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Aktuelle Staatsverschuldung Deutschland - Schuldenuhr

Die jährliche Ermittlung der aktuellen Staatsverschuldung Deutschlands erfolgt durch die Deutsche Bundesbank und wird in Form des statistischen Jahrbuches durch das Statistische Bundesamt publiziert. Darüber hinaus wird der Wert in den so genannten Schuldenuhren angezeigt. Die wohl bekannteste Schuldenuhr Deutschlands befindet sich am Gebäudeeingang des „Bundes der Steuerzahler e.V.“ in Berlin.

Die aktuelle Schuldenhöhe können Sie auch auf unserer nebenstehenden Schuldenuhr einsehen. Der Betrag ist nun aktuell bei über 2 Billionen Euro angelangt. Zum Vergleich: Im Jahre 1990 lag die Schuldenhöhe noch bei rund 540 Millarden Euro. Die derzeitige Pro-Kopf-Verschuldung dagegen beträgt annähernd 25.000 Euro und hat sich damit seit 1990 in etwa verdreifacht (8.500 Euro).

 
Staatsverschuldung
Deutschland
Schulden pro Kopf
 
Zuwachs pro Sekunde
25.456 €
 
439 €

Entwicklung Staatsverschuldung Deutschland

Staatsverschuldung Deutschland
* in Millionen Euro

Zusammensetzung der Staatsschulden

Die deutsche Staatsverschuldung setzt sich laut Informationen der Bundesbank (Quelle: Zur Verschuldung und Zinsbelastung des Staates Deutschland; Seite 21) aus folgenden Positionen zusammen: Schulden des Bundes, der Länder und Kommunen (Gemeinden) einschließlich der Zweckverbände. Zudem sind die Sondervermögen des Bundes (etwa Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung und Investitions- und Tilgungsfonds) und vergleichbare Einrichtungen einzelner Länder mit einbezogen. Verbindlichkeiten der Sozialversicherungen sind nicht darin enthalten. Lapidare Begründung: Sozialversicherungen dürfen sich ohnehin nicht am Kreditmarkt verschulden. Es handelt sich damit um die Angabe der expliziten, also sichtbaren Staatsschulden.

Verteilung Schulden Deutschland Je nach Definition der Schuldenarten und der verwendeten öffentlichen Einheiten kann die bezifferte Angabe der Staatsschulden in unterschiedlicher Höhe ausfallen, wobei Schuldenarten z. B. Kreditmarktschulden oder Liquiditätskredite sind. Hierzu zählen beispielsweise kommunale Kassenkredite, um die ständige Zahlungsfähigkeit von Gemeinden zu gewährleisten. Da Kassenkredite im Verwaltungshaushalt gezeigt werden müssen, eine Kreditaufnahme darin jedoch verboten ist, werden Kassenkredite – ganz unbürokratisch – einfach nicht als Kredite angesehen. Dennoch bedürfen sie einer separaten Kreditermächtigung in der Haushaltssatzung. Die Angabe öffentlicher Einheiten hingegen umfasst institutionelle Einheiten, bei denen der Staat in direkter oder indirekter Weise Kontrolle ausübt und das wirtschaftliche Verhalten bestimmt – beispielsweise die Anstalt öffentlichen Rechtes oder etwa Unternehmen mit öffentlicher Verwaltung.

Weitere Faktoren, die zu variierenden Ergebnissen führen können: Abgrenzung nach dem öffentlichen Haushalt oder dem Kernhaushalt, Einbeziehen der Sozialversicherungs-Schulden, einberechnetes Vermögen (Brutto- oder Netto-Schulden) sowie die Angabe der impliziten Verschuldung (errechnet sich aus den zukünftigen, verbindlichen Verpflichtungen des Staates, wie z. B. Renten- und Pensionsansprüchen, Schulden der Sozialkassen, etc.). Als implizite Staatsschulden werden die noch nicht sichtbaren oder auch „versteckten“ Schulden bezeichnet.

