Bitcoin in Euro
1 Bitcoin (BTC) =
9.039,70 EUR
-1,06 %-97,20 EUR
Wechselkurs
EUR / USD
1,1745
Stand: Uhr
01.10.2020
Bitcoin in Dollar
1 Bitcoin (BTC) =
10.616,91 USD
-0,88 %-93,95 USD
Durchschnittlicher Bitcoin Kurs am 01.10.2020
Performance 2020
Bitcoin in EUR+39,08 %
Bitcoin in USD+50,92 %
Marktkapitalisierung
In Euro:196.465.499.001,50
In Dollar:167.279.285.764,00 $

Bitcoin Preis Rechner

Bitcoin (BTC)
1 BTC = 9.039,70 Euro
1 BTC = 10.616,91 Dollar
1 BTC = 173.27 g Gold
1 BTC = 13907.23 g Silber

Bitcoinkurs Charts

Bitcoin Kurs Entwicklung 2020

ZeitpunktEuroDollar
Vortag (30.09.2020):9.136,90 EUR10.710,86 USD
Aktuell (01.10.2020):9.039,70 EUR10.616,91 USD
Veränderung: -1,06 % -0,88 %
Tageshoch (30.09.2020):9.310,68 EUR10.909,10 USD
Tagestief (30.09.2020):8.925,32 EUR10.467,85 USD
52-Wochen Hoch:10.495,86 EUR12.451,39 USD
52-Wochen Tief:3.700,19 EUR4.071,22 USD

Top 10 Kryptowährungen

WährungKurs EuroKurs Dollar
Bitcoin (BTC)9.039,70 EUR10.616,91 USD
Ethereum (ETH)299,95 EUR352,28 USD
Tether (USDT)0,85 EUR1,00 USD
Ripple (XRP)0,20 EUR0,24 USD
The Transfer Token (TTT)3,12 EUR3,68 USD
Bitcoin Cash (BCH)191,62 EUR225,05 USD
Binance Coin (BNB)23,25 EUR27,31 USD
Polkadot (DOT)3,67 EUR4,31 USD
Chainlink (LINK)8,17 EUR9,60 USD
Bitcoin SV (BSV)144,24 EUR169,41 USD

Kryptowährungen Marktkapitalisierung

WährungMarktkapitalisierung EURMarktkapitalisierung USD
Bitcoin (BTC)167.279.285.764,00 EUR196.465.499.001,50 USD
Ethereum (ETH)33.825.743.579,00 EUR39.727.522.514,18 USD
Tether (USDT)13.210.189.556,00 EUR15.515.050.002,58 USD
Ripple (XRP)9.144.060.448,00 EUR10.739.479.132,82 USD
The Transfer Token (TTT)6.124.293.643,00 EUR7.233.034.265,83 USD
Bitcoin Cash (BCH)3.554.192.693,00 EUR4.174.313.859,53 USD
Binance Coin (BNB)3.441.425.754,00 EUR4.041.871.801,09 USD
Polkadot (DOT)3.382.217.121,00 EUR3.972.332.685,27 USD
Chainlink (LINK)3.171.642.221,00 EUR3.725.017.528,36 USD
Bitcoin SV (BSV)2.671.849.628,00 EUR3.138.023.145,09 USD

Info & Ratgeber: Bitcoin

Das Wichtigste in Kürze
  • Der Bitcoin (Kürzel BTC) ist die führende Kryptowährung mit der höchsten Akzeptanz
  • Kryptowährungen sind digitales Geld basierend auf Kryptographie und Blockchain
  • Bitcoins werden dezentral verwaltet und in Rechenprozessen geschürft (="Mining")
  • Anzahl der Bitcoins auf 21 Millionen begrenzt
  • Bitcoinkurs sehr volatil. Als Geldanlage nur für riskobereite Investoren geeignet

Bitcoin einfach erklärt

Was ist Bitcoin?

Bitcoin ist eine virtuelle Währung im Internet. Der Name kommt von “Bit” (= elektronische Speichereinheit bei Computern) und “Coin” (=englisch für Münze). Sinngemäß übersetzt also digitale Münze. Man kann dieses Geld nicht anfassen.

Jeder Teilnehmer hat eine Wallet (=digitale Geldbörse), wo ein privater Schlüssel (Key) hinterlegt ist. Ein Bitcointransfer ist nur möglich mit diesem Privat Key.

