| GOLD | 5.041,80 $/oz | 4.248,30 €/oz | 136,59 €/g | 136.586 €/kg |
| SILBER | 77,41 $/oz | 65,31 €/oz | 2,10 €/g | 2.099,77 €/kg |
Erfasst werden vor allem finanzielle Vermögenswerte und Immobilienvermögen. Der Allianz Global Wealth Report 2025 zeigt, dass 2024 ein außergewöhnlich starkes Jahr für die Vermögensbildung privater Haushalte war.
Die weltweiten Finanzvermögen stiegen um 8,7 Prozent auf ein Rekordniveau von 269 Billionen Euro. Trotz dieser absoluten Rekorde bleibt ihr Verhältnis zur Wirtschaftsleistung seit 2017 konstant, da die hohe Inflation das BIP „künstlich“ aufgebläht hat. Rund die Hälfte aller Finanzvermögen konzentriert sich weiterhin in Nordamerika (49,5 Prozent), während China seinen Anteil auf 14,6 Prozent gesteigert hat – vor allem auf Kosten Westeuropas (18,2 Prozent) und Japans (5,3 Prozent).
Nettovermögen (Vermögen minus Schulden) legten sogar um 10,3 Prozent auf 210 Billionen Euro zu und haben sich in den vergangenen zehn Jahren somit verdoppelt.
Auffällig ist, dass Schulden in Industrieländern langsamer wuchsen als Vermögen, was dort zu überdurchschnittlichem Nettovermögenswachstum führte. In Schwellenländern hingegen stieg die Verschuldung schneller als die Vermögen, was das Nettovermögen dämpfte.
Trotz dieser Erfolge stagniert die weltweite Vermögenskonvergenz: Der Abstand zwischen reichen und ärmeren Ländern hat sich seit 2014 kaum verringert. Die globale Mittelklasse umfasst rund 890 Millionen Menschen, doppelt so viele wie vor 20 Jahren, doch die Vermögenskonzentration bleibt hoch: Die reichsten 10 Prozent besitzen 85,1 Prozent aller Nettovermögen. Immerhin hat sich dieser Anteil seit 2004 (92,1 Prozent) leicht verringert.
Die USA (311.000 Euro) haben die Schweiz (268.860 Euro) bei den Nettovermögen pro Kopf überholt und belegen nun Platz 1 (siehe Chart). Deutschland rangiert mit (86.800 Euro) auf Rang 13, hinter Japan (91.920 Euro) und vor Italien (83.510 Euro).
Insgesamt zeigt der Bericht eine dynamische Vermögensentwicklung mit wachsender Dominanz Nordamerikas, einer zunehmenden Rolle Chinas und einer weiterhin starken globalen Ungleichheit.
Quelle: Allianz Global Wealth Report 2025
Bei der Vermögensstudie der Allianz sollten sich Anleger darüber bewusst sein, dass physisches Gold darin gar nicht enthalten ist. Laut World Gold Council gibt es auf dem Goldmarkt weltweit Goldbestände (Barren, Münzen, Goldschmuck usw.) in Höhe von 216.265 Tonnen, was auf Basis aktueller Marktdaten einem Wert von 23,1 Billionen Euro und somit lediglich elf Prozent des globalen Nettovermögens entspricht.
Da ungefähr 36.000 Tonnen Gold als staatliche Währungsreserven genutzt werden, befinden sich im Besitz von privaten Haushalten deutlich geringere Goldmengen.
Wichtig zu wissen: Die Vermögensstatistik der Allianz wird in Euro angegeben, der seit seiner Existenz massiv an Kaufkraft eingebüßt hat. Weil Gold derzeit auf Rekordniveau notiert, ist hier das genaue Gegenteil der Fall. Vereinfacht ausgedrückt kann man behaupten, dass man mit einem Gramm oder einer Unze Gold mindestens genauso viel (tendenziell sogar eher mehr) kaufen kann wie vor 100, 50 oder 10 Jahren.
Im September „knackte“ der Goldpreis scheinbar mühelos die Allzeithochs 3.500 bis 3.800 Dollar. Die Aussicht auf niedrigere US-Leitzinsen und die erodierende Kreditwürdigkeit wichtiger Industriestaaten lassen Gold derzeit mehr denn je glänzen.
Fehlende Zins- oder Dividendeneinnahmen blenden hochgradig verunsicherte Investoren gegenwärtig einfach aus. Mit den Wertsteigerungen des gelben Edelmetalls konnten Staatsanleihen in den vergangenen Jahren ohnehin nicht konkurrieren.
In den kommenden Handelstagen könnte die anstehende Datenflut vom US-Arbeitsmarkt dem Goldpreis neue Impulse verleihen.
Los geht`s am Mittwoch mit dem ADP-Monatsbericht, gefolgt vom Challengerbericht über Stellenstreichungen und den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe (beide Donnerstag) sowie dem Septemberbericht des US-Arbeitsministeriums (Freitag).
Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll die Arbeitslosenrate bei 4,3 Prozent verharren und die Zahl neu geschaffener Stellen lediglich von 22.000 auf 39.000 gestiegen sein.
Sollten die Zahlen schwächer als erwartet ausfallen, könnte dies den Goldpreis weiter in Richtung 4.000 Dollar treiben.
Danke für das Update!