Stand: 08.05.2017  1 Kommentare

Dass bei einer Haushaltsauflösung auch mal unerwartet kleine Goldschätze entdeckt werden, ist gar nicht so selten. Doch hat sich die erste Freude über den Zufallsfund gelegt, kommen die Fragen. Was tun mit Omas Brosche? Wohin mit Opas Golduhr? Und was bitte machen wir mit den Goldmünzen? Wir haben die besten Tipps für den Umgang mit solchen Altgold Fundstücken zusammengestellt.

Normalerweise hat man recht schnell einen Überblick, was ein verstorbenes Familienmitglied an Wertsachen hatte. Bankkonten, der Safe, die Schmuckschublade - man weiß, wo sich was befindet.

Dennoch passiert es immer wieder, dass nach Monaten oder gar Jahren weitere Wertsachen auftauchen. Nämlich dann, wenn der Haushalt aufgelöst wird und Meister Zufall behilflich ist. Man kann nur mutmaßen, was in Zuckerdosen, zwischen Dachbodendielen oder hinter doppelten Schrankwänden so alles gefunden wird. Bei einer Generation, die noch die Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeit erleben musste, darf es nicht verwundern, wenn Goldschmuck, der Notgroschen und Ähnliches regelrecht versteckt wurde. Für die neuen Eigentümer stellt sich dann die Frage: Was tun mit dem unerwarteten Fund?

Eine Antwort können wir gleich geben: Sind es Erinnerungsstücke von besonderem Wert, dann sollten Sie diese auch in Ehren halten.

Wann lohnt ein Altgold Verkauf?

In den meisten Fällen ist Verkauf die bessere Option. Denn der Schmuck, der Oma gefallen hat, ist meist nicht das, was die heutige Generation tragen will. Und eine goldene Taschenuhr ist wirklich nur was für ausgewiesene Freunde des Retro Chic. Bevor also solche Wertgegenstände das Schicksal eines tristen Schubladen-Daseins ereilt, ist es besser, diese zu verkaufen. Ein Verkauf von Altgold geht schnell und einfach. Sie müssen noch nicht einmal ein Ladengeschäft aufsuchen, denn ein Verkauf ist auch bequem online möglich. Zudem zeigt Ihnen unser online Preisvergleich, wo Sie top Preise bekommen. Von dem Erlös können Sie sich dann etwas wirklich Schönes gönnen.

Außerdem kann es die Trauerarbeit und das Abschiednehmen unterstützen, wenn man sich von bestimmten Dingen trennt.

Was tun mit Goldmünzen und Goldbarren?

Auch solche kleinen Goldschätze können bei einer Haushaltsauflösung entdeckt werden. Eine kleine Goldmünzensammlung passt gut in jede Schublade; Goldbarren gibt es in kleinen und kleinsten Stückelungen bis hin zu einem Gewicht von einem Gramm (1 g), oder sogar darunter. Münzen und Barren stellen aber kein Altgold dar, jedenfalls solange sie keine größeren Beschädigungen aufweisen. Sie sind ein Goldinvestment. Somit stellt sich nur die Frage, ob man diese Art der Vermögensanlage weiterführen möchte oder nicht. 

Feingoldbarren sind in der Regel keine Sammlerobjekte. Hier geht es tatsächlich nur um den reinen Materialwert an Gold. 

Bei Goldmünzen muss genauer geschaut werden. War Opa leidenschaftlicher Münzsammler, dann besteht die Chance, dass in seiner Sammlung Goldstücke von besonderem Wert sind. Dieser kann erheblich über dem reinen Wert des Goldanteils liegen. Um dies abzuklären, empfiehlt sich ein Gang zum Fachhandel oder zu einem Münzclub. Tipp: Münzclubs bieten den Vorteil, dass bei der Begutachtung keine Geschäftsinteressen verfolgt werden.

Goldankäufer oder Edelmetallhändler?

Faustformel: Handelt es sich um Wertgegenstände, die nicht mehr benutzt werden und somit als Altgold eingeschmolzen werden, dann ist ein Gold Ankäufer die bessere Wahl. Unter Altgold fallen Schmuck, Zahngold, Uhren, ein Besteck aus Gold, aber auch stärker beschädigte Goldmünzen oder Barren.

Handelt es sich um Gold als Wertform, also Münzen oder Barren, dann bekommen Sie beim Edelmetall Händler bessere Preise. Vorausgesetzt, die Goldstücke sind unbeschädigt, also bankhandelsfähig.

Zur Verdeutlichung nachfolgend eine Übersicht einiger gängiger Wertgegenstände aus Gold, und wo Sie diese am besten verkaufen.


