Stand: 08.05.2019 0 Kommentare

Gold liegt vielleicht nicht buchstäblich auf der Straße, aber es gelangt zumindest immer wieder von verborgenen Orten ans Tageslicht. Seit Jahrtausenden wird das wertvolle Edelmetalls zu Münzen und Schmuck verarbeitet und geht dann im Laufe der Zeit oft genug verloren. Die Suche nach Goldschätzen ist deshalb auch im 21. Jahrhundert noch ein mitunter sehr lukratives Unterfangen, dem sich professionelle und hobbymäßige Schatzsucher mit großem Eifer widmen. Andere Funde lassen sich wiederum nicht auf sorgfältige Planungen zurückführen und sind nur mit Glück oder purem Zufall zu erklären. Hier einige Beispiel für mal erhoffte, mal gänzlich unverhoffte Goldfunde aus aller Welt.

Glückliche Spätfolgen nach einer großen Katastrophe

Der Tsunami, der im Jahr 2004 die Küstengebiete der Anrainerstaaten des Indischen Ozeans verwüstete, war eine der schlimmsten Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte. Neben zahlreichen menschlichen Opfern machte die Naturgewalt auch vor historischen Sehenswürdigkeiten nicht halt. Dazu zählt auch ein uralter Friedhof mit Königsgräbern im Norden Sumatras, der von der Flutwelle heimgesucht wurde.

Elf Jahre später erwies sich der Tsunami für eine Frau, die ganz in der Nähe der alten Gräber Austern sammelte, als Glücksfall. In einem Sumpf unweit des königlichen Friedhofs stieß sie auf einer mit Korallen und Austern bewachsenen Kiste. Der Inhalt: Hunderte von Goldmünzen aus der Zeit zwischen 1200 und 1600 nach Christus.

Die Frau versuchte nicht, aus dem kostbaren Fund persönlich Kapital zu schlagen. Stattdessen meldete sie den Schatz ordnungsgemäß bei den Behörden, die allerdings erst spät reagierten. Als die Experten eintrafen, hatte sich die Nachricht unter der einheimischen Bevölkerung verbreitet. Was folgte, kann als ein kleiner Goldrausch bezeichnet werden, bei dem noch weitere Goldmünzen in der Umgebung entdeckt und dann oft gleich vor Ort und für wenig Geld von pfiffigen Händlern aufgekauft wurden.

Die Schätze vor Floridas Schatzküste

Die Treasure Coast oder Schatzküste in Florida trägt ihren Namen nicht ganz zufällig. Unweit des Festlandes liegen hier nämlich nicht ein oder zwei, sondern gleich elf Schiffswracks auf dem Grund des Meeres. Es handelt sich um Schiffe der legendären Silberflotte, die im Jahr 1715 mit Goldschätzen und Silberschätzen beladen auf dem Weg nach Europa waren, in einen Hurrikan gerieten und vor der Küste Floridas unterging.

Ein kleiner Teil der kostbaren Ladung konnte noch im Unglücksjahr mithilfe indianischer Taucher geborgen werden, doch die mangelnden technischen Möglichkeiten des 18. Jahrhunderts setzten dem Bergungserfolg enge Grenzen. In den folgenden Jahrhunderten gerieten die Schätze auf dem Meeresgrund dann in Vergessenheit. Erst im Jahr 1950 leitete der zufällige Fund einer Silbermünze am Strand die Entwicklung der Treasure Coast zu einem El Dorado für Schatztaucher ein.

Heute hat die Firma 1715 Fleet-Queens Jewels LLC die Bergungsrechte. Private Schatztaucher können gegen eine Beteiligung an möglichen Funden vor der Küste Floridas ihr Glück versuchen und das tun sie mit Begeisterung und oft genug mit Erfolg. Zuletzt barg Schatztaucher Eric Schmitt im Jahr 2015 Goldketten, 52 Goldmünzen und 110 Silbermünzen in einem Gesamtwert von über einer Million US-Dollar. Er dürfte nicht der Letzte sein, der an der Treasure Coast erfolgreich sein Glück versucht.

Der "Saddle Ridge Hoard" in Kalifornien

Ein kleiner Spaziergang auf dem eigenen Grundstück bleibt normalerweise ohne weitreichende Konsequenzen. Für ein Ehepaar in Kalifornien waren ein paar Schritte direkt vor der eigenen Haustür im Jahr 2015 jedoch ausreichend, um ihr Leben ein für alle Mal zu verändern. Ein zufällig entdecktes Schimmern am Boden machte das Paar neugierig - und kurze Zeit später lagen acht bis zum Rand mit seltenen Goldmünzen gefüllte Blechdosen vor den Glückspilzen.

Der heute als "Saddle Ridge Hoard" bekannte Schatz besteht aus 1.400 US-amerikanische Goldmünzen, die im 19. Jahrhundert geprägt wurden und sich in einem erstaunlich guten Erhaltungszustand befinden. Der Gesamtwert beläuft sich auf mehr als 10 Millionen Dollar. Wer genau das Gold im Garten des Ehepaares vergraben hatte, wurde nie geklärt.

Der Goldschatz von Lüneburg

Oedeme, ein Vorort des niedersächsischen Städtchens Lüneburg, zählt nicht unbedingt zu den Orten, an denen man einen bedeutenden Goldfund vermuten würde, doch unverhofft kommt oft: Der Hobby-Archäologe Florian Bautsch förderte hier im Jahr 2014 mehr als 200 seltene Goldmünzen aus den ehemaligen Beständen der Deutschen Reichsbank zutage.

Der Fund setzte sich aus belgischen, französischen, italienischen und österreichisch-ungarischen Goldmünzen aus den Jahren 1831 bis 1910 zusammen, die vermutlich am Ende des 2. Weltkriegs unter einem Baum vergraben wurden. Als gewissenhafter Schatzsucher meldete Florian Bautsch den Fund und erhielt dafür einen recht bescheidenen Finderlohn von 2.500 Euro. Der Gesamtwert des Schatzes wurde auf 45.000 Euro geschätzt.

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