Um Sicherheit zu gewährleisten, werden Prinzipien der Kryptographie angewandt, also der Verschlüsselungstechnik. Daher der Name Kryptowährung. Weitere gebräuchliche Bezeichnungen sind digitales Geld, Cybergeld oder Digitalwährung.

Bitcoin ist die erste digitale Währung. Inzwischen gibt es Hunderte weiterer Kryptowährungen. Bitcoin hat sich aber als Platzhirsch etabliert. Es vereint die größte Akzeptanz, die höchste Marktkapitalisierung, und ist deshalb die Nummer eins unter allen Kryptowährungen weltweit.

Wie entstehen Bitcoins?

Bitcoins werden nicht gedruckt oder geprägt. Sie werden berechnet. Man nennt dies auch Bitcoin schöpfen, Bitcoin schürfen oder englisch Bitcoin Mining. Die Bitcoin Menge ist dabei systembedingt auf 21 Millionen begrenzt. Ist diese Menge erreicht, werden keine neuen Bitcoins mehr geschürft.

Bitcoin Mining

Bitcoin sammelt alle Transaktionen in einer Datenbank, der Blockchain. Die Dokumentation dieser Transaktionen erfordert erhebliche Rechenleistung. Diejenigen, die diese Berechnungen durchführen, werden daher auch Miner genannt. Als Gegenleistung erhalten sie Bitcoins.

Bitcoin Geschichte

Warum wurde Bitcoin erfunden?

Hinter Bitcoin steht die Idee einerwertstabilen Währung, die nicht manipulierbar ist und von keiner Zentralinstanz kontrolliert wird. Notenbanken, Staaten oder sonstige Institutionen bleiben also außen vor. Stattdessen sollen Nutzer ihre Geschäfte direkt miteinander durchführen können, schnell, grenzübergreifend, ohne Gebühren und ohne Mittelsmänner. Auslöser für den Wunsch nach einem besseren Geld waren unter anderem auch die schlechten Erfahrungen der Finanzkrise 2007/2008.

Wer hat Bitcoin erfunden – und wann?

Die Anfänge reichen bis ins Jahr 2008. Dort wurde in einem Papier (“Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System”) die wesentliche Idee beschrieben. Die Verfasser verbargen sich hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto. Diese Anonymität ist bis heute nicht gelüftet. Man weiß also noch immer nicht, wer den Bitcoin Code erschaffen hat.

2010 wurden die ersten Wechselkurse noch in Bitcoin-Foren ausgehandelt. Hierzu gibt es eine nette Anekdote: Laszlo Hanyecz, Bitcoin Fan der ersten Stunde, bot in einem Forum demjenigen 10.000 Bitcoin an, der ihm zwei Pizzen bringt. Am 22.05.2010 wurde tatsächlich geliefert. Der Pizza Deal gilt deshalb als ein Meilenstein der Bitcoin Geschichte, weil zum ersten Mal eine Dienstleistung in Bitcoin bezahlt wurde. Noch heute gilt daher vielen Bitcoin Fans der 22. Mai als Bitcoin Pizza Day. Übrigens: 10.000 Bitcoin waren damals ungefähr 30 Euro. Inzwischen, Stand September 2020, wären dies über 91 Millionen Euro.

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Blockchain & Funktionsweise

Wie funktioniert Bitcoin?

Mit Bitcoin sind Zahlungen direkt 1:1 möglich, also ohne Banken und ohne Grenzen. Stattdessen gibt es die Blockchain. Diese Bitcoin Software (=Client Software) hält alle Transaktionen fest.

Jeder Bitcoin Teilnehmer verfügt über eine kleine Kopie dieser Software, entweder direkt, oder, wenn ein Account bei einer der großen Bitcoin Plattformen errichtet wurde (was meist der Fall ist), indirekt. Erfolgt ein Geldtransfer von A nach B, dann wird eine Nachricht an alle Clients im Netz gesendet, dass die Transaktion stattgefunden hat.

Die Blockchain Technologie

Die Blockchain ist eine digitale Technologie, bei der Nutzer eine gemeinsame Datenbankstruktur (digitales Register) dezentral errichten und verwalten. Die Blockchain ist sozusagen ein dezentral organisiertes digitales Kassenbuch (=peer-to-peer Netzwerk).

Jede Transaktion zwischen den Nutzern wird transparent in diesem Computernetzwerk abgespeichert. Die Speicherung der Transaktionen erfolgt als blockweise Aneinanderreihung inklusive Zeitstempel. Die Funktionsweise ist also: digital, dezentral, transparent, unveränderlich. Dabei ist die Unveränderlichbarkeit ein wichtiges Sicherheitsmerkmal.

