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Stand: 10.03.2023 von © Gold.de Redaktion AB
Goldschmuck, Münzen, Silberbesteck, Opas Golduhr: Fast immer tauchen bei einer Haushaltsauflösung Wertgegenstände aus Edelmetall auf. Insbesondere bei Gold kommt schnell die Frage auf: Behalten oder verkaufen? Wenn ja, wo und wie am besten? GOLD.DE hat die Antworten.
Haushaltsauflösung: Die besten Tipps zu Altgold!
Das Wichtigste in Kürze
  • Altgold: Verkauf meist die beste Option
  • Altgoldankäufer kaufen auch Silber und andere Edelmetalle an
  • Verkaufserlöse bei Gold, Platin und Palladium erheblich
  • Faustformel: Hoher Weltmarktpreis = hoher Ankaufspreis
  • Tipp: Anlagegold als Geldanlage weiterführen
Haushaltsauflösung: Was tun mit Altgold? Haushaltsauflösung: Was tun mit Opas goldener Taschenuhr?

Gold aus Nachlass: Verkaufen oder behalten?

Gold spielt bei Nachlässen eine besondere Rolle, da es oft vorkommt, dass Gold geerbt wird. Zudem sind die Verkaufserlöse hoch. Doch Gold ist nicht gleich Gold. Es sollte unterschieden werden:

  • Zahngold: Kaum jemand wird sowas ernsthaft behalten wollen. Also verkaufen
  • Schmuck: Omas Goldring ist selten das, was man heute tragen will. Wenn man nicht ein ausgesuchtes Stück als Erinnerung behalten möchte, ist auch hier ein Verkauf meist die bessere Option. Es kann nämlich die Trauerarbeit unterstützen, wenn man sich von Dingen trennt
  • Wertgegenstände: Bevor auch Opas goldene Taschenuhr ewig in der Schublade liegt: Besser verkaufen
  • Münzsammlungen (= historisch wertvolle Goldmünzen): Meist fehlt den Erben das Faible oder die Sachkenntnis, um dies weiterzuführen. Dann ist ein Verkauf die bessere Option
  • Anlagegold (= Bullionmünzen und Barren): Hier sollte ernsthaft erwogen werden, dies als Geldanlage weiter zu führen

Entsprechendes gilt auch für andere Edelmetalle. Bei Silber sind die Verkaufserlöse allerdings viel geringer.

Tipp: Ein Tausch "Altgold gegen Anlagegold"! Manche nutzen den Erlös vom Altgoldverkauf, um in Anlagegold zu investieren.

Überblick: Was verkaufe ich wo am besten?

Altgold-Ankäufer Edelmetallhändler Münzfachhandel, Auktionshäuser Juweliere
Schmuck (Gold, Silber, Platin etc.)
Wertgegenstände (goldene Uhr, Silberbesteck etc.)
Zahngold
Barren (Bullionware)
Münzen (Bullionware)
wertvolle historische Münzen / Sammlungen
exquisiter Schmuck von hohem Interesse

Was ist mit ebay oder Kleinanzeigenportalen?

Sie empfehlen sich nur bedingt. Denn für eine Wertermittlung müssen historische Münzen, Schmuck oder Altgold persönlich begutachtet werden. Bei Münzen und Barren sind seriöse Edelmetallhändler die bessere Wahl.

Altgold

Als Altgold gilt, was als Produkt nicht mehr weiter verkauft werden kann und daher eingeschmolzen wird. Zahngold ist grundsätzlich Altgold. Auch Schmuck und sonstige Wertgegenstände aus Edelmetall wandern meist in die Schmelze.

Beim Ankauf wird zunächst der Goldanteil ermittelt. Dann erhält der Eigentümer den Wert des Goldes zum Tageskurs ausbezahlt. Steht der Weltmarktpreis (="Spotpreis") hoch, wird mehr ausbezahlt und umgekehrt.

Angekauft werden natürlich auch Silber, Platin und andere Edelmetalle. Das Procedere ist vergleichbar. Da Gold jedoch die größte Rolle bei Nachlässen spielt, ist der Begriff "Altgoldankäufer" gängig.

Altgoldankäufer gibt es in jeder größeren Stadt. Tipp: Geschäfte mit Tradition, die schon lange vor Ort sind. Auch Scheideanstalten kaufen an, manchmal gibt es aber Mindestmengen.

Ein Verkauf ist auch bequem online möglich. Vorteil: Man kann Ankaufspreise vorher vergleichen:

Bei Schmuck gilt allgemein: Hat das Schmuckstück erkennbar wertvolle Edelsteine oder Diamanten, achten Sie darauf, dass diese gesondert ausgewiesen und berechnet werden. Bei seriösen Goldankäufern eine Selbstverständlichkeit.

