Stand: 06.02.2019  40 Kommentare

Die bekannten Bestsellerautoren Marc Friedrich und Matthias Weik haben jüngst ihren „Ausblick 2019“ vorgestellt. Wie erwartet, gewohnt kritisch und mit knackigen Thesen. Wir haben sie dazu befragt.

Friedrich & Weik: Ausblick 2019Marc Friedrich (r.) & Matthias Weik (l.) : Bestsellerautoren, Vortragsredner, Sachwertexperten

Marc Friedrich (nachfolgend: MF) und Matthias Weik (nachfolgend MW) gehören zu den profiliertesten Köpfen im Wirtschafts- und Finanzbereich. Ihre Publikationen landen regelmäßig in den Bestseller-Listen, außerdem sind sie viel gebuchte Vortragsredner sowie gefragte Experten bei Funk und Fernsehen. Zudem sind die beiden auch bekannt als Honorarberater der „Friedrich & Weik Vermögenssicherung“ und Initiatoren des „Friedrich & Weik Wertefonds“.

Starten wir mit einer ganz persönlichen Frage zu ihrem „Ausblick 2019“: Freuen Sie sich auf 2019, oder überwiegt die Sorge?

MF:Ich bin grundlegend ein positiver Mensch und freue mich auf ein gesundes, neues Jahr und hoffe, dass die Welt sich zu einem besseren hin entwickelt. Nichtsdestotrotz darf man die Gefahren und Risiken nicht außer Acht lassen, die sich doch anhäufen. Wir möchten mit unserem Ausblick genau darauf hinweisen und die Leser und Kunden sensibilisieren. Erschreckend ist ja, wie viele unserer Prognosen in der Vergangenheit eingetroffen sind.

MW:Auch ich freue ich mich auf 2019. Es wird ein spannendes Jahr voller Herausforderungen. Ich bin Realist und mache mir keine unberechtigten Sorgen.

Gleich eingangs stellen Sie fest: „Egal ob Deutschland, Europa, Asien, USA, Afrika, Brexit oder die Europäische Zentralbank (EZB) – die Welt spielt verrückt. Nach wie vor plündern internationale Konzerne Länder, ja ganze Kontinente aus, zahlen kaum Steuern, während die Mittelschicht immer rücksichtsloser zur Kasse gebeten wird. Global wird gezündelt, Geld gedruckt und die politischen Eliten geben ein Bild ab, welches oftmals an Peinlichkeit, Weltfremdheit und Inkompetenz nicht mehr zu überbieten ist.“

Angesichts dieser skizzierten Untergangsstimmung die Gegenfrage: Wann war aus ihrer Sicht der Zustand der Welt mal besser? Vor allem: Für wen? Lässt man aktuelle Begriffe wie „EZB“ oder „Brexit“ mal weg, dann gab es in Menschheitsgeschichte keine Periode, wo dieser Satz nicht gepasst hätte. Man denke nur an die blutigen Jahrhunderte des Kolonialismus, von den letzten Weltkriegen ganz zu schweigen…

MF:Zahlen lügen nicht. Man muss erkennen, dass unser Wohlstand einen Zenit erreicht hat. Die berühmte Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Auch wenn weltweit die Armut zurück geht, steigt sie in den westlichen Ländern parallel an. Wir haben 9 Millionen Menschen, die von ihrer Hände Arbeit nicht leben können, da sie im Niedriglohnsektor angesiedelt sind, wir haben immer mehr Betroffene von Altersarmut. Vor kurzem kam ein Hermes-Fahrer zu uns in Büro, durchgefroren und zittrig. Ich habe ihn reingebeten und einen warmen Kaffee gegeben. Er hat mir dann erzählt das heute sein 72. Geburtstag sei und er arbeiten muss weil es vorne und hinten nicht reicht. Und wir brüsten uns als reiches Land. Ist es auch menschlich? Sind wir der Generation dankbar, die dieses Land aufgebaut hat und den Wohlstand erarbeitet hat? Wir, gesamt als Menschheit lernen vor allem durch scheitern. Und wir haben noch einen langen Weg vor uns und werden immer wieder scheitern und daraus (hoffentlich) lernen. Jetzt haben wir historisch viele Krisen am Horizont - können aber uns auch dementsprechend entwickeln.

MW:Vorneweg, die Welt geht nicht unter, sie wird nur anders. Zweifellos hat der Finanzkapitalismus die Realwirtschaft gekapert und quetscht sie aus. Und das Theater zur Regierungsbildung in Berlin hat endgültig meine Befürchtung bestätigt, dass Komiker die Macht in unserem Lande an sich gerissen haben. Ich denke die 80er, 90er waren doch wesentlich entspannter als heute. Jetzt haben wir eine neue industrielle Revolution und die Karten werden neu gemischt. Momentan ist das Blatt der Europäer nicht besonders fruchtig. Die 20 Top Internetunternehmen kommen beispielsweise nicht aus EU-Ländern, sondern aus den USA (12) und China (8). Europa verliert offensichtlich unwiederbringlich den Anschluss an das 21. Jahrhundert

Wenn man ihren Ausblick 2019 im Gesamten anschaut, dann klingt das schon ein bisschen nach individuellem Eskapismus: Alles geht den Bach runter, Vorsorge treffen, nach mir die Sintflut. Doch wer soll dann als handelndes Subjekt gesellschaftliche Änderungen zum Besseren herbeiführen? Banker? Währungshüter? Politiker? Parteien? Wir alle?

