| GOLD | 4.697,92 $/oz | 4.013,90 €/oz | 129,05 €/g | 129.050 €/kg |
| SILBER | 86,87 $/oz | 74,20 €/oz | 2,39 €/g | 2.385,59 €/kg |
Die US-Staatsverschuldung entwickelt sich seit Jahren steil nach oben. Zum 30. April 2026 lag der Gesamtwert laut US-Schuldenuhr(1) bei ca. 38,979 Billionen US-Dollar.
Damit haben die Vereinigten Staaten weiterhin den weltweit höchsten absoluten Schuldenstand – noch vor China und Japan. Die Dynamik ist ungebrochen: Ein Rekordniveau reiht sich ans nächste.
Dies zeigt anschaulich die historische Entwicklung der US-Staatsverschuldung im Jahresvergleich:
Teilt man den aktuellen Schuldenstand von rund 38,979 Billionen US-Dollar durch die Anzahl der Einwohner (etwa 343 Millionen), ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von ca. 117.000 US-Dollar Ende April 2026. Private Verbindlichkeiten sind hierin nicht enthalten.
Zum Ende des Fiskaljahres 2025 (30. September) lag die US-Staatsverschuldung bei rund 37,6 Billionen US-Dollar. Seither ist sie bis Januar 2026 um über 2,3 Billionen US-Dollar angestiegen.
Haupttreiber bleiben hohe Zinskosten, massive Rüstungsausgaben und Konjunkturprogramme. Die Zinslast wird auch im Jahr 2025 die Marke von über 1 Billion US-Dollar pro Jahr erneut überschreiten.
Den tagesaktuellen Stand der Verschuldung zeigt die US-Schuldenuhr oben.
Der US-Dollar ist aktuell noch die weltweit wichtigste Handels- und Reservewährung. Eine kontinuierlich wachsende Staatsverschuldung birgt Risiken. Welche konkreten Auswirkungen dies hat, darüber sind sich die Experten nicht einig. Dennoch gilt: Eine geografische und währungsübergreifende Diversifikation des Vermögens ist sinnvoll, um systemische Risiken zu mindern.
Viele Kapitalmarktexperten empfehlen, 5–15 % des Portfolios in physisches Gold zu investieren. Gold dient in Krisenzeiten als Wertspeicher und Inflationsschutz und bietet die Möglichkeit, sich gegen extreme Schuldenrisiken abzusichern. Gold löst zudem den US-Dollar bzw. US-Staatsanleihen in der Reservehaltung der globalen Zentral- u. Notenbanken ab (Gold weltweit bereits Reserve-Asset Nr. 1).
Ein zentrales Risiko besteht im Kontrollverlust, beispielsweise in Form einer Schuldenspirale, bei der neue Anleihen ausgegeben werden müssen, um bestehende Zinsen zu bedienen. Das System ähnelt dann einem Schneeballmodell, was in Extremfällen zu einem Schuldenschnitt (Teil- oder Voll-Enteignung der Gläubiger) oder einer sogar Währungsreform führen kann.
Die Gesamtschulden aller US-Bundesstaaten beliefen sich zum Ende April des Fiskaljahres 2025/26 (30. April 2026, letzte verfügbare Daten) auf 3,66 Billionen US-Dollar bzw. 3.666 Mrd. US-Dollar. Es handelt sich hierbei um Daten des US-Zensus zum Stichtag 31. Dezember 2025.
Erfasst in dieser Zahl sind "US State and Local Government Gross Public Debt", also Schulden auf Bundesstaaten-Ebene ("state debt") und lokaler Ebene ("local debt").
Spitzenreiter in dieser Liste ist demnach Kalifornien mit 1.080 Milliarden US-Dollar, gefolgt vom Bundesstaat New York mit 798 Mrd. US$ Schulden.
Kalifornien – ca. 1.080 Milliarden US-Dollar
Kalifornien führt die Liste mit Abstand an. Die hohe Verschuldung resultiert aus der Größe des Bundesstaates, umfangreichen Infrastrukturprojekten und bedeutenden Pensionsverpflichtungen.
New York – ca. 797,77 Milliarden US-Dollar
Die Schuldenlast wird durch hohe Ausgaben für MedicAid, Bildung und städtische Infrastruktur beeinflusst.
Texas – ca. 550,04 Milliarden US-Dollar
Trotz eines starken Wirtschaftswachstums trägt Texas eine erhebliche Schuldenlast, bedingt durch Investitionen in Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen.
