Stand: 04.11.2019 5 Kommentare

Bankschließfach? Haustresor? Verstecken? Zollfreilager? Metallkonto? Was ist am besten für mich geeignet? Der große GOLD.DE-Ratgeber "Goldlagerung" hat die Antwort.

Das Wichtigste in Kürze
  • Bankschließfächer bieten höchsten Schutz, haben aber auch einige Nachteile
  • Für zu Hause empfehlen sich Haustresore oder clevere Verstecke
  • Tipp: Mit Hausratversicherung abklären, was wann versichert ist
  • Viele Edelmetallhändler bieten ebenfalls Lagerung in Schließfächern an
  • Interessante steuerliche Optionen bieten Zollfreilager oder Metallkonten
Lies hier:

Bankschließfach

Bankschließfächer sind sehr sicher, aber nicht zwingend anonym. Zwar ist der Inhalt eines Schließfachs der Bank unbekannt, so dass hier Diskretion gegeben ist. Allerdings wird bei der Anmietung meist ein Ausweis verlangt, zudem können Behörden in bestimmten Fällen die Öffnung von Schließfächern veranlassen. Auch sollte man wissen, dass die Zugriffsmöglichkeit auf die Öffnungszeiten der Bank beschränkt ist.

Kosten und Leistungen können sich erheblich unterscheiden von Bank zu Bank. Das Spektrum reicht für ein kleines Schließfach ab etwa 30 Euro Miete pro Jahr mit 100.000 Euro Versicherungsschutz bis zu mehr als doppelt so hohe Mieten ohne Versicherungsschutz. Auch die Mindestmietdauer kann variieren. Hier empfiehlt es sich, Angebote zu vergleichen. Allerdings sind Größe und Abmessungen von Bankschließfächern nicht genormt. Zudem sollte darauf geachtet werden, ob und in welcher Höhe der eingelagerte Inhalt versichert ist. Liegt kein Versicherungsschutz vor, wird dieser von der Bank meist als separate Leistung angeboten. Eine private Absicherung über die eigene Hausratversicherung ist durch Abschluss spezieller Policen oft ebenfalls möglich.

Bei einzelnen Filialen kann vorkommen, dass alle Fächer vermietet sind und man sich auf eine Warteliste setzen lassen muss. Manche Banken, wie etwa die Deutsche Bank und die Commerzbank, bieten Schließfächer nur für Bestandskunden an.

Goldlagerung zu Hause im Tresor

Der Vorteil gegenüber einem Banktresor liegt darin, dass man jederzeit Zugriff auf sein Gold hat. Und im Gegensatz zu einer völlig ungesicherten Lagerung, etwa in der Kommodenschublade, bietet die Lagerung im Haustresor mehr Sicherheit vor Gelegenheitsdieben.

Allerdings gilt: Der beste Tresor nützt nichts, wenn man diesen unter Zwang öffnen muss. Eine Versicherung ist daher zu empfehlen. Tipp: Vor dem Tresor-Kauf mit dem Versicherungsvertreter klären, was versichert werden soll und welchen Anforderungen der Haus-Safe im Detail genügen muss. Versicherungen können sich hier stark unterscheiden. Zuständig ist die Hausratversicherung. So sind kleinere Wertsummen in der Regel auch ohne Tresorlagerung mit versichert. Umgekehrt lassen sich auch hohe Goldwerte versichern, wenn der Tresor die entsprechenden Anforderungen erfüllt.

Entscheidend für den Versicherungsschutz ist die Zertifizierung des Tresors nach den europäischen Normen EN 14450 für einfache Sicherheitsschränke und EN 1143-1 für Wertschutzschränke mit definiertem und typgeprüftem Einbruchsschutz. Die Zertifizierung wird durch die VdS Schadenverhütung GmbH (VdS) sowie den European Certification Body (ECB) durchgeführt. Tipp: Die VdS Norm wird bei vielen Versicherern als höherwertiger angesehen.

Die Plaketten dieser Prüfstellen müssen an den Innenseiten der Tresortüren angebracht sein. Die Verankerung sollte durch einen Fachmann vorgenommen werden.