MW:Wir, das Volk muss den Wandel hervorrufen. Von den Parteien brauchen wir nichts zu erwarten. Es wird Bewegungen aus dem Volk geben. Spätestens dann, wenn die Menschen nichts oder fast nichts mehr zu verlieren haben, dann werden sich die Bürger auch hier gelbe Westen anziehen.

MF:Das sehe ich genauso. Wahrer Wandel kommt immer von den Menschen. Wer diesen von „oben“ erwartet ist naiv. Schauen wir uns 1989 an in Leipzig, 1789 in Paris oder der arabische Frühling. Es sind immer die Menschen die auf die Straße gehen um einen Wandel zu initiieren. Sobald der Leidensdruck hoch genug ist, passiert es.

Kommen wir zu ihren konkreten Thesen für 2019. Eine lautet: „Das Ende der Volksparteien wird eingeläutet …. AFD wird 2019 noch mehr Wählerstimmen erhalten.“
Dass vor allem rechtspopulistische Strömungen aktuell Zulauf haben, steht außer Frage. Aber haben sie nicht Angst, von genau diesem Lager vereinnahmt zu werden? In ihrem Ausblick 2019 nehmen sie, quer durch alle Lager, pauschal alle Parteien und Politiker ohne Ausnahme in Sippenhaft. Klingt alles ein bisschen nach „Alle da oben unfähig, wir sind das Volk“. Wer oder was ist dann ihre Alternative?

MF:Schauen Sie nach Italien oder Griechenland. Das sitzen Linke und Rechte in der Regierung. Was hat sich geändert? Nichts! Geredet vor der Wahl wird immer viel. Aber wer liefert? Macron oder Obama waren ebenfalls solche, Entschuldigung, aber Luftpumpen. Viel versprochen, wenig eingehalten und sogar enttäuscht. Wenn sich Parteien den Fakten und unseren Analysen annehmen, können wir nichts machen. Das ist ja nicht grundsätzlich falsch. Selbstverständlich tendieren eher Parteien am Rand, sich unbequemen Wahrheiten anzunehmen. Uns wäre es auch lieber, wenn die noch großen Parteien den Mut hätten, sich mit unseren Analysen und Fragen auseinanderzusetzen.

MW:Wie bereits gesagt, ich erwarte von keiner Partei irgendetwas und fühle mich auch von keiner Partei vertreten. Der Wandel wird von den Bürgern kommen, aber gewiss von keiner Partei. Wenn wir Glück haben, geschieht der Wandel wie 1989 in Leipzig, wenn wir Pech haben wie 1789 in Paris. Es liegt ausschließlich an uns Bürgern und bestimmt nicht an irgendeiner Partei.

Eine weitere These in ihrem Ausblick 2019 lautet: „Die Reichen werden immer reicher und die Ärmeren immer ärmer“.
Zustimmung. Aber wie kann man diesen Prozess der Umverteilung von unten nach oben jetzt ändern? Mit ihrer Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen haben Sie ja einen interessanten Lösungsansatz auf dem Tisch…

MW:Um ein Grundeinkommen kommen wir nicht herum. Ferner müssen wir anfangen, die Menschen fair zu bezahlen. Es ist eine Schande, was wir beispielsweise Kranken- und Altenpflegern oder Kindergärtnerinnen bezahlen, um nur einige wenige zu nennen. Des Weiteren kann es nicht sein, dass Konzerne gigantische Gewinne in Deutschland machen und dann kaum Steuern bezahlen. In dem Steuerparadies Luxemburg von EU-Kommissionspräsident Juncker mussten die Konzerne im Schnitt nur 2 Prozent Steuern zahlen, statt den gültigen Satz von 29 Prozent. Uns ist schleierhaft warum dieser Mann noch immer EU-Kommissionspräsident und warum Luxemburg noch in der EU ist. Während der Mittelstand gnadenlos abkassiert wird und immer mehr erodiert, drücken sich internationale Konzerne vor der gesellschaftlichen Verantwortung. Für mich ist die EU ganz klar für die Großen und gegen die Kleinen und genau deshalb wird sie scheitern.

MF:Durch die Digitalisierung wird unsere Arbeitswelt komplett durcheinander gewirbelt und wir müssen neu denken, wie wir Arbeit und Leben definieren. Leider haben die etablierten Parteien bisher wenig bis gar keinen Plan von dem, was auf uns zukommt oder was die Lösungen sein können. Das macht mir große Sorgen. Das BGE ist eine Antwort und wir sollten das Experiment eingehen. Wer wenn nicht wir könnte sich dieses Modell leisten und testen. Man stelle sich nur vor, es funktioniert und würde wie die Bismarcksche Sozialreform oder unser Grundgesetz zum weltweiten Exportschlager. Made in Germany würde wieder glänzen.

„Das Rentenniveau wird weiter sinken…. Die Krankenkassengebühren werden noch weiter ansteigen“.Wer soll diese Entwicklung zum Guten drehen, und wie?

MW:Von den aktuellen Parteien voraussichtlich anscheinend leider keine. Wir müssen endlich dafür sorgen, dass internationale Konzerne, welche hier Milliardengewinne machen, auch hier ihre Steuern bezahlen. Die Steueroasen innerhalb der EU müssen geschlossen werden. Wir benötigen einen einheitlichen Steuersatz innerhalb der EU. Wird dieser nicht kommen, ist dies ein weiterer Grund, dass die EU eh scheitern wird. Ferner müssen aufhören, Geld auf der ganzen Welt zu verteilen, Rücklagen bilden und uns überlegen, wie viel Geld wir an jene verteilen, die noch niemals einen Cent einbezahlt haben. Machen wir das nicht, dann fliegt unsere Gesellschaft auseinander und extreme Parteien werden immer stärker.