Illinois – ca. 407,22 Milliarden US-Dollar
Ein Großteil der Schulden ist auf nicht finanzierte Pensionsverpflichtungen zurückzuführen.
New Jersey – ca. 309,68 Milliarden US-Dollar
Die Verschuldung New Jerseys stieg vor allem durch hohe ungedeckte Pensionsverpflichtungen, umfangreiche Gesundheitszusagen für Pensionäre (OPEB) sowie langfristige Anleihen zur Infrastrukturfinanzierung.
Von den insgesamt 6,1 Billionen US-Dollar an Schulden der Bundesstaaten und Kommunen entfallen 2,66 Billionen US-Dollar auf die Bundesstaaten, 1,4 Billionen US-Dollar auf Städte und Gemeinden, 1,27 Billionen US-Dollar auf Schulbezirke sowie 757 Milliarden US-Dollar auf Landkreise.
Die Zahlen im Detail in absteigender Reihenfolge:
| US-Bundesstaat | Gesamtschulden in Mrd. US-Dollar(2) |
|---|---|
| Kalifornien | 1080.00 US$ |
| New York | 797.77 US$ |
| Texas | 550.04 US$ |
| Illinois | 407.22 US$ |
| New Jersey | 309.68 US$ |
| Florida | 241.60 US$ |
| Massachusetts | 197.81 US$ |
| Pennsylvania | 194.58 US$ |
| Ohio | 148.21 US$ |
| Washington | 143.00 US$ |
| Michigan | 140.93 US$ |
| Georgia | 132.47 US$ |
| Maryland | 125.43 US$ |
| Connecticut | 124.74 US$ |
| North Carolina | 104.80 US$ |
| Colorado | 103.75 US$ |
| Virginia | 94.62 US$ |
| Arizona | 83.24 US$ |
| Louisiana | 76.16 US$ |
| Minnesota | 72.16 US$ |
| Wisconsin | 67.71 US$ |
| Oregon | 67.16 US$ |
| Kentucky | 64.50 US$ |
| South Carolina | 62.93 US$ |
| Missouri | 54.34 US$ |
| Alabama | 53.20 US$ |
| Tennessee | 51.25 US$ |
| Hawaii | 44.24 US$ |
| Nevada | 44.03 US$ |
| Indiana | 41.14 US$ |
| Kansas | 35.52 US$ |
| New Mexico | 34.72 US$ |
| Iowa | 29.99 US$ |
| Oklahoma | 29.52 US$ |
| Arkansas | 27.02 US$ |
| Mississippi | 26.34 US$ |
| Utah | 25.53 US$ |
| Delaware | 20.69 US$ |
| Nebraska | 19.56 US$ |
| Rhode Island | 18.57 US$ |
| North Dakota | 16.71 US$ |
| Alaska | 15.84 US$ |
| West Virginia | 14.46 US$ |
| New Hampshire | 14.02 US$ |
| Maine | 13.63 US$ |
| Wyoming | 12.02 US$ |
| Idaho | 10.86 US$ |
| Montana | 10.48 US$ |
| Vermont | 8.77 US$ |
| South Dakota | 5.94 US$ |
| Gesamte US-Bundesstaaten (inkl. Kommunen) | 6.100 US$ |
(2) Ende Dezember 2025 liegen offizielle detaillierte Jahresabschlüsse für alle Staaten noch nicht einheitlich vor – Reason Foundation nutzt daher die zuletzt veröffentlichten Daten (2024/2025) hochgerechnet für 2025-Analysen.
Hinweis: Infolge massiver Einsparungen durch "DOGE" im öffentlichen Sektor sind viele Statistiken nicht auf dem neuesten Stand und basieren z. T. auf Schätzungen oder den letzten erhobenen Datensätzen.
Wer sind die wichtigsten ausländischen Gläubiger der USA? Laut Schätzungen des Kongressdienstes (Stand: Ende Februar 2026) steht Japan mit etwa 1,239 Billionen US-Dollar an der Spitze der Auslandsforderungen gegenüber den USA. Dahinter folgt Großbritannien mit ca. 0,897 Billionen US-Dollar. (Anteil an fremden Staatsanleihen der USA).(3)
Im Ranking der größten ausländischen Gläubiger der USA tauchen neben Großmächten auch Finanzzentren wie Luxemburg, Schweiz, Irland und die Cayman Islands auf — sie fungieren als Drehkreuze für internationale Kapitalströme. Deutschland fällt in diesem Ranking mit rund 108,8 Mrd. US-Dollar Forderungen aus der Rangliste 2026 heraus (Platz 21 nach Israel u. vor Bermuda).
