| GOLD | 5.020,00 $/oz | 4.397,75 €/oz | 141,39 €/g | 141.391 €/kg |
| SILBER | 80,61 $/oz | 70,60 €/oz | 2,27 €/g | 2.269,84 €/kg |
Wenn man bedenkt, dass der letzte Freitag im September bereits seit 1999 als „Tag des Deutschen Butterbrots“ gefeiert wird, dürfte unbestritten sein, dass der „Tag des Goldes“ in Deutschland längst überfällig war.
Mittlerweile gibt es nur noch wenige „Experten“ die das gelbe Edelmetall für nutzlos halten. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeiten, als man von Goldinvestments wegen dessen hoher Kursschwankungsintensität (Volatilität) abgeraten hat. Selbst als mathematische Kennzahlen wie die Volatilität das genaue Gegenteil belegten, erwies sich diese Behauptung als ausgesprochen hartnäckig.
Übrigens: Beim Schreiben dieses Artikels wies der „Einzelkämpfer Gold“ gegenüber dem extrem breit diversifizierten S&P-500-Index eine geringere Volatilität aus - sowohl mit Blick auf die historische 250-Tage-Volatilität als auch bei einem Vergleich bekannter Volatilitätsindizes auf Gold (GVZ) bzw. den S&P-500-Index (VIX).
Ein anderes Argument der „Goldbären“ bezog sich darauf, dass Gold weder Zinsen noch Dividenden bietet. Dies mag zwar aus fachlicher Sicht richtig sein, hat aber in den vergangenen Jahren angesichts explodierender Schuldenberge und erodierender Bonitäten wichtiger Industriestaaten (inkl. der USA) stark an Bedeutung verloren.
Während in der Vergangenheit Anleihen, Währungen und Aktienunternehmen durchaus wertlos geworden sind, blieben Goldbarren und Goldmünzen dieses Schicksal erspart. Und trotz fehlender Ausschüttungen erzielte der in Euro notierte Goldpreis in den vergangenen 15 Jahren eine annualisierte Rendite von 9,7 Prozent und dies bei nicht vorhandenem Kontrahentenrisiko.
Für mich stellt Gold das einzige Investment dar, bei dem man relativ ruhig schlafen kann.Jörg Bernhard
Weil sich Gold, im Gegensatz zu vielen anderen Anlageklassen, nicht „auf Knopfdruck“ und schon gar nicht unbegrenzt vermehren lässt, kann es Kaufkraft deutlich besser erhalten als Geld.
Dieses lebt nämlich ausschließlich vom Vertrauen, dass man es auch in Zukunft in Waren und Dienstleistungen eintauschen kann. Bedingt durch die Inflation, die in Deutschland in den vergangenen vier Jahren zwischen 1,2 Prozent und 8,8 Prozent schwankte, hat der Euro seither ständig an Kaufkraft verloren.
Wertvolle Dienste leistet Gold aber auch als Stabilisator innerhalb eines aus mehreren Anlageklassen bestehenden Wertpapier-Portfolios. Weil Gold über eine negative Korrelation gegenüber dem Dollar, Aktienindizes und den Zinsen verfügt, eignet es sich für Investoren vorzüglich als Stabilisator.
Zahlreiche Studien belegten, dass man durch das Beimischen von Gold die risikobereinigte Gesamtrendite eines Wertpapierdepots signifikant verbessern kann. Denn eines sollte jedem Anleger klar sein: Eine ungewöhnlich hohe Performance muss in der Regel durch ein überdurchschnittlich hohes Risiko „bezahlt“ werden.
Last but not least spricht auch das derzeitige Steuerrecht für den Kauf von Goldmünzen und -barren bzw. Gold-ETCs mit physischem Lieferanspruch wie z.B. XETRA-Gold oder EUWAX-Gold. In Deutschland sind nämlich Gewinne aus solchen Investments steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mindestens ein Jahr liegt.
Wird das Gold jedoch innerhalb eines Jahres mit Gewinn verkauft, unterliegt dieser mit dem persönlichen Steuersatz der Einkommensteuer (Spekulationsgeschäft gemäß § 23 EStG), sofern man im Kalenderjahr insgesamt Spekulationsgewinne von über 600 Euro realisiert hat. In diesem Fall muss der Gewinn in der Steuererklärung angegeben werden.
Das heißt: Goldanleger mit langfristigem Anlagehorizont könnten sich so manches zusätzliches Butterbrot gönnen - und das steuerfrei.
Lange Rede, kurzer Sinn: Für mich stellt Gold das einzige Investment dar, bei dem man relativ ruhig schlafen kann.
Wie denken Sie darüber?
Der "Tag des Goldes" ist für mich auch ein Tag an dem Derer gedacht werden kann, wer alles in der Lieferkette damit zu tun hat, bevor es bei dem Händler liegen kann. Ob Sucher, Geologe, Bagger - und LKW Fahrer, Investor und Management, Designer der Münzbilder, Maschinenbauer einer Stanze und Gießereiingenieure, Gierige und Marktmanipulatoren, Diebe, Restauratoren, Schriftsteller und Roman - und Filmhelden, Tempel und Kirchen oder ein Office in Moskau oder Washington DC, ein Kreuz auf einer Zugspitze oder ein Gegenstand im Innern einer Pyramide. Es bedeutet eine Wanderung durch fasst alle Gezeiten der Menschen in jedem Winkel der Welt. Es erzählt von Abenteuern oder Gescheiterten. Eine bisher unendliche Geschichte die einen fesselnden Charakter hat. Deshalb darf es für mich diesen Tag mit Bestand und Anerkennung geben.
tut es wirklich not, einen Tag des Goldes einzuführen und sich damit auf gleiche Ebene zu begeben wie zum Beispiel eben den Tag des deutschen Butterbrotes. Ich bin immer etwas ratlos, welche Ideen da verwirklicht werden, was noch zu ertragen ist. Gold ist schon immer ein Wertspeicher und jetzt bei den aktuellen Krisen überall wichtiger denn je. Da braucht es keinen Tag des Goldes, denn Gold steht weit strahlend für sich. Souverän und unabhängig. Nur schlechte Produkte müssen beworben werden. Das hat das Edelmetall nicht nötig.