Schmuck: Lohnt der Gang zum Juwelier?

In den meisten Fällen lohnt der Gang zum Juwelier nicht. Juweliere machen auch nichts anderes als den aktuellen Materialwert auszuzahlen und dann das Stück einzuschmelzen.

Die Ankaufspreise von Juwelieren liegen aber oft unter dem, was Goldankäufer bieten. Juweliere sind nicht spezialisiert auf Goldankauf. Deren Infrastruktur (= edler Verkaufsraum) ist Teil der Kalkulation und muss daher mit bezahlt werden. Auch gibt es in einem Ladengeschäft keine Möglichkeit zum Preisvergleich.

Es gibt aber Ausnahmen. Schmuckstücke von ausgesuchter Schönheit, die weiter verkauft werden können. Hier sind Ankaufspreise möglich, die deutlich über dem reinen Goldwert liegen. Indikatoren können sein besonders schöne Edelsteine, aufwändige meisterliche Verarbeitung oder aktuelle (Retro-) Trends. Hier empfehlen sich Juweliere, die auf historisch wertvollen Antikschmuck aus bestimmte Epochen wie Belle Epoque, Art Deco oder Jugendstil spezialisiert sind. Fragen Sie aber nach , wie hoch der extra Wert über dem reinen Gold Materialwert liegt.

Bullionware

Unter Bullionware versteht man Münzen und Barren, die primär der Investition in das betreffende Edelmetall dienen. Der Wert bemisst sich im wesentlich nach dem tagesaktuellen Weltmarktpreis. Bekanntestes Beispiel unter den Bullionmünzen ist der Krügerrand in Gold. Inzwischen ist aber auch der Krügerrand in Silber populär.

Kommen Sie in den Besitz von Bullionware, prüfen Sie, ob diese Geldanlage weitergeführt werden sollte. Insbesondere gilt dieser Tipp für Goldmünzen und Goldbarren, also Anlagegold.

Wer dennoch verkaufen möchte, für den empfiehlt sich der Gang zum Edelmetallhändler. Denn Bullionware ist im Gegensatz zu Altgold Handelsware, geht also in den Wiederverkauf. Da Edelmetallhändler den Markt gut kennen, bekommt man hier meist bessere Ankaufspreise als bei einem gewöhnlichen Altgold Ankäufer. Voraussetzung: Es liegen keine größeren Beschädigungen vor.

Sonderfall historische Münzen & Münzsammlungen

War Opa Münzsammler, dann besteht die Chance, dass in seiner Sammlung wertvolle historische Goldmünzen oder Silbermünzen von besonderem Interesse sind. Deren Wert kann erheblich über dem reinen Materialwert liegen. Um dies abzuklären, empfiehlt sich Expertenrat. Den bekommt man im spezialisierten Münzfachhandel. Tipp: Münzclubs bieten den Vorteil, dass bei der Begutachtung keine Geschäftsinteressen verfolgt werden.

Ratgeber Haushaltsauflösung

Eine Haushaltsauflösung ist nötig, wenn der Wohnungsinhaber seinen Haushalt nicht mehr führt. Dabei muss nicht zwangsläufig ein Sterbefall der Auslöser sein. Auch ein Umzug ins Pflegeheim oder ein ganz normaler Wohnungswechsel können eine Haushaltsauflösung nach sich ziehen.

Fast immer aber ist eine Haushaltsauflösung mehr als nur ein paar alte Möbel zu entsorgen. Verträge, Behördliches oder Abonnements müssen gekündigt werden. Gibt es einen Mietvertrag, so besteht auch hier Handlungsbedarf. Oft steht eine Renovierung an, wenn die Wohnung oder das Haus neu vermietet oder verkauft werden soll.

Wer darf auflösen? Wer darf verkaufen?

Einen Haushalt auflösen darf nur, wer dazu berechtigt ist. Dasselbe gilt für den Verkauf von Gegenständen.

Berechtigt ist zunächst der Eigentümer. Ist dieser dazu nicht in der Lage, dann können Erben den Nachlass auflösen. Auch Bevollmächtigte können einen Haushalt auflösen.

Erben tragen die Kosten und bekommen auch den Erlös. Bevollmächtigte handeln dagegen im Namen des Betreuten und sind rechenschaftspflichtig. Entsprechende Legitimationen müssen aber in beiden Fällen vorliegen. Ansonsten können mehrere Straftatbestände berührt werden wie etwa Unterschlagung oder Diebstahl.

Von einer Haushaltsauflösung zu unterscheiden ist die Entrümpelung oder gar das "Ausmisten” einer Messie Wohnung.

