Stand: 08.05.2021 von © Gold.de Redaktion AB
Dass bei einer Haushaltsauflösung unerwartet kleine Goldschätze entdeckt werden, ist nicht selten. Dann stellt sich schnell die Frage: Wohn mit Opas Golduhr oder Omas Goldschmuck? Was bitte tun wir mit den Goldmünzen? GOLD.DE informiert: Wie Sie mit Goldfunden aus Nachlässen am besten umgehen.
Haushaltsauflösung - oder: Wohin mit Opas Golduhr?
Das Wichtigste in Kürze
  • Bei Altgold ist Verkauf meist die beste Option
  • Tipp: Wert vorher selber ermitteln
  • Altgold Verkauf bei jedem seriösen Goldankäufer möglich
  • Tipp: Münzen und Barren als Geldanlage weiterführen

Was tun mit Altgold?

Meist stammt Altgold aus einem Nachlass. Wobei den Erben manchmal so ein Fund auch erst Jahre später in die Hände fällt. Man kann nur mutmaßen, was unter Dachbodendielen oder hinter doppelten Schrankwänden so an goldenen Wertgegenständen versteckt ist. Gold galt und gilt schon immer als Notnagel für Krisenzeiten. Da mag manchen das Versteck als besonders geeigneter Verwahrort erscheinen.

Da Gold aber zeitlos ist, spielt der Zeitfaktor letztlich keine Rolle. Altgold kann jederzeit gut verkauft werden. Und wenn es keine Erinnerungsstücke von besonderem Wert sind, dann ist ein Verkauf auch die bessere Option. Die goldene Taschenuhr von Opa ist nunmal nur was für ausgewiesene Freunde des Retro Chic oder Uhrensammler. Und der Goldschmuck von Oma ist selten das, was heute in Mode ist. Außerdem kann es die Trauerarbeit und das Abschiednehmen unterstützen, wenn man sich von Dingen trennt.

Als Altgold gilt, was als Produkt nicht mehr weiter gehandelt wird und daher eingeschmolzen wird. Neben Schmuck und Uhren zählen etwa auch Bestecke aus Gold oder Zahngold dazu.

Altgold verkaufen geht schnell und einfach. Und grundsätzlich kann man Altgold an jeden seriösen Goldankäufer gut verkaufen. In nahezu jeder Stadt gibt es Ankäufer. Dabei müssen Sie noch nicht einmal ein Ladengeschäft aufsuchen, denn ein Verkauf ist auch bequem online möglich. Mehr:

Besteht der Schmuck aus zusätzlichen wertvollen Edelsteinen, achten Sie darauf, dass diese gesondert angerechnet werden. Für seriöse Altgoldankäufer ist das eine Selbstverständlichkeit.

Tipp: Altgold Wert vor dem Verkauf selber ermitteln

Wer besser informiert ist verkauft auch besser! Alles was Sie dazu brauchen, ist die Punzierung sowie eine feine Waage. Die Punzierung ist ein kleiner Stempel an unauffälliger Stelle und gibt Auskunft über den Anteil reinen Goldes in Karat oder Tausendteilen vom Gewicht.

Haben Sie Punzierung und Gesamtgewicht, können Sie mit dem GOLD.DE Ankaufrechner den tagesaktuellen Goldwert von Ihrem Fundstück bestimmen. Einfach die Werte eintragen, und schon wissen Sie, was ihr Altgold wert ist und welcher Ankäufer Ihnen welchen Preis bietet!

Lohnt ein Gang zum Juwelier?

In den meisten Fällen nicht. Denn auch Juweliere machen nichts anderes als den aktuellen Preis des Goldwertes auszuzahlen. Hinterher wird das Schmuckstück eingeschmolzen. Zudem haben Sie im Ladengeschäft keine Möglichkeit zum Preisvergleich.

Ausnahmen sind Schmuckstücke von ausgesuchter Schönheit, die weiter verkäuflich sind.

Was tun mit Goldmünzen und Goldbarren?

Münzen und Barren gelten als Anlagegold. Tipp: Führen Sie diese Art der Vermögensanlage weiter! Dafür gibt es viele Gründe: Als Sachwert kann Gold einen guten Schutz gegen Geldentwertung bieten; zudem ist es immer ratsam, sein Vermögensportfolio zu diversifizieren.

