Stand: 25.10.2017 von © Gold.de Redaktion AB 19 Kommentare

“Die deutsche Gier nach dem Gold” (Wirtschaftswoche), ”Die mysteriöse Flucht der Deutschen ins Gold” (WELT): Dies sind stellvertretend nur zwei Schlagzeilen von vielen, die in den letzten Wochen hierzulande verbreitet wurden. Es war die Reaktion auf neu veröffentlichte Zahlen des World Gold Council (WGC), die besagen, dass die Deutschen, umgerechnet pro Kopf, die höchste Goldnachfrage weltweit haben. Was allerdings in vielen News zu kurz kam, war die Erklärung.

Das war die Meldung Anfang Oktober: Kein Land hat pro Kopf in 2016 mehr Goldbarren, Goldmünzen und Goldschmuck neu hinzu gekauft als die Deutschen. Dieser Sachverhalt ist interessant genug, um ausführlicher beleuchtet zu werden.

Höchste pro Kopf Goldnachfrage weltweit

Bemerkenswert ist die WGC Studie ja nicht nur deshalb, weil Deutschland 2016 bei der pro Kopf Nachfrage mit über 1,4 Gramm Gold Platz 1 belegt, gefolgt von der Türkei mit knapp 0,9 Gramm, sowie China und die USA auf den Plätzen. Umgerechnet in Euro hat also jeder Bundesbürger für knapp 50 Euro Gold gekauft, wie unser Goldpreisrechner ermittelt (Stand Mitte Oktober 2017). Interessant ist vor allem der Vorsprung, mit dem Deutschland führt. Dieser beträgt über 50% vor der zweitplatzierten Türkei. Ein deutlicher Abstand.


Anlagegold Deutschland Weltweite Pro Kopf Goldnachfrage 2016 für Münzen, Barren und Schmuck. Nicht eingerechnet sind ETCs

Dabei sind die aktuellen WGC Zahlen gar nicht so überraschend. Schon für das Jahr 2015 hatte eine Studie der ReiseBank und des CFin Research Centers der Steinbeis-Hochschule Berlin festgestellt, dass sich die privaten Goldschätze in Deutschland auf Rekordhoch befinden. Demzufolge belief sich alles Gold, was die Deutschen über Jahre hinweg in privaten Safes oder Schließfächern angesammelt haben, auf fast 8700 Tonnen. Auch diese Angaben beziehen sich auf Goldmünzen, Goldbarren und Goldschmuck. Würde man “Papiergold”, also ETCs und ähnliches, noch dazurechnen, wäre die Gesamtmenge sogar noch höher.

Zum Vergleich: 8700 Tonnen Gold sind mehr als die US-Notenbank “Fed” hat, also die Zentralbank mit den weltweit die größten Goldreserven.


Geldanlage Gold Deutschland Goldbesitz deutscher Privatanleger im Vergleich

“Jeder Deutsche über 18 Jahren besitzt im Schnitt 58 Gramm Goldschmuck, 69 Gramm Gold in Form von Barren oder Münzen sowie 636 Euro in goldbezogenen Wertpapieren”, so die Studie weiter. Wir haben das umgerechnet: Ausgehend von einer weltweiten Gesamtmenge an Gold von 186200 Tonnen bedeutet dies, dass Privathaushalte in Deutschland schon in 2015 umgerechnet fast 4,7 % der weltweiten Goldmenge besaßen. Eine aussagekräftige Zahl, wenn man in Betracht zieht, dass der deutsche Anteil an der Weltbevölkerung nur etwa 1 % beträgt.

Die Liebe der Deutschen zum Anlagegold

Gold ist nicht gleich Gold. Das meiste Geld der Deutschen fließt in Barren und Münzen. Die in der WGC Studie auf Platz zwei liegende Türkei gilt dagegen als klassisches Schmuckland. Hier darf davon ausgegangen werden, dass der prozentuale Anteil derjenigen, die lieber Goldschmuck statt Anlagegold kaufen, im Vergleich zu Deutschland höher liegt. Die Deutschen lieben also vor allem klassisches Anlagegold.

Die Gründe

Angst vor Geldentwertung, Angst vor Euro-Crash, Schuldenkrise im Euro Raum, Skepsis gegenüber einem als marode angesehenen Finanzsystem gelten gemeinhin als gute Gründe, warum Anleger schon länger in Gold gehen, genauso wie eine als Vermögensvernichtung empfundene Negativzins-Politik.

Doch diese Motive greifen nicht allein als Erklärung für die Liebe der Deutschen zum Gold, da sie prinzipiell auch für andere Länder gelten. Es muss also noch etwas “spezifisch deutsches” geben, warum Deutschland sich zur führenden Goldnation gemausert hat.

Sind die Deutschen ein Volk von Angsthasen?

Ausgehend von der Annahme, dass Anlagegold primär der Absicherung von Vermögen dient, dann muss von der These ausgegangen werden, dass es hierzulande offensichtlich ein überdurchschnittlich hohes Bedürfnis nach Absicherung gibt. Oder anders formuliert: Die Angst vor Vermögensverlust scheint ausgeprägter zu sein als in anderen Ländern.

Erste Hinweise gibt die WGC Studie selbst. 48% bestätigen, dass Gold ihnen ein Gefühl der Sicherheit vermittelt. 42 % aller Deutschen trauen Gold mehr als den üblichen Papierwährungen. In dieses Bild passt auch, dass im Vergleich zu anderen wohlhabenden Ländern die Aktienkultur hierzulande relativ schwach ausgeprägt ist.

Deutlicher wird da schon eine Studie, die das Ipsos Marktforschungsinstitut in Zusammenarbeit mit dem Opaschowski-Institut für Zukunftsforschung im Sommer 2017 präsentierte. Demnach ist der gefühlte Wohlstand der Deutschen aktuell auf Rekordhoch. Paradoxerweise wachsen aber auch Zukunftsängste hierzulande. Wie geht das zusammen? Alles in Butter, aber die Deutschen blasen Trübsal?

Wenden wir uns jetzt der akademischen Forschung zu. Unter Sozialpsychologen und Historikern ist “Emotionsgeschichte” inzwischen als eigenständiger Forschungszweig etabliert. Dabei werden spezifische Emotionslagen als mitbestimmend für soziales Handeln gesehen. Manche Forscher, wie etwa Prof. Dr. Biess, gehen sogar explizit der Frage nach, inwieweit die jüngere deutschen Geschichte sich auch als eine “Geschichte der Angst” begreifen lässt.

Forscher in den Niederlanden wollen herausgefunden haben, dass sich Angst-Erfahrungen im Erbgut manifestieren, also vererbbar sind. In ähnliche Richtung arbeiteten auch Forscher am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München.

Wie sehr das nun zutrifft, lassen wir mal offen. Entscheidend für ein sicherheitsorientiertes Verhalten ist aber schon, ob Zukunft potentiell als beängstigend eingeschätzt wird.

German Angst

Im angelsächsischen Sprachraum kursiert der