Die so genannte Nachhaltigkeitslücke hingegen ist ein Indikator für die Nachhaltigkeit der betriebenen Politik. Sie ist ein Bestandteil der Generationenbilanzierung, die zur langfristigen Analyse der Fiskal- und Steuerpolitik entwickelt wurde. Die Ermittlung der Nachhaltigkeitslücke erfolgt durch Addition der expliziten und der impliziten Staatsschulden. Sie drückt aus, in welcher Höhe die finanziellen Rücklagen sein müssen, um das aktuelle Versorgungsniveau auch zukünftig finanzieren zu können. Laut einer Studie der Stiftung Marktwirtschaft von 2010 zeigt sich im Vergleich der Euro12-Staaten ein überraschendes Bild. So liegt Italien mit einer niedrigen impliziten Schuldenhöhe auf Platz 1, gefolgt von Deutschland. Die „Pleitestaaten“ Griechenland und Irland fallen auf die hintersten Ränge zurück – dazwischen liegt Luxemburg mit einer massiven impliziten Schuldenhöhe.

Schulden der Bundesländer in Deutschland

Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, Professor für Finanzwissenschaft und Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg kommt darüber hinaus zu dem Ergebnis, dass in Deutschlands Sozialkassen – statistisch unentdeckt – ungefähr 4,8 Billionen Euro Schuldenlast verborgen sind. Der Träger des Karl-Bräuer- sowie des Steuerzahlerpreises des Bundes der Steuerzahler geht davon aus, dass es sich bei den Sozialkassen um tickende Zeitbomben handelt.

Fließen diese künftig zu bezahlenden Positionen in die deutschen Staatsschulden ein, sprechen wir von geschätzten 7.000.000.000.000 € (7 Billionen Euro) Gesamtverschuldung. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass die Tendenz nach wie vor seit Jahrzehnten ansteigt.

Entwicklung der Staatsverschuldung Deutschlands

Wie auf der Balkengrafik zu sehen ist, stieg die Staatsverschuldung Deutschlands seit ungefähr Anfang der 70er-Jahre in einer immer steiler verlaufenden Kurve an. Da die Zahl mittlerweile astronomische Höhen erreicht hat – trotz der offiziell seit Jahren und Jahrzehnten proklamierten Sparpolitik – kann davon ausgegangen werden, dass dieser Schuldenberg nicht mehr auf regulärem Wege (Tilgung Zins plus Darlehen) abgebaut werden kann.

Entwicklung Staatsverschuldung
Deutschland unter Angela Merkel

Doch wie konnte die Staatsverschuldung Deutschlands auf solch einen hohen Wert gelangen?

In dem Zeitraum von 1950 bis etwa Anfang der 1970er standen die Prognosen für Deutschland sehr gut, was häufig zu einer positiven Bilanz führte. Seit diesem Zeitpunkt wurden jedoch keine Schulden mehr getilgt, sondern lediglich umgeschuldet, wobei die jeweils neuen Darlehen immer höher waren als die vorherigen (Zinslast). Ende der sechziger Jahre kam es zu einer Änderung der Schuldengrenzen von Bund und Ländern. Diese sollten an die real vorhandenen, gesamtwirtschaftlichen Bedingungen gekoppelt werden. Das bedeutet, dass in wirtschaftlich schwachen Zeiten eine Ausweitung der Neuverschuldung, und in wirtschaftlich sehr starken Zeiträumen eine Verringerung der Neuverschuldung erfolgen sollte.

In dem darauf folgenden Zeitraum (ab ungefähr Mitte der 70er) wurde der „Grundstein“ der Schuldenfalle gelegt, in der wir uns auch heute noch befinden. Eine der Hauptursachen für den exponentiellen Anstieg der Schuldenkurve liegt in dem Zinseszins-Effekt auf bereits kapitalisierte Schuldzinsen. Je mehr sich Deutschland also verschuldet, desto höher steigt die Zins- und Zinseszins-Last.

Grenzenlose Verschuldung?

Abbildung 2: Schuldenhöhe im Vergleich zum Monddurchmesser

Nach der 2009 beschlossenen „Neuen gemeinsamen Schuldenregel“ – wie im Grundgesetz unter Artikel 109 Absatz 3 nachzulesen ist – unterliegen Bund und Länder nun der Maßgabe, ihre Haushalte ohne Kreditaufnahmen auszugleichen. Damit folgt der Gesetzgeber den Vorgaben des Europäischen Stabilitäts- und Wirtschaftspakts, der von den Mitgliedsstaaten „annähernd ausgeglichene oder einen Überschuss aufweisende“ Haushalte fordert. Zudem wurde Artikel 115 überarbeitet; die ehemalige „Goldene Regel“ wurde durch die so genannte „Schuldenbremse“ ersetzt. Die seit 2011 verbindliche Vorgabe besagt unter anderem, dass die strukturelle, jährliche Nettokreditaufnahme des Bundes ab 2016 auf maximal 0,35 % des BIP begrenzt wird. Für Länder werden die Nettokreditaufnahmen ab 2020 gänzlich verboten. Ausnahmen können nur noch in Folge von Naturkatastrophen oder außergewöhnlichen Notsituationen, die sich der staatlichen Kontrolle entziehen, geltend gemacht werden. Für die erstmalige Anwendung im Haushaltsjahr 2011 wurde eine Übergangsregelung (Art. 143d Abs. 1) vorgesehen.

