Stand: 06.02.2019  43 Kommentare

Die bekannten Bestsellerautoren Marc Friedrich und Matthias Weik haben jüngst ihren „Ausblick 2019“ vorgestellt. Wie erwartet, gewohnt kritisch und mit knackigen Thesen. Wir haben sie dazu befragt.

Friedrich & Weik: Ausblick 2019 Marc Friedrich (r.) & Matthias Weik (l.) : Bestsellerautoren, Vortragsredner, Sachwertexperten

Marc Friedrich (nachfolgend: MF) und Matthias Weik (nachfolgend MW) gehören zu den profiliertesten Köpfen im Wirtschafts- und Finanzbereich. Ihre Publikationen landen regelmäßig in den Bestseller-Listen, außerdem sind sie viel gebuchte Vortragsredner sowie gefragte Experten bei Funk und Fernsehen. Zudem sind die beiden auch bekannt als Honorarberater der „Friedrich & Weik Vermögenssicherung“ und Initiatoren des „Friedrich & Weik Wertefonds“.

Starten wir mit einer ganz persönlichen Frage zu ihrem „Ausblick 2019“: Freuen Sie sich auf 2019, oder überwiegt die Sorge?

MF: Ich bin grundlegend ein positiver Mensch und freue mich auf ein gesundes, neues Jahr und hoffe, dass die Welt sich zu einem besseren hin entwickelt. Nichtsdestotrotz darf man die Gefahren und Risiken nicht außer Acht lassen, die sich doch anhäufen. Wir möchten mit unserem Ausblick genau darauf hinweisen und die Leser und Kunden sensibilisieren. Erschreckend ist ja, wie viele unserer Prognosen in der Vergangenheit eingetroffen sind.

MW: Auch ich freue ich mich auf 2019. Es wird ein spannendes Jahr voller Herausforderungen. Ich bin Realist und mache mir keine unberechtigten Sorgen.

Gleich eingangs stellen Sie fest: „Egal ob Deutschland, Europa, Asien, USA, Afrika, Brexit oder die Europäische Zentralbank (EZB) – die Welt spielt verrückt. Nach wie vor plündern internationale Konzerne Länder, ja ganze Kontinente aus, zahlen kaum Steuern, während die Mittelschicht immer rücksichtsloser zur Kasse gebeten wird. Global wird gezündelt, Geld gedruckt und die politischen Eliten geben ein Bild ab, welches oftmals an Peinlichkeit, Weltfremdheit und Inkompetenz nicht mehr zu überbieten ist.“

Angesichts dieser skizzierten Untergangsstimmung die Gegenfrage: Wann war aus ihrer Sicht der Zustand der Welt mal besser? Vor allem: Für wen? Lässt man aktuelle Begriffe wie „EZB“ oder „Brexit“ mal weg, dann gab es in Menschheitsgeschichte keine Periode, wo dieser Satz nicht gepasst hätte. Man denke nur an die blutigen Jahrhunderte des Kolonialismus, von den letzten Weltkriegen ganz zu schweigen…

MF: Zahlen lügen nicht. Man muss erkennen, dass unser Wohlstand einen Zenit erreicht hat. Die berühmte Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Auch wenn weltweit die Armut zurück geht, steigt sie in den westlichen Ländern parallel an. Wir haben 9 Millionen Menschen, die von ihrer Hände Arbeit nicht leben können, da sie im Niedriglohnsektor angesiedelt sind, wir haben immer mehr Betroffene von Altersarmut. Vor kurzem kam ein Hermes-Fahrer zu uns in Büro, durchgefroren und zittrig. Ich habe ihn reingebeten und einen warmen Kaffee gegeben. Er hat mir dann erzählt das heute sein 72. Geburtstag sei und er arbeiten muss weil es vorne und hinten nicht reicht. Und wir brüsten uns als reiches Land. Ist es auch menschlich? Sind wir der Generation dankbar, die dieses Land aufgebaut hat und den Wohlstand erarbeitet hat? Wir, gesamt als Menschheit lernen vor allem durch scheitern. Und wir haben noch einen langen Weg vor uns und werden immer wieder scheitern und daraus (hoffentlich) lernen. Jetzt haben wir historisch viele Krisen am Horizont - können aber uns auch dementsprechend entwickeln.

