| GOLD | 4.748,73 $/oz | 4.051,65 €/oz | 130,26 €/g | 130.264 €/kg |
| SILBER | 75,99 $/oz | 64,99 €/oz | 2,09 €/g | 2.089,48 €/kg |
Hinter den Studien steht Myrmikan Capital, das auch den auf Edelmetallaktien spezialisierten Myrmikan Gold Fund verwaltet. In der März-Ausgabe verbindet das Haus geopolitische Szenarien mit langfristigen Trends an den Finanzmärkten, insbesondere mit Blick auf Währungen, Kreditmärkte und Edelmetalle. In der Analyse mit dem Titel „Trump’s Gamble“ zeichnet Myrmikan Research ein Szenario, in dem geopolitische Konflikte, strukturelle Schwächen der Weltwirtschaft und Spannungen im Finanzsystem eng miteinander verknüpft sind.
Der Autor argumentiert, Trump versuche, die globale Machtstellung der USA durch eine deutlich härtere Form der geopolitischen Einflussnahme zu erneuern. Statt indirekter Einflussnahme und wirtschaftlicher Argumente setze Washington zunehmend auf militärischen Druck und geopolitische Machtpolitik. Ein Erfolg im Iran könnte die internationale Position der USA stärken, ein Scheitern jedoch massive wirtschaftliche und finanzielle Folgen nach sich ziehen.
Neben geopolitischen Risiken sieht die Analyse vor allem strukturelle Probleme in der Weltwirtschaft. Besonders kritisch beurteilt Myrmikan Research die Entwicklung der globalen Verschuldung und des sogenannten Private-Credit-Marktes, also Kreditfinanzierungen außerhalb klassischer Bankbilanzen (siehe Grafik). Dieser Markt ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und gilt als einer der potenziellen Brennpunkte für finanzielle Instabilität. Erste Spannungen zeigen sich laut Studie bereits durch Kapitalabflüsse und Bewertungsprobleme bei großen Kreditfonds. Gleichzeitig reagieren Banken zunehmend vorsichtig und reduzieren ihre Engagements in diesem Segment.
Hinzu kommen steigende Energiepreise und geopolitische Spannungen, die das Risiko einer neuen Inflationsphase erhöhen könnten. Ein dauerhaft hoher Ölpreis würde Produktions- und Transportkosten weltweit anheben und damit zusätzlichen Druck auf die Geldpolitik ausüben. Zentralbanken könnten dadurch gezwungen sein, länger an einem restriktiven Zinsniveau festzuhalten oder sogar erneut Liquidität bereitzustellen, falls es zu Verwerfungen im Finanzsystem kommt. In beiden Fällen würde das Umfeld für hochverschuldete Volkswirtschaften schwieriger werden.
Quelle: Reuters.com
Interessant ist auch der Blick der Studie auf den Goldmarkt. Obwohl geopolitische Konflikte normalerweise den Goldpreis antreiben, reagierte das Edelmetall zuletzt relativ verhalten. Myrmikan Research führt dies vor allem auf globale Liquiditätsengpässe zurück.
Gleichzeitig sieht die Analyse jedoch weiterhin starke strukturelle Gründe für einen langfristigen Gold-Bullenmarkt. Ein zentraler Auslöser sei die zunehmende Politisierung internationaler Finanzsysteme, etwa durch das Einfrieren von Devisenreserven oder Sanktionen gegen Staaten. Solche Maßnahmen könnten das Vertrauen in traditionelle Reservewährungen schwächen und den Trend zu realen Vermögenswerten verstärken.
Für Goldminen ergebe sich daraus ein gemischtes Bild. Kurzfristig können steigende Energiepreise die Produktionskosten erhöhen und damit die Gewinnmargen belasten. Langfristig könnten jedoch selbst stabile Goldpreise über 5.000 Dollar weiterhin hohe Cashflows für viele Minengesellschaften ermöglichen. Zudem würde ein stärkerer Anstieg des Goldpreises die Profitabilität der Branche weiter steigern.
Im Fazit zeichnet die Studie ein Szenario mit erheblichen geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken. Sollte die geopolitische Strategie der USA erfolgreich sein, könnte dies die globale Machtbalance zugunsten Washingtons verschieben und möglicherweise sogar die Stellung des Dollars stabilisieren. Scheitert dieser Ansatz jedoch, drohen laut Myrmikan Research tiefgreifende Konsequenzen: steigende Staatsverschuldung, finanzielle Instabilität und ein möglicher Vertrauensverlust in das globale Dollar-System.
In einem solchen Umfeld könnte Gold erneut stark an Bedeutung gewinnen – sowohl als Wertspeicher als auch als Absicherung gegen geopolitische und monetäre Risiken.
Die Chancen auf baldige US-Zinssenkungen schwinden dahin. Mittlerweile zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von über 50 Prozent an, dass wir erst Mitte September niedrigere US-Leitzinsen als heute sehen werden.
Details zu den Daten, Prognosen sowie historische Zeitreihen finden Sie hier.
Zur Erinnerung: Vor einem Monat deutete dieser Indikator auf eine Zinsreduktion Mitte Juni hin. Obwohl die Terminkurve bei Rohöl-Futures auf einen deutlich niedrigeren Ölpreis in den kommenden Monaten hindeutet, hat sich mit der Blockade der Straße von Hormus die Inflationsgefahr deutlich erhöht.
In den vergangenen Wochen fielen einige US-Konjunkturindikatoren relativ schwach aus. Dies würde tendenziell für ein lockere Geldpolitik sprechen, wenngleich die weitere Entwicklung der Inflation angesichts der deutlich gestiegenen Energiepreise diesem Szenario entgegen spricht.
Vor diesem Hintergrund dürfte lediglich eines sicher sein – die weltweit anhaltende Unsicherheit. Und in einem solchen Umfeld bietet die global handelbare Krisenwährung ein hohes Maß an Vermögensschutz.
Gold rauscht in den Keller und die großen Propheten mit der riesen Expertise ziehen die Schwänze ein.
ich kaufe nach wie Gold und Silber. Verkaufen nur wenn es unbedingt sein muss. Die weltweiten Unsicherheiten gilt es einfach auszuhalten. Für die langfristige Sicherheit meines Geldes sehe ich mich gut gerüstet.
Verwaschener Artikel zwischen Pro und Contra Goldhandel. Erkenntnis: Kräht der Trump auf dem Mist....
Die Artikel enden immer in der scheinbaren unerschütterlichen langfristigen Investition von Gold.
Dann habe ich also nichts falsch gemacht. So oder so.