Gold fasziniert die Menschheit seit Jahrtausenden. Es glänzt nicht nur im Schmuckkästchen und Sammlerschatullen, sondern auch in Mythen, Kulturen und Wirtschaftsgeschichte. Kaum ein anderes Material vereint so viel Schönheit, Symbolkraft und Beständigkeit.
Im Periodensystem trägt Gold das chemische Symbol „Au“ – lat. "aurum" – und die Ordnungszahl 79. Aus dieser einzigartigen Kombination ergibt sich der 7. September (7.9.) als symbolträchtiges Datum, das wir zum offiziellen „Tag des Goldes“ machen."
Der Tag des Goldes ist mehr als ein Anlass, um über Edelmetalle zu sprechen – er ist eine Einladung, innezuhalten und den Wert von Beständigkeit neu zu betrachten. In einer Welt, die sich immer schneller verändert, ist Gold ein seltener Anker: krisenfest, wertbeständig und generationsübergreifend geschätzt. Ob als Kapitalanlage, Sammlerstück oder Erinnerungsstück – Gold verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Jahresthema 2025:
Gold im Kreislauf der Nachhaltigkeit
Jedes Jahr widmen wir den Tag des Goldes einem Schwerpunkt, der die Vielseitigkeit und Bedeutung des Edelmetalls beleuchtet. Zum Auftakt steht Nachhaltigkeit im Mittelpunkt – genauer gesagt: „Gold im Kreislauf der Zukunft“.
Gold ist eines der wenigen Metalle, das theoretisch unendlich oft recycelt werden kann, ohne seine Qualität zu verlieren. Dennoch stammt derzeit nur etwa ein Drittel des weltweit gehandelten Goldes aus Recyclingquellen. Der Rest wird unter teils hohem Energieaufwand neu gefördert – oft mit großen ökologischen und sozialen Herausforderungen.
Wir möchten an diesem Tag zeigen:
- Wo sich Gold im Alltag verbirgt – nicht nur in Schmuck und Münzen, sondern auch in Zahngold, Elektronik und technischen Geräten.
- Warum Recycling entscheidend ist – es spart Ressourcen, reduziert Energieverbrauch und unterstützt einen geschlossenen Wertstoffkreislauf.
- Wie jede und jeder selbst aktiv werden kann – vom Verkauf nicht mehr getragenen Schmuckes bis zur Abgabe alter Handys an Sammelstellen.
Gold sehen – und neu schätzen lernen
Wer weiß schon, dass in einem Smartphone durchschnittlich 30–90 Milligramm Gold stecken, in einem Laptop sogar bis zu einem Viertelgramm? Oder dass eine Tonne alter Handys mehr Gold enthalten kann als eine Tonne Golderz? Dieses Wissen macht deutlich: Gold ist allgegenwärtig – und viel zu wertvoll, um es in Schubladen oder im Keller verstauben zu lassen.
Der 7. September soll deshalb nicht nur ein symbolischer Feiertag sein, sondern ein Impuls zum Handeln für
- mehr Bewusstsein
- mehr Kreislaufwirtschaft und
- mehr Wertschätzung gegenüber einem der ältesten und kostbarsten Rohstoffe der Erde.
Gründe für Gold-Recycling – ein unterschätzter Schatz:
- Weniger Energieverbrauch im Vergleich zur Neugewinnung
- Erhalt eines geschlossenen Wertstoffkreislaufs
- Nutzung bereits vorhandener Rohstoffe in der Gesellschaft („Urban Mining“)
- Innovationsförderer für neuartige Technologien und umweltfreundliche Geschäftsmodelle
- Recycling spart CO₂, da energieintensive Prozesse entfallen
Wo steckt überall Gold drin?
Gold ist natürlich vor allem in größeren Mengen in Goldschmuck, Zahngold, Münzen und Barren enthalten. Doch aufgrund seiner Eigenschaften wird Gold nicht nur für die vorgenannten Zwecke verwendet. Es ist auch besonders
- elektrisch leitfähig
- korrosionsresistent
- leicht verarbeitbar
Deshalb findet man es auch in:
| Goldanteil (ca.) |
|---|
| Smartphone | 30–90 mg |
| Laptop | bis zu 0,25 g |
| Fernseher | bis zu 0,1 g |
| 1 Tonne Elektroschrott | bis zu 400 g Gold |
| 1 Tonne Handys | bis zu 250 g Gold |
Gold kann durch Recycling zurückgewonnen werden. Allerdings lohnt es sich nicht immer, insbesondere nicht bei haushaltsüblichen Mengen. Manchmal kann man damit aber trotzdem etwas Gutes tun. Lesen Sie hier mehr.
Wie wird Gold aus alten Geräten gewonnen?