MW: Vorneweg, die Welt geht nicht unter, sie wird nur anders. Zweifellos hat der Finanzkapitalismus die Realwirtschaft gekapert und quetscht sie aus. Und das Theater zur Regierungsbildung in Berlin hat endgültig meine Befürchtung bestätigt, dass Komiker die Macht in unserem Lande an sich gerissen haben. Ich denke die 80er, 90er waren doch wesentlich entspannter als heute. Jetzt haben wir eine neue industrielle Revolution und die Karten werden neu gemischt. Momentan ist das Blatt der Europäer nicht besonders fruchtig. Die 20 Top Internetunternehmen kommen beispielsweise nicht aus EU-Ländern, sondern aus den USA (12) und China (8). Europa verliert offensichtlich unwiederbringlich den Anschluss an das 21. Jahrhundert

Wenn man ihren Ausblick 2019 im Gesamten anschaut, dann klingt das schon ein bisschen nach individuellem Eskapismus: Alles geht den Bach runter, Vorsorge treffen, nach mir die Sintflut. Doch wer soll dann als handelndes Subjekt gesellschaftliche Änderungen zum Besseren herbeiführen? Banker? Währungshüter? Politiker? Parteien? Wir alle?

MW: Wir, das Volk muss den Wandel hervorrufen. Von den Parteien brauchen wir nichts zu erwarten. Es wird Bewegungen aus dem Volk geben. Spätestens dann, wenn die Menschen nichts oder fast nichts mehr zu verlieren haben, dann werden sich die Bürger auch hier gelbe Westen anziehen.

MF: Das sehe ich genauso. Wahrer Wandel kommt immer von den Menschen. Wer diesen von „oben“ erwartet ist naiv. Schauen wir uns 1989 an in Leipzig, 1789 in Paris oder der arabische Frühling. Es sind immer die Menschen die auf die Straße gehen um einen Wandel zu initiieren. Sobald der Leidensdruck hoch genug ist, passiert es.

Kommen wir zu ihren konkreten Thesen für 2019. Eine lautet: „Das Ende der Volksparteien wird eingeläutet …. AFD wird 2019 noch mehr Wählerstimmen erhalten.“
Dass vor allem rechtspopulistische Strömungen aktuell Zulauf haben, steht außer Frage. Aber haben sie nicht Angst, von genau diesem Lager vereinnahmt zu werden? In ihrem Ausblick 2019 nehmen sie, quer durch alle Lager, pauschal alle Parteien und Politiker ohne Ausnahme in Sippenhaft. Klingt alles ein bisschen nach „Alle da oben unfähig, wir sind das Volk“. Wer oder was ist dann ihre Alternative?

MF: Schauen Sie nach Italien oder Griechenland. Das sitzen Linke und Rechte in der Regierung. Was hat sich geändert? Nichts! Geredet vor der Wahl wird immer viel. Aber wer liefert? Macron oder Obama waren ebenfalls solche, Entschuldigung, aber Luftpumpen. Viel versprochen, wenig eingehalten und sogar enttäuscht. Wenn sich Parteien den Fakten und unseren Analysen annehmen, können wir nichts machen. Das ist ja nicht grundsätzlich falsch. Selbstverständlich tendieren eher Parteien am Rand, sich unbequemen Wahrheiten anzunehmen. Uns wäre es auch lieber, wenn die noch großen Parteien den Mut hätten, sich mit unseren Analysen und Fragen auseinanderzusetzen.

MW: Wie bereits gesagt, ich erwarte von keiner Partei irgendetwas und fühle mich auch von keiner Partei vertreten. Der Wandel wird von den Bürgern kommen, aber gewiss von keiner Partei. Wenn wir Glück haben, geschieht der Wandel wie 1989 in Leipzig, wenn wir Pech haben wie 1789 in Paris. Es liegt ausschließlich an uns Bürgern und bestimmt nicht an irgendeiner Partei.

