| GOLD | 4.617,19 $/oz | 3.964,94 €/oz | 127,48 €/g | 127.476 €/kg |
| SILBER | 92,92 $/oz | 79,79 €/oz | 2,57 €/g | 2.565,31 €/kg |
Beide Regionalbanken stehen wegen massiver Kursverluste und wachsender Zweifel an ihrer Stabilität im Fokus der Anleger. Sie haben behauptet, Opfer von betrügerischen Kreditaktivitäten geworden zu sein. Und das Zinsumfeld erweist sich ebenfalls als problematisch.
Die US-Notenbank Fed hat durch ihre Zinserhöhungen in den vergangenen zwei Jahren das Bankgeschäft vieler Regionalinstitute erheblich unter Druck gesetzt. Ihre Geschäftsmodelle beruhen oft auf langfristigen Anleihen oder Hypotheken, deren Wert durch das höhere Zinsniveau drastisch gefallen ist.
Gleichzeitig ziehen viele Kunden Gelder ab, um sie umzuschichten. Das Resultat: Liquiditätsengpässe, wachsende Verluste und ein schwindendes Vertrauen in die Stabilität kleinerer Banken.
Ein Blick auf die Börsenkurse verdeutlicht die Nervosität: Sowohl Zions Bancorporation als auch Western Alliance Bancorp verloren innerhalb weniger Wochen an der Spitze mehr als 20 Prozent.
Wieder einmal fürchten Anleger eine Kettenreaktion, wie sie im Frühjahr 2023 bereits durch den Zusammenbruch der Silicon Valley Bank und der First Republic Bank ausgelöst wurde. Damals versuchte die US-Regierung, mit Liquiditätshilfen und Garantien gegenzusteuern, doch das Vertrauen in die Sicherheit regionaler Banken blieb angeschlagen.
Dabei handelt es sich keineswegs um ein neues Phänomen (siehe unten). In der Geschichte der Finanzmärkte hat es immer wieder Bankenkrisen gegeben – von regionalen Turbulenzen bis hin zu globalen Schocks. Die wohl bekannteste und folgenreichste Krise der jüngeren Zeit war der Zusammenbruch von Lehman Brothers im Jahr 2008.
Die Pleite der damals viertgrößten Investmentbank der USA löste eine weltweite Finanzkrise aus und brachte das globale Finanzsystem an den Rand des Zusammenbruchs.
Bankenkrisen der vergangenen 25 Jahre auf einen Blick
Damals machte in der Finanzwelt das Prinzip „Too big to fail“ die Runde. Sinngemäß bedeutet es „zu groß, um unterzugehen“. Damit war gemeint, dass systemrelevante Großbanken mit staatlicher Hilfe gestützt werden müssen, um einen Dominoeffekt zu verhindern.
Dieses Sicherheitsnetz existiert auch heute noch – allerdings gilt es nicht im gleichen Maße für kleinere oder mittlere Institute. Wenn Regionalbanken in Schieflage geraten, wägen die Regierungen heutzutage genauer ab, ob eine Rettung überhaupt notwendig ist. Deshalb dürfte das Vertrauen vieler Anleger in die Stabilität des Bankensystems weiter sinken und im Gegenzug das Interesse an alternativen Wertspeichern wie Gold steigen.
Nach der Lehman-Krise 2008, aber auch während der Euro-Schuldenkrise und zuletzt im Jahr 2023 nach der Pleite der Silicon Valley Bank, stieg der Goldpreis deutlich an. Anleger schätzen das Edelmetall als wertbeständige, schuldenfreie Anlage, die außerhalb des Bankensystems existiert. In Zeiten wachsender Staatsschulden und steigender Risiken im Finanzsektor gilt physisches Gold als Versicherung gegen systemische Schocks - ein Sachwert, der weder von Zinsen, Bonitäten noch Liquiditätsengpässen abhängig ist.
Fazit: Nach jeder Bankenkrise hat sich Gold verteuert und das aus gutem Grund. Während Papierwerte und Bankeinlagen unter Druck geraten, bietet das Edelmetall Stabilität und Werterhalt. Die aktuellen Probleme der US-Regionalbanken erinnern daran, wie fragil das Finanzsystem trotz aller Reformen geblieben ist. Das heißt: Wer in Gold investiert, schützt sein Vermögen vor den Folgen der nächsten Krise und vertraut auf den ältesten Wertspeicher der Welt.
Nachdem der Goldpreis in der vergangenen Woche an jedem der fünf Handelstage ein neues Allzeithoch markiert hatte, sorgten am Freitag Gewinnmitnahmen für Ernüchterung.
Übertriebenen Optimismus kann man vor allem Jamie Dimon, dem Chef der US-Bank JPMorgan attestieren, der bei der Krisenwährung einen Anstieg auf 10.000 Dollar für möglich hält.
In der zweiten Wochenhälfte dürften sich die Marktakteure vor allem für die aktuellen Daten zur US-Inflation stark interessieren. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll sich die jährliche Teuerungsrate im September von 2,9 auf 3,1 Prozent beschleunigt haben.
Nicht nur Gold glänzt zur Zeit. Auch der kleine Bruder Silber ist extrem gestiegen. Wohl auch deswegen, da vier Jahre in Folge ein Defizit von vielen, vielen Unzen am Markt herrscht. Angeblich wird Silber aus den Staaten nach London geflogen. Das glaube wer will. Es ist nichts mehr da. Viele physisch hinterlegte Fonds überlegen diese für neues Kapital zu schließen. Wenn die Notenbanken weiter Silber kaufen, dann wissen sie auch warum. Für viele Anwendungen (Photovoltaik, E- Autos, Medizinische Geräte). Die größte Bombe hat ja Samsung mit der Silberbatterie angekündigt. Das macht niemand so richtig Öffentlich. Wenn diese auf den Markt kommt, dann sind Silberpreise von 100,00 $ wohl sehr wahrscheinlich. Wenn nicht noch viel mehr.
Danke, dass Sie meinen Kommentar gelesen haben.
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