MF:Wir sind mitten drin in einer historischen Zeitenwende. Unser System neigt sich dem Ende zu und ein neues System wird kommen. Das ist ein ganz normaler Prozess. Alles ist immer im Wandel und nichts ist für die Ewigkeit. Es sind Zyklen. Und der uns bekannte Zyklus geht nun zu Ende. Wir müssen neu denken und uns anpassen. Wir können noch vorab definieren, in was für einer Welt wir arbeiten und leben wollen.

„Die EZB wird auch 2019 weiterhin ihre irrsinnige Politik des billigen Geldes verfolgen … Die Zinsen sind, wie von uns vor einem Jahr an gleicher Stelle prognostiziert, weiterhin bei 0 und werden dort auch noch bleiben….“ Stichwort EZB und Euro: Was fordern Sie hier, auf den Punkt gebracht?

MF:Was wir seit Anfang an sagen und in unseren Bücher nicht müde werden zu schreiben: Das Ende des gescheiterten Währungsexperiment Euros! Mit jedem Tag, mit dem wir an diesem destruktiven Konstrukt festhalten, werden die Kollateralschäden größer - monetär, politisch und gesellschaftlich. Das sehen wir ja jetzt schon in Frankreich, in Deutschland usw. Der Euro war von Anfang an zum Scheitern verurteilt, denn es war volkswirtschaftlicher Irrsinn, starke Volkswirtschaften wie Deutschland und Österreich mit schwachen Volkswirtschaften wie Italien und Portugal in ein Zins- und Währungskorsett zu betten. Innerhalb dieser Zwangsjacke werden die südlichen Staaten niemals gesunden und auf die Beine kommen. Wir sehen lediglich eine historisch einmalige Insolvenzverschleppung mit fatalen Auswirkungen.

MW:Ja, ganz klar die kontrollierte Abwicklung des Euros. Der Euro ist zu schwach für Deutschland und viel zu stark für Südeuropa. Er trennt die Völker Europas anstatt sie zu einen. Wie lange die volkswirtschaftliche Schadensmaximierung noch weiter geht, kann ich nicht sagen, da die Anzahl an Realitätsverweigerern in Berlin und Brüssel noch extrem hoch ist.

"Spätestens 2019 werden die Target2 Salden der EZB die eine Billion Grenze überspringen … Mit unserer heutigen Politikerkaste wird die für Deutschland unfassbare teure Transferunion, für die wir in Zukunft bitter büßen werden, noch verstärkter kommen."
Wieviel Sinn macht es, im globalisierten 21. Jahrhundert noch darüber nachzudenken, was „für Deutschland“ zu teuer ist? Hat auf diesem Planeten nur Deutschland ein Dauer-Abo auf Wohlstand? Ist eine gerechte Verteilung von Reichtum nicht immer eine Frage des Transfers?

MW:Wir haben den Wohlstand nicht gepachtet. Die Zeiten werden härter und wir werden in Zukunft das Geld bitter benötigen. Anstatt Geld zu verteilen müssen immense Rücklagen gebildet werden.

MF:Wir sind auf dem absteigenden Ast. Unsere Kinder werden nicht mehr den gleichen Wohlstand genießen können wie wir. China und andere Länder werden uns überholen. Unsere Politik hat zu viel verpasst und falsch gemacht. Breitbandausbau, Digitalisierung, Infrastruktur, Wohnungsbau etc.

"Der Bullenmarkt ist am Ende, die Rezession kommt“.
Was empfehlen Sie 2019 privaten Geldanlegern?

MF:Sachwerte und Diversifikation! Eine breite Streuung in Gold, Silber, Diamanten, Wald, Land und eine schuldenfreie Immobilie sowie Cash als Lebensversicherung für das Vermögen. Auch Aktien und Fonds, aber hier ist das Timing wichtig. Antizyklisch! Und als spekulative Wette sogar Bitcoin auf dem aktuellen Niveau.

MW:Cash, Edelmetalle, keine Schulden, Land und einen guten Whisky und am besten keinen Diesel mehr kaufen.

Kann es einen „menschenfreundlichen“, „gerechten“ Kapitalismus überhaupt geben, oder ist das ein Widerspruch in sich? Haben Sie einen gesamtgesellschaftlichen Gegenentwurf, die große Utopie?

MF:Ja, kann es. Das Problem ist wie immer das schwächste Glied in der Kette: Der Mensch! Wie in jedem unserer Bücher haben wir nicht nur den Finger in die Wunde gelegt und anhand von Fakten den Status Quo analysiert und beschrieben, sondern immer auch konstruktiv Lösungen für den Leser als auch für die Gesellschaft aufgezeigt. Angefangen von einem neuen Geldsystem bis hin zur Wiedereinführung des Trennbankensystems, Finanztransaktionssteuer usw. Es ist genug Wohlstand für alle da, wir müssen nur Strukturen schaffen, diesen gerecht zu verteilen. Das Resultat wäre historisch: Keine Armut, kein Krieg, keine Ungerechtigkeit. Hierzu auch eines meiner Lieblingszitate von Ghandi: “Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ Davon sind wir aber noch weit entfernt. Davor müssen wir leider erst noch richtig auf die Nase fliegen um den notwendigen Wandel zu initiieren.

