Stand: 19.10.2015  2 Kommentare

Die Geldfabriken in den USA drucken pro Tag routinemäßig weit über 25 Millionen neue Banknoten unterschiedlichen Nennwerts. Da kommen bereits in einem Monat beachtliche Summen zusammen. Allein im vergangenen August betrug der Gegenwert mehr als 19 Milliarden Dollar.

Die Geldfabriken der US-Behörde Bureau of Engraving and Printing (BEP ) haben im August insgesamt mehr als 631 Millionen neue Banknoten der Nennwerte 1, 5, 10, 20 und 100 Dollar gedruckt. Mit einem Gegenwert von genau 19.334.400.000 Dollar entspricht dies grob der Produktion der vorhergehenden Monate in diesem Jahr. Gegenüber dem Vorjahresmonat August dagegen hat sich der Wert der neu produzierten Banknoten weit mehr als verdoppelt. Das berichtet das Branchenportal CoinNews unter Berufung auf Statistiken der BEP.

Täglich 560 Millionen Dollar gedruckt

Demzufolge wurden im August 2014 mit 576 Millionen neu produzierten Banknoten zwar insgesamt nur 9,6 Prozent weniger Scheine gedruckt als im August diesen Jahres. Allerdings betrug der monatlich gedruckte Gegenwert vor einem Jahr genau 8.512.000.000 Dollar. Damit hat sich der Nennwert der neuen Banknoten gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um rund 127 Prozent erhöht. Im gesamten letzten Jahr haben die zwei Geldfabriken der USA demnach pro Tag durchschnittlich 24,8 Millionen neue Geldscheine gedruckt. Das entsprach einem Gegenwert von täglich rund 560 Millionen Dollar.

Um die in 2014 rund 6,2 Milliarden neue Banknoten herstellen zu können, wurden den Angaben zufolge täglich fast neun Tonnen Druckfarbe verarbeitet. Die Kosten für die Herstellung einer einzelnen Banknote beläuft sich demnach auf durchschnittlich 10 Cent. Laut BEP werden 90 Prozent aller neu gedruckten Scheine dafür verwendet, alte noch in Umlauf befindliche oder bereits aus dem Umlauf genommene Banknoten zu ersetzen.

Produktion von Banknoten erreicht Rekordwerte

Sowohl die in 2014 produzierte Menge als auch deren Wert dürfte im Verlauf des Jahres 2015 aber merklich übertroffen werden. Bisher wurden in allen Monaten des laufenden Jahres deutlich mehr neue Banknoten gedruckt als im Vorjahresdurchschnitt. Die Produktionsmenge im August erreichte dabei sogar einen Rekordwert. Allerdings ist der Gegenwert der frischen Scheine vom August im Vergleich sowohl zum Juli, Juni sowie dem Mai dennoch gesunken. Wenngleich etwa im Juni rund 55 Millionen weniger Banknoten als im August produziert wurden, lag deren Gegenwert dennoch bei fast 21 Milliarden Dollar (siehe Tabelle unten). Hintergrund ist die verstärkte Produktion von 1-Dollar-Scheinen und die nahezu um die Hälfte gesenkte Herstellung von 20-Dollar-Scheinen im August.

Ähnlich sah es im April aus. In diesem Monat wurde zwar die bisher zweithöchste Anzahl an 1-Dollar-Noten aufgelegt. Zugleich kam es aber mit "nur" rund 109 Millionen 100-Dollar-Scheinen zu einer im Jahresverlauf vergleichsweise geringen Produktion in dieser Kategorie; weshalb der insgesamte Gegenwert mit rund 15,5 Milliarden Dollar erheblich geringer ausfiel. Dennoch entspricht selbst dieser Wert immer noch fast dem Doppelten der Vorjahreszahlen.

Wer will schon 50-Dollar-Scheine?

Auffallend an den bereit gestellten Zahlen ist zudem, dass die Banknoten mit den jeweiligen Nennwerten zu 1 Dollar und 100 Dollar die am meisten Abgegriffenen sein müssen. Denn beide werden im Normalfall und routinemäßig mit weitem Abstand am meisten gedruckt. 50-Dollar-Scheine dagegen wurden bereits seit acht Monaten keine mehr aufgelegt. Und Banknoten mit dem Nennwert 2 Dollar wurden zuletzt im Januar in geringer Menge nachgefertigt - nach einer vorangegangenen Druckpause von sieben Monaten. Untenstehend findet sich eine kleine Übersicht über die Produktionsmengen und Gegenwerte der US-Geldfabriken der verfügbaren letzten fünf Monate. Wer es genauer haben möchte, kann unter Moneyfactory.gov ausgiebig stöbern.

Monat Gesamtproduktion
Banknoten
Gegenwert in US-Dollar
April 595.328.000 15.558.400.000 $
Mai 538.048.000 19.945.600.000 $
Juni 576.250.000 20.832.250.000 $
Juli 566.656.000 19.776.000.000 $
August 631.040.000 19.334.400.000 $

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Kommentare [2]
  • von Hans-Peter | 28.10.2015, 12:52 Antworten

    Halbwegs informativ wäre der Artikel gewesen, wenn mit erwähnt worden wäre, wieviel Papiergeld im selben Zeitraum dem Markt (wegen Verschleiß etc.) entzogen wurde.

  • von Goldmann | 21.10.2015, 07:30 Antworten

    Warum noch Zinsen zahlen? Das Papier Geld hat keinen Preis mehr.
    Was kommt danach? So kann es ja nicht mehr lange gehen!


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