Wer dennoch verkaufen möchte, für den empfiehlt sich der Gang zum Edelmetallhändler. Anlagegold wird im Gegensatz zu Altgold nicht eingeschmolzen wird, sondern ist eine Handelsware. Da Edelmetallhändler den Markt gut kennen bekommt man hier meist einen besseren Ankaufspreis als bei einem gewöhnlichen Altgold Ankäufer. Voraussetzung: Die Goldmünzen oder Goldbarren weisen keine größeren Beschädigungen auf.

Auch hier ist der Ankauf übers Internet inzwischen sehr beliebt. Und wer vorab auf GOLD.DE die Ankaufspreise vergleicht ist im Vorteil. Zudem sind alle im GOLD.DE Preisvergleich gelisteten Händler zertifiziert. Mehr:

Überblick: Was verkaufe ich wo am besten?

Goldankäufer (Altgold) Edelmetallhändler (Anlagegold)
Goldkette
Goldring
goldene Uhr
vergoldetes Besteck
Goldschmuck allg.
Goldbarren
Goldmünzen (Bsp.: Krügerrand)

Ein Sonderfall sind historischen Goldmünzen. War Opa leidenschaftlicher Münzsammler, dann besteht die Chance, dass in seiner Sammlung Goldmünzen von besonderem Wert sind. Dieser kann erheblich über dem reinen Wert des Goldanteils liegen. Um dies abzuklären, empfiehlt sich ein Gang zum spezialisierten Münzfachhandel oder zu einem Münzclub. Tipp: Münzclubs bieten den Vorteil, dass bei der Begutachtung keine Geschäftsinteressen verfolgt werden.

Ratgeber Haushaltsauflösung

Was ist überhaupt eine Haushaltsauflösung? Eine Haushaltsauflösung ist immer dann nötig, wenn der Wohnungsinhaber seinen Haushalt nicht mehr führt. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Tod, Umzug ins Pflegeheim, oder auch ein ganz normaler Wohnungswechsel. Eine Haushaltsauflösung ist also nicht gleichzusetzen mit der Entrümpelung, oder gar dem "Ausmisten” einer Messie Wohnung, wie es in manchen fragwürdigen TV-Formaten gern gezeigt wird. Auch sehr geordnete Haushalte müssen irgendwann einmal aufgelöst werden.

Außerdem ist eine Haushaltsauflösung meist mehr als nur ein paar alte Möbel, die zu entsorgen sind. Verträge, Behördliches oder Abonnements müssen gekündigt werden. Gibt es einen Mietvertrag, so besteht auch hier Handlungsbedarf. Oft steht noch eine Renovierung an, wenn die Wohnung oder das Haus neu vermietet werden sollen, oder ein Verkauf der Immobilie ansteht.

Wer darf auflösen? Wer darf verkaufen?

Einen Haushalt auflösen darf nur, wer dazu berechtigt ist. Dasselbe gilt für den Verkauf von Gegenständen.

Berechtigt ist zunächst der Eigentümer. Ist dieser dazu nicht in der Lage, dann können Erben den Nachlass auflösen. Auch Bevollmächtigte können einen Haushalt auflösen.

Erben tragen die Kosten und bekommen auch den Erlös. Bevollmächtigte handeln dagegen im Namen des Betreuten. Entsprechende Legitimationen müssen aber in beiden Fällen vorliegen. Ansonsten können mehrere Straftatbestände berührt werden, etwa Unterschlagung, oder Diebstahl.

Wohnung selber auflösen oder Entrümpelungsdienst?

Wer einen Haushalt selber auflösen will, darf den Zeitaufwand nicht unterschätzen. Das gilt nicht nur für das Ausräumen, sondern auch für die Entsorgung der alten Sachen. Auch ein Verkauf von Wertgegenständen bei eBay oder sonstigen Kleinanzeigen kann viel Zeit in Anspruch nehmen.

Bequemer sind professionelle Dienste. Tipp: Mehrere Angebote einholen. Der erste Besichtigungstermin sollte sowieso kostenlos sein. Ein seriöser Entrümpelungsdienst wird bei seinem Angebot Gegenstände von Wert erkennen und gegenrechnen.