| Ranking | Gläubiger | Summe in Mrd. US-Dollar |
|---|---|---|
| 1. | Japan | 1.239,3 |
| 2. | Großbritannien | 897,3 |
| 3. | China | 693,3 (Festland) |
| 4. | Belgien | 454,7 |
| 5. | Kanada | 446,3 |
| 6. | Luxembourg | 445,7 |
| 7. | Cayman Islands | 443,0 |
| 8. | Frankreich | 395,1 |
| 9. | Irland | 350,6 |
| 10. | Taiwan | 313,5 |
| 11. | Schweiz | 286,7 |
| 12. | Singapur | 280,0 |
| 13. | Hongkong | 269,2 |
| 14. | Norwegen | 223,0 |
| 15. | Indien | 190,6 |
| 16. | Brasilien | 170,6 |
| 17. | Saudi-Arabien | 160,4 |
| 18. | Südkorea | 140,9 |
| 19. | V.A.E. | 119,9 |
| 20. | Israel | 110,8 |
| Summe | 7.630,9 |
Die absolute Höhe der Verschuldung ist eindrucksvoll – doch wichtiger für das Verständnis ist die Schuldenquote: also das Verhältnis von Staatsverschuldung zu Bruttoinlandsprodukt (BIP).
Zum 30. April 2026 lag die Bundesschuldenquote in den USA bei rund 125,5 % des BIP. Das ist zwar viel; im internationalen Vergleich aber nur Mittelwert. Das "Total Debt to GDP Ratio" inkl. Schulden der US-Bundesstaaten und Kommunen liegt aktuell bei 135,5 (Stand 30. Apr.'26; Quelle: US Census).
Staatsschuldenquote USA im Vergleich mit einigen ausgewählten anderen Ländern, Stand 28. Februar 2026 (4)Die Staatsverschuldung der USA umfasst alle Schulden auf Bundesebene. Das sind Gelder, die sich der US-Staat bei Dritten geliehen hat. Dies geschieht in der Regel über Staatsanleihen.
Wenn die USA eine solche Anleihe ausgeben (= verkaufen), erhalten sie Geld dafür. Damit hat sich der Staat aber auch verschuldet, denn er ist verpflichtet, dem Gläubiger das Geld zurückzuzahlen. Hierfür gibt es festgelegte Laufzeiten. Zudem muss der US-Staat als Schuldner, ähnlich wie bei einem Kredit, Zinsen an den Gläubiger zahlen. Die Zinsen sind sozusagen der Preis für das Risiko, das ein Gläubiger eingeht, wenn er sein Geld verleiht. Deshalb werden Anleihen auch als verzinste Wertpapiere bezeichnet. Je schlechter die Bonität, also die Zahlungsfähigkeit und je länger das Ausleiherisiko anhält (Laufzeit), desto höher sind die Zinsen.
Die Staatsschulden der USA sind somit die Gesamtforderungen aller kreditgebenden Gläubiger an die Bundesregierung in Washington. Zuzüglich der Verbindlichkeiten der einzelnen Bundesstaaten, die für ihre Verbindlichkeiten selbst hafent), so, wie die Kommunen für Ihre Schulden (Local Debt).
Jeder, der eine US-Anleihe besitzt, ist Gläubiger der USA. Das können Privatpersonen oder institutionelle Investoren sein. Sie können in den Vereinigten Staaten oder im Ausland sitzen. Zu den institutionellen Anlegern zählen vor allem Banken, Versicherer, Rententräger oder andere Staaten. Sie halten den größten Teil der US-Staatsanleihen. Zu den Gläubigern der USA gehören übrigens auch die US-Zentralbank, das Federal Reserve System (FED), sowie die US-Regierung selbst („Intragovernmental Holdings”). Das sind vor allem:
Die Summe der von den „Intragovernmental Accounts” gehaltenen Schuldpapiere der USA betrug zum Stichtag 30. April 2026 immerhin 7,685 Bio. Billionen US-Dollar.
Ob Demokrat oder Republikaner – die US-Staatsverschuldung steigt unter jeder Regierung weiter. Unter Donald Trump (2017–2021) nahm sie um rund 8,2 Billionen US-Dollar zu, unter Joe Biden (2021–2025) um etwa 6,5 Billionen US-Dollar.
