Stand: 19.05.2016  0 Kommentare

Erste Sparkassen sind dazu übergegangen, Geschäftskunden mit hohen Kontoständen nicht nur keine Zinsen zu zahlen, sondern Strafzinsen zu verlangen, berichtete Spiegel Online am 13. Mai 2016. Privatkunden sind von der Maßnahme, die das traditionelle Verständnis von Verzinsung auf den Kopf stellt, bisher nicht betroffen.

Sparkassen geben Belastungen weiter

Hintergrund für die Einführung von Strafzinsen mit dem nüchtern klingenden Namen "Verwahrentgeld " sind die mittlerweile 0,4 Prozent Zinsen, die Geschäftsbanken selbst zahlen müssen, wenn sie Geld bei der Europäischen Zentralbank parken. Im März hatten die europäischen Notenbanker unter ihrem Chef Mario Draghi den Leitzins auf 0 gesenkt und die Negativzinsen für kurzfristige Einlagen der Geschäftsbanken von bis dahin -0,3 Prozent auf 0,4 Prozent abgesenkt.

Die Sparkassen sind weder die einzigen, noch die ersten deutschen Banken, die den Schritt zu Negativzinsen für Geschäftskunden vollzogen haben. Im deutschlandweiten Durchschnitt ist die Verzinsung für diese Kundengruppe von plus 0,1 Prozent im Laufe des 1. Quartals auf minus 0,03 Prozent in den negativen Bereich geschwenkt.

Bald auch Privatkunden betroffen?

Dass ausgerechnet private Kontobesitzer mit kleinen Guthaben langfristig vom Trend hin zu nominalen Negativzinsen ausgeschlossen bleiben sollen, scheint schwer vorstellbar. Ulrich Netzer, Präsident des Sparkassenverbandes Bayern, erklärt den Schutz der Privatkonten zwar "zum Ziel", will aber durchaus keine entsprechenden Garantien abgeben.

Bereits im April hatte Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, sich in ähnlicher Weise geäußert und dabei ein eher düsteres Bild der Kontoinhaber gezeichnet. "Über 60 Prozent unserer Privatkunden haben monatlich eigentlich nichts mehr übrig, um Rücklagen zu bilden", zitierte Focus.de den Banker.

Einfluss der Zinsentwicklung auf den Goldpreis

Goldinvestoren zählen derzeit zu den großen Profiteuren des Ausblicks auf die negative Zinsentwicklung. Laut den Gold Demand Trends des World Gold Council ist die Goldnachfrage im 1. Quartal dieses Jahres um 21 Prozent auf 1.290 Tonnen angewachsen.

Der Anstieg war wesentlich auf die Rückkehr der institutionellen Investoren in Gold-ETFs zurückzuführen. Die börsengehandelten Fonds verzeichneten einen Nettozufluss von 364 Tonnen Gold. Die Goldpreisentwicklung rechtfertigt den neuen Enthusiasmus der Investoren. Seit Jahresbeginn hat sich das Edelmetall im Londoner Handel um rund 20 Prozent verteuert. Beim Silberpreis zeigt mit einem Anstieg um 22 Prozent eine vergleichbare Entwicklung.

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