Stand: 16.10.2013 von © Gold.de Redaktion CW/SH 0 Kommentare

"Edelmetalle eignen sich nicht mehr zum Investieren, sondern nur noch zum Traden", sagt Sven Weisenhaus, Geschäftsführer der DBVM GmbH und Herausgeber des Newsletters "Geldanlage-Brief" im Interview mit dem DAF (Deutsches Anleger Fernsehern) am 16. Oktober 2013. Aktuell sieht er Gold und Silber am unteren Ende einer Seitwärts-Range und rät kurzfristig zum Einstieg.

Drei Faktoren bestimmen den Goldpreis

Die aktuelle Goldpreisentwicklung wird nach Einschätzung von Sven Weisenhaus von drei Themen bestimmt:

1. Schuldenobergrenze in den USA: Der Streit um die Anhebung der Schuldenobergrenze in den Vereinigten Staaten werde nicht bis zur tatsächlichen Zahlungsunfähigkeit der USA führen. "Niemand glaubt so recht, dass es nicht zu einer Einigung kommen wird. Immer wenn es nach einer Lösung aussieht, dann drückt dies auf den Goldpreis.", sagt Weisenhaus. Zwar verschärfe sich mit einer Anhebung der Obergrenze die Schuldenproblematik weiter, doch kurzfristig werde die akute Gefahr einer Finanzkrise abgewendet und die Funktion von Gold als Mittel der Depotabsicherung sei weniger gefragt.

2. Politik der US-Notenbank: Sobald der Streit um die Schuldengrenze aus dem Weg geräumt sei, werde die Politik der US-Notenbank Fed wieder in den Fokus der Anleger rücken. Das sogenannte Tapering (Reduzierung der Anleihekäufe der Fed von derzeit 85 Milliarden Dollar) habe zwar anders als vom Markt erwartet nicht schon im September begonnen, werde jedoch voraussichtlich im Dezember beginnen. Durch das Tapering werde die Liquiditätsflut gebremst, die wesentlich zum Anstieg des Goldpreises beigetragen habe.

3. Fallende Inflationsraten: Die bisherige Bereitstellung von Liquidität durch Zentralbanken habe, anders als von vielen Marktbeobachtern befürchtet, nicht zu einer steigenden Inflation geführt. So habe in Deutschland die Teuerungsrate im September bei lediglich 1,4 % gelegen, im Euroraum bei 1,1 %, in allen G20-Staaten bei durchschnittlich 3 % und in den USA im Jahresmittel bei 1,8 %.

"In der Summe spricht also mehr für fallende Goldpreise als für steigende Goldpreise ", fasst Weisenhaus seine Einschätzung der fundamentalen Einflussfaktoren auf den Goldmarkt zusammen.

Goldchart: Seitwärtsbewegung im Bereich von 1.300 Dollar

Aus Sicht der Charttechnik hält Weisenhaus beim Goldpreis die Ausbildung einer Seitwärtsrange im Bereich der psychologisch wichtigen Marke von 1.300 Dollar für das wahrscheinlichste Szenario. Im kurzfristigen Goldchart sieht er einen Abwärtstrend, der sich zunehmend einkeilt. Die Ausbildung eines solchen "Bullenkeils" (siehe Abbildung) mache einen Ausbruch aus der Formation nach oben wahrscheinlich. Goldkurse von über 1.300 Dollar seien daher möglich.


"Viel mehr Potential sehe ich für den Goldpreis dann aber auch nicht", sagt Weisenhaus. Der Experte rät Tradern, das aktuelle Preisniveau beim Gold zum Einstieg zu nutzen, die Positionen bei steigenden Preisen dann aber möglichst schnell wieder zu verkaufen.

Silberchart: Seitwärtsrange zwischen 20 und 25 bis 26 Dollar

Den Silberpreis sieht der Experte ebenfalls in einer Seitwärtsrange, die nach unten durch die 20-Dollar-Marke und nach oben im Bereich zwischen 25 bis 26 Dollar begrenzt sei. Weisenhaus empfiehlt den kurzfristigen Einstieg in Silber beim Preis von etwa 20 Dollar. Sobald das obere Ende der Range erreicht ist, sollten die Positionen wieder verkauft werden.

Hier geht es zum DAF-Videobeitrag

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