| GOLD | 4.993,92 $/oz | 4.207,72 €/oz | 135,28 €/g | 135.281 €/kg |
| SILBER | 75,56 $/oz | 63,68 €/oz | 2,05 €/g | 2.047,36 €/kg |
Seit der Annexion wird Russland auf verschiedenen Ebenen sanktioniert, um das Land und putintreue Oligarchen für die völkerrechtswidrigen Überfälle auf ukrainisches Staatsgebiet und dort verübte Kriegsverbrechen abzustrafen.
Ein Ziel der EU besteht darin, die Zinsen und Gewinne aus den eingefrorenen russischen Vermögenswerten zu nutzen, um die Ukraine zu unterstützen. Im März 2024 stimmten die Außenminister der EU-Staaten einem Plan zu, diese Zinsen in Zukunft für die Finanzierung von Waffen und anderen Hilfen der Ukraine zu nutzen.
Ende Juli hat die Europäische Union erstmals solche Zinserträge an die Ukraine freigegeben. Damals kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine Überweisung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro an. Mittlerweile sind die Gelder freigegeben.
Russland und China haben ein besonderes Interesse daran, die Dominanz der USA und ihrer westlichen Verbündeten zu beenden und den Staatenverbund BRICS (s.u.) als Anwalt des globalen Südens zu profilieren.
Geschichte der Staatengruppe BRICS:
So richtig geschadet hat die BRICS-Opposition der vergangenen Jahre den westlichen Reservewährungen Dollar und Euro bislang kaum. Beide kosten sowohl in russischem Rubel als auch in chinesischem Yuan mehr als vor der russischen Invasion (Februar 2022), wenngleich sie zeitweise unter dem Imageverlust als freie Währungen durchaus gelitten hatten.
Nachdem im vergangenen Jahr die bisherigen Mitglieder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika um Saudi-Arabien, Ägypten, VAE, Iran, Äthiopien und Argentinien erweitert wurden, dürfte das Fassen konkreter Beschlüsse nicht gerade leichter geworden sein, schließlich sind sich einige der Mitgliedsländer alles andere als freundlich gesonnen.
Es ist allerdings davon auszugehen, dass die BRICS-Staaten weiterhin auf eine multipolare Welt hinarbeiten werden, in der die Bedeutung des US Dollars tendenziell sinken wird.
Laut Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist der Anteil des Dollars an den globalen Währungsreserven seit 2000 bereits von etwa 70 Prozent auf 58 Prozent gesunken. Auch im bilateralen Handel versuchen insbesondere Staaten mit Animositäten gegenüber westlichen Staaten, alternative Zahlungsmöglichkeiten zu nutzen.
Ein Ziel der BRICS-Staaten besteht zum Beispiel in der Entwicklung einer eigenen Währungseinheit namens Unit, die zu ungefähr 40 Prozent durch Gold gedeckt sein soll und die verbleibenden 60 Prozent aus einem Korb der nationalen Währungen bestehen.
Dies dürfte ziemlich schwierig werden, schließlich wurde der ECU (European Currency Unit) 1979 von neun europäischen Ländern ins Leben gerufen, die untereinander übrigens ein freundschaftliches Verhältnis gepflegt haben. Dies kann man vom BRICS-Staatenbund eher nicht behaupten. Beim jüngsten Treffen in Kasan hat Russland vorgeschlagen, eine BRICS-Edelmetallbörse zu gründen. Bislang gab es bei ähnlichen Treffen in der Vergangenheit in erster Linie Absichtserklärungen.
In dieser und in der nächsten Handelswoche dürfte für ein hohes Maß an Spannung gesorgt sein.
Am Mittwoch wird mit dem ADP-Monatsbericht z.B. der Zahlenreigen zum US-Arbeitsmarkt eröffnet. Als absolutes Highlight gilt hier der für Freitag angekündigte Monatsbericht des US-Arbeitsministeriums zur Lage am heimischen Arbeitsmarkt. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll die US-Arbeitslosenrate zwar bei 4,1 Prozent verharren, bei der Zahl neu geschaffener Stellen droht allerdings ein regelrechter Einbruch von 254.000 auf 123.000 neue Jobs.
Am 5. November steht dann die US-Präsidentschaftswahl im Mittelpunkt des Interesses. Da weder Donald Trump noch Kamala Harris dem US-Schuldenberg den Kampf angesagt haben, droht hier ein weiterer Anstieg.
Dies dürfte Goldmünzen bzw. -barren in der Gunst der Anleger weiter steigen lassen – und damit möglicherweise auch den Goldpreis weiter nach oben treiben.
Ob sich ein Einstieg auf dem aktuellen Rekordniveau aber als goldrichtig erweisen wird, bleibt abzuwarten – im großen Stil Gold zu verkaufen, macht höchstwahrscheinlich dennoch keinen Sinn.
Danke für die Info!