Abschließend natürlich unsere Frage zu Gold und Edelmetallen: Dürfen wir Ihnen eine konkrete Kursprognose für Gold zum Jahresende 2019 entlocken?

MF:Klar, wie in unserem Ausblick geschrieben haben wir 2018 nach sieben Jahren Bärenmarkt das Tief bei Gold gesehen. Unserer Analyse nach ist der nächste Zyklus ein Rohstoff- und vor allem Edelmetallzyklus. Wir haben aus diesem Grund auch in unserer Honorarberatung den Anteil von Edelmetallen auf das Maximum und ein Allzeithoch von bis zu 30% des Gesamtvermögens erhöht. Das Vertrauen der Menschen in die Eliten und in Papierwerte schwindet mehr. Die Flucht in Sachwerte wird anhalten und Gold und Silber werden die großen Gewinner sein. Wir erwarten bis Ende 2019 Ziel von 1400 Dollar im Gold und langfristig ein neues Hoch in 2020/2021. In 10 Jahren werden wir bei Gold bei 5000 US Dollar plus x stehen, in einer Übertreibungsphase vlt. sogar 10k oder 15k. Bei Silber wird der Anstieg noch dramatischer sein. Hier sehe ich Kurse im dreistelligen Bereich.

MW:Ich denke, dass wir die Talsohle durchschritten haben und bin positiv für 2019 gestimmt. Solange Mario Draghi von der EZB gemeinsam mit den nationalen Notenbanken Geld druckt bin ich in puncto Gold tiefenentspannt.

Gold.de dankt Friedrich & Weik für das Interview.

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Kommentare [40]
  • von peggy | 15.02.2019, 11:49 Antworten

    Die 2 könnten doch die neue SPD-Führung werden

  • von groopy | 14.02.2019, 19:01 Antworten

    Dem Mainstream nach dem Mund geredet - schon ist der Bestseller fertig. Glanzleistung!

  • von Heinz | 14.02.2019, 00:25 Antworten

    So viel Schwachsinn auf einen Haufen... oh Gott!
    Seid ihr die junge, neue Generation von Experten? Na dann, mission accomplished!

  • von xicht | 13.02.2019, 01:02 Antworten

    Das übliche Gesülze. Seit 30 Jahren geht die Schere zwischen arm und reich in D eben nicht auseinander und Deutschland ist in der EU auf Spitzenplätzen bei Kaufkraft und Gleichverteilung. 9 Mio Billigheimer, wo von ihrer Hände Arbeit nicht leben können? Frage: wie wollen die leben?
    Am besten gefallen mir die Rentner: die haben Deutschland aufgebaut wie es ist und beschweren sich nun darüber, wie es ist? In den 70ern Schulden gemacht, dass es kracht (an denen wir heute noch abbezahlen) und nebenbei die Familie "vergessen" und für die reife Leistung noch einen Zuschlag verlangen? Rotzfrech nenne ich das!
    Wie kann der Hermes-Fahrer "durchgefroren und zittrig" sein? Hat er in seinem Wagen keine Heizung?
    Bei uns ist arm, wer weniger als 60% des Durchschnitts hat. Aber unsere "Armut" ist nicht die Armut aus Grimms Märchen. Früher hieß Armut Hunger, heute haben unsere "Armsten" das meiste Übergewicht.
    Tatsächlich ist bei uns nicht der Mangel das Problem, sondern der Überfluss, wir saufen im Wohlstand ab. Statt sich zu freuen, dass sich heute fast jeder ein Auto leisten kann, ärgert man sich über mangelnde Parkplätze. Und platzend vor Neid wird geschnaubt, dass alle mit größerem Auto mehr Steuern zahlen sollen.

    • von instantmuscles | 14.02.2019, 09:19 Antworten

      Sie scheinen lange nicht mehr vor die Tür gegangen zu sein. In letzter Zeit mal an Bahnhöfen oder Bushaltestellen gestanden?
      Schon klar, heutzutage kann sich jeder in Deutschland ein Auto leisten. Selten so einen Schwachsinn gehört.

      • von Prempper | 14.02.2019, 10:04 Antworten

        Achso, jeder Bahnfahrer hat kein Auto bzw. könnte sich keines leisten. Tolle Logik. Noch nie ging es Menschen historisch und global gesehen so gut wie heute hier in D. Lieber erzählt man aber, was angeblich 1970,1980 viel toller war, wo sich jeder Alleinverdiener mit Familie hat ein Haus leisten können. Stimmt bloß nicht.

        • von instantmuscles | 14.02.2019, 14:00 Antworten

          Nee, Prempper, wenn du mal rausgehst wirst du merken wie oft du mittlerweile angebettelt wirst und wieviele Menschen im Dreck rumwühlen. Da du den wink nicht kapiert hast, zählst du wohl zu den Menschen die mit dem Auto rumkurven und von der Mitwelt nur noch aus den Nachrichten erfahren. Da kann man meiner Logik auch nicht folgen. Ich kenne die 70er und 80er und es war deutlich einfacher ein Auto und Wohneigentum zu finanzieren. Dazu reichten sogar eher einfachere Jobs.

  • von Josy88 | 12.02.2019, 14:08 Antworten

    Der Crash wäre wirklich die Lösung wenn alle bei komplett 0 anfangen. Denn dann würden die Leute mal sehen, dass innerhalb kürzester Zeit wieder die einen mehr hätten als die anderen. Und zwar, weil sie es sich verdient haben.

