27.06.2017
Kupfer in EUR
je Kilo (1000g)
6,46 EUR
+0,79 % +0,05 EUR
Wechselkurs
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Stand: Uhr
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Kupferkurse nach Gewicht

Gewicht Euro
1 Unze 0,20
1 Kilo 6,46
1 Tonne 6.458,26
Stand Kupferpreis: 27.06.17 - 12:25 Uhr

Kupferpreisentwicklung in Euro

Zeitraum Kupferpreis
Vortag (26.06.2017): 6.407,72 EUR
Aktuell (27.06.2017): 6.458,26 EUR
52-Wochen Hoch: 6.458,26 EUR
52-Wochen Tief: 4.572,50 EUR
Jahreshoch: 6.458,26 EUR
Jahrestief: 5.500,00 EUR
Zeitraum Entwicklung in Prozent
Seit Jahresbeginn +958,26 EUR +17,42 %
30 Tage +116,85 EUR +1,84 %
6 Monate +977,26 EUR +17,83 %
1 Jahr +1.767,26 EUR +37,67 %
5 Jahre -894,74 EUR -12,17 %
10 Jahre -1.201,74 EUR -15,69 %
Historischer Kupfer in Euro

Kupfer wird vom Menschen schon über 9.000 Jahre verwendet

Es ist nur schwer zu glauben, aber wahr und wissenschaftlich bewiesen: Schon die ältesten Kulturen in unserer Menschheitsgeschichte verarbeiteten Kupfer und stellten aus diesem Metall verschiedene Dinge des Alltags und im späteren Verlauf auch Münzen her.

Geschichte von Kupfer

Lassen Sie uns aufgrund der extrem langen Zeitspanne, seit der wir Menschen schon Kupfer verwenden, einen näheren Blick auf dessen Geschichte werfen.

Neben Gold, Silber und Zinn gehörte Kupfer schon sehr früh zu den wichtigsten Metallen. Mit Kupfer wurde aber schon Jahrtausende vorher gearbeitet. Dies liegt vor allem daran, dass es bis heute an über 2.900 verschiedenen Orten weltweit gefördert worden ist. Es sind bzw. waren also an vielen verschiedenen Orten ausreichende Vorkommen vorhanden. Darüber hinaus ist es relativ weich und gut formbar. Seine Be- bzw. Verarbeitung ist leichter als die anderer Metalle. Somit eignet sich Kupfer seit je her zur Herstellung der verschiedensten Dinge wie Waffen und Werkzeuge.

Ursprung der Kupferbearbeitung

Heute vermuten die Forscher, dass Kupfer erstmals in der frühsteinzeitlichen Siedlung Catal Hüyük im südlichen Anatolien verarbeitet worden ist. Das ist ungefähr 9.000 Jahre her. Dies blieb - wie weitere Funde belegen - vermutlich über mehrere tausend Jahre so, d. h. das Wissen um die Verarbeitung von Kupfer verbreitete sich nicht so rasant in weitere Siedlungsgebiete. Dies mag möglicherweise mit der damals noch geringen Siedlungsdichte zu erklären sein. Die Ägypter stellten auf jeden Fall erst ca. 4.000 v. Chr. Gegenstände aus Kupfer her.

Dies aber in größeren Mengen. Sie perfektionierten also den Abbau von Kupfererz und die Herstellung von Kupfer. Ein besonders beeindruckendes Zeugnis der Kupferverarbeitung ist bei Tempel des Sahure zu finden. Dort wurde bereits 2.500 v. Chr. eine ca. 400 Meter lange Wasserleitung aus Kupfer gefertigt. Das ist wirklich beeindruckend.

Woher kommt der Name "Kupfer"?

Seinen Namen verdankt Kupfer - wie so viele Worte in unserer heutigen Sprache - dem lateinischen Begriff cuprum, abgeleitet von cyprium, was so viel bedeutet wie Erz von der Insel Zypern. Dies lässt wiederum den Schluss zu, dass auch die Römer das Metall bereits sehr intensiv für ihre Zwecke nutzten. In der Tat gelang es ihnen, jährlich mehr als 14.000 Tonnen Kupfer zu gewinnen. Das ist heute nachgewiesen. Für damalige Verhältnisse eine unglaublich große Menge.

Aufgrund der großen Bedeutung für die Menschheit ist eine ganze Epoche nach dem Metall benannt. Die (Kupferzeit).