Goldankäufer Edelmetallhändler
Goldkette
Goldring
goldene Uhr
vergoldetes Besteck
Goldschmuck allg.
Goldbarren
Goldmünzen (Bsp.: Krügerrand)

Altgold verkaufen in 3 Schritten

Schritt 1: Wiegen und Punzierung ablesen

Damit Sie eine Orientierung für den Verkauf haben, sollten Sie eine ungefähre Vorstellung vom Goldwert haben. Alles was Sie dazu brauchen, ist eine Briefwaage oder eine gute handelsübliche Küchenwaage mit Digitalanzeige. Jetzt wiegen Sie das "gute Stück” und schauen nach der Feinheit des Goldes. Der Feingehalt ist üblicherweise direkt am Schmuckstück in Form eines Stempels angegeben, der sogenannten Punzierung. Typische Werte sind etwa 375, 585 oder 750. Wenn Sie mehr wissen wollen, was diese Werte bedeuten: Hier finden Sie weitere Informationen zu Punzierungen und Feingoldangaben.

Schritt 2: Goldwert ermitteln mit dem Goldrechner

Mit Gewicht und Feinheit haben Sie die beiden Werte, welche unser Goldrechner benötigt. Einfach die Werte eintragen, und schon wissen Sie den tagesaktuellen Goldwert von Ihrem Fundstück.

Schritt 3: Der Verkauf

Vergleichen Sie bei uns bequem online die Händlerpreise für den Altgold Ankauf und treten dann mit dem Händler in Kontakt, der den besten Altgold Preis zahlt. Der Verkauf ist denkbar einfach: Sie schicken die Ware zusammen mit dem Begleitschreiben per Post an den Händler Ihrer Wahl. Er wird dann prüfen, ob es sich um echtes Gold handelt. Außerdem haben Händler auch die nötigen Spezialwaagen, um das Gewicht exakt zu ermitteln. Danach bekommen Sie ein exaktes Preisangebot. Wenn Sie wollen, ist der Deal dann perfekt.

Wahlweise können Sie natürlich auch an einen Händler verkaufen, der in Ihrer Nähe liegt.


Altgold verkaufen zum besten Preis
 

Wann lohnt ein Gang zum Juwelier?

In den meisten Fällen nicht. Denn auch Juweliere machen nichts anderes als den aktuellen Preis des Goldwertes auszuzahlen. Hinterher wird das Schmuckstück eingeschmolzen, um das Edelmetall zu gewinnen. Zudem haben Sie im Ladengeschäft keine Möglichkeit zum Preisvergleich.

Ausnahmen: Schmuckstücke von ausgesuchter Schönheit. Hier können Sie tatsächlich mehr Geld bekommen als den reinen Gegenwert des Goldanteils. Aber auch ein Juwelier orientiert sich an Moden, Stil und Zeitgeist. Schließlich will er keine Ladenhüter einkaufen.

Ratgeber Haushaltsauflösung

Was ist überhaupt eine Haushaltsauflösung? Eine Haushaltsauflösung ist immer dann nötig, wenn der Wohnungsinhaber seinen Haushalt nicht mehr führt. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Tod, Umzug ins Pflegeheim, oder auch ein ganz normaler Wohnungswechsel. Eine Haushaltsauflösung ist also nicht gleichzusetzen mit der Entrümpelung, oder gar dem "Ausmisten” einer Messie Wohnung, wie es in manchen fragwürdigen TV-Formaten gern gezeigt wird. Auch sehr geordnete Haushalte müssen irgendwann einmal aufgelöst werden.

Außerdem ist eine Haushaltsauflösung meist mehr als nur ein paar alte Möbel, die zu entsorgen sind. Verträge, Behördliches oder Abonnements müssen gekündigt werden. Gibt es einen Mietvertrag, so besteht auch hier Handlungsbedarf. Oft steht noch eine Renovierung an, wenn die Wohnung oder das Haus neu vermietet werden sollen, oder ein Verkauf der Immobilie ansteht.

Wer darf auflösen? Und wer darf verkaufen?

Die Frage klingt banal, hat aber einen ernsten Hintergrund. Denn einen Haushalt auflösen darf nur, wer dazu berechtigt ist. Dasselbe gilt für den Verkauf von Gegenständen.

Berechtigt ist zunächst der Eigentümer. Ist dieser dazu nicht in der Lage, dann können Erben den Nachlass auflösen. Auch Bevollmächtigte können einen Haushalt auflösen.

Erben tragen die Kosten und bekommen auch den Erlös. Bevollmächtigte handeln dagegen im Namen des Betreuten. Entsprechende Legitimationen müssen aber in beiden Fällen vorliegen. Ansonsten können mehrere Straftatbestände berührt werden, etwa Unterschlagung, oder Diebstahl.


Wohnung selber auflösen oder Entrümpelungsdienst kommen lassen?

Wer einen Haushalt selber auflösen will, darf den Zeitaufwand nicht unterschätzen. Das gilt nicht nur für das Ausräumen, sondern auch für die Entsorgung der alten Sachen. Auch ein Verkauf von Wertgegenständen bei eBay oder sonstigen Kleinanzeigen kann viel Zeit in Anspruch nehmen.