Damit wurde zumindest einem Argument der Kritiker des vormaligen Artikels 115 entsprochen, da die Inanspruchnahme der Ausnahmeregelung nun konkretisiert und zudem an einen Mehrheitsbeschluss der Bundestagsmitglieder gebunden wurde (Siehe: Quelle: Kompendium zur Verschuldungsregel des Bundes gem. Art. 115 GG, Seite 6). Vormals konnte eine Ausnahme geltend gemacht werden, wenn eine „Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts“ festgestellt wurde. Kritiker bemängelten, dass die Feststellung einer solchen Störung der Bundesregierung selbst oblag und die Wirkung des Artikels 115 damit nichtig sei. Weiterhin sieht Artikel 115 nun vor, dass eine Inanspruchnahme der Ausnahmeregelung nun mit einem Tilgungsplan zu verbinden sei - ein Fehlen dieser Passage wurde ebenfalls an der vormaligen Fassung bemängelt.

Dennoch enthält Absatz 2 eine schwammige Formulierung. Denn es heißt:

„Die Rückführung der nach Satz 6 aufgenommenen Kredite hat binnen eines angemessenen Zeitraumes zu erfolgen.“

Die nebenstehende Abbildung 2 soll den aktuellen Schuldenstand Deutschlands (Stand: Mai 2012) verdeutlichen. Angenommen, man rechnet die Staatsschulden in Gold-Philharmoniker um und stapelt die Goldmünzen aufeinander – der Stapel wäre annähernd so groß wie der mittlere Durchmesser des Mondes.

Schuldenfalle

Um Schulden zunächst aufnehmen zu können, bedarf es zunächst einer bestimmten Anzahl an Investoren. Hierbei kann es sich um in- oder ausländische Investoren, um Banken, Versicherungen (vorrangig Lebensversicherungen), Bausparkassen und auch um Privatpersonen handeln. Diese Investoren stellen die benötigten Finanzmittel zu einem bestimmten Zinssatz zur Verfügung. Beginnen die Investoren, an der Rückzahlungsfähigkeit des Landes und seiner Wirtschaft zu zweifeln, erhöhen sich zunächst die Zinssätze. Ausschlaggebend ist hier – wie bei Privatkrediten auch – die ermittelte Bonität (Rating) des Landes. Die Faktoren Rating und Zinsen verlaufen gegensätzlich – sinkt das Rating, steigen die Zinssätze. Eine erhöhte Zinslast (bei sinkendem Rating) kann ein Staat jedoch nur bis zu einem bestimmten Punkt in Anspruch nehmen. Ab einer Grenze (Fachleute sprechen in etwa von 90 % Staatsverschuldung in Relation zum BIP) fallen die Investoren aus und das Land kann keine neuen Kredite aufnehmen – der Staatsbankrott droht.

Rating
Das Rating wird durch internationale Rating-Agenturen bestimmt. Bekannte Vertreter dieser Zunft sind z. B. die Standard & Poors Corporation, Fitch Ratings oder etwa Moody´s Analytics. Eine Bewertung durch diese privaten und gewinnorientierten Unternehmen hat international große Aussagekraft, die Bewertungen an sich sind jedoch nicht unumstritten.

So zeigte beispielsweise der medienwirksame Vorfall des US-Konzerns Enron im Jahre 2001 einige Schwachstellen der Bewertungen. In diesem Fall bestätigten Standard & Poors sowie Moody´s dem Konzern eine positive Bonität – kurze Zeit später musste Enron jedoch Insolvenz anmelden. Wie es zu so einer massiven Fehleinschätzung seitens der Rating-Agenturen kommen konnte, ist unklar und nicht hinreichend mit Fakten belegt. Es offenbart jedoch eine substantielle Schwäche des Bewertungssystems: Eine Bewertung von Unternehmen und Staaten kann nur unter dem Gesichtspunkt der völligen Kooperation sämtlicher Verantwortlichen erfolgen. Denn nur wenn alle Informationen offenbart werden und alle Fakten bekannt sind, kann eine effektive und risikomindernde Bewertung durchgeführt werden. Bei den Beurteilungen spielt sicherlich auch der Aspekt eine Rolle, dass es sich bei den Rating-Agenturen um private Unternehmen handelt, die im Gegensatz zu staatlichen Einrichtungen ganz anderen Gesetzmäßigkeiten unterliegen.