Mit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit im Jahr 2025 erwarten Analysten keine Trendwende. Prognosen des „Congressional Budget Office“ (CBO) deuten darauf hin, dass die Verschuldung – je nach Fiskalpolitik – bis 2055 weiter ansteigen könnte. Selbst bei moderaten Annahmen würde das Verhältnis von Schulden zur Wirtschaftsleistung (Debt-to-GDP-Ratio) von derzeit rund 100 % auf 156 % steigen.
Damit bleibt der langfristige Trend unverändert. Es werden neue Schuldenrekorde erreicht – unabhängig von der Parteizugehörigkeit des Präsidenten. Zumal sich bedingt durch teure Kriege, v. a. im Nahen Osten die Schuldenspirale durch ungeplante Rüstungsausgaben nun noch schneller dreht (um ca. 10 Mrd. US-Dollar pro Monat).
Der Staat macht es vor, das Volk macht es nach. Die USA sind nicht nur bei der Staatsverschuldung Weltspitze. Auch bei der privaten Verschuldung sind die US-Amerikaner weltweit führend. Ob Studenten, Häuslebauer, Kreditkarten, Autokredite oder Konsumentenkredite: Laut der Federal Reserve Bank of New York leben die US-Bürger maßgeblich auf Pump. Den mit Abstand größten Anteil an der privaten Verschuldung haben Hypotheken.
Genau aus diesem Grund sehen viele Wirtschaftsexperten die Verschuldung der USA besonders kritisch. Ihrer Einschätzung zufolge sollten Schulden besser aufgenommen werden, um in die Zukunft zu investieren, etwa in Bildung oder Infrastruktur. Die Schulden der USA sind jedoch stark konsumtiv orientiert und somit zu wenig investiv. Zudem droht die Schuldentragfähigkeit verloren zu gehen, da sich die Schuldenspirale immer schneller dreht und der gigantische Schuldenberg nicht mehr zu tilgen ist.
Aktuell beträgt die US-Gesamtverschuldung inkl. privater Haushalte, Banken und nicht finanzielle unternehmen 107,7 Billionen US-Dollar (Quelle: Federal Reserve), mit einem Schuldendienst (Zinszahlungen) von aktuell 6,3 Billionen US-Dollar pro Jahr.
Ein Ende des Schuldenwachstums ist aktuell nicht in Sicht. Die USA gehören zu den Ländern, in denen mit weiter stark steigender Verschuldung gerechnet werden muss. Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) gehen davon aus, dass auch die US-Staatsschuldenquote weiter ansteigen wird.
Sollten zudem weitere militärische Auseinandersetzungen, z. B. mit China oder ein lang anhaltender Nahost-Konflikt stattfinden, würde dies den US-Haushalt zusätzlich durch den stark steigenden Wehr-Etat belasten (v.a. durch Ersatzinvestitionen in Rüstungsgüter, wie sehr teure Raketen und Luftabwehrsysteme).
Schulden dadurch zu bezahlen, dass neue Schulden aufgenommen werden, ist nicht unüblich. Die Gefahr liegt darin, dass die Zinsen am Kapitalmarkt (Benchmark-Zinsen für Kredite und Darlehen aller Art) wie zuletzt trotz Leitzinssenkungen durch die US-Notenbank FED deutlich ansteigen. Dann wächst der Schuldenberg durch die Aufnahme neuer Kredite für Zinszahlungen automatisch weiter, ohne dass Geld in die US-Wirtschaft fließt.
Wenn das Wirtschaftswachstum dann nicht Schritt hält, müssen weitere Schulden gemacht werden, allein zum Zweck der Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit. Brisanz bekommt das Thema auch dadurch, dass der Dollar - noch? - Weltleitwährung ist.
Zinsen können auch steigen, wenn Gläubiger dem US-Dollar ihr Vertrauen entziehen. Reichen die Gelder aus dem Ausland nicht zur Deckung der Zinsen, könnten Steuergelder eingesetzt werden. Die Folge wäre eine Sparpolitik zu Lasten der Bevölkerung. Danach sieht es allerdings gemäß den Versprechen des alten und neuen US-Präsidenten Donald J. Trump nicht aus - im Gegenteil.