- Zerlegen & Vorsortieren
Altgeräte werden in Platinen, Gehäuse, Akkus, Displays etc. zerlegt. Besonders wertvoll sind Leiterplatten, da sie bis zu 10-mal mehr Gold enthalten als gewöhnliches Golderz. - Mechanische Verfahren
Platinen werden geschreddert, anschließend werden Metalle und Kunststoffe mithilfe von Sieben, Magneten oder Luftstrom getrennt. - Pyrometallurgie
Zerkleinerte Teile werden in Hochöfen geschmolzen. Gold, Silber und Kupfer trennen sich von der Schlacke. Effektiv, aber energieintensiv. - Hydrometallurgie
Chemikalien wie Cyanid oder (Aqua Regia) lösen Edelmetalle aus dem Material. Die Lösung wird aufbereitet, um Gold zu isolieren. Immer häufiger kommen umweltfreundlichere Alternativen wie die TCCA-Methode zum Einsatz. - Elektrolyse
Durch elektrischen Strom werden Metalle aus einer Lösung abgeschieden – darunter auch Gold.
Fakten zum Gold-Recycling
- Recyceltes Gold emittiert bis zu 99,9 % weniger CO₂ als Gold aus Minenabbau (Quelle).
- Weltweit fallen jährlich rund 50 Mio. Tonnen Elektroschrott an – ein riesiges Rohstoffpotenzial (Quelle).
- In einer Tonne Elektroschrott steckt oft mehr Gold als in einer Tonne Golderz (Quelle).
- Nur ca. 17 % werden fachgerecht recycelt.
Tipp: Nutzen Sie den „Tag des Goldes“, um Ihren Keller, Ihren Dachboden oder Ihre Schubladen nach Altgold, nicht getragenem Schmuck, Dentalgold oder Münzen zu durchsuchen. Diese lassen sich derzeit zu Höchstkursenverkaufen. Nutzen Sie unseren Online-Ankaufsrechner.
Auch Elektronik enthält Gold, jedoch meist in zu geringen Mengen für einen Direktverkauf: Für einen Goldwert von ca. 100 € bräuchte man 2,5 bis über 100 kg Platinen (100 bis 250 Smartphone-Mainboards). Hier lohnt sich die Abgabe an eine Sammelstelle. Altgold aus Schmuck oder Münzen hingegen sollten Sie an einen seriösen Goldankäufer geben.
Empfehlungen für Goldverkauf & Recycling
Altgold – Verkaufen an geprüfte Ankäufer:
Handys/Smartphones – Spenden an z. B.:
Edelmetallhaltiger Elektronikschrott (Großmengen):
Kleinmengen Elektronik:
- Abgabe bei regionalen Annahmestellen
Fun Facts: Gold, das Sie überrascht!
- Würde man das gesamte jemals geförderte Gold zu einem Würfel schmelzen, hätte dieser eine Kantenlänge von ca. 22 Metern – das entspricht etwa der Höhe eines siebenstöckigen Gebäudes.
- Die NASA setzt goldbeschichtete Sonnenvisiere an Raumanzügen ein – sie wirken wie „Sonnenbrillen“ gegen starke Sonnenstrahlung (UV/IR) und reduzieren Wärmeeintrag. Das bedeutet, dass durch die Reflexion weniger Wärmestrahlung in den Anzug dringt. Damit werden die Astronauten vor Überhitzung geschützt. (NASA).
- In Japan wurden aus Klärschlamm bis zu 1,9 kg Gold pro Tonne Asche gewonnen – mehr als in vielen Goldminen (Quelle).
- Recyclinggold steckt bereits in zahlreichen neuen Münzen und Barren – meist unbemerkt (LBMA).
Elektronik & Technik: Gold ist gefragt wegen seiner Langlebigkeit, Korrosionsresistenz und hervorragenden Leitfähigkeit und wird erwendet in:
- Smartphones (z. B. Kontakte, SIM-Fach, Platinen) – insbesondere ältere Modelle enthalten höhere Goldanteile.
- Laptops & Tablets (Steckverbindungen, Bereiche rund um Prozessoren)
- Fernbedienungen
- Fernseher
- Festplatten
- Mainboards/Prozessoren
- Drucker
- Scannern
- Digitalkameras
- Spielkonsolen
- Smartwatches
Haushalt & Infrastruktur: Goldkontakte finden sich in vielen Alltagsgeräten:
- Waschmaschinen
- Kühlschränken
- Mikrowellen
- Kaffeemaschinen
- Lichtsteuerungen
- Rauchmeldern
Audio-, Video- & High-End-Technik: Klangredundanz – Goldkontakte sichern hochwertigen Sound:
- Kopfhörerkabel
- High-End-Audio-Steckern
- HDMI-/USB-Kabel
- Gitarren- sowie DJ-/Studio-Equipment
Leider landen viele dieser „unsichtbaren Goldquellen“ im Müll!
Fazit: Der 7.9. ist mehr als ein Symbol – er ist eine Einladung
Der Tag des Goldes ist ein Aufruf, ein Reminder, ein Impuls:
- Bringen Sie Altgold wieder in den Kreislauf – es lohnt sich.
- Erkennen Sie den Wert im Verborgenen – oft liegt er in unscheinbaren Gegenständen.
- Befreien Sie sich von Dingen, die Ihnen nicht mehr dienen – nachhaltig und sinnvoll.
Gewinnspiel zum Tag des Goldes
Gewinnen Sie 10 x 1 g Goldbarren, indem Sie die fünf Buchstaben des Lösungswortes mit einer Recherche auf GOLD.DE herausfinden!