    • von Hans Landa | 13.02.2019, 08:33 Antworten

      Alle bei 0 anfangen das wäre es. Lol ????
      Crash bedeutet Umverteilung von Geld meist von unten nach oben!

  • von draja | 09.02.2019, 15:43 Antworten

    In einer globalisierten Welt und ohne funktionierende Grenzen ein Grundeinkommen einführen. Wie soll das denn funktionieren...

  • von Hotte | 08.02.2019, 21:09 Antworten

    Würde mich mal interessieren, wieviel die beiden Gutverdiener schon von ihrem Geld an die "armen Abgehängten" gespendet haben

  • von poseidon | 08.02.2019, 20:40 Antworten

    "und uns überlegen, wie viel Geld wir an jene verteilen, die noch niemals einen Cent einbezahlt haben." Aber gleichzeitig vom Grundeinkommen faseln. Rührende Rentnergeschichte vom Hermesfahrer, aber warum hat er nicht genug Geld? Grundsicherung gibt es auch. Zu hohe Ausgaben? Warum ist die Rente so niedrig, obwohl doch in den ehemaligen "goldenen Zeiten" erworben, ist sie überhaupt so niedrig?

  • von Finanzsatyriker | 08.02.2019, 09:49 Antworten

    Wer das Können der Bestseller-Autoren auf die Probe stellen will, der sollte einen Blick in den Jahresbericht 2018 des "Friedrich & Weik Wertefonds" riskieren (DE000A2AQ952). Da werden doch tatsächlich 28,3 % des Fondsvolumens in Cash und 19,22 % in Gold gehalten. Man fragt sich da, warum man für knapp die Hälfte des so angelegten Geldes 1,6 % Gebühren p.a. bezahlen muss, wo beim Cash so überhaupt keine erkennbare Rendite erwirtschaftet wird, sondern für die rund 2,2 Mio. € Cash sogar Negativzinsen zu zahlen sind (15 873 € Negativzinsen p.a. für den "Wertefonds R").
    Was nun Gold & Silber betrifft. Das sollte man eher selbst anschaffen und nicht ebenfalls 1,6 % pro Jahr! an Verwaltungsgebühren zahlen.
    Die Seite Gold.de ist da mein Favorit um günstige Preise und Händler zu finden. (weiter so und vielen Dank fürs Geld sparen durch den besten Händlervergleich im Netz!)
    Das wir uns richtig verstehen. Prinzipiell ist der Kauf von G&S richtig. Nur kauft man G&S ideralerweise nicht zum Vermögensaufbau. Das wäre eine reine Spekulation. Man kauft G&S zur Absicherung des vorhandenen Vermögens. Dazu muss man aber erst mal eines haben.

    Wenn man sich die Ertrags- und Aufwandsrechnung des "Wertefonds" so ansieht, werden die Gründe für das negative Abschneiden des Fonds auf Jahressicht richtig deutlich. Da stehen Nettoerträge (überwiegend Dividenden) von rund 37 K Aufwänden von 174 K gegenüber (144 K alleine für Gebühren, die wer bekommt...?).
    Der Fonds brachte aber für den Anleger auf Jahressicht nicht nur deshalb Verluste ein, weil die Erträge zu 100 % in die Gebührenkasse flossen und weitere rund 100 K aus dem Anlagevermögen als "Gebühren" verwendet wurden. Auch beim "Veräußerungsgeschäften" sieht es nicht wirklich besser aus. Da sind Gewinne von rund 103 K "realisiert" worden, aber auch Verluste von 208 K.

    Natürlich muss man Aktien langfristig betrachten, und eine große Cashposition ist gerade in schwierigem Umfeld eine gute Idee. Aber muss man als Anleger dafür echt Negativzinsen und zusätzlich noch "Verwaltungsgebühren" zahlen wollen?

    Tut mir leid, aber für mich sind die beiden "Bestsellerautoren" Leute, die mit allgemeiner Finanztunwissenheit, Panikmache und öffentlichkeitswirksamen Fernsehauftritten ihr Geld verdienen. Mit Aussagen im Stile von "wir wissen nicht, wann der Crash kommt, aber sind sicher, dass er kommen wird" baut man sich natürlich den Nimbus des vorhersehenden Wirtschaftspropheten auf. Huhuhu! Alles biterböse. lesen Sie nur hier die skandalöse unverblühmte Wahrheit, die jeder kennen muss! Schon klar... Mehr als massenweise Binsenweisheiten für teuer Geld zu verkaufen kommt aber nicht rum. Denn was ist der Mehrwert von Aussagen wie
    Geh in Sachwerte (Aktien oder besser nicht den immer gerne zitierten ETF MSCI-World, sondern den eigenen Fonds, da haben die beiden was davon, nämlich die Gebühren der Anleger),
    leg einen Teil an in Gold & Silber.
    Kaufe eine Immobilie oder Land oder Wald und
    halte auch Cash.