Die Blockchain-Technologie gilt auch deshalb als zukunftsträchtig, da sie sich als eine Art dezentralisierte Transaktionshistorie nicht nur für Geld- oder Bezahlsysteme eignet. Grundsätzlich sind mit der Blockchain Technik alle Formen intelligenter Vertragssysteme denkbar.

Wieso die Begrenzung auf 21 Millionen?

Dahinter steht der Gedanke, dass man auf diese Weise einer Geldentwertung vorbeugt. Es gibt ökonomische Theorien die besagen, dass Geld an Wert verliert, wenn es beliebig nachgedruckt wird. Mit Stand Ende März 2020 waren etwa 18,13 Millionen Bitcoins geschöpft. Dies entspricht grob 86,3 % der maximalen Bitcoinmenge. Es können also nur noch etwa 2,87 Millionen Bitcoin in den nächsten Jahren geschöpft werden.

Experten rechnen damit, dass dieser Wert um das Jahr 2030 erreicht sein wird.

In Bitcoin investieren

Bitcoin als Geldanlage sinnvoll?

Insbesondere im Jahr 2017 hat ein Bitcoin Investment unglaubliche Renditen gebracht. In diesem Jahr wurden viele Bitcoin Millionäre gemacht. Aufgrund dessen und wegen der Phantasie, die in der Idee steckt, betrachten daher viele Bitcoin mehr als Geldanlage und Spekulationsobjekt und weniger als Zahlungsmittel.

Bitcoin ist aber extrem volatil und riskant. Denn 2018 hat Bitcoin fast genauso stark verloren. Auch in 2019 und 2020 waren die Kurssauschläge sehr heftig, nach oben wie nach unten. Wer auf Vermögensabsicherung bedacht ist, sollte sich anders orientieren.

In der Summe muss man festhalten: Die Geschichte von Bitcoin ist zu jung, als dass tragfähige Aussagen für die Zukunft gemacht werden können.

Wo kann man Bitcoin kaufen?

Wer Bitcoin kaufen möchte, kann dies über diverse online Plattformen tun. Dort hat man auch die Möglichkeit, in bestimmten Währungen Bitcoins zu erwerben wie etwa in Dollar. Die in Deutschland bekannteste Plattform ist www.bitcoin.de. Wer will, kann auf diesen Plattformen natürlich auch Bitcoin verkaufen.

Der Vorteil der Plattformen ist zudem, dass man sich weder um die Blockchain noch um das “Wallet” (= digitaler Geldbeutel) selber kümmern muss. Dafür erheben die Plattformen kleine Gebühren.

Was kosten Bitcoins?

Was einBitcoin wert ist, entscheidet der Bitcoin Kurs zum Zeitpunkt des Kaufes. Zu Beginn des Jahres 2017 lag der Preis pro Bitcoin noch unter 1.000 Dollar. Kaum ein Jahr später kratzte der Bitcoin Wechselkurs knapp an der Grenze zu 20.000 Dollar. Um genau zu sein: Das bisherige Allzeithoch (All Time High, ATH) betrug 19.806 USD, erreicht am 17.12.2017. Genau an diesem Tag markierte der Bitcoin Kurs auch sein Allzeit Hoch in Euro mit 16.417 EUR.

Ist Bitcoin besser als Gold?

Wie sich Bitcoin im Vergleich zu Gold schlägt, haben wir ausführlich in diesem Artikel behandelt:

Geldanlage Vergleich: Was ist besser - Gold oder Bitcoin?

Haben wir eine Bitcoin Blase?

Angesichts einer phasenweise unrealistisch hoch scheinenden Bitcoin Rendite wird diese Frage immer wieder mal diskutiert. Experten sprechen dann von einer Blase, wenn eine Marktsituation vorliegt wo der Preis einer Ware weit über deren innerem Wert liegt. Der Markt ist überhitzt, es ist zu viel Spekulation im Spiel. Wesentliches Merkmal der Spekulationsblase ist, dass sie irgendwann platzt.

Ein historisches Beispiel ist Holland, wo 1637 die Tulpenblase als Resultat einer irrationalen Tulpenspekulation platzte. Aus der jüngeren Geschichte kennen wir die Dotcom Blase (2000) oder die US Immobilienblase (2007).

Ist bei Bitcoin ein Totalverlust möglich?

