Stand: 30.05.2013  0 Kommentare

Die jüngsten Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigen, dass die Zentralbanken den niedrigen Goldpreis im April genutzt haben, um ihre Reserven um 972.000 Feinunzen oder mehr als 30 Tonnen Gold zu erhöhen. Neben Russland, Kasachstan und Aserbaidschan verzeichnete die Türkei starke Zuwächse der Goldbestände, berichtete das Wall Street Journal.

Unterschiedliche Gründe für das Ansteigen der Goldreserven

Der Anstieg der Goldbestände Russlands folgt dem Plan der russischen Regierung, die eigenen Devisenreserven kontinuierlich zu diversifizieren. Mit aktuell 989,9 Tonnen belegt das Land den 10. Platz im Ranking der größten staatlichen Goldbesitzer und wird voraussichtlich bald über mehr Gold verfügen als die Schweiz (Platz 9: 1.040,1 Tonnen).

Der enorme Zuwachs der türkischen Goldreserven hat vermutlich einen anderen Grund als direkte Käufe. Die Türkische Zentralbank akzeptiert Gold inzwischen als Sicherheit von Geschäftsbanken, die nach Einschätzung von Analysten für einen Großteil der stark angestiegenen Goldbestände der Türkei verantwortlich sind.

Keine Goldverkäufe durch Zentralbanken zwecks Schuldenbegleichung

Nachdem im April der Vorschlag kursierte, Zypern solle sich als Beitrag zur Schuldenbegleichung von seinem Gold trennen, war von zahlreichen Kommentatoren eine Kettenreaktion befürchtet worden. Krisenländer mit bedeutenden Goldbeständen wie Italien, so die Sorge, könnten ebenfalls zum Mittel der Goldverkäufe greifen und so schlagartig das Angebot erhöhen.

Die Zukäufe der Zentralbanken von 30 Tonnen Gold im April zeigen nun, dass die Befürchtungen - zumindest bisher - unbegründet sind. Yvonne Wang geht davon aus, dass dieses Signal sich beruhigend auf den Goldmarkt auswirken wird. "Es zeigt, dass manche Leute noch Vertrauen in Gold haben", sagt die Gold-Analystin.

Land/Zentralbank Zuwachs im April* Goldreserven Ende April *
Russland 8,37 t 989,9 t
Kasachstan 2,64 t 124,4 t
Aserbaidschan 1,0 t 4,12 t
Türkei 18,22 t 427,5 t

*in Tonnen

Zentralbanken eine zu vernachlässigende Größe?

Einem Bericht des World Gold Council zufolge stellten die Nettokäufe der Zentralbanken im ersten Quartal mit 11,3 % einen recht überschaubaren Anteil der Gesamtnachfrage nach Gold dar. Brendan Conway von barrons.com geht so weit, vom "Tropfen auf den heißen Stein" zu sprechen und weist darauf hin, dass die börsengehandelten Goldfonds (ETFs) im Mai bisher 117 Tonnen Gold verkauft haben: das vierfache Volumen der Zentralbankkäufe.

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