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Stand: 15.07.2025 von Jörg Bernhard
Seit dem Jahreswechsel erzielte der NYSE Arca Gold Bugs Index mit einem Plus von fast 50 Prozent zwar eine Outperformance gegenüber dem Goldpreis, der um 28 Prozent gestiegen ist. Langfristig gesehen haben Goldminen aber weiterhin erhebliches Nachholpotenzial.
Wichtiger Goldminenindex „hinkt“ Goldpreis weiter hinterher

Enttäuschende Hebelwirkung der Goldminen

Analysten räumen dem Goldminenindex NYSE Arca Gold BUGS (HUI) normalerweise eine Hebelwirkung gegenüber dem Goldpreis ein. Dies bedeutet: Steigt (fällt) der Goldpreis beispielsweise um ein Prozent, reagieren die im Index Goldminenaktien oft mit einem stärkeren Kursanstieg (Kursrückgang).

In der Vergangenheit wurde diese Hebelwirkung damit begründet, dass die Förderkosten der Minen relativ konstant bleiben, während steigende (fallende) Goldpreise direkt die Umsätze bzw. Gewinnmargen verbessern (verschlechtern) – was sich überproportional auf den Unternehmenswert auswirkt. Somit kann dieser Hebel in Haussephasen Anlegern hohe Renditen bringen, birgt jedoch in Baissephasen entsprechend größere Verlustrisiken.

Zudem beeinflussen Faktoren wie Produktionskosten, Streiks, Unfälle in Minen, politische Risiken und Unternehmensführung die Kursentwicklung der Goldminen zusätzlich.

Das HUI-Gold-Ratio dient als wichtiger Stimmungsindikator für den Minensektor und misst das Verhältnis zwischen dem Goldminenindex (HUI) und dem Goldpreis in Dollar pro Unze. Der aktuelle Wert von 0,13 bringt somit zum Ausdruck, dass 0,13 Feinunzen Gold den Gegenwert des Aktienindex repräsentieren. Anhand des Charts (siehe unten) kann man erkennen, welches Investment sich in der Vergangenheit besser entwickelt hat.

Steigt die Ratio, bedeutet dies, dass Minenaktien Gold outperformen und kann als Hinweis auf eine zunehmende Risikofreude und Vertrauen in steigende Goldpreise interpretiert werden. Fällt sie, haben sich Goldminen schlechter entwickelt als Gold.

Dies deutet zudem darauf hin, dass an den Finanzmärkten ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis bzw. eine wachsende Risikoaversion gegenüber Aktien existiert.

HUI/Gold-Ratio auf historisch niedrigem Niveau

HUI-Gold-RatioQuelle: Macrotrends.net

Aktuelle Interpretation der Kennzahl

Obwohl sich Goldminen in diesem Jahr deutlich besser entwickelt haben als der Goldpreis, notiert die HUI/Gold-Ratio auf lange Sicht nur knapp über ihrem Allzeittief. Dies lässt den Schluss zu, dass Goldminen im Vergleich zu Gold nach wie vor als preisgünstig anzusehen sind. Sollte sich der Goldpreis in den kommenden Jahren auf dem aktuellen Niveau von 3.300 US-Dollar halten und zugleich ein deutlich höheres Ratio von 0,5 erreicht werden, würde dies einen Anstieg des Goldminenindex von aktuell 430 Punkten auf 1.650 Punkte bedeuten und somit zu einer Vervielfachung des Index.

Sollte der Goldpreis allerdings auf bspw. 2.500 Dollar zurückfallen und sich zugleich die HUI/Gold-Ratio auf ihr Allzeittief von 0,1 sinken, wäre dies mit einem Indexrückgang auf 250 Punkte (-42 Prozent) verbunden.

Grundsätzlich bieten sich für Anleger Investments in den HUI an, wenn sie zum einen von den langfristig positiven Aussichten des Goldpreises überzeugt sind und/oder sie ihre aufgrund der starken Performance des Goldpreises gestiegenen Goldquote reduzieren und deshalb von dem derzeitigen Nachholpotenzial der Goldminentitel profitieren möchten.

Ein diversifiziertes Investment in den Sektor wäre über den Amundi NYSE Arca Gold BUGS ETF (ISIN: LU2611731824) möglich. Er hat eine jährliche Managementgebühr von 0,66 Prozent p. a., repliziert den Aktienindex physisch und hat einen aktuellen Marktwert von fast 400 Mio. Euro.

Ausblick für die laufende Woche

In den kommenden Handelstagen stehen einige wichtige US-Konjunkturindikatoren zur aktuellen Entwicklung an der „US-Inflationsfront“ an. Neben den US-Konsumentenpreisen (Dienstag) sowie den Produzentenpreisen (Mittwoch) erfahren die Akteure an den Finanzmärkten am Donnerstag, wie sich jenseits des Atlantiks die Im- und Exportpreise entwickelt haben.

Für erhöhte Aufmerksamkeit dürften am selben Tag aber auch die Bekanntgabe der US-Einzelhandelsumsätze, der wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sowie diverser Stimmungsindizes der Philadelphia Fed sorgen.

Am Freitag folgen dann noch mehrere von der Uni Michigan ermittelte Stimmungsbarometer. Hinsichtlich der Inflationserwartungen der US-Konsumenten scheint sich die Lage etwas zu entspannen. Nachdem diese für Juni 2026 eine jährliche Teuerungsrate von 5,0 Prozent prognostiziert hatten, soll sich dieser Wert laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten im Juli auf 4,7 Prozent p.a. reduzieren.

Zur Erinnerung: Im Mai lag der Erwartungswert mit 6,6 Prozent noch auf dem höchsten Niveau seit November 1981. Ob die nachlassenden Inflationssorgen berechtigt sind, bleibt angesichts der unverändert hohen Risiken aber abzuwarten.

In den vergangenen Jahren erwies sich der Goldpreis übrigens auch bei nachlassendem Inflationsdruck als ein sinnvolles Investment.

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Stand: 15.07.2025
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von Werner Bölkstoff | 15.07.2025, 19:51 Uhr Antworten

Das Problem: Der Goldpreis steigt eben schneller, als dier Wert einer Mine und somit schneller als die Minen Aktie, die eine untergeordnete Rolle spielt.... was für eine tragische skurile Verquickung. Dabei haben wir doch etwas ganz anderes gelernt.. in Sachen Aktien!? Was sagt uns das? Das Ei ist wichtiger als das Huhn. Wie war das nochmal mit dem Huhn. ?.. Was war da nochmals als erstes da? .... verrückte Welt!

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