Stand: 22.06.2016  0 Kommentare

Es ist die größte und bedeutendste Sammlung außergewöhnlicher Goldbarren weltweit. Jetzt sind Teile der so genannten "Rothschild Sammlung" in einer Ausstellung der Degussa Goldhandel AG in Genf zu bewundern.

Mit insgesamt mehr als 1.000 Einzelstücken ist die "Industry Collection of Gold Bars Worldwide", die unter Sammlern und Kennern landläufig unter dem Namen "Rothschild Sammlung" bekannt ist, die zweifelsfrei umfangreichste und außergewöhnlichste Sammlung zeitgenössischer Goldbarren der Welt.

Zum Anlass des einjährigen Bestehens ihres Ladengeschäftes in Genf präsentiert die Degussa Goldhandel AG vom 9. Juni bis einschließlich 4. August 2016 die Ausstellung "Rothschild Collection" in ihren Räumlichkeiten am Quai du Mont-Blanc 5 in Genf.

In der Ausstellung werden 40 ausgesuchte Exponate der "Rothschild Sammlung", darunter spezielle und sehr seltene Goldbarren aus Asien, Südamerika und Teilen Europas zu sehen sein. Das gab der Goldhändler in einer dafür verbreiteten Mitteilung bekannt.

Goldbarren in Knochen-Form aus Brasilien

Demnach befinden sich unter den Ausstellungsstücken beispielsweise auch die so genannten "Baht Barren" aus Thailand. Sie sind nach der thailändischen Landeswährung und einer Gewichtseinheit für Gold benannt, die heute noch bei lokalen Goldschmieden und Juwelieren in Thailand im Gebrauch ist.

Als Gewichtseinheit entspricht ein Baht 15,244 Gramm oder 0,4901 Unzen. Diese Art von Goldbarren gehören zu den Dekorativsten der Welt. Bei ihrer Herstellung wird noch während des Abkühlungsprozesses Luft unter das geschmolzene Gold geleitet, was zu einer leicht rissigen beziehungsweise reliefartigen Oberfläche führt. Nach traditioneller Lesart kann der Käufer des Barrens dadurch bestätigen, dass es sich um reines Gold handelt.

Solche Goldbarren haben in der Regel ein genau definiertes Gewicht von mindestens 20 und bis zu 30 Baht. Darüber hinaus wird in der Ausstellung noch eine Reihe weiterer, kunstvoller Modell-Barren aus Gold zu sehen sein, die von Tierarten über Architekturmotive bis hin zu berühmten Persönlichkeiten eine Vielzahl kunstvoller Figuren abbilden, hieß es.

Zu den innovativen Gestaltungsarten der Ausstellungsstücke gehören etwa auch die so genannten japanischen Yin-Yang Barren aus Gold, welche in ihrer Form die Harmonie der Gegensätze repräsentieren. Sie wurden ausschließlich in Japan zwischen den Jahren 1993 bis 2001 hergestellt.

Die ausgesuchten Exponate der "Rothschild Sammlung" beinhalten zudem so genannte Tola-Barren aus Indien, Donut-Barren chinesischen Ursprungs oder auch Goldbarren in Knochen-Form aus Brasilien, um nur einige wenige zu nennen. Der Geschäftsführer der Degussa Goldhandel AG in Genf, Andreas Hablützel, sagte dazu laut Mitteilung:

"Dass wir in Genf ab sofort diese ganz besonderen Exponate einem breiten Publikum zum ersten Mal zeigen können, ist für uns eine besondere Freude".

Man sei sich "absolut sicher", so Hablützel weiter, dass die Besucher "beim Anblick dieser kulturell einzigartigen Goldbarrenvielfalt auf ihre Kosten kommen werden". Unterdessen kann man in einem von Degussa bereit gestellten Online-Katalog neben dem Begleittext zur Ausstellung auch alle wichtigen Hintergrundinformationen zu vielen der in Genf ausgestellten Goldbarren finden.

Über die "Rothschild Sammlung" außergewöhnlicher Goldbarren

Die komplette "Rothschild Sammlung" umfasst künstlerisch und historisch sehr wertvolle Goldbarren von rund 145 Herstellern aus 35 Ländern und spiegelt damit die Atem raubende Vielfalt von weltweit hergestellten Goldbarren wider.

Laut Degussa hat die Sammlung ein Gesamtgewicht von 230 Kilogramm Feingold und einen Materialwert von geschätzten 10 Millionen Schweizer Franken (ca. 9 Millionen Euro). Die Sammlung wurde im Jahr 1993 vom australischen Zweig der legendären Geschäftsbank der N.M. Rothschild & Sons gegründet und verblieb bis zum überraschenden Rückzug der Rothschild Group aus dem Goldmarkt im Jahr 2004 in deren Besitz.

Im Jahr 2005 übernahm schließlich die australische Prägeanstalt Perth Mint die Verwahrung der Sammlung außergewöhnlicher Goldbarren. Im Jahr 2014 wurde die historisch und kulturell bedeutsame "Rothschild Sammlung" dann vollständig von der Degussa Goldhandel GmbH erworben und gehört seitdem zur "Sammlung Degussa", wie es in einer Pressemitteilung der Degussa vom Mai 2014 hieß.

Demnach habe man zusammen mit den Goldbarren der "Rothschild Sammlung" zudem eine Vielzahl weiterer Ausstellungsstücke wie etwa Schmelztigel, Gesteinsmuster aus Minen, Gussformen für Barren und "weitere aus dem Umfeld des Goldes stammende Objekte, die die Welt der Goldproduktion und -fabrikation im Allgemeinen anschaulich machen", erworben.

Schon damals wurde angekündigt, dass man ausgewählte Stücke künftig auch in den Degussa-Standorten in Deutschland, England und der Schweiz präsentieren wolle. Darüber hinaus soll die vielfältige Sammlung in Zukunft auch nationalen und internationalen Ausstellern auf Leihbasis zur Verfügung gestellt werden, hieß es weiter.

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