Sicherheits- und Wertschutzschränke nach EN 14 450 und EN 1143-1:
Sicherheitsstufe/ Widerstandsgrad Norm Versicherungssumme maximal
Sicherheitsstufe S1 EN 14 450 5.000 EUR
Sicherheitsstufe S2 20.000 EUR
Widerstandsgrad 0 EN 1143-1 40.000 EUR
Widerstandsgrad 1 65.000 EUR
Widerstandsgrad 2 100.000 EUR
Widerstandsgrad 3 200.000 EUR
Widerstandsgrad 4 400.000 EUR
Widerstandsgrad 4 KB 500.000 EUR
Wirkungsgrad 5 500.000 EUR
Wirkungsgrad 5 KB 750.000 EUR
Wirkungsgrad 6 750.000 EUR
Wirkungsgrad 6 KB 1.000.000 EUR

Die angegebenen Versicherungssummen stellen Empfehlungen der Zertifizierungsstellen an die Versicherer dar und gelten für Tresore mit Alarmanlage. Ansonsten gelten 50% der genannten Summen. Der Zusatz "KB" bei Tresoren der Wirkungsgrade 4 bis 6 bezieht sich auf zusätzlichen Kronbohrschutz des Tresors.

Nachteilig sind die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten eines Haustresors. Auch kann je nach Modell ein größerer Eingriff in die Bausubstanz des Hauses nötig sein.

Tipp: Entschädigung im Schadensfall erfolgt meist nur bei Nachweis der Eigentümerschaft. Also Kaufbelege aufbewahren!

Goldlagerung im Versteck

Der größte Vorteil bei der Goldlagerung in einem Versteck ist die Kostenfreiheit. Wer sein Gold im Garten vergräbt oder unter einer losen Holzbodendiele versteckt, hat keine Lagerungskosten. Und man hat jederzeit unmittelbaren Zugriff auf das Gold. Zudem sorgen clevere Verstecke auch für Diskretion. Denn Schränke, Schubladen und Tresore zu Hause sind normalerweise die Orte, wo ungebetene "Neugierige" zuerst nach Wertgegenständen suchen. Gut verstecktes Gold hingegen macht die Suche schwer. Und wer bei der Suche nicht gleich Erfolg hat, der gibt schnell auf.

Wer sein Gold verstecken will, muss übrigens nicht immer nur ganz klassisch "vergraben". Auch der Handel bietet pfiffige Verstecke an: Zum GOLD.DE Einkaufsratgeber "Verstecke".

Nachteil von Verstecken: Im Verlustfall ist man bei der Erstattung möglicherweise schlechter gestellt als bei einer Goldlagerung im Tresor. Manche Versicherungen schließen die Entschädigung bei ungesicherter Lagerung von Gold zuhause auch vollständig aus. Tipp: Auch hier bei der Versicherung nachfragen!

Als Basis für die Entschädigung gilt grundsätzlich nicht der Kaufpreis, sondern der Wiederbeschaffungspreis, der vom aktuellen Goldpreis abhängt.

Metallkonten

Ein Metallkonto ist ein Anlagekonto für die Edelmetalle Gold, Silber, Platin oder Palladium, das nicht in einer Währung, sondern in Unzen oder Gramm geführt wird. Metallkonten für Privatkunden werden von Banken in der Schweiz, Luxemburg, Liechtenstein und einigen anderen Ländern angeboten. Wer ein solches Konto eröffnet, kann anschließend eine bestimmte Menge an Edelmetall aufbuchen lassen, ohne das Edelmetall selbst physisch besessen zu haben. Der Kontoinhaber erwirbt rechtlich gesehen also keine physische Ware, sondern nur Lieferansprüche. Diese Lieferansprüche können beliebig lange gehalten und bei Bedarf wieder verkauft werden.

Die tatsächliche physische Auslieferung ist bei den meisten Metallkonten gegen Gebühr möglich. Bei der Auslieferung von Silber, Platin fällt neben der Auslieferungsgebühr auch Mehrwertsteuer an, während der Kauf und Verkauf der Lieferansprüche ohne physischen Bezug für alle Edelmetalle mehrwertsteuerfrei ist. Metallkonten werden vor allem von Anlegern genutzt, die lieber aktiv Lieferansprüche handeln möchten und weniger Wert legen auf physischen Besitz.