Diese Frage kann nur mit Gegenfragen beantwortet werden. Wer garantiert, dass eine Verschlüsselung, die heute als sicher gilt, auch morgen noch sicher ist? Wer garantiert, dass das Internet nicht doch einmal komplett ausfällt? Wer garantiert, dass das, was von Menschen programmiert ist, nicht eines Tages durch Menschen auch manipuliert wird? Der Fachbegriff Single Point of Failure bezeichnet eine Schwachstelle innerhalb eines Systems, deren Ausfall einen Totalverlust des Gesamtsystems nach sich ziehen würde.

GOLD.DE Tipp für Investoren: Nur so viel Geld in Bitcoin anlegen, wie man im Extremfall entbehren kann. Man sollte einen möglichen Totalverlust nicht ausschließen.

Wie kann man in Bitcoin Aktien oder Fonds investieren?

Zunächst kann man Beteiligungen an Unternehmen kaufen, die direkt mit Bitcoin zu tun haben, wie etwa die Bitcoin Group, ein deutsches Unternehmen aus Herford. Man ist hier direkt in Bitcoin Aktien investiert in Form von Gesellschaftsanteilen am Unternehmen.

Eine weitere Möglichkeit sind Beteiligungen an Unternehmen, die indirekt mit Bitcoin zu tun haben. So sind etwa die Grafikkarten des Herstellers Nvidia beim Bitcoin Mining beliebt. Sie haben vom Bitcoin Boom bereits profitiert, und man kann davon ausgehen, dass sie auch in nächster Zukunft weiter profitieren werden.

Für spekulative Anleger gibt es auch Bitcoin CFDs (= Contracts for Difference, also Differenzkontrakte).

Vontobel bietet ein Bitcoin Partizipationszertifikat an. Es ist ein Derivat (WKN: VN5MJG, ISIN DE000VN5MJG9), was die Performance des Bitcoin nachbildet. Das Bezugsverhältnis ist 1:10. Man kann also in ein Zehntel eines Bitcoin investieren. Dies dürfte für diejenigen interessant sein, die mit einem kleinen Betrag einsteigen wollen, und nicht gleich in einen ganzen Bitcoin investieren wollen. Der Preis für ein ganzes Bitcoin liegt immerhin, Stand September 2020, bei rund 9.000 EUR.

Sind Bitcoin Abspaltungen eine Art Dividende?

Im Jahr 2017 gab es innerhalb der Bitcoin Familie schon zwei Abspaltungen. Mit Bitcoin Cashentstand Anfang August eine zweite Bitcoin Kryptowährung. Ende Oktober kam dann mit Bitcoin Gold die dritte digitale Bitcoin Währung.

Ohne jetzt näher auf die Gründe und möglichen Auswirkungen näher einzugehen:
Was bedeuten Bitcoin Abspaltungen für Anleger?

Eine Abspaltung bedeutet, dass ein neues System zu einem bestimmten Zeitpunkt auf einer eigenen Blockchain weitergeführt wird, und zwar unumkehrbar. Der Fachbegriff hierfür lautet “Fork” (englisch: “Gabel”). Wie bei einer Gabel, so gibt es zwar einen gemeinsamen Ursprung (den Gabelstiel), der sich dann aber aufspaltet (in Zinken).

Dabei bekommt man zum Zeitpunkt der Abspaltung die gleiche Menge der neuen Bitcoin Währung 1:1 hinzu. Wer also vor dem Bitcoin Gold Fork zwei Bitcoin besaß, der hat nach der Abspaltung immer noch zwei Bitcoin, aber neu dazu zwei Bitcoin Gold.

Dies bedeutet aber nicht automatisch auch den gleichen Wertzuwachs. Neue Kurse müssen sich ja erst finden, und da gilt das Gesetz von Angebot und Nachfrage, gewürzt mit einer ordentlichen Prise Spekulation.

Wenn man so will, kann man Abspaltungen aber durchaus als eine Art Dividende betrachten. Bei Aktien gibt es am Tag der Dividenden-Auszahlung einen Abschlag auf den Kurs, bezeichnet als “ex Dividende”.

Bitcoin und Steuern

Aktuell werden Spekulationsgewinne aus Bitcoinverkäufen derzeit noch steuerlich ähnlich behandelt wie bei Gold. Demnach sind Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften nach einer Mindesthaltedauer von einem Jahr steuerfrei. Zu beachten ist aber, dass das Thema noch jung ist. Es bleibt abzuwarten, wie die Finanzbehörden sich in Zukunft bei der steuerlichen Bewertung von Bitcoin verhalten werden. Es empfiehlt sich in jedem Fall, steuerliche Auswirkungen mit dem Steuerberater zu besprechen.

