösungsmöglichkeit diskutiert: Der Verkauf des griechischen Staatsgoldes.

Goldreserven Griechenland

Denn das pleitebedrohte Land sitzt bis heute auf griechischen Goldreserven von 112 Tonnen, wie die Tageszeitung "Die Welt " berichtet. Damit steht der Goldschatz Griechenlands auf Platz 31 der größten Goldreserven weltweit. Der Gegenwert liegt aktuell bei rund 4 Milliarden Euro, bei einem Teilverkauf könnte die griechische Regierung also die nächste Schuldenrate beim IWF bezahlen. Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank, erläutert in dem Bericht, dass die Bank of Greece das Edelmetall direkt an den IWF oder eine andere Zentralbank verkaufen könnte, um den internationalen Goldpreis nicht zu stark zu drücken.

Goldverkauf: Kein einfacher Vorgang

Ganz so einfach ist eine Lösung der Schuldenkrise durch einen umfangreichen Goldverkauf allerdings nicht. Wolfgang Wrzesniok-Roßbach, Geschäftsführer der Degussa Goldhandel, hält es für möglich, dass die Goldreserven schon längst verpfändet sind, beispielsweise als Sicherheit für direkte Kredite oder für indirekte Liquiditätsbeschaffung. Zudem dürfte ein Verkauf von Staatsbesitz nicht im Sinne der derzeitigen Linksregierung sein, die sich - genau wie ihre Vorgänger - mit Privatisierungen bislang schwer tut.

Staatsgold könnte nur ein Prozent des Schuldenberges beseitigen

Welche Bedeutung die Goldreserven Griechenlands tatsächlich haben, macht ein Vergleich mit den aktuellen Verbindlichkeiten des Landes deutlich. Diese liegen bei rund 320 Milliarden Euro. Durch den Verkauf des Goldes könnte also lediglich ein Prozent der Schuldenlast abgetragen werden, ein Staatsbankrott wäre also nur minimal hinaus geschoben. Und ein Verkauf ist nicht ohne weiteres machbar, weil Griechenland an das Euro-System angeschlossen ist und die EZB zustimmen müsste. Mehr als ein Signal des guten Willens wäre also ein griechischer Goldverkauf nicht.

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