    Ach was, möchte man sagen! Was für eine unendlich Weisheit spricht daraus! Was für neue Erkenntnisse, die noch nie ein Mensch entdeckt, geschweige denn offen ausgesprochen hat!
    Man möchte meinen, bei soviel Anlagekompetenz müsste es eigentlich eine Schande sein, wenn sich der Wunsch nach "... wenn die noch großen Parteien den Mut hätten, sich mit unseren Analysen und Fragen auseinanderzusetzen..." nicht durchsetzt. Rational betrachtet ist es aber verständlich. Schließlich zeigt wenigstens die hier veröffentlichten Ergebnisse der "eigenen Analysen" eine gewisse Selbstüberschätzung der eigenen Wirtschaftskompetenz an. Zu diesen Ergebnissen zählen vielfach einfachste Binsen, die natürlich häufig als solche auch zutreffen. Leider sind viele aber reiner Populismus, im besten Fall getarnt im Mäntelchen der mathematisch fundierten Analyse: "... Um ein Grundeinkommen kommen wir nicht herum. Ferner müssen wir anfangen, die Menschen fair zu bezahlen. Es ist eine Schande, was wir beispielsweise Kranken- und Altenpflegern oder Kindergärtnerinnen bezahlen, um nur einige wenige zu nennen..."
    Der geneigt Leser fragt sich: Warum wieder nur die üblichen Verdächtigen? Arbeiten in Deutschland nur die unterbezahlt? Was ist mit Busfahrern, Fleischerfachverkäuferinnen, Bäckern, Fluglotsen, Arzthelferinnen, PTAs, Friseure, die Angestellten der Müllabfuhr und Straßenreinigung, Fensterputzer, Paketfahrern, Zeitarbeitern, um nur einige zu nennen. Was ist mit "Selbstständigen" wie Tankstellenpächtern, die von nur einem Unternehmen abhängen?
    Omnipräsente Sozialberufe sind da doch nur bessere/populistische Bringer, weil in aller Munde.
    Die Forderung nach "Grundeinkommen" zielt in die gleiche Mainstreamrichtung. Sie wird auch von promienenten "Mitstreitern" ins Feld geführt, wir der in den Medien gehypte R. Habeck. Das Ergebnis dieser Mainstream-Forderung: man kann damit punkten, zeigt Kompetenz und braucht schon gar keine keine Angst vor Falschaussagen zu haben, weil: die Aussage ist eine Binse mit prominenter Unterstützung und man kann sowieso darunter verstehen kann, was man will. Sorry, aber im Kern kommt da nicht mehr raus als fundamentales Systembashing mit Lösungsansätzen aus der Mottenkiste. Man betrachte sich alleine die reißerischen Buchtitel.

    • von Graf von Henneberg | 10.02.2019, 14:50 Antworten

      Und was ist der Inhalt Ihrer voluminösen Wortzusammanstellung?

      • von Goldbratze | 13.02.2019, 18:16 Antworten

        Steht doch da: ...Sorry, aber im Kern kommt da nicht mehr raus als fundamentales Systembashing mit Lösungsansätzen aus der Mottenkiste... von Leuten, die selbst prächtig an der Angst verdienen (Fondsgebühren und Bücher und Vorträge). Kann man auch billiger haben, wenn man sich die Ausgabenorgie der SPD in den Nachrichten anschaut. Da muss man nur 1+1 zusammenzählen. Wer soll denn das alles bezahlen, wenn die Steuern nicht mehr sprudeln? Der Heil und die Nahles bestimmt nicht. Also machen wir mal wieder Schulden. Klar fahren wir so gegen die Wand. Dafür brauch ich kein Buch. das weiß ich selbst.

  • von Heike123 | 07.02.2019, 20:03 Antworten

    Ich glaube nicht, dass der Crash die Lösung ist und das danach alles Gut wird!! Ich denke vielmehr, dass die jetzigen Eliten und Machtzirkel das Chaos nutzen werden und endlich ihre Vorstellung von einer globalisierten Welt umsetzen werden. Bargeldabschaffung, Zusammenführung aller gesammelten persönlichen Daten, totale Kontrolle und Überwachung und das selbstverständlich alles zu unserem Schutz und für unser wohlergehen, ist ja klar :-)

    • von Dummkopf^2 | 07.02.2019, 21:06 Antworten

      Sofern die Eliten und Machtzirkel den Prozess des Lünchens heil überstehen. Wenn der Mob nichts mehr zu beißen hat, kann es auch für die Spitze der Pyramide gefährlich werden. Kommt alles darauf an, wie schlimm der prophezeite "Crash" wirklich wird.

      • von Heike123 | 08.02.2019, 19:23 Antworten

        Das hieße Bürgerkrieg und jeder würde sich wieder Recht und Ordnung wünschen....

      • von Graf von Henneberg | 08.02.2019, 13:32 Antworten

        Sehr wohl, sehr wohl, verehrter "Dummkopf"- vollkommen richtig eingeschätzt.

  • von Dieter Marquardt | 07.02.2019, 18:15 Antworten

    Peinlich, wieder die angeblich schlechtverdienenden Erzieherinnen mit einem Einstiegsgehalt von c.a 2750.-/Monat Berufsanfänger, aber natürlich bei Vollzeit. Nur nachgeplappert, nicht recherchiert. Da gibt es wahrlich schlechtere Löhne und Beispiele. Und nein, man braucht auch schon lange keine 5 Jahre Ausbildung mehr dafür ohne Vergütung, geht auch bezahlt in 3 jahren.