Metallkonten können geführt werden als

  • Nicht zugeordnete Konten (unallocated accounts) mit Sammelverwahrung
  • Zugeordnete Konten (allocated accounts) mit Einzelverwahrung
Beim nicht zugeordneten Konto mit Sammelverwahrung erwirbt der Kontoinhaber keinen Lieferanspruch auf konkrete Barren. Stattdessen entspricht das Kontoguthaben einem Miteigentumsanteil am Gesamtbestand des jeweiligen Edelmetalls der Bank. Im Insolvenzfall wird das Guthaben der Insolvenzmasse zugeführt. Für ein solches Konto verlangt zum Beispiel die Credit Suisse 0,6 Prozent des Einlagerungswerts, mindestens aber 100 Schweizer Franken als Gebühr pro Jahr. Wer als Anleger eine Bankenkrise fürchtet, sollte von der Eröffnung eines solchen Kontos allerdings absehen.

Beim zugeordneten Konto oder Depot mit Einzelverwahrung beziehen sich die Lieferansprüche hingegen auf eindeutig identifizierte Barren, die sich nicht im Eigentum der Bank befinden. Dieser Kontotyp ist insolvenzsicher, erfordert für die Eröffnung allerdings oft hohe Anlagesummen und ist mit höheren Gebühren verbunden.

Goldlagerung bei Edelmetallhändlern

Neben Banken bieten auch Privatunternehmen die Goldverwahrung in Schließfächern an, wie etwa Pro Aurum, Degussa Goldhandel oder Goldkontor. Für ein kleines Schließfach mit einer Versicherungssumme von 30.000 Euro sind Kosten zwischen 200 und 300 Euro pro Jahr zu veranschlagen.

Günstiger als die Lagerung bei einem deutschen Goldhändler ist die britische Goldhandelsplattform Bullion Vault, die Gold in Hochsicherheitstresoren in London und Zürich lagert. Die Verwahrung kostet 0,12 Prozent des Goldwerts, mindestens aber 48 US-Dollar pro Jahr.

Wichtig zu wissen: Die physische Lieferung ist bei allen Händlern oder Handelsplattformen mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Goldlagerung im Zollfreilager

Mit Ausnahme von Gold kommt kommt bei Edelmetallen beim Kauf normalerweise die Mehrwertsteuer hinzu. Nicht so beim Zollfreilager. Ähnlich wie bei Metallkonten bieten auch Zollfreilager den Vorteil, dass bei Silber, Platin oder Palladium Erwerb, Lagerung und Verkauf innerhalb des Zollfreilagers mehrwertsteuerfrei möglich ist. Und für Besitzer von mehrwertsteuerfrei gehandeltem Gold sind Zollfreilager hinsichtlich der Länderdiversifikation durchaus auch interessant. Neben den Zollfreilagern in Ländern wie der Schweiz und Luxemburg kommen dafür außerhalb Europas auch Hong Kong und Singapur als geeignete Standorte in Frage.

Die Einlagerung in einem Zollfreilager kann über einige Edelmetallhändler wie Pro Aurum, Geiger Edelmetalle und Argentum oder über darauf spezialisierte Unternehmen wie die Elementum Deutschland GmbH durchgeführt werden. Bei der Lagerung ist die Sammelverwahrung üblich, die teurere Einzelverwahrung aber teilweise ebenfalls möglich. Der Goldhändler Pro Aurum berechnet beispielsweise für die Lagerung von Gold in Sammelverwahrung bis 100.000 Euro 0,75 Prozent des Goldwerts. Die Lagerung in Einzelverwahrung ist erst ab 100.000 Euro möglich und kostet bis zu einem Goldwert von 1 Million Euro 1,25 Prozent im Jahr.

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Kommentare [5]
  • von Huber Dipl. Betriebswirt | 27.10.2019, 20:28 Antworten