Checklist Haushalt auflösen: So gehen Sie am besten vor

Schritt 1: Wichtige Wertgegenstände und Dokumente sichern

Hierunter fallen Bankunterlagen, Versicherungs- und Steuerangelegenheiten, Bargeld, Schmuck, oder der Inhalt eines Tresors. Dabei auch alle Schubladen und Schränke gründlich durchsuchen. Auch ein Blick unter die Bettmatratze soll schon öfters lukrativ gewesen sein.

Schritt 2: Terminplanung

Jetzt geht es daran, Helfer, einen Miettransporter, oder gar einen Müllcontainer zu organisieren. Auch müssen Termine der Entsorgungsbetriebe in Erfahrung gebracht werden. Tipp: Mancherorts ist die Abholung von Sperrmüll noch kostenlos. Sollen die Möbel in Eigenregie verkauft werden, muss Platz für die Zwischenlagerung organisiert werden.

Schritt 3: Langfristige Verträge kündigen

Dazu zählen etwa Mietvertrag, Zeitschriften-Abos, Telekommunikationsdienstleister oder Stadtwerke

Schritt 4: Persönliche Erinnerungsstücke

Das können etwa sein Fotoalben, Video Kassetten aus der Kindheit, oder das eine oder andere Bild an der Wand.

Schritt 5: Expertenrat einholen und seriöse Ankäufer suchen 

Folgende Gegenstände sind für Laien schwer einzuschätzen, können aber einen erheblichen Wert haben: Gemälde, historische Münzen, antike Möbel, Briefmarken, Militaria, Teppiche, altes (Blech-) Spielzeug, Puppen, alte Bücher, Fotoausrüstungen, altes Geschirr, oder Kunst. Hier lohnt es sich, Expertenrat einzuholen. Vertrauenswürdige Ankäufer werden Ihnen faire Preise machen für Antikes und es dann ankaufen. Auch manche Auktionshäuser wickeln komplette Nachlässe ab.

Schritt 6: Elektrogeräte

Bei Elektrogeräten wie TV-Gerät oder Waschmaschine abwägen, ob man sie noch selber nutzen will.

Schritt 7: Kostenlose karitative Dienste

Fast jede größere Stadt hat karitative Einrichtungen wie eine Kleiderkammer oder Möbelkammer. Die kommen auch gern und holen umsonst ab.

Schritt 8: Ankauf von Schallplatten und CDs

Für Schallplatten und CDs gibt es ebenfalls spezialisierte Aufkäufer, die gern ins Haus kommen und ganze Sammlungen kaufen

Schritt 9: Entrümpelung

Erst jetzt kommt die eigentliche Entrümpelung. Tipp: Bei viel Schrott lohnt eine Fahrt zum Recyclinghof. Die meisten zahlen Geld für Schrott.

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von Mathatis | 11.05.2017, 08:45 Antworten

Mir unverständlich. Findet der Leser Gold(echtes Geld mit intrinsischen Wert) soll er es also schnellstmöglich in Papier umtauschen und verkonsumieren. Zur Erinnerung ein Geldschein ist wie der Name schon sagt, nur Schein, er gibt vor etwas zu sein was er nicht ist. 70% Kaufkraftverlust seit der Einführung des Euro Scheins zeigen, dass ein Schein als Wertspeicher völlig ungeeignet ist. Er enthält zwar ein Versprechen für den jederzeitigen Umtausch gegen beliebige Sachwerte, Gold hingegen ist bereits ein Sachwert der stetig in der Bewertung zu Fiat Money an Wert gewinnt und ebenfalls jederzeit gegen Sachwerte getauscht werden kann.
Der Preis von Gold spiegelt auch nicht den tatsachlichen Wert des Goldes wieder, da Papiergeld beliebig ohne irgend einen deckenden Gegenwert, in Unmengen aus dem nichts erschaffen wird, und zwar solange, bis auch das letzte Schäfchen seine letzten Reste Gold brav abgeliefert hat. Ich muss mein leben lang hart Arbeiten, um ein paar Scheine zu erhalten, welche die EZB per Knopfdruck aus dem Nichts zaubert. In Gold hingegen steckt Arbeitszeit und Arbeitskraft. Altgold sollte also nur verkauft werden um es in handelsübliche Goldeinheiten zu tauschen.

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