Stand: 18.03.2017 von © Gold.de Redaktion CW/GW 0 Kommentare

Laut Informationen des World Gold Council hat Russland im Januar 2017 nach einmonatiger Pause seine Goldreserven ein weiteres Mal kräftig aufgestockt. Auch die Goldbestände der Türkei stiegen erstmals seit Monaten wieder deutlich an. Argentinien, Ungarn und Kasachstan befanden sich ebenfalls Käuferseite, während sich Weißrussland, Tschechien, Mexiko, Kirgistan und die Mongolei in geringem Umfang von Gold trennten. Chinas Reserven blieben gegenüber Dezember unverändert.

Top 20 der staatlichen Goldreserven Januar 2017

Platz Land Goldreserven (Tonnen) Goldanteil an Gesamtreserven
1. USA 8.133,5 74,6 %
2. Deutschland 3.377,9 68,8 %
3. IWF 2.814,0 k. A.
4. Italien 2.451,8 67,8 %
5. Frankreich 2.435,8 63,8 %
6. China 1.842,6 2,3 %
7. Russland 1.645,1 16,2 %
8. Schweiz 1.040,0 6,0 %
9. Japan 765,2 2,4 %
10. Niederlande 612,5 63,9 %
11. Indien 557,8 6,0 %
12. EZB 504,8 26,7 %
13. Taiwan 423,6 3,6 %
14. Türkei 411,0 15,0 %
15. Portugal 382,5 59,1 %
16. Saudi-Arabien 322,9 2.3 %
17. Vereinigtes Königreich 310,3 8,6 %
18. Libanon 286,8 20,7 %
19. Spanien 281,6 17,1 %
20. Österreich 280,0 454,4
Welt gesamt 33.292,8 k. A.
davon Eurozone 10786,0 55,1 %

Quelle: World Gold Council

Russland kauft wieder Gold

Im Dezember 2016 hatte Russland erstmals seit Februar 2015 keine Goldkäufe bekanntgegeben gemeldet. Im Januar kehrte die russische Zentralbank dann zur Praxis der monatlichen Zukäufe zurück und erhöhte ihren Goldbestand um 29,9 Tonnen auf 1.645,1 Tonnen oder 16,2 Prozent der russischen Gesamtreserven.

Diese setzen sich neben Gold aus Fremdwährungen wie dem US-Dollar und dem Euro sowie aus Sonderziehungsrechten - eine Kunstwährung des Internationalen Währungsfonds - zusammen. Im internationalen Vergleich belegten die russischen Goldreserven im Januar vor der Schweiz und nach China unverändert den 7. Platz.

Türkische Goldbestände stark gestiegen

Den stärksten Zuwachs der Goldreserven meldete die Türkei mit einem Volumen von 33,9 Tonnen. Allerdings sind die türkischen Käufe und Verkäufe von Gold nicht direkt mit anderen Ländern zu vergleichen.

Die Zentralbank des Landes gestattet Geschäftsbanken, einen Teil Ihrer Mindestreserven in Gold zu hinterlegen. Die Fluktuationen dieser Mindestreserven spiegeln sich in den gemeldeten Goldbeständen ebenso wieder wie reguläre Käufe oder Verkäufe durch die Zentralbank.

Dieser Mechanismus erklärt auch den stetigen Wechsel zwischen Zuwächsen und Rückgängen der türkischen Goldreserven. Insgesamt weist der Trend des vergangenen Jahres allerdings klar nach unten. Im Januar belegte die Türkei im internationalen Vergleich mit einem Goldbesitz von 411,0 Tonnen oder 15 Prozent der Gesamtreserven vor Portugal und nach Taiwan den 14 Platz.

Keine Käufe oder Verkäufe von China

Die chinesische Zentralbank hat im Januar zum dritten Mal in Folge ihren Goldbestand unverändert gelassen, nachdem, die Reserven seit Juni 2015 in jedem Monat mit Ausnahme des Mai 2016 erhöht wurden.

Damit beliefen sich die chinesischen Goldreserven nach wie vor auf 1.842,6 Tonnen, was 2,3 Prozent der Gesamtreserven entsprach. Im Ranking der größten staatlichen Goldreserven liegt China vor Russland und nach Frankreich auf dem 6. Platz.

Kasachstan bleibt auf Kaufkurs

Kasachstan kaufte im Januar 1,8 Tonnen Gold und hat seine Bestände damit seit Oktober 2012 in ausnahmslos jedem Monat erhöht. Das zentralasiatische Land belegt im internationalen Vergleich mit 259,8 Tonnen oder 34,1 Prozent der Gesamtreserven den 21. Platz vor Belgien und nach Österreich.

Weitere staatliche Goldkäufer im Januar waren Argentinien (5,0 Tonnen), Bangladesch (0,2 Tonnen), Ungarn (3,1 Tonnen) und Kirgistan (0,2 Tonnen). Auf der Verkäuferseite befanden sich Weißrussland (-5,5 Tonnen), Tschechien (-0,2 Tonnen), Mexiko (-0,1 Tonnen) und die Mongolei (-0,3 Tonnen).

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