Bequemer sind professionelle Dienste. Tipp: Mehrere Angebote einholen. Der erste Besichtigungstermin sollte sowieso kostenlos sein. Ein seriöser Entrümpelungsdienst wird bei seinem Angebot Gegenstände von Wert erkennen und gegenrechnen. 


Checklist Haushalt auflösen: So gehen Sie am besten vor


Schritt 1: Wichtige Wertgegenstände und Dokumente sichern

Hierunter fallen Bankunterlagen, Versicherungs- und Steuerangelegenheiten, Bargeld, Schmuck, oder der Inhalt eines Tresors. Dabei auch alle Schubladen und Schränke gründlich durchsuchen. Der goldene Verlobungsring, das hübsche Collier oder die kleine Goldkette sollen schließlich nicht auf dem Sperrmüll landen. Auch ein Blick unter die Bettmatratze soll schon öfters lukrativ gewesen sein.

Schritt 2: Terminplanung

Jetzt geht es daran, Helfer, einen Miettransporter, oder gar einen Müllcontainer zu organisieren. Auch müssen Termine der Entsorgungsbetriebe in Erfahrung gebracht werden. Tipp: Mancherorts ist die Abholung von Sperrmüll noch kostenlos. Sollen die Möbel in Eigenregie verkauft werden, muss Platz für die Zwischenlagerung organisiert werden.

Schritt 3: Langfristige Verträge kündigen

Dazu zählen etwa Mietvertrag, Zeitschriften-Abos, Telekommunikationsdienstleister oder Stadtwerke

Schritt 4: Persönliche Erinnerungsstücke

Das können etwa sein Fotoalben, Video Kassetten aus der Kindheit, oder das eine oder andere Bild an der Wand.

Schritt 5: Expertenrat einholen und seriöse Ankäufer suchen 

Folgende Gegenstände sind für Laien schwer einzuschätzen, können aber einen erheblichen Wert haben: Gemälde, Münzen, antike Möbel, Briefmarken, Militaria, Teppiche, altes (Blech-) Spielzeug, Puppen, alte Bücher, Fotoausrüstungen, altes Geschirr, oder Kunst. Hier lohnt es sich, Expertenrat einzuholen. Vertrauenswürdige Ankäufer werden Ihnen faire Preise machen für Antikes und es dann ankaufen. Auch manche Auktionshäuser wickeln komplette Nachlässe ab.

Schritt 6: Elektrogeräte

Bei Elektrogeräten wie TV-Gerät oder Waschmaschine abwägen, ob man sie noch selber nutzen will.

Schritt 7: Kostenlose karitative Dienste

Fast jede größere Stadt hat karitative Einrichtungen wie eine Kleiderkammer oder Möbelkammer. Die kommen auch gern und holen umsonst ab.

Schritt 8: Ankauf von Schallplatten und CDs

Für Schallplatten und CDs gibt es ebenfalls spezialisierte Aufkäufer, die gern ins Haus kommen und ganze Sammlungen kaufen

Schritt 9: Entrümpelung

Erst jetzt kommt die eigentliche Entrümpelung. Tipp: Bei viel Schrott lohnt eine Fahrt zum Recyclinghof. Die meisten zahlen Geld für Schrott.

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Kommentare [1]
  • von Mathatis | 11.05.2017, 08:45 Antworten

    Mir unverständlich. Findet der Leser Gold(echtes Geld mit intrinsischen Wert) soll er es also schnellstmöglich in Papier umtauschen und verkonsumieren. Zur Erinnerung ein Geldschein ist wie der Name schon sagt, nur Schein, er gibt vor etwas zu sein was er nicht ist. 70% Kaufkraftverlust seit der Einführung des Euro Scheins zeigen, dass ein Schein als Wertspeicher völlig ungeeignet ist. Er enthält zwar ein Versprechen für den jederzeitigen Umtausch gegen beliebige Sachwerte, Gold hingegen ist bereits ein Sachwert der stetig in der Bewertung zu Fiat Money an Wert gewinnt und ebenfalls jederzeit gegen Sachwerte getauscht werden kann.
    Der Preis von Gold spiegelt auch nicht den tatsachlichen Wert des Goldes wieder, da Papiergeld beliebig ohne irgend einen deckenden Gegenwert, in Unmengen aus dem nichts erschaffen wird, und zwar solange, bis auch das letzte Schäfchen seine letzten Reste Gold brav abgeliefert hat. Ich muss mein leben lang hart Arbeiten, um ein paar Scheine zu erhalten, welche die EZB per Knopfdruck aus dem Nichts zaubert. In Gold hingegen steckt Arbeitszeit und Arbeitskraft. Altgold sollte also nur verkauft werden um es in handelsübliche Goldeinheiten zu tauschen.

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