Eine weitere mögliche Folge ist, dass die Zentralbank (im Sinne des Staates) versucht, Schulden „wegzuinflationieren”, indem sie eine Politik der Geldentwertung betreibt. Denn wenn Geld auf Dauer an Wert verliert, begünstigt dies tendenziell den Schuldner. Notenbanken verfügen über diverse Instrumente, um eine solche Geldpolitik umzusetzen, etwa die Erhöhung der Geldmenge und den Ankauf von Staatsanleihen. Welche Konsequenzen eine Inflationierung des Dollars für den Handel mit US-Staatspapieren hätte, ist nicht abzusehen.
Eine Besonderheit im US-amerikanischen System ist der sogenannte Government Shutdown. Dieser kann verhängt werden, wenn die Staatskasse klamm ist bzw. die rechtliche Grundlage für die Bewilligung von Haushaltsmitteln ausläuft. Viele Behörden der Regierung schließen, Staatsdiener werden in den unbezahlten Zwangsurlaub geschickt. Das kommt sogar relativ oft vor. Egal ob Jimmy Carter, Ronald Reagan, George H.W. Bush, Barrack Obama oder Donald Trump: Es gibt in der jüngeren Geschichte der USA genug Beispiele hierfür. Hält dieser Zustand länger an, kann es, wie bereits in der Vergangenheit, zur Abstufung der Bonität der US-Staatsanleihen bis hin zur temporären Zahlungsunfähigkeit gegenüber den Gläubigern kommen. Das verteuert die Kreditaufnahme. Schließlich stammt das Wort Kredit vom lateinischen "credere" ab, was auf Deutsch Vertrauen oder Glauben bedeutet.
Übrigens: Ein Government Shutdown im Jahr 2025, der im Herbst begann, überschritt den bisherigen Rekord von 35 Tagen (22.12.2018 bis 25.01.2019) und wurde mit mindestens 43 Tagen historisch lang bezeichnet. Er endete im November 2025, nach einer Einigung im US-Kongress und der Unterschrift von Präsident Donald Trump (erneut), wodurch er offiziell zum längsten Shutdown aller Zeiten wurde.
Betrachtet man die geschichtliche Entwicklung der US-Staatsverschuldung, so fällt auf, dass in den Anfängen die Schulden vor allem in Kriegsphasen besonders stark anstiegen. Mit Beginn der Finanzkrise 2007 verstärkte sich die Dynamik des Schuldenwachstums nochmals.
Der erste signifikante Zuwachs entstand zur Finanzierung der Britisch-Amerikanischen Kriege 1812. In der Folge konnte dieser Schuldenberg aber fast komplett wieder abgebaut werden.
Ähnlich die Entwicklung während des US-amerikanischen Bürgerkriegs von 1861 -1865. Nach Ende des Sezessionskriegs standen 2,7 Milliarden US-Dollar Schulden zu Buche. In den Folgejahren konnte das Defizit durch Haushaltsüberschüsse etwa zur Hälfte wieder abgebaut werden.
Einen vorläufigen Höhepunkt mit 25,5 Milliarden Dollar erreichte die US-Staatsverschuldung nach dem Ende des ersten Weltkrieges. Aber auch hier gelang es in den Folgejahren, etwa ein Drittel der Schulden zu tilgen.
Es folgte in den 30er Jahren die Zeit der wirtschaftlichen Depression. Durch die Wirtschaftskrise sanken die Steuereinnahmen, gleichzeitig stiegen die Sozialleistungen. Die drastischen Ausgaben für den Zweiten Weltkrieg gipfelten schließlich in einem Anstieg der Schuldenlast auf insgesamt 251 Mrd. US-Dollar im Jahre 1945 (112% des BIP).
Nach dem Ende des 2. Weltkriegs folgte eine Phase der relativen Ruhe, in deren Verlauf die USA zur führenden Weltwirtschaftsmacht avancierten. Die USA wurden auch eine bedeutende Gläubigernation, die Anleihen hielt von zahlreichen europäischen Staaten. Besonders erwähnenswert ist das Abkommen von Bretton Woods, das 1944 verabschiedet wurde und ein ein weltweites Währungsordnungs-System schuf mit der Dollar als Weltleitwährung. Zudem wurde der Wert einer Unze Gold mit 35 Dollar festgelegt. Das Abkommen von Bretton Woods war also eine Art weltweiter Goldstandard mit dem US-Dollar als Anker. Während der Ära von Bretton-Woods sanken die US-amerikanischen Realschulden kontinuierlich.