Somit entsteht ein Teufelskreis aus steigenden Verbindlichkeiten (Zins- und Tilgungslast) und Ausgrenzung aus dem Finanzmarkt.

Wenn dies bei Privatpersonen geschieht, spricht man infolge dessen von einer Privatinsolvenz. Bei Staaten spricht man von einem Staatsbankrott. Dies bedeutet, dass ein Staat seinen finanziellen Verpflichtungen (Zinsen und Tilgung) ab dem Zeitpunkt der förmlichen Bankrott-Erklärung nicht mehr oder nur noch teilweise nachkommen kann. Gründe hierbei können sowohl ökonomischer, als auch politischer Natur sein – wobei wir uns im Rahmen dieses Artikels auf ökonomische Gründe beschränken wollen.

Folgen eines Staatsbankrotts

Kann ein Staat seine Verbindlichkeiten aufgrund massiver Überschuldung nicht mehr bedienen, führt dies in Form des Staatsbankrotts zunächst zu einer Entlastung des Staatshaushaltes in Höhe der Gesamtschuld (Tilgung und Zinsen). Da jedoch ein bestimmter Gläubigeranteil aus inländischen Institutionen und Privatpersonen besteht, folgt in aller Regel ein wirtschaftlicher Kollaps. Durch die Aussetzung der Kreditzahlungen an diese Gläubiger einerseits und den potentiell ausfallenden Einnahmen des Staates andererseits kann die zunächst eintretende Entlastung den Staat im Nachhinein sehr teuer zu stehen kommen. Für die Gläubiger bedeutet dies in aller Regel, dass diese zumindest auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten müssen. Im Rahmen eines (teilweisen) Schuldenerlasses oder Umschuldungsabkommen können die Rückzahlungs- oder Verzichtsmodalitäten vereinbart werden. Als weitere Folgen für den Staat gelten langfristige Image- und Vertrauensverluste auf den internationalen Märkten. Betroffene Staaten leiden also zusätzlich unter einer Ausgrenzung aus der wirtschaftlichen Ordnung und erhalten entweder gar keine oder aber nur sehr teure Kredite (hohe Zinsen) über einen unbestimmten Zeitraum. Auch in diesem Fall spielt jedoch die wirtschaftliche Stärke des Landes eine wichtige Rolle. Wirtschaftlich produktive und/ oder profitable Staaten (gemessen am jeweiligen BIP) sollten schneller dazu in der Lage sein, wirtschaftlich Anschluss zu finden.

Europa

Als Folge der ersten einbrechenden Euro-Staaten Irland, Portugal und schließlich Griechenland wurde deshalb der Euro-Rettungsschirm mitsamt seinen Institutionen ESM/EFSF gegründet. Offiziell sollen die wirtschaftlich starken Länder diejenigen Länder dadurch unterstützen, die finanziellen Notsituationen zu überstehen und Europa zu stärken. Für viele Kriker war jedoch schon vor Einführung des Euro abzusehen, dass der Gedanke der gemeinsamen Währung auf die exerzierte Art nicht funktionieren kann. Zudem geht die EU-rokratisierung mit einem massiven Verlust nationaler Souveränität der Mitgliedsstaaten einher. Denn um die von einer Insolvenz betroffenen Staaten über Sparmaßnahmen retten zu können, ist es laut EU-Recht unabdingbar, die nationalen Interessen eines Landes überwinden zu können. Was in direkter Folge zu starken Spannungen innerhalb eines Landes und zu verschärften Außenhandelsbeziehungen mit anderen Mitgliedsstaaten führen kann (z. B. Griechenland-Pleite, Troika-Maßnahmen).

