Stand: 30.10.2013  0 Kommentare

Die offiziellen Goldreserven der chinesischen Zentralbank liegen seit dem Frühjahr 2009 unverändert bei 1.054 Tonnen. Andrew Cosgrove und Kenneth Hoffman von Bloomberg Industries gehen jedoch davon aus, dass die tatsächlichen aktuellen Goldbestände Chinas mehr als doppelt so hoch sind, berichtete die Webseite GoldCore am 25. Oktober 2013.

Chinas Goldreserven die drittgrößten weltweit

Laut den Berechnungen von Cosgrove und Hoffman befinden sich derzeit 2.710 Tonnen Gold im Besitz der People's Bank of China. Damit würde China im Ranking der nationalen Goldreserven an Frankreich und Italien vorbeiziehen und besäße nach den USA und Deutschland die drittgrößten Goldbestände der Welt (die viertgrößten, wenn man die 2.814 Tonnen Gold des IWF mit einbezieht).

Die 2.710 Tonnen setzen sich zusammen aus Chinas offiziellen Goldreserven, die zuletzt im April 2009 aktualisiert wurden und der impliziten Nachfrage der Zentralbank seit diesem Zeitpunkt. Diese implizite Nachfrage (i.N.) ergibt sich aus der Differenz zwischen den offiziellen Reserven auf der einen Seite und der addierten jährlichen Minenproduktion und den Goldimporten Chinas abzüglich der bekannten Nachfrage aus dem chinesischen Privatsektor auf der anderen Seite.

Offizielle Goldreserven: 1.054 Tonnen
+ i. N. 2009: 157 Tonnen
+ i. N. 2010: 214 Tonnen
+ i. N. 2011 283 Tonnen
+ i. N. 2012 380 Tonnen
+ i. N. 2013 622 Tonnen (Schätzung)
Tatsächliche Goldreserven: 2.710 Tonnen

i. N. = implizierte Nachfrage

Die privaten und staatlichen Goldreserven Chinas für 2013 geben die Analysten von Bloomberg Industries mit insgesamt 5.068,12 Tonnen an.

Chinesische Zentralbank kauft mit Abstand am meisten Gold

China ist bereits das Land, das weltweit am meisten Gold fördert (2013 voraussichtlich 440 Tonnen) und in diesem Jahr erstmals am meisten Gold importiert (voraussichtlich 1075 Tonnen netto).

Sofern die Zahlen von Cosgrove und Hoffman zutreffend sind, ist China auch der mit Abstand bedeutendste staatliche Goldkäufer. Zum Vergleich: Nach Schätzungen des World Gold Council (WGC) werden alle anderen Zentralbanken in diesem Jahr insgesamt etwa 350 Tonnen Gold akkumulieren. Der chinesische Staat allein würde mit 622 Tonnen also wesentlich mehr Gold kaufen als alle anderen Staaten zusammengenommen.

Der für die ersten beiden Quartale 2013 vom WGC festgestellte Rückgang der weltzweiten Nachfrage nach Gold um 18,4 Tonnen (Q1) und 62,4 Tonnen (Q2) würde durch die staatliche chinesische Nachfrage deutlich überkompensiert. Das Gesamtjahr 2013 wäre voraussichtlich von einem durchgängigen Nachfragewachstum gekennzeichnet.

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