Eine weitere These in ihrem Ausblick 2019 lautet: „Die Reichen werden immer reicher und die Ärmeren immer ärmer“.
Zustimmung. Aber wie kann man diesen Prozess der Umverteilung von unten nach oben jetzt ändern? Mit ihrer Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen haben Sie ja einen interessanten Lösungsansatz auf dem Tisch…

MW: Um ein Grundeinkommen kommen wir nicht herum. Ferner müssen wir anfangen, die Menschen fair zu bezahlen. Es ist eine Schande, was wir beispielsweise Kranken- und Altenpflegern oder Kindergärtnerinnen bezahlen, um nur einige wenige zu nennen. Des Weiteren kann es nicht sein, dass Konzerne gigantische Gewinne in Deutschland machen und dann kaum Steuern bezahlen. In dem Steuerparadies Luxemburg von EU-Kommissionspräsident Juncker mussten die Konzerne im Schnitt nur 2 Prozent Steuern zahlen, statt den gültigen Satz von 29 Prozent. Uns ist schleierhaft warum dieser Mann noch immer EU-Kommissionspräsident und warum Luxemburg noch in der EU ist. Während der Mittelstand gnadenlos abkassiert wird und immer mehr erodiert, drücken sich internationale Konzerne vor der gesellschaftlichen Verantwortung. Für mich ist die EU ganz klar für die Großen und gegen die Kleinen und genau deshalb wird sie scheitern.

MF: Durch die Digitalisierung wird unsere Arbeitswelt komplett durcheinander gewirbelt und wir müssen neu denken, wie wir Arbeit und Leben definieren. Leider haben die etablierten Parteien bisher wenig bis gar keinen Plan von dem, was auf uns zukommt oder was die Lösungen sein können. Das macht mir große Sorgen. Das BGE ist eine Antwort und wir sollten das Experiment eingehen. Wer wenn nicht wir könnte sich dieses Modell leisten und testen. Man stelle sich nur vor, es funktioniert und würde wie die Bismarcksche Sozialreform oder unser Grundgesetz zum weltweiten Exportschlager. Made in Germany würde wieder glänzen.

„Das Rentenniveau wird weiter sinken…. Die Krankenkassengebühren werden noch weiter ansteigen“. Wer soll diese Entwicklung zum Guten drehen, und wie?

MW: Von den aktuellen Parteien voraussichtlich anscheinend leider keine. Wir müssen endlich dafür sorgen, dass internationale Konzerne, welche hier Milliardengewinne machen, auch hier ihre Steuern bezahlen. Die Steueroasen innerhalb der EU müssen geschlossen werden. Wir benötigen einen einheitlichen Steuersatz innerhalb der EU. Wird dieser nicht kommen, ist dies ein weiterer Grund, dass die EU eh scheitern wird. Ferner müssen aufhören, Geld auf der ganzen Welt zu verteilen, Rücklagen bilden und uns überlegen, wie viel Geld wir an jene verteilen, die noch niemals einen Cent einbezahlt haben. Machen wir das nicht, dann fliegt unsere Gesellschaft auseinander und extreme Parteien werden immer stärker.

MF: Wir sind mitten drin in einer historischen Zeitenwende. Unser System neigt sich dem Ende zu und ein neues System wird kommen. Das ist ein ganz normaler Prozess. Alles ist immer im Wandel und nichts ist für die Ewigkeit. Es sind Zyklen. Und der uns bekannte Zyklus geht nun zu Ende. Wir müssen neu denken und uns anpassen. Wir können noch vorab definieren, in was für einer Welt wir arbeiten und leben wollen.

„Die EZB wird auch 2019 weiterhin ihre irrsinnige Politik des billigen Geldes verfolgen … Die Zinsen sind, wie von uns vor einem Jahr an gleicher Stelle prognostiziert, weiterhin bei 0 und werden dort auch noch bleiben….“ Stichwort EZB und Euro: Was fordern Sie hier, auf den Punkt gebracht?

MF: Was wir seit Anfang an sagen und in unseren Bücher nicht müde werden zu schreiben: Das Ende des gescheiterten Währungsexperiment Euros! Mit jedem Tag, mit dem wir an diesem destruktiven Konstrukt festhalten, werden die Kollateralschäden größer - monetär, politisch und gesellschaftlich. Das sehen wir ja jetzt schon in Frankreich, in Deutschland usw. Der Euro war von Anfang an zum Scheitern verurteilt, denn es war volkswirtschaftlicher Irrsinn, starke Volkswirtschaften wie Deutschland und Österreich mit schwachen Volkswirtschaften wie Italien und Portugal in ein Zins- und Währungskorsett zu betten. Innerhalb dieser Zwangsjacke werden die südlichen Staaten niemals gesunden und auf die Beine kommen. Wir sehen lediglich eine historisch einmalige Insolvenzverschleppung mit fatalen Auswirkungen.