Wohnung selber auflösen oder Entrümpelungsdienst?

Wer einen Haushalt selber auflösen will, darf den Zeitaufwand nicht unterschätzen. Ausräumen, entsorgen oder ein Verkauf kann viel Zeit in Anspruch nehmen.

Bequemer sind professionelle Dienste. Tipp: Mehrere Angebote einholen. Der erste Besichtigungstermin sollte kostenlos sein. Ein seriöser Entrümpelungsdienst wird bei seinem Angebot Gegenstände von Wert erkennen und gegenrechnen.

Checklist Haushalt auflösen: So gehen Sie am besten vor

Schritt 1: Wichtige Wertgegenstände und Dokumente sichern

Hierunter fallen Bankunterlagen, Versicherungs- und Steuerangelegenheiten, Bargeld, Schmuck, oder der Inhalt eines Tresors. Dabei auch alle Schubladen und Schränke gründlich durchsuchen. Auch ein Blick unter die Bettmatratze soll schon öfters lukrativ gewesen sein.

Schritt 2: Terminplanung

Helfer, Miettransporter oder gar einen Müllcontainer wollen organisiert werden; Termine der Entsorgungsbetriebe müssen in Erfahrung gebracht werden. Tipp: Mancherorts ist die Abholung von Sperrmüll noch kostenlos. Sollen die Möbel in Eigenregie verkauft werden, muss möglicherweise Platz für die Zwischenlagerung organisiert werden.

Schritt 3: Langfristige Verträge kündigen

Dazu zählen etwa Mietvertrag, Abos, Stadtwerke, Versorger oder Telekommunikationsdienstleister

Schritt 4: Persönliche Erinnerungsstücke

Nach Wunsch sichern. Das können etwa sein Fotoalben, Videokassetten aus der Kindheit oder das eine oder andere Bild an der Wand.

Schritt 5: Expertenrat einholen und seriöse Ankäufer suchen

Folgende Gegenstände sind für Laien schwer einzuschätzen, können aber einen erheblichen Wert haben: Gemälde, historische Münzen, antike Möbel, Briefmarken, Militaria, Teppiche, altes (Blech-) Spielzeug, Puppen, alte Bücher, Fotoausrüstungen, altes Geschirr oder Kunst. Hier lohnt es sich, Expertenrat einzuholen. Bei manchen Dingen kann auch ebay eine Alternative sein.

Schritt 6: Elektrogeräte

Bei Elektrogeräten wie TV-Gerät oder Waschmaschine abwägen, ob man sie noch selber nutzen will.

Schritt 7: Kostenlose karitative Dienste

Fast jede größere Stadt hat karitative Einrichtungen wie eine Kleiderkammer oder Möbelkammer. Die kommen auch gern und holen umsonst ab.

Schritt 8: Ankauf von Schallplatten und CDs

Für Schallplatten und CDs gibt es ebenfalls spezialisierte Aufkäufer, die gern ins Haus kommen und ganze Sammlungen kaufen

Schritt 9: Entrümpelung

Erst jetzt kommt die eigentliche Entrümpelung. Tipp: Bei viel Schrott lohnt eine Fahrt zum Recyclinghof. Die meisten zahlen Geld für Schrott.

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von Mathatis | 11.05.2017, 08:45 Uhr Antworten

Mir unverständlich. Findet der Leser Gold(echtes Geld mit intrinsischen Wert) soll er es also schnellstmöglich in Papier umtauschen und verkonsumieren. Zur Erinnerung ein Geldschein ist wie der Name schon sagt, nur Schein, er gibt vor etwas zu sein was er nicht ist. 70% Kaufkraftverlust seit der Einführung des Euro Scheins zeigen, dass ein Schein als Wertspeicher völlig ungeeignet ist. Er enthält zwar ein Versprechen für den jederzeitigen Umtausch gegen beliebige Sachwerte, Gold hingegen ist bereits ein Sachwert der stetig in der Bewertung zu Fiat Money an Wert gewinnt und ebenfalls jederzeit gegen Sachwerte getauscht werden kann.
Der Preis von Gold spiegelt auch nicht den tatsachlichen Wert des Goldes wieder, da Papiergeld beliebig ohne irgend einen deckenden Gegenwert, in Unmengen aus dem nichts erschaffen wird, und zwar solange, bis auch das letzte Schäfchen seine letzten Reste Gold brav abgeliefert hat. Ich muss mein leben lang hart Arbeiten, um ein paar Scheine zu erhalten, welche die EZB per Knopfdruck aus dem Nichts zaubert. In Gold hingegen steckt Arbeitszeit und Arbeitskraft. Altgold sollte also nur verkauft werden um es in handelsübliche Goldeinheiten zu tauschen.

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