Vereinigte Staaten von Amerika

Betrachtet man die Situation in den Vereinigten Staaten von Amerika, wird das desaströse Verhalten noch deutlicher. Ein Blick auf die Schuldenuhr der USA (Link in den untenstehenden Quellenangaben) offenbart die – zumindest offiziellen – US-Staatsschulden. Diese belaufen sich auf derzeit 15,7 Billionen US-Dollar (ca. 12,1 Billionen Euro) oder etwa 105 % gemessen am BIP. Ergänzt um die künftigen Verpflichtungen der Sozialkassen läge die offizielle Schuldenhöhe bei etwa 70 Billionen US-Dollar. Die dramatisch gestiegenen Schulden waren jedoch nur durch die spektakuläre Anhebung der Schuldengrenze im US-Kongress 2011 möglich geworden. Noch vor wenigen Jahren zeigte sich eine ganz andere Tendenz. Unter Präsident Clinton wiesen die Haushaltsbilanzen erstmalig seit Jahrzehnten respektable Überschüsse auf (1998-2001), seine Nachfolger konnten diese Linie jedoch nicht fortsetzen. Die Anti-Terror-Maßnahmen nach 911, die Kriege in Irak und Afghanistan und nicht zuletzt die großangelegte „Rettung der Banken“ forderten ihren Tribut in Form der höchsten Staatsschulden in der Geschichte der USA. Da sich der nächste Einsatz der Weltpolizei in iranischen Gefilden bereits abzuzeichnen droht, stehen die Prognosen für einen neuen Rekord-Höchststand der Schuldenhöhe ausgesprochen gut.

Damit man sich die schiere Größe des Schuldenberges besser vorstellen kann, lohnt sich ein Besuch der Webseite www.usdebt.kleptocracy.us.

Verringerung der Staatsschulden

Mangels Rücklagen für künftige Leistungsversprechen (z. B. Renten- und Pflegeversicherung) kann trotz herben Einschnitten in nahezu allen Sozialbereichen von einer Verringerung der Staatsschulden keine Rede sein. Noch dazu wiegt die Zins- und Zinseszins-Last sehr schwer und verschlingt eine Unmenge an finanziellen Ressourcen.

Im Zuge des europäischen Rettungsschirmes ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) kann zudem davon ausgegangen werden, dass die Schuldenhöhe noch massiv nach oben steigen wird. Deutschland steht – auch durch die Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Merkel - derzeit mit etwa 730 Milliarden Euro Gesamtanteil an erster Stelle der Risikoträger.

Der ehemalige Präsident der Deutschen Bundesbank Prof. Axel Weber sprach am Wirtschaftstag des Wirtschaftsrates der CDU 2010, im Rahmen seines Referates:

„Zeitbombe Staatsverschuldung: Was bleibt übrig für Zukunftsausgaben?“,
von beunruhigenden Tendenzen und potentiell ungerechtfertigten Befürchtungen:

„[...] Beunruhigend ist aber nicht nur das heutige Niveau der Schulden, sondern vor allem die derzeit darin angelegte künftige Dynamik hin zu weiter steigenden Schuldenquoten.[...]“
Und weiter:
„[...] Eine stetig anwachsende staatliche Verschuldung erschwert eine der Preisstabilität verpflichtete Geldpolitik. Bei hohen Schuldenständen bedarf es tendenziell höherer Zinsen, um die Inflationserwartungen auf niedrigem Niveau zu verankern. Dies gälte insbesondere dann, wenn in der Bevölkerung Befürchtungen vor einem 'Weginflationieren' der Staatsschuld aufkämen, so unberechtigt diese angesichts der Unabhängigkeit der Geldpolitik im Eurosystem und des klaren Mandats, für Preisstabilität zu sorgen, auch wären.“

Es scheint also eher ein Risiko zu bestehen, dass noch mehr Schulden gemacht werden, anstatt von einer Verringerung zu sprechen.

Darüber hinaus stellt sich die Frage, wohin die bislang eingesparten Summen aus der Privatisierung von Staatsunternehmen geflossen sind. Zu nennen wären hier etwa die Deutsche Bundespost oder die Deutsche Bundesbahn, die beide Mitte der 90er-Jahre den Börsenstart absolvierten. In diesem Zeitraum war die Rede von einem so genannten „Wirtschaftsboom“ - die steigende Entwicklung der Staatsverschuldung setzte sich jedoch fort. Wenn also alle Maßnahmen zur Schuldensenkung seit Jahrzehnten das genaue Gegenteil erreichen, warum werden die Kosten dafür ohne Ausnahme sozialisiert – die Gewinne jedoch privatisiert? Warum müssen die Steuerzahler die Verantwortung für jahrzehntelange Mißwirtschaft der Politikerkaste tragen, weshalb die Verantwortung für die vergangene Bankenkrise, welche private Bankinstitute und deren Managerebene hauptsächlich angerichtet haben?

