Stand: 12.08.2015  0 Kommentare

Der wohl beste und schönste Opal, der jemals gefunden wurde, wird in Kürze das Herzstück einer Ausstellung bilden, die sich mit der Entstehung und dem Abbau dieser Schmucksteine auseinandersetzt. Damit wird der spektakuläre, vollständig opalisierende Stein erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der Virgin Rainbow genannte schwarze Opal wurde laut Chatelaine's Antiques im September 2003 von den Opalsuchern John Dunsten und Steve Zagar nahe Coober Pedy, der Opal-Hauptstadt der Welt, ans Tageslicht gebracht. Der rund 120 Millionen Jahre alte Stein ist 6,3 cm lang und zwischen 1,3 und 1,4 cm dick. Er bringt 72,65 Karat auf die Waage und leuchtet den Angaben zufolge in allen Spektralfarben von Orange bis Violett. Er gilt als der Opal mit der besten Qualität, der jemals gefunden wurde. Sein Gegenwert wird auf 1 Million australische Dollar (ca. 665.000 Euro) beziffert.

Opal trägt "Feuer in sich"

Jetzt soll das Prachtstück erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Wie das Branchenportal ArtDaily (mit einem schönem Bild des Opals) am Montag (10.08.15) berichtete, soll der beispiellose Schmuckstein ab kommenden September im Museum von Südaustralien zu sehen sein. Er soll die Hauptattraktion in einer allumfassenden Ausstellung werden, die sich ganzheitlich mit der Wissenschaft rund um Opale und deren Bedeutung für die Menschen beschäftigt. Mit der Ausstellung, die noch bis Februar 2016 laufen soll, will man das hundertjährige Jubiläum der ersten Opalminen in Australien begehen. Die ersten Opale aus Australien wurden im Jahr 1915 abgebaut. Heute kommen fast 90 Prozent aller Opale dieser Welt aus Australien.

"Ich glaube dass diese Ausstellung die beste Sammlung edler Opale aufbietet, die jemals an einem einzigen Ort dieser Welt zusammengekommen ist", sagte Museumsdirektor Brian Oldman laut Bericht. Über den Virgin Rainbow sagte Oldman: "Er ist von unvergleichlicher Qualität. Der Opal ist vollständig opalisierend".

"Es ist fast so, als ob er ein Feuer in sich hat, man kann alle Farben darin erkennen. So wie sich das Licht ändert, so ändert sich auch der Opal. Da hat sich die Natur einen ziemlichen Trick erlaubt".

Rainbow Vrigin ist der Talisman eines Talisman

Der Rainbow Virgin ist ein extrem seltener und einzigartiger Fund. Experten gehen davon aus, dass mindestens in den nächsten 1500 Jahren kein vergleichbarer Opal gefunden wird und dass die Kosten für eine heute herbeigeführte Förderung eines ähnlichen Opals 1 Milliarde Dollar überschreiten würden. Aufgrund seiner extremen Seltenheit wird der Rainbow Virgin deshalb auch als der Talisman eines Talisman bezeichnet. Die beiden Finder sind deshalb schon jetzt zu lebenden Legenden geworden.

Coober Pedy: "Weißer Mann im Loch"

Der Rainbow Virgin wurde in der Nähe der südaustralischen Kleinstadt Coober Pedy gefunden. Nicht umsonst wird der Ort als die Opal-Hauptstadt der Welt bezeichnet. Fast Dreiviertel aller Opale der Welt werden rund um Coober Pedy gefördert. Rund um die Stadt gibt es zahlreiche privat betriebene Opalminen, wo sich meistens zwei Partner auf eigene Faust ein senkrechtes Loch in die Erde bohren und von dort aus seitwärts Stollen in das Erdreich sprengen. Entsprechend stammt der Name der Stadt von den Ureinwohnern und bedeutet so viel wie "Weißer Mann im Loch".

Die Arbeit in den Stollen ist äußerst riskant, nicht zuletzt weil die Sprengstoffe in den engen Stollen gemischt und die Stangen in den vorgebohrten Löchern zur Explosion gebracht werden. Die Lunten werden dabei meist noch von Hand angezündet. Danach muss schleunigst in die Kreisrund ausgesägten Schutzstollen gekrochen werden. Bekannt ist Coober Pedy auch durch seine typischen Wohnhöhlen, die aufgrund der heißen Tagestemperaturen in das Erdreich gefräst werden. Opalsucher arbeiten deshalb nicht nur unter Tage, sondern wohnen auch in der Erde.

Der erste Opal in der Nähe des heutigen Coober Pedy wurde im Jahr 1914 von einem kleinen Jungen gefunden, der laut Museumsdirektor Oldman seinen Vater auf einer Goldminenexpedition begleitete und von ihm den Auftrag erhielt, Wasser zu holen. Er ging los, und als er zurückkehrte, hatte er neben dem Wasser auch einen Klumpen Opale im Schlepptau. Schon ein Jahr später nahmen die ersten Opalminen in der entlegenen Gegend die Produktion auf.

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