    Da ich bereits den vorherigen Ratgeber schwer bemängeln musste, muss ich auch diesen wieder in Teilen bemängeln.
    Da ich in der Versicherungsbranche tätig bin für vermögende Privat und Firmenkunden, muss ich folgendes bei Lagerung zuhause korrigieren.
    1. es versichert nicht die Haftpflichtversicherung sondern die Hausratversicherung.
    2. die meisten Hausratversicherungen versichern 20.000€ bis 30.000€ an Gold, Schmuck.. Bargeld liegt meist bei max 1500€ bis 3500€ ohne Tresor !! Einige wenige gar nichts dergleichen, von diesen Versicherern ist abzuraten !
    3. es gibt Hausratversicherungen die auch OHNE Tresor abhängig von der Gesamtversicherungssumme (mind.100.000€ Hausratversicherungssumme) bis 50.000€ Gold Silber... versichern, dies sind aber nur einige wenige Versicherer.
    4. zu den Prüfnormen bei Tresoren ist zu sagen, die Versicherer bevorzugen immer die VDS Richtlinie diese ist auch vom Prüfaufwand als höherwertiger anzusehen als die Europäische Zertifizierung manche erkennen auch nur die VDS Richtlinie an oder erkennen für die Europäische Richtlinie nur geringere Versicherungssummen an. Der Tresorkäufer sollte daher immer die VDS Klasse bevorzugen.
    5. Ein Tresor ist versicherungstechnisch erst ab VDS Klasse 1 und 200 kg Mindestgewicht für die Versicherung relevant, die Beste Lösung bietet ein Tresor mit VDS Klasse 3 und Mindestgewicht 300 kg. Diese sind ab 1300€ aufwärts je nach Hersteller zu haben. Versicherungsabhängig ist ab dieser Spezifikation keine Verankerung mehr notwendig, empfehlenwert ist diese dennoch. Darauf ist daher zu achten denn in Mietwohnungen können Sie nicht einfach Löcher durch den Estrich in Betondecken zur Verankerung bohren. Oder die Bausubstanz ist unzureichend für eine fachgerechte versicherungstechnisch anerkannte Verankerung. Diese ist schwer zu erfüllen im Regelfall zählt nur Verankerung in Stahlbeton.
    6. Bei schwereren Tresoren ist zu bedenken ob die Tragfähigkeit der Bausubstanz und der Weg dorthin ausreichend tragfähig ist (Treppen, Decken..).
    7. Mit einer normalen Sackkarre werden Sie keinen Tresor um die 200kg mit Inhalt so leicht transportieren mit Sicherheit nicht über eine Treppe, und einen 300kg Tresor ohne elektrischen Antrieb und Treppensteiger schon gar nicht. Zumindest ist dies sehr auffallend wegen des benötigten Spezialequipments und auch zeitaufwändig. Ausserdem benötigen Sie im Regelfall bei einem 300kg + Tresor einen LKW mit Hebebühne zum Abtransport.
    8. Die Tabelle mit den Höchstversicherungssummen oben bezieht sich bereits auf Tresore mit Alarmanlage ansonsten sind die oben genannten Summen im Regelfall 50% davon. VDS Klasse 3 ist mit Alarmanlage bei max. 200.000€ ansonsten nur 100.000€.
    9. Ab Werten von 100.000€ Versicherungswert wird es kritisch es wird ein Tresor mit VDS Klasse 3 verlangt und eine VDS Klasse 1 Alarmanlage mit Aufschaltung zum Sicherheitsdienst. Es gibt auch Abweichungen davon diese sind dann individuell oder/und auch sehr teuer.
    Man sollte aber immer bedenken, eine Aufbewahrung von derart wertvollen beweglichen Vermögensgegenständen birgt immer das Risiko eines u.U. bewaffneten Überfalls je höher diese Summen sind, und damit eine Gefahr für das eigene Leben. Der beste Tresor nützt nichts wenn Sie gezwungen werden diesen zu öffnen, daher ist die Versicherung der Vermögenswerte immer notwendig, und Sie sollten für sich immer überlegen was und wie viel Sie zuhause aufbewahren möchten und welches Risiko Sie damit eingehen und ob Sie diese Risiko tragen möchten.
    MfG Huber

    • von Tom | 01.11.2019, 16:28 Antworten

      Klasse! Das bestätigt doch was ich mir gedacht habe. Tresore für 5.000/20.000/ ggf. auch 40.000 EUR "Versicherungssumme" sind im Grunde -aus versicherungstechnischer Sicht- reine Spielerei und unnötig. Wer solche Summen an Edelmetall zu Hause hat, der kann dies auch in einer Schublade lagern. Es ist versichert! SCHADEN tun solche kleinen Tresore aber nicht. Man hat einen klar zugeordneten Platz und hat sein "Zeug" nicht irgendwo verteilt im Haus rumliegen. Das könnte aber auch ein (günstiger) Blechschrank sein.