1973 brach das Bretton-Woods-System zusammen. Eine defizitäre Handelslage, drohende Inflation im eigenen Land und Angst vor einem Ansturm auf die Goldreserven hatten Präsident Nixon veranlasst, das "Gold-Fenster" zu schließen. Dollar konnten nicht länger gegen Gold eingetauscht werden. Im Jahr 1973 betrug die Staatsverschuldung 466 Milliarden US-Dollar; mit dem Ende der Goldbindung waren einer fortlaufenden Verschuldung von da an Tür und Tor geöffnet.
In den 80er und 90er Jahren stiegen die Schulden im Gefolge der neoliberalen Politik der Präsidenten Reagan und H. W. Bush stark an. Einzig Präsident Clinton schaffte es vorübergehend, das Staatsdefizit in einen Überschuss zu wandeln. Nach Clinton folgte der nächste US-Präsident aus der Bush-Dynastie, Georg W. Bush. In dessen Amtszeit fiel der Anschlag auf das World Trade Center im Jahre 2001 sowie die weltweite Finanzkrise, die 2007 als US-Immobilienkrise begann. Ausgaben für Terrorismusbekämpfung, die Auswirkungen der Finanzkrise sowie eine wirtschaftliche Entwicklung, die hinter den Erwartungen zurückblieb, führten im Gefolge zu einem weiteren Anstieg der Schulden. Ein Prozess, den auch die jüngsten Präsidenten Barrack Obama, Donald Trump, Joe Biden und erneut Donald Trump trotz Einsparbehörde "DOGE" nicht umkehren konnten.
Heute ist festzuhalten: Trotz eines wachsenden Bruttoinlandsproduktes ist die Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten so hoch wie nie zuvor - nicht zuletzt aufgrund einer wiederholten Aussetzung der Schuldenobergrenze und explodierender Zinskosten.
Im (US-)Englischen gibt es den Begriff „Milliarde” nicht! Das bringt selbst gestandene Experten immer wieder durcheinander. Die Fehlerquelle liegt darin, dass das englische Wort „billion” bei der Übersetzung ins Deutsche beibehalten wird, also falsch als „Billion” übersetzt wird.
Korrekt muss, wann immer in englischsprachigen Medien von „billions” die Rede ist, dies auf Deutsch mit „Milliarden” übersetzt werden.
Umgekehrt heißt das, was wir als „Billion” kennen, auf Englisch „Trillion”.
Grundsätzlich gibt es keine “richtige“ Schuldenuhr. Das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand. Das gilt für alle Schuldenuhren und natürlich auch für die Schuldenuhr von GOLD.DE. Schuldenuhr Berechnungen können nur ein mathematischer Näherungswert sein. Sie sind eine Veranschaulichung und kein exaktes Ergebnis.
Grundlage unserer Berechnungen sind die offiziellen Zahlen des US- Finanzministeriums www.treasury.gov. Auch wenn diese sich täglich unterscheiden, nicht selten um Milliardenbeträge, vor wie zurück, so handelt es sich hier um statische Zahlen. Das heißt, es ist ein fixer Wert zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Im Gegensatz dazu handelt es sich bei einer Schuldenuhr um einen dynamischen Wert, der laufend und sekündlich ausgegeben wird. Somit ergeben sich Unschärfen, da bei der Berechnung ein aktueller Wert interpoliert werden muss auf einen zurückliegenden Wert in der Vergangenheit. Zudem werden die Zahlen des US-Finanzministeriums nicht täglich veröffentlicht, etwa an Wochenenden und Feiertagen.
Deshalb kann es passieren, dass unsere USA Schuldenuhr kurzfristig und vorübergehend einen anderen Trend anzeigt als der Gesamt-Trend bezogen auf Jahresbasis, oder auch mal "Hüpfer" passieren. So können durchaus in einem Quartal, in einem Monat, oder sogar innerhalb einer Woche Schulden vorübergehend "sinken" und trotzdem steht am Jahresende in der Summe ein Schuldenzuwachs zu Buche und umgekehrt. An der zentralen Aussage ändert dies nichts: Die Schulden der USA betragen, Stand 30.04.2026 über 38,979 Billionen US-Dollar, Tendenz zunehmend.
Quellen:
Vielen Dank! Auch für den Laien gut verständlich. Allen zu empfehlen, die sich fragen, wie das alles überhaupt funktioniert.
Eigentlich ein Irrsinn…
Bei aktuell 86 Mrd. Schuldenzuwachs pro Tag ist es nur eine Frage der Zeit bis das irre Schuldensystem der Amis kollabiert.
Super Artikel - gut erklärt..