  • von Dummkopf^2 | 07.02.2019, 18:14 Antworten

    Zitat "Der Bullenmarkt ist am Ende, die Rezession kommt“.
    Was empfehlen Sie 2019 privaten Geldanlegern?"
    Antwort "MW: Cash, Edelmetalle, keine Schulden, Land und einen guten Whisky und am besten keinen Diesel mehr kaufen."
    Was wird hier mit "Diesel" gemeint? KFZ, LKW, Flur-/Baufahrzeuge oder Treibstoff als Privatperson als Geldanlage nutzen??? Für Notzeiten Treibstoff bunkern hätte ich noch verstanden, aber Geldanlage?

    • von Dieter Marquardt | 07.02.2019, 18:50 Antworten

      Keinen Diesel-PKW mehr kaufen

  • von Dieter Marquardt | 07.02.2019, 18:09 Antworten

    9 Millionen angebliche Working Poor, wenn man genau schaut hat die Mehrzahl einen (nicht unbedingt ganzen) Minijob, um das ALG2 aufzubessern. Es wird also meist nicht die viele Arbeit mit schlechtem Stundenlohn aufgestockt, sondern gerade so hinzuverdient, dass die Abzüge gering sind. Mit maximal 11,5 Std/Monat hat dann der Alleinlebende ca. 600 Euro plus gratis Wohnung und KV, Steuern und Abgaben = 0. Das entspricht einem Nettostundenlohn von 20.- und brutto müsste man da schon deutlich über 1300.- vedienen, um das selbe Ergebnis zu erzielen, wobei man dafür z.B. ca. 140 Std/Monat zum Mindestlohn ran müsste, da wären es dann nur ca. 7.- netto die Stunde. Bei Familien ist das noch krasser, mit Minijob kommt man 250.- über ALG2 plus Wohnung plus Gratisleistungen wit Kita/Kita- und Schulessen, Busticket und Klassenfahrt. Bei Fam. mit 2 Kindern ergibt das lockere 2500/Monat (inkl. Kindergeld)Netto. Stundenlohn eher 50.- bei nur Minijob und v.a. kein Anreiz, mehr zu arbeiten, weil das einfach reicht. Das süße Gift der Sozialleistungen...

    • von Dieter Marquardt | 07.02.2019, 18:30 Antworten

      11,5Std/Woche (nicht Monat)

  • von Graf von Henneberg | 07.02.2019, 17:17 Antworten

    Ein gutes Interview. Mit qualifizierten Fragen und zutreffenden Antworten.

  • von Hubert | 06.02.2019, 16:59 Antworten

    Gold und Silber ist und war noch immer genügend am Markt. Es ist immer nur eine Frage des Preises. Jeder normale Einstandspreis wurde immer wieder eingeholt. Das beruhigt mich. Politisch können wir leider nichts verändern, nur unsern Unmut darüber äusern.

  • von Markus T | 06.02.2019, 14:22 Antworten

    Ohje, wie immer kommen hier zwar richtige Erkenntisse der sachlichen Entwicklung und der Auswirkung, aber die Ursachenerkennung liegt wieder einmal tot im Keller.

    Es liegt nicht am bösen Kapitalismus, sondern am staatlichen Raubtiersozialismus.
    Staatlich gewohlte inflationierung des gesetzlichen Zahlungsmittels, zu hohe Steuern-/Abgabenlasten und ein gigantischer Verwaltungsstaat wo mit tausenden sinnlosen Vorschriften und Verwaltungsakten die Wirtschaft knebelt, ja regelrecht erdrosselt.

    Die verdammte Lösung:
    -echte Marktwirtschaft
    -wertgedecktes Geld (Tschüss Inflation)
    -EIGENVERANTWORTUNG! (Tschüss unbezahlbarer Sozialstaat)

    Aber machen wir uns mal keine Illusionen, die Karre wird gegen die Wand krachen.

    • von Gerhard | 07.02.2019, 10:01 Antworten

      Sozialismus?

      10% der Deutschen besitzen über 60% der Vermögen.
      Das wäre für mich nicht die klassische Definition von Sozialismus.
      Neoliberalismus als Sozialismus zu verkaufen. Da muss man erstmal drauf kommen.
      Schapeau!

    • von Enka Latineg | 06.02.2019, 21:29 Antworten

      In ihren Publikationen plädieren Weik und Friedrich für höhere bis hohe Erbschaftssteuern. Ich nehme an, die beiden sind kinderlos, denn jede(r) möchte dem Nachwuchs das Beste weitergeben und nicht den Beamten, die gezielt zur Gängelei ausgebildet wurden und werden.
      Derzeit wird mit der Erbschaftssteuer über Generationen weitergegebenes und bewahrtes Vermögen gesprengt. Diese Steuer wird nie die Superreichen treffen. Diese haben weltweit ihre Oasen . Deutschland ist zur Steuerwüste und Steuerhölle für die einheimische Bevölkerung, welche hier schon lange lebt, geworden.
      Warum müssen Menschen mehr Steuern zahlen, als Firmen?
      Ich bin fast dabei zu glauben, die beiden planen schon selber ihre Auswanderung. Vielleicht verraten sie vorher noch wohin.

      • von Constantin | 07.02.2019, 00:37 Antworten

        Ich kenne alle vier Bücher der beiden und habe diese Behauptung nie gelesen. Ganz im Gegenteil - bei einem Auftritt haben sie gesagt, das Erbschaftssteuern gar nichts bringen und abgeschafft gehören wie in Österreich.

        Danke für das klasse Interview!

    • von Lucifer | 06.02.2019, 16:38 Antworten

      Verdammt, das unterschreibe Ich im ganzen und in voller Eigenverantwortung. Wir kennen also den Schlüssel, nur wissen wir nicht um das Schloss. Das richtige Schloss, das ist immer in der Burg. In der eigenen Burg!