MW: Ja, ganz klar die kontrollierte Abwicklung des Euros. Der Euro ist zu schwach für Deutschland und viel zu stark für Südeuropa. Er trennt die Völker Europas anstatt sie zu einen. Wie lange die volkswirtschaftliche Schadensmaximierung noch weiter geht, kann ich nicht sagen, da die Anzahl an Realitätsverweigerern in Berlin und Brüssel noch extrem hoch ist.

"Spätestens 2019 werden die Target2 Salden der EZB die eine Billion Grenze überspringen … Mit unserer heutigen Politikerkaste wird die für Deutschland unfassbare teure Transferunion, für die wir in Zukunft bitter büßen werden, noch verstärkter kommen."
Wieviel Sinn macht es, im globalisierten 21. Jahrhundert noch darüber nachzudenken, was „für Deutschland“ zu teuer ist? Hat auf diesem Planeten nur Deutschland ein Dauer-Abo auf Wohlstand? Ist eine gerechte Verteilung von Reichtum nicht immer eine Frage des Transfers?

MW: Wir haben den Wohlstand nicht gepachtet. Die Zeiten werden härter und wir werden in Zukunft das Geld bitter benötigen. Anstatt Geld zu verteilen müssen immense Rücklagen gebildet werden.

MF: Wir sind auf dem absteigenden Ast. Unsere Kinder werden nicht mehr den gleichen Wohlstand genießen können wie wir. China und andere Länder werden uns überholen. Unsere Politik hat zu viel verpasst und falsch gemacht. Breitbandausbau, Digitalisierung, Infrastruktur, Wohnungsbau etc.

"Der Bullenmarkt ist am Ende, die Rezession kommt“.
Was empfehlen Sie 2019 privaten Geldanlegern?

MF: Sachwerte und Diversifikation! Eine breite Streuung in Gold, Silber, Diamanten, Wald, Land und eine schuldenfreie Immobilie sowie Cash als Lebensversicherung für das Vermögen. Auch Aktien und Fonds, aber hier ist das Timing wichtig. Antizyklisch! Und als spekulative Wette sogar Bitcoin auf dem aktuellen Niveau.

MW: Cash, Edelmetalle, keine Schulden, Land und einen guten Whisky und am besten keinen Diesel mehr kaufen.

Kann es einen „menschenfreundlichen“, „gerechten“ Kapitalismus überhaupt geben, oder ist das ein Widerspruch in sich? Haben Sie einen gesamtgesellschaftlichen Gegenentwurf, die große Utopie?

MF: Ja, kann es. Das Problem ist wie immer das schwächste Glied in der Kette: Der Mensch! Wie in jedem unserer Bücher haben wir nicht nur den Finger in die Wunde gelegt und anhand von Fakten den Status Quo analysiert und beschrieben, sondern immer auch konstruktiv Lösungen für den Leser als auch für die Gesellschaft aufgezeigt. Angefangen von einem neuen Geldsystem bis hin zur Wiedereinführung des Trennbankensystems, Finanztransaktionssteuer usw. Es ist genug Wohlstand für alle da, wir müssen nur Strukturen schaffen, diesen gerecht zu verteilen. Das Resultat wäre historisch: Keine Armut, kein Krieg, keine Ungerechtigkeit. Hierzu auch eines meiner Lieblingszitate von Ghandi: “Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ Davon sind wir aber noch weit entfernt. Davor müssen wir leider erst noch richtig auf die Nase fliegen um den notwendigen Wandel zu initiieren.

Abschließend natürlich unsere Frage zu Gold und Edelmetallen: Dürfen wir Ihnen eine konkrete Kursprognose für Gold zum Jahresende 2019 entlocken?