Kupfer und Zinn ergibt Bronze

Im späteren Jahren wurde Kupfer mit Zinn zu Bronze legiert. Bronze ist wesentlich härter und widerstandsfähiger und erlangte aufgrund dieser Eigenschaften vor allem in der Waffenproduktion eine sehr hohe Bedeutung. Kulturen, die ihre Soldaten mit Waffen aus Bronze ausstatten konnten, waren anderen Parteien auf dem Schlachtfeld deutlich überlegen. 

 Da Kupfer für die Herstellung von Bronze benötigt wird, wurde aus ihm also schon vor tausenden von Jahren eine Art "strategische Ressource", vergleichbar in der heutigen Zeit mit den Ölvorkommen. Ohne die Verarbeitung von Rohöl erlahmt jede moderne Wirtschaft.

Produktion von Kupfer in der heutigen Zeit

In der näheren Vergangenheit gab es verschiedene, sehr bedeutende Abbaustätten von Kupfererzen wie zum Beispiel die Minen auf der Insel Bougainville im pazifischen Ozean oder auf der Keweenaw-Halbinsel in Michigan (USA). Auf der zuletzt genannten Insel wurde zugleich auch das weltweit größte Vorkommen an gediegenem Kupfer gefunden. Unter gediegenem Kupfer versteht man das reine, also unbehandelte Vorkommen des Metalls in der Natur.

Der aktuell größte Produzent von Kupfererz ist Chile mit sehr deutlichem Abstand vor der Volksrepublik China, Peru, den USA und Australien. Insgesamt werden jährlich ca. 16 Millionen Tonnen Kupfererz gefördert. Dies ist ein absoluter Rekord. 

Zu keiner Zeit in der Menschheitsgeschichte wurde mehr Kupfererz gefördert. Und die Tendenz ist weiter deutlich ansteigend. So wurde z. B. im Jahr 1980 noch nicht einmal die Hälfte der heutigen Menge gefördert. Woran dies liegt, schauen wir uns jetzt an.

Verwendung von Kupfer

Kupfer begegnet uns heute im Alltag an vielen Stellen, denn aus dem Metall werden sehr viele verschiedene Produkte hergestellt. Einige Beispiele dafür sind:

  • Kochutensilien und Schalen
  • Bad-Amaturen
  • Draht
  • Heizungsrohre
  • Schmuck
  • Möbelstücke

Nicht vergessen wollen wir natürlich auch die 1-, 2- und 5-Cent-Euro-Münzen. Diese bestehen zwar nur zu 5,65 % aus Kupfer (der Rest ist Eisen). Dieser Anteil gibt ihnen aber dennoch die für Kupfer bekannte Farbgebung und lässt den Eindruck entstehen, die gesamte Münze wäre aus Kupfer geprägt.

Warum die weltweite Produktion an Kupfererz so ansteigt, lässt sich aber anders begründen: Kupfer ist ein hervorragender Wärme- und Stromleiter und wird somit von der Industrie in rauen Mengen zur Produktion von elektrischen Leitungen, Schaltdrähten und auch Wärmeleitungen genutzt. Auch die Oberleitungen an Zugstrecken sind mit Kupferdraht durchzogen.

Zwar wäre die Verwendung von Aluminium für Stromleitungen günstiger. Aluminium ist aber voluminöser und leitet nicht so gut wie Kupfer. Aus diesem Grund kommen zumeist Kupferprodukte zum Einsatz - trotz ihres höheren Preises.

Entwicklung des Kupferpreises

Kupfer wird wie alle wichtigen Metalle an den weltweiten Rohstoffbörsen gehandelt. 

Das Metall besitzt eine eigene ISIN-Nummer (XC0005705501).

Obwohl die weltweite Produktion an Kupfererz immer neue Höhen erreicht und somit das Angebot de facto wesentlich größer ist als noch vor einigen Jahrzehnten, verteuerte sich der Preis pro Tonne Kupfer seit dem Jahr 2003 erheblich, nämlich um satte + 291 %! Der aktuell gehandelte Wert an den Börsen ist dabei noch nicht einmal der Höchststand. 

Dieser wurde im Jahr 2011 erreicht. Zu diesem Zeitpunkt kostete eine Tonne Kupfer über 10.000,- US-Dollar. Nach diesem historischen Höchststand, der sich eigentlich aufgrund der Geschwindigkeit, in der sich der Preis an den Börsen verteuerte, nur mit massiven Spekulationen an den Rohstoffmärkten erklären lässt, verbilligte sich der Preis für Kupfer wieder und erreichte zuletzt Stände zwischen 5.500,- und 6.000,- US-Dollar je Tonne.

Wertpapiere mit Basiswert "Kupfer"

Wenn Sie für oder gegen den Preisanstieg von Kupfer spekulieren möchten, dann stehen Ihnen - je nach Risikoneigung - eine große Anzahl verschiedener Wertpapierprodukte zur Verfügung.

Handel mit Aktien

Schon fast "klassisch" ist der Handel mit Aktien von Gesellschaften, deren Geschäftszweck die Kupfer-Exploration ist, zu nennen. Schon hier gibt es Dutzende börsennotierter Unternehmen. Problem hierbei ist, dass sich ein Anleger vor einer Geldanlage in solch einem Einzeltitel umfangreich über das jeweilige Unternehmen informieren sollte. Das kostet Zeit und nicht alle Informationen stehen mit einem Klick zur Verfügung. Darüber hinaus ist auf die Handelbarkeit der Aktien zu achten. Es kann vorkommen, dass vor allem bei sehr kleinen börsennotierten Unternehmen nicht immer ein Angebot bzw. eine Nachfrage besteht. In der Folge könnte dies dazu führen, dass man diese Titel möglicherweise nicht so schnell kaufen bzw. verkaufen kann, wie man das möchte.

Die Alternative: Rohstofffonds und ETF´s

Fällt Ihnen die Wahl schwer oder wollen Sie den oben genannten Risiken aus dem Weg gehen, so können Sie Rohstofffonds oder ETF´s (sogenannte Exchange-traded-funds) erwerben, deren Produkt-Basket zu einem größeren Teil aus Unternehmensaktien von Kupferproduzenten bestehen. Der Vorteil liegt darin, dass Sie es Experten überlassen können, die lukrativsten Einzeltitel zu finden. 

 Auch die Kosten sind möglicherweise überschaubarer. Und Sie setzen das investierte Kapital nicht nur auf eine Karte, denn Rohstofffonds stellen sich in der Regel "breiter" auf, d. h. sie investieren auch in andere Edelmetalle wie Gold und Silber sowie andere Industriemetalle.

Nur für risikoorientierte Anleger empfehlenswert

Nur für sehr risiko- bzw. chancenorientierte Anleger bieten sich Knock-out-Zertifikate an. Sie verfügen über einen Hebeleffekt, der in der Regel zwischen 1,01 und über 50,00 liegt. Der Hebel gibt dabei an, um welchen Faktor sich das Wertpapier entsprechend der Wertentwicklung des Kupferpreises besser oder schlechter entwickelt. Umso höher der Hebel, umso höher die Chance bzw. das Risiko.

Bei diesen Zertifikaten ist ein umfangreiches Fachwissen erforderlich und nur ein geringer Anteil des zur Verfügung stehenden Geldes sollte hier investiert werden. Denn wie es der Name "knock-out" schon beschreibt: der Anleger kann hier im ungünstigsten Fall sein eingesetztes Kapital zu 100 % verlieren.

Kupferschrott ist beliebt

Aufgrund der erheblichen Preissteigerungen seit Beginn des neuen Jahrtausends sind alternative Methoden zur (Wieder)Gewinnung von Kupfer in Mode gekommen.

Immer mehr Händler konzentrieren sich auf den Ankauf von Kupferschrott, denn dieser lässt sich wie schon beschrieben relativ leicht bearbeiten und wieder einschmelzen. Recyceltes Kupfer steht dabei neu produziertem Kupfer in nichts nach, seine Qualität und Beschaffenheit ist dieselbe. 

Für 1 Kilogramm Kupferschrott werden aktuell fast 4,00 EUR geboten. Somit lohnt es sich, das Material vor allem im Rahmen größerer Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen sorgfältig von weiterem Bauschutt zu trennen.

Kupferdiebstahl - die Beute "liegt auf der Straße"

Vereinzelt kam es in der Vergangenheit bereits zum Diebstahl größerer Mengen von Kupferdraht, zum Beispiel an Bahnlinien der Deutschen Bahn AG. Dieses Ereignis fand im September 2010 sogar seine "Würdigung" in einem Artikel des Handelsblatts.

Den Wert der Güter, die entlang von Bahnlinien verbaut sind und somit im Prinzip ungeschützt und offen zugänglich sind, nehmen die meisten Menschen gar nicht wahr. Die Mühe des "Abbaus" stuften einige Kriminelle dann aber doch als lohnenswert ein.

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