  • von Manfred | 06.02.2019, 12:20 Antworten

    Grandios! Für mich zwei der letzten Realisten. Toll, dass se jetzt auch Videos machen. YT ist die Zukunft. Meine Kinder holen viel ihres Wissen von YT.

  • von Hartmut Steinfrass | 06.02.2019, 12:07 Antworten

    ""MW:Um ein Grundeinkommen kommen wir nicht herum. Ferner müssen wir anfangen, die Menschen fair zu bezahlen. "" Ja, alles klar. Sozialismus soll uns retten. Was wir rauchen sind eine goldgedeckte Währung und niedrige Steuern wie in der Schweiz.

  • von Alius | 06.02.2019, 11:52 Antworten

    Das hier Gesagte war in großen Teilen (und mit ein wenig Insider-Kenntnis) schon 2008 absehbar - ist also nicht wirklich neu, auch wenn es niemand hören wollte und will.

    Eine kleine 'Idealisierung' könnte sich allerdings als fataler Irrtum erweisen:
    Es wird kein Wandel mehr durch Menschen, genannt 'Bürger', kommen.
    Konzerne und deren politische Erfüllungsgehilfen arbeiten unbeirrt daran, einen solchen Wandel im Ansatz zu unterbinden.
    Man vergegenwärtige sich, was heute alles verboten ist - und was vor 25 Jahren noch selbstverständlich und zulässig war...
    Man vergegenwärtige sich die inzwischen legalisierten Überwachungsmaßnahmen - und vergegenwärtige sich ebenfalls, dass diese durch den Staatsapparat konsequent zum Nachteil des Bürgers missbraucht werden.
    Man vergegenwärtige sich, dass das Gros der Bürger sich inzwischen in sozialen Medien exponiert - und dort genau das preisgibt, was durch legale Überwachung nicht zu erlangen ist... ;)

    Der Ofen für einen Wandel ist aus.
    Daraus müssen wir uns nun aber nichts mehr machen, denn die letzte echte Chance, in diese Entwicklung wirksam zu intervenieren, wurde ohnehin schon um 1980 verpasst.

    Dieser Rechtsstaat existiert alleine auf dem Papier. Die Vertreter von Politik und Justiz werden von diesem Rechtsstaat nicht mehr erreicht - und schon gar nicht mehr diszipliniert oder gar bestraft. Hier hat sich eine über dem Bürger stehende Elite rechtsfreie Räume geschaffen, in welchen sie nicht mehr zu belangen sind und nach persönlich Gutdünken jenseits von Recht und jeglicher Billigkeit agieren.
    Darüber stehend finden wir die Konzernstrukturen, die längst außerhalb jeder Reichweite des Rechts stehen (es sein denn für politisch motivierte Schau-Prozesse).

    Die Diktatur ist längst da. Völlig müßig, irgendwelche rational begründeten Entwicklungen zu prognostizieren. Diktatur ist irrational. ;9

    • von Wu Wei | 06.02.2019, 16:58 Antworten

      "Störe Deinen Feind nie, wenn er gerade Fehler macht." N.I.B.

      • von Klaus von Schimany | 07.02.2019, 12:56 Antworten

        Wer andern eine Grube gräbt hat Gold im Munde

  • von Friedrich Schmidt | 06.02.2019, 11:33 Antworten

    Man kann den permanenten ideellen, insbesondere aber auch höchst sachkundigen permanenten Einsatz der relativen "Newcomer" Weik und Friedrich nicht hoch genug einschätzen. Mit deutlichen Worten für eine gerechtere, dann auch tatsächlich überlebensfähigere Welt in unserem Umfeld in solchen Zeiten zu streiten, wo die ansonsten von kaum einem politisch Verantwortlichen (an)erkannte höchste Not bereits allenthalben sichtbar droht.
    Von jedem Wissenden unserer Tage wird sie genau gesehen und ebenso fachlich erklärt, nur von unseren für diese lebensbedrohende Misere voll verantworlichen Politikern aller etablierten Parteien nicht.

    Von diesen kann das Volk so schmählich hintergangene absolut nichts mehr erwarten.
    Das schicksalsschwere Zitat von Friedrich Schiller: " Mehrheit? Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unfug! Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen. Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen! Denn es wird untergehen früh oder spat, das Volk, in dem Mehrheit regieret und Unverstand entscheidet!"
    Wir müssen in unsere Scheindemokratie grundlegend umdenken und richtig verstehen lernen, wenn wir überleben wollen, aber dann nicht mit der bisher stets manipulierten Mehrheit der von Natur aus nie vorhandenen verständigen Wählerstimmen.

  • von Linksmacher | 06.02.2019, 10:43 Antworten

    Nachdem die Herren auch den sog."Arabischen Frühling" als ein kollektives Volkserwachen dargestellt haben, wäre es für mich auch nicht weiter verwunderlich, wenn bei W&F die Ereignisse vom "Maidan" als die ersten freien Wahlen in der Menscheitsgeschichte erscheinen.

  • von G. Lang | 06.02.2019, 08:46 Antworten

    Für mich nach wie vor die besten Autoren und Ökonomen die dieses Land hat. Leider viel zu wenig in den Medien. Wenn dann aber Gold ;-)

  • von Urs | 06.02.2019, 08:32 Antworten

    Sehr gutes Interview Danke und Grüße aus der Schweiz

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