MF: Klar, wie in unserem Ausblick geschrieben haben wir 2018 nach sieben Jahren Bärenmarkt das Tief bei Gold gesehen. Unserer Analyse nach ist der nächste Zyklus ein Rohstoff- und vor allem Edelmetallzyklus. Wir haben aus diesem Grund auch in unserer Honorarberatung den Anteil von Edelmetallen auf das Maximum und ein Allzeithoch von bis zu 30% des Gesamtvermögens erhöht. Das Vertrauen der Menschen in die Eliten und in Papierwerte schwindet mehr. Die Flucht in Sachwerte wird anhalten und Gold und Silber werden die großen Gewinner sein. Wir erwarten bis Ende 2019 Ziel von 1400 Dollar im Gold und langfristig ein neues Hoch in 2020/2021. In 10 Jahren werden wir bei Gold bei 5000 US Dollar plus x stehen, in einer Übertreibungsphase vlt. sogar 10k oder 15k. Bei Silber wird der Anstieg noch dramatischer sein. Hier sehe ich Kurse im dreistelligen Bereich.

MW: Ich denke, dass wir die Talsohle durchschritten haben und bin positiv für 2019 gestimmt. Solange Mario Draghi von der EZB gemeinsam mit den nationalen Notenbanken Geld druckt bin ich in puncto Gold tiefenentspannt.

Gold.de dankt Friedrich & Weik für das Interview.

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Kommentare [43]
  • von Hintergrund | 17.02.2019, 14:00 Antworten

    Kein Unternehmen auf der "Welt" zahlt steuern - sie führen nur Steuern ab. Bezahlt werden diese letztendlich vom Kunden (Verbraucher). Eine höhere Besteuerung von sog. "Groß-Konzernen" würde somit letztlich nur zu mehr Steuer - und Wettbewerbsgerechtigkeit führen, jedoch nicht mittelbar zu mehr Steuereinnahmen. Auch ist es naiv zu Glauben das dadurch Menschen Fair bezahlt werden können. Was ist fair? Was bringt es wenn man statt 9,00 Euro 15,00 Euro verdient und das Produkt statt 3,00 Euro nun 7,50 Euro kostet? Das Problem ist unser Jahrhundert altes Finanz - und Wirtschaftssystem das auf Schulden und Wachstum ausgelegt ist, das selbst viele experten nicht mehr verstehen und an dem immer mehr Meschen in der Welt teilnehmen.

  • von peggy | 15.02.2019, 11:49 Antworten

    Die 2 könnten doch die neue SPD-Führung werden

  • von groopy | 14.02.2019, 19:01 Antworten

    Dem Mainstream nach dem Mund geredet - schon ist der Bestseller fertig. Glanzleistung!

  • von Heinz | 14.02.2019, 00:25 Antworten

    So viel Schwachsinn auf einen Haufen... oh Gott!
    Seid ihr die junge, neue Generation von Experten? Na dann, mission accomplished!

  • von xicht | 13.02.2019, 01:02 Antworten

    Das übliche Gesülze. Seit 30 Jahren geht die Schere zwischen arm und reich in D eben nicht auseinander und Deutschland ist in der EU auf Spitzenplätzen bei Kaufkraft und Gleichverteilung. 9 Mio Billigheimer, wo von ihrer Hände Arbeit nicht leben können? Frage: wie wollen die leben?
    Am besten gefallen mir die Rentner: die haben Deutschland aufgebaut wie es ist und beschweren sich nun darüber, wie es ist? In den 70ern Schulden gemacht, dass es kracht (an denen wir heute noch abbezahlen) und nebenbei die Familie "vergessen" und für die reife Leistung noch einen Zuschlag verlangen? Rotzfrech nenne ich das!
    Wie kann der Hermes-Fahrer "durchgefroren und zittrig" sein? Hat er in seinem Wagen keine Heizung?
    Bei uns ist arm, wer weniger als 60% des Durchschnitts hat. Aber unsere "Armut" ist nicht die Armut aus Grimms Märchen. Früher hieß Armut Hunger, heute haben unsere "Armsten" das meiste Übergewicht.
    Tatsächlich ist bei uns nicht der Mangel das Problem, sondern der Überfluss, wir saufen im Wohlstand ab. Statt sich zu freuen, dass sich heute fast jeder ein Auto leisten kann, ärgert man sich über mangelnde Parkplätze. Und platzend vor Neid wird geschnaubt, dass alle mit größerem Auto mehr Steuern zahlen sollen.

  • von Josy88 | 12.02.2019, 14:08 Antworten

    Der Crash wäre wirklich die Lösung wenn alle bei komplett 0 anfangen. Denn dann würden die Leute mal sehen, dass innerhalb kürzester Zeit wieder die einen mehr hätten als die anderen. Und zwar, weil sie es sich verdient haben.

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