Bitcoin Markt

Wie kommt der Bitcoinkurs zustande?

Durch Angebot und Nachfrage. Dies erklärt allerdings nicht allein die gewaltigen Kursgewinne. Hier ist sehr viel Spekulation im Spiel. Man muss bedenken, dass Bitcoin als Währung keinen regulierenden Einflüssen von Institutionen wie etwa Zentralbanken unterliegt. Das Vertrauen der Nutzer ist somit zentraler Faktor bei der Preisfindung. Nachfolgend exemplarisch einige Fragen, welche die Spekulationen befeuern:

  • Wird sich Bitcoin als digitale Währung durchsetzen?
  • Wenn nein, welche andere Kryptowährung?
  • Wie werden sich (Noten-) Banken und Staaten in Zukunft zu Bitcoin verhalten?
  • Kommen Verbote und Regelungen?
  • Wie sicher, wie zukunftsfähig ist die Blockchain Technologie?
Bitcoin Kurs in Euro von 2013 bis 2020Historischer Bitcoin Chart: Entwicklung 2013 - 2020
Bitcoinkurs 1 jahrChart: Bitcoinpreis in Euro

Können Bitcoins auf 100 000 Dollar steigen?

Es gibt nicht wenige Experten, die einen Bitcoin Kursanstieg prognostizieren, der aus heutiger Sicht utopisch erscheint. “Der Wert eines Bitcoins wird - mit längeren Durststrecken und Seitwärtsbewegungen - langfristig weiter steigen und im Jahr 2030 gut 500.000 Dollar erreichen” - zu diesem Kursziel hat sich Oliver Flaskämper, Betreiber von Deutschlands bekanntester Bitcoin Börse bitcoin.de, uns gegenüber im Sommer 2017 geäußert.

Bitcoin in der Praxis

Mit Bitcoin bezahlen

Dafür gibt es das Wallet, die digitale Brieftasche. Voraussetzung ist also ein online Zugang. Da man oft auch unterwegs ist, wenn man etwas bezahlt, empfehlen sich spezielle mobile Wallets. Sie werden als App auf dem Smartphone installiert. So können per Handy Bitcoins empfangen und versendet werden.

Was genau ist ein Wallet?

Das Bitcoin Wallet ist eine digitale Geldbörse. Es ist mit einem Passwort geschützt und anonym. Über das Wallet wird digitales Geld verschickt und empfangen. Man hat damit also die Finanzen vom Bitcoin Konto im Griff und Überblick über sein Guthaben. Je nach Vorliebe kann man wählen zwischen einem Desktop Wallet, einem Online Wallet als webbasierter Dienst bei externen Bitcoin Plattformen, oder einem Mobile Wallet, das als App auf Tablet oder Smartphone installiert ist.

Es gibt auch Hardware Wallets, die so ähnlich aussehen wie ein USB Stick. Und es gibt Paper-Wallets für diejenigen, die ihre Bitcoins offline, zum Beispiel in einem Tresor verwahren wollen. Man spricht hierbei auch von einer Kalt Lagerung.

Wo werden Bitcoins akzeptiert?

Grundsätzlich werden Bitcoins überall dort akzeptiert, wo es auch angezeigt wird. Allerdings ist in Deutschland die Menge an Ladengeschäften, Restaurants, Tankstellen oder online Shops, die Bitcoin annehmen, noch sehr gering. Als Zahlungsmittel für den Alltag taugt Bitcoin hierzulande immer noch nicht.

Dazu kommt, dass ein Bezahlvorgang noch relativ lange dauert. Die Bezahlung mit Bargeld, EC- oder Kreditkarte ist da deutlich schneller.

In anderen Ländern ist Bitcoin schon viel populärer, wie etwa in den USA, wo es sogar schon Bitcoin Automaten gibt. Auch in Asien ist Bitcoin weit verbreitet. Japan hat als eines der ersten Länder Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt.

Wie Bitcoin sicher lagern?

Da Bitcoins virtuell sind, gibt es streng genommen nichts, was gelagert wird. Es gibt nur Eigentumsnachweise, die in der Wallet gespeichert werden. Wichtig sind vielmehr die Schlüssel, die jeder Bitcoin Nutzer hat. Diese sind nötig, um Transaktionen machen zu können.

Vor allem der Private Key ist wichtig. Der private Schlüssel muss sicher verwahrt werden und darf keinem Dritten zugänglich sein. Das bedeutet aber auch, dass der Nutzer für Sicherheit selber verantwortlich ist. Denn alles was online und digital gespeichert ist, lässt sich theoretisch auch ausspähen, wenn keine ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen getroffen sind.

Wer ganz sichergehen will, der verwahrt den privaten Schlüssel offline. Hierfür gibt es spezielle Paper-Wallets. Die sollte man allerdings auch nicht verlieren. Wenn ein Nutzer seinen auf einer Paper-Wallet ausgedruckten oder niedergeschriebenen Privat-Schlüssel verliert, kann er und auch niemand anderes mehr auf dieses Bitcoinkonto zugreifen. Die Bitcoins sind verloren.

Die Keys sind nach heutigem Wissen nicht zu knacken.

Kreditkarten mit Bitcoins

Eine Bitcoin Kreditkarte dient dazu, Bitcoins zu senden, zu empfangen und zu halten. Anbieter sind etwa Cryptopay oder BitPay. Es gibt auch Dienstleister, die bekannte Kreditkarten wie Visa oder Mastercard mit Bitcoins aufladen.

Ist Bitcoin anonym?

Experten bezeichnen Bitcoin lieber als pseudonym anstatt als anonym. Denn grundsätzlich ist Bitcoin transparent, da jede Transaktion in der Blockchain öffentlich dokumentiert wird. Es fehlen allerdings Klartext-Name und IP. Es ist also öffentlich, was wann und wohin transferiert wurde, aber nicht, wer Sender und Empfänger sind, wer sich also hinter den Schlüsseln verbirgt. So gesehen, ist Bitcoin erstmal schon anonym.

Spätestens aber, wenn in “normales” Geld wie den Euro zurückgetauscht wird, gibt es Spuren. Der Kauf von Euro oder Verkauf gegen Euro ist nicht anonym. Wer sich bei den bekannten Bitcoin-Börsen anmeldet (und das tun die meisten), der ist hierüber sehr wohl identifizierbar. Hier müssen im Ident-Verfahren Name und Bankkonto angegeben werden.

Mit Bitcoin Geld verdienen

Neben Bitcoin als Geldanlage gibt es noch die Möglichkeit, direkt mit dem Schürfen von Bitcoins Geld zu verdienen. Allerdings können das heute nur noch professionelle Unternehmen. Der technische Aufwand ist inzwischen sehr hoch. In den Anfangszeiten war das anders. Da konnte noch jeder mit einem schnellen PC Bitcoin selber schöpfen.

Sicherheit

Wie sicher ist Bitcoin?

Krypto heißt bekanntlich Verschlüsselung. Dies zeigt, dass von Anfang an auf Sicherheit viel Wert gelegt wurde. Dank Verschlüsselungund dezentralem Blockchain Konzept gelten Kryptowährungen als sicher.

Was sind Bitcoin Risiken?

Da die Blockchain nichts anderes darstellt als eine dezentral organisierte Datenbank, ist dies ein wichtiger Sicherheitsaspekt. Es müssten schon alle Server weltweit gleichzeitig ausfallen, um die Blockchain auszuschalten. Das System Bitcoin gilt nach derzeitigem Ermessen als sicher.

Cyberangriffe richteten sich in der Vergangenheit daher weniger gegen Bitcoin selbst, sondern auf Bitcoin Börsen und die Wallets der Nutzer. Diese Hacker Angriffe auf Tauschbörsen wirkten sich auch auf den Kurs der Krypto-Währung aus. So wurde im Sommer 2016 die Bitcoin-Börse Bitfinex aus Hongkong gehackt und 58 Millionen Dollar entwendet. Der Kurs brach um etwa 20 Prozent ein, erholte sich jedoch wieder. Dieser Vorfall ist einer der größten Diebstähle der Währung. Ein weiterer bekannter Fall ist die Bitcoinbörse Mt. Cox, die nach schweren Verlusten schließen musste. Hier kamen Bitcoins im Wert von 473 Millionen Dollar abhanden.

Auch gab es immer wieder Gerüchte über Manipulationen, die sich aber nicht auf das System Bitcoin selbst bezogen, sondern auf den Kurs. Zudem ist auch denkbar, dass innerhalb des 1:1 Zahlungsverkehrs in betrügerischer Absicht manipuliert wird, etwa durch Rechnungsfälschungen, oder in dem das Gegenüber einen Zahlungsempfang in Abrede stellt.

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von xx | 22.08.2020, 10:10 Antworten

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Handarbeit aus "Schwäbisch Sibirien"