      Können Sie noch ein Detail beantworten? Ab welcher Summe Edelmetall zu Hause MUSS man der Versicherung bzw. SOLLTE man der Versicherung Bescheid geben? Bei z.B. 5.000 EUR ist es ja wohl ohne Meldung in der normalen Summe abgedeckt. Aber wann nicht mehr? Oder, reichts ggf. einfach um eine Erhöhung der Hausratsversicherungssumme zu bitten - ohne Begründung (da die 20k/30k/50k als Standard OHNE Tresor versichert sind)

      Zu 9. Überfall: Man sollte einen kleinen Tresor mit etwas Bargeld, Edelmetallen, Schmuck und wichtigen Dokumenten füllen. Den kann man dann unter Druck bekannt geben und öffnen. Es muss natürlich "passen" zum Lebensstil - also die Dokumente sollten wirklich die echten, wichtigen sein. Nur nicht das richtige Testament, wo drin steht "die 20 Goldmünzen liegen zu Hause im Tresor und vererbe ich an...".

      Zu Verstecken: JEDES Versteck ist sowiso versichert bis 20k/30k Eur. Jedes Versteck ist Profi-Einbrechern bekannt. .... m.M. ist einzig das aufbohren, verstecken und zu betonieren in Wänden wirklich sicher + Spachteln/ tapezieren, damit man nichts mehr erkennen kann. Jede Goldunze einzeln, jede Silber-Tube einzeln. Dann aber -im Bankschließfach- eine Beschreibung hinterlassen!







      • von Huber Dipl. Betriebswirt | 03.11.2019, 20:55 Antworten

        Es gibt nur wenige/ein paar Versicherungen die über 20.000 € doch einige bis 30.000 € ohne Tresor versichern, 50.000€ da muste ich als Versicherungsmakler schon suchen nach einer passenden Versicherung, da diese Kunden immer mehr werden. Über 50.000€ geht ohne passendem Tresor ohnehin nichts mehr.
        Bis 20.000€ oder 30.000€muss man es nicht unbedingt bekannt geben, es muss nur die Hauptversicherungssumme passen, da viele Versicherungen dies als Maximalsumme haben oder prozentual anteilig. bedeuted z.B. man braucht 100.000€ Versicherungssumme da 20% der Wertsachenanteil sind, dann sind es 20.000€ analog bei 50.000€ Hauptversicherungssumme sind nur 10.000€ (20%) Wertsachen versichert. Dies ist abhängig von der jeweiligen Versicherung. Manche haben noch geringere Summen wenn es sich um Goldmünzen oder Barren etc handelt hier ist genau zu prüfen oder wollen das gar nicht. Die versichern nur die Rolex :-)
        Von Einmauern oder ähnlichem etc würde ich absehen, es gibt Metalldetektoren die nicht nur Metalle feststellen sondern diese auch spezifizieren können d.h. es wird angezeigt ob das Gold Silber in der Wand ist. Daher würde ich auch vom Vergraben absehen wenn das Grundstück nicht einsehbar ist oder es nicht auffällt ob da jemand buddelt. Fazit: Daher passend versichert und/oder Tresor.

  • von Tom | 22.10.2019, 19:17 Antworten

    Ich finde die Informationen sehr verwirrend....(allgemein, nicht nur die hier im Artikel).

    1. Die Hausratversicherung deckt so idR 20% der Versicherungssumme für Wertgegenstände -wie zb.Münzen- außerhalb eines Wertschutzschranks.

    2. Es gibt Tresore mit bis zu EUR 5.000 / 20.000 Versicherungssumme.

    Wenn man also EUR 100.000 Hausratversicherung hat....was soll der Tresor für die 5k/20k Klasse? Versichert wären doch die Wertgegenstände/ Münzen auch bei Lagerung in der Kommode?

    ...ok, hab ich 100k in Münzen zu Hause, dann wären die nicht versichert im worst case. Bei dann 200k Hausratversicherung bräuchte ich einen entsprechenden Tresor Klasse 2 oder 1 und Rest in der Kommode. Oder eben mehrere mit S2.

  • von Dr. Dr. von Stein | 10.05.2019, 11:46 Antworten

    Das Bankschließfach als Sicherung meiner Edelmetalle würde ich ausschließen. Es ist noch gar nicht solange her, das wir im TV miterleben durften, das griechische Banken von einem auf den anderen Tag plötzlich ihre Filialen nicht mehr öffneten und auf ihre Geldautomaten verwiesen. Das wäre aber für mich genau der Moment wo ich gern Zugriff auf mein Bankschließfach bzw. Gold hätte.

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