Werden dann Einsparungen gemacht, dann häufig an falscher Stelle.. Ex-Verteidigungsminister Guttenberg (bekannt geworden durch die Guttenberg-Plagiatsaffäre) sprach 2010 im Rahmen der Bundeswehr-Reform von Einsparungen in Höhe von einer Milliarde Euro. Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus weist dagegen in seinem Jahresbericht 2011 erneut auf das damit einhergehende Gefahrenpotential hin.

„[...] Das bereits im Jahresbericht 2010 festgestellte Problem einer zu geringen Anzahl verfügbarer Störsender gegen ferngezündete improvisierte Sprengsätze besteht weiterhin. Zwar wurde [...] eine erhebliche Anzahl weiterer Geräte [...] in das Einsatzgebiet gebracht. Von einer ausreichenden oder gar flächendeckenden Ausstattung kann jedoch keine Rede sein. Angesichts der auch im Jahr 2011 ständig präsenten Gefahr von Anschlägen muss dieser Mangel endlich abgestellt werden.“
Im Zuge der BW-Reform finden sich zahlreiche weitere Beispiele, welche auf die andauernde Gefährdung der Soldaten aufgrund der Sparmaßnahmen hinweisen. Veraltete und nicht zeitgemäße Ausrüstung, fehlende Schutzfahrzeuge im Einsatzgebiet oder unzureichende Schießausbildung wegen fehlender Munition, um nur einige Beispiele zu nennen. Während sich also die Diäten der MdB regelmäßig erhöhen, werden die nötigen Mittel für die deutschen Soldaten im Kriegseinsatz auf kleiner Flamme gehalten. Daher sollte die Devise auf Bundesebene lauten: Sinnvolles Sparen, statt Menschenleben zu gefährden.

Gold und wirtschaftliche Freiheit vs. Staatsschulden

Alan Greenspan, ehemaliger Vorsitzender des Federal Reserve Boards, hatte lange vor dieser Zeit einen bemerkenswerten Artikel unter dem Titel „Gold and Economic Freedom“ verfasst. Nachfolgend ein kleiner Auszug des vom IFAAM-Instituts in Deutsch übersetzten Artikels von 1966:

„Ohne den Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Es gibt dann kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel mehr. Wenn es eines gäbe, müßte die Regierung seinen Besitz für illegal erklären, wie es im Falle von Gold ja auch tatsächlich geschah. Wenn sich z. B. jedermann entscheiden würde, all sein Bankguthaben in Silber, Kupfer oder irgendein anderes Gut zu tauschen und sich danach weigerte, Schecks als Zahlung für Güter zu akzeptieren, würden Bankguthaben ihre Kaufkraft verlieren und durch Regierungsschulden gedeckte Bankkredite würden mangels Kaufkraft wertlos. Die Finanzpolitik des Wohlfahrtsstaates verlangt, dass es für die Besitzer von Vermögen keine Möglichkeit gibt, sich zu schützen.

Dies ist das schäbige Geheimnis, dass hinter der Verteufelung des Goldes durch die Verfechter des Wohlfahrtsstaates steckt. „Deficit Spending“ (Staatsverschuldung) ist schlicht und ergreifend ein System zur 'versteckten' Enteignung von Vermögen. Gold steht diesem hinterhältigen Prozess im Weg. Es steht für den Schutz von Eigentum. Wenn man das begriffen hat, versteht man auch die Feindschaft der Etatisten (Verfechter des Wohlfahrtsstaates) gegen den Goldstandard.“

Anschließend war Greenspan für die FED tätig und diente dem US-Fiatsystem unter vier Präsidenten, die seine Arbeit in hohem Maße schätzten. Der Höhepunkt dieser Anerkennung stellte die Auszeichnung Greenspans mit der US-Freiheitsmedaille durch Ex-US-Präsident George W. Bush im Jahre 2005 dar.

Laut Informationen des IFAAM-Instituts spielte sich 2003 folgende Szene zwischen Ron Paul, Präsidentschaftskandidat der Republikaner, und Alan Greenspan ab. Paul übergab Greenspan eine Kopie seines Artikels von 1966 und fragte ihn: „Möchten Sie gerne einen Widerruf ausbringen?“ Die Antwort von Greenspan lautete: „Nein. Ich würde kein einziges Wort ändern.“

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Quellenangaben: