Stand: 12.07.2017 von Dimitri Speck 9 Kommentare

In den vergangenen Ausgaben von Seasonal Insights hatte ich Ihnen mit den internationalen Aktienmärkten und mit Bitcoin zwei Anlagen vorgestellt, die sich bis in den Herbst hinein meist problematisch entwickeln.

Ich dachte mir, jetzt Sie wollen lieber von einem Wert hören, der saisonal in den kommenden Monaten steigt.

Natürlich gibt es solche Werte, und ich stelle Ihnen einen aktuell besonders aussichtsreichen vor: Gold

Vielleicht haben Sie bereits davon gehört, dass die Kurse von Gold typischerweise in der zweiten Jahreshälfte steigen.

Doch wann genau beginnen sie zu steigen, und wie lange?

Die Saisonalität von Gold unter der Lupe

Sehen Sie sich dazu den saisonalen Chart von Gold an im Unterschied zu üblichen Charts zeigt ein saisonaler Chart den mittleren Verlauf über viele Jahre in Abhängigkeit von der Jahreszeit.

Hierzu werden aus den Kursen von insgesamt 20 Jahren Mittelwerte gebildet. Auf der horizontalen Achse ist die Zeit im Jahr eingetragen, auf der vertikalen Achse weist der Chart die Kursinformation aus.

Goldpreis in US-Dollar je Feinunze, saisonaler Verlauf, ermittelt über 20 Jahre

Goldpreis in US-Dollar je Feinunze, saisonaler Verlauf

Gold steigt typischerweise ab Anfang Juli.
Quelle: Seasonax

Die saisonal gute Phase bei Gold habe ich Ihnen im Chart markiert. Sie beginnt am 6. Juli und endet am 24. Februar des Folgejahres.

Während der blau markierten positiven Phase gewann der Goldpreis im Mittel 8,62 Prozent, was aufs Jahr gerechnet 13,90 Prozent entspricht.

In der übrigen Jahreszeit verliert Gold im Mittel.

Die gute saisonale Phase für Gold beginnt also jetzt!

Denken Sie im Hochsommer an Weihnachten!

Auch wenn Sie bei den derzeit hohen Temperaturen vermutlich nicht an Weihnachten denken: Es sind die Festzeiten, die den Goldpreis ab jetzt saisonal steigen lassen.

Gold ist bekanntlich nicht nur ein Anlage- und Industriemetall. Geschätzt zwei Drittel der Goldjahresproduktion gehen in die Schmuckproduktion. Der Verbrauch von Gold für die Schmuckherstellung wirkt also erheblich auf den Preis.

Und es gibt zahlreiche internationale Feste, die bereits jetzt auf den Goldpreis wirken.

Dazu gehören Weihnachten, das chinesische Neujahrsfest und die Hochzeitsaison im Herbst in Indien. Bei diesen Festen wird oft Gold verschenkt.

Da die Schmuckhändler sich naturgemäß Monate vorher eindecken, beginnt der Preis von Gold bereits ab Anfang Juli saisonal zu steigen.

In 15 von 20 Fällen stieg der Goldpreis!

Die saisonale Phase zwischen dem 6. Juli und 24. Februar des Folgejahres verlief für den Goldpreis in 15 von 20 Fällen positiv.

In den 15 Gewinnjahren betrug der Gewinn in dieser Phase im Mittel 14,33 Prozent, in den 5 Verlustjahren der Verlust im Mittel 6,86 Prozent.

Das Balkendiagramm zeigt Ihnen für alle Jahre seit 1997 den Ertrag für den Goldpreis in der saisonal guten Phase. In Grün sehen Sie die Jahre, in denen es zu Gewinnen kam, in Rot die Jahre, in denen es zu Verlusten kam.

Gold in US-Dollar, Ertrag in Prozent zwischen 6.7. und 24.2., in einzelnen Jahren seit 1997

Chart für Gold in US-Dollar Ertrag in Prozent

Die Gewinner dominieren. Quelle: Seasonax

2007 war der Anstieg mit 43,56 Prozent besonders groß. Der größte Verlust trat im Jahre 2014 auf. Er war mit 9,10 Prozent deutlich kleiner.

Die anstehende saisonal positive Phase weist also nicht nur überdurchschnittlich viele und hohe Anstiege aus, sondern auch weniger und schwächere Rückgänge.

Und wie sieht es bei Silber aus?

Was Sie vielleicht nicht wissen: Obwohl der Preis von Silber stark zu dem von Gold korreliert, unterscheidet sich sein saisonaler Verlauf erheblich. Silber ist nämlich in viel stärkerem Maße ein Verbrauchsmetall.

Daher ist auch sein saisonaler Verlauf anders als der von Gold - und übrigens recht ähnlich zu dem von Platin und Palladium.

Wenn Sie den genauen saisonalen Verlauf der anderen Edelmetalle sehen wollen, gehen Sie auf www.seasonalcharts.com. Oder rufen Sie Seasonax in Ihrem Bloomberg Professional Terminal mit „APPS SEASON“ auf, oder über das App-Studio im Menu von Thomson Reuters.

Nutzen Sie die saisonalen Trends der Edelmetalle!

Dimitri Speck
seasonax GmbH
www.Seasonax.com

Das goldene Zeitalter hat soeben begonnen
Dimitri Speck (seasonax GmbH) - Dimitri Speck ist Analyst und Gründer von seasonax, einem Analyse- und Chart-Tool für Finanzprofis in Bloomberg und Thomson Reuters, und der Webseite SeasonalCharts.de, die sich mit der Saisonalität von Märkten (darunter auch Edelmetalle) beschäftigt. Er ist Fachmann für Mustererkennung und Entwicklung von Handelssystemen, Autor der Bücher "Insiderwissen: Gold" und "Geheime Goldpolitik" und publiziert Artikel in internationalen Handelsmagazinen.
Webseite des Autors:
seasonax.com
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Kommentare [9]
  • von Wolf Paul | 12.07.2017, 10:27 Antworten

    Jo, schöne Werbung, auch ein wenig Wahrheit dabei, aber eben nur wenig!
    Zu einfach, zu offensichtlich verkaufsfördernd, aber gute Geschäftspolitk.
    Nur, ist das hier wirklich ein Forum für Verkaufsgespräche, Werbung, Business?
    Eine neutrale, professionelle Berichterstattung wirkt mehr vertrauenserweckend!

    Schönen Tag noch, Dimitri...

  • von Goldhahn | 12.07.2017, 10:53 Antworten

    und wieder so ein schwachsinniger und irrationaler artikel auf dieser ach so seriösen plattform hier...

    hat nichts, aber auch gar nichts mit der aktuellen realität zu tun, noch mit irgendwelchem möglichen zukünftigen kursverhalten des goldenen edelmetalls...

    oder ist der author dieses artikel etwa staatlich geprüfter hellseher?!?

    unglaublich...aber wie mein vorredner schon andeutet...
    NICHTS ausser ner billigen verkaufs-werbung!

    spricht leider um so mehr für die mindere qualität der meisten artikel hier...und um die wahre wirtschaftliche situation der meisten hier aufgeführten goldhändler?!?

  • von Katze | 12.07.2017, 11:55 Antworten

    Gold zahlt man mit Währungen..... Und die meisten Währungen sind nix Wert, vor allem unsere.
    Das heißt, Gold Ist zu teuer........ Und deshalb spielt Sasionalität überhaupt keine Rolle..... Für uns immer zu teuer!!! Dazu kommen noch die mauscheleien der Herren hinzu und wenn wir uns organisieren, sind wir Radikale........ Was nun oder tun Dimitri........ achso stimmt, ganz vergessen: Kaufen!!!!!!!

  • von GoldenJoe | 12.07.2017, 18:32 Antworten

    Ich versteh die Aufregung vieler Kommentare hier gar nicht. Wenn euch die Seite oder die Artikel hier nicht zusagen, dann lest sie nicht.
    Ich persönlich finde das recht interessant. Auch wenn ich mein Kauf/Verkauf - verhalten nicht nach den Artikeln richten würde ist es denn noch interessant zu lesen.

    • von Wolf Paul | 14.07.2017, 18:49 Antworten

      Jo, interessant ist so einiges, natürlich auch der Bericht von Dimiktri, das will niemend bestreiten - die Frage ist, darf ein Goldhändler hier kostenlos Werbung machen und seine Geschäftspolitik aus Eigennutz zum Besten geben? Alles, was von den übrigen Kommentatoren erwartet wird, ist eine neutrale, professionelle Analyse von Experten ohne "Lagerdruck", also nicht von Händlern, die verkaufen müssen!
      Ich halte Dimitri für eine solche Berichterstattung für befangen, und das weckt naturgemäß Zweifel, meinen Sie nicht auch?

  • von SamuT | 13.07.2017, 00:02 Antworten

    ich selbst nutze bei aktien schon seit langem ähnliche ansätze und der spruch sell in may and go away sollte den meisten ja bekannt sein. der saisionalle ansatz klingt daher doch auch für gold nachvollzieher. muster gibt es in allen märkten und ausnahmen bestätigen natürlich die regel. finde die obere grafik jedenfalls interessant und generell seine verkäufe auf den dezember zu legen, passt ja irgendwie gut um damit die weihnachtsgeschenke für die liebsten zu finanzieren :)

  • von Rudolf | 13.07.2017, 14:31 Antworten

    Saisonale Schwankungen des Goldpreises sind für den privaten Goldanleger weniger bedeutsam. Sicherlich gibt es andere Gesichtspunkte deren Analyse und Bewertung bedeutsamer wären.

  • von Mr. Silver | 14.07.2017, 08:56 Antworten

    Man sollte auf die letzten 5 Jahre sehen. Da war der Goldpreis im 4 Quartal immer am billigsten. Doch auf lange Sicht läuft Gold weiter abwärts. Seit 2011 hat sich der Trend gedreht und erst wenn das Gold über 1526 Dollar steigt ist der Abwärtstrend beendet. Jetzt wird erstmal die 1167 erreicht und dann geht der Preis an die obere Trendlinie des langen Dreiecks, die dann ungefähr bei 1255 verläuft. Dort werden die Karten neu gemischt.

  • von Hein | 24.07.2017, 06:59 Antworten

    Durch die ständige Beobachtung der Goldpreise und das Lesen der Beiträge hier wird eines immer wieder klar. Die Autoren versuchen immer die Leser zu beeinflussen. Manche Aussagen empfinde ich als am Rande der Legalität. So konnte man in der letzten Zeit einen Rückgang des Preises sehen aber die Autoren sprachen lange von Renditechancen. Jetzt wo der Goldpreis recht niedrig - im Vergleich zu den Vormonaten - ist, da werden Kaufempfehlungen ausgesprochen - welche ich im Prinzip auch richtig finde - aber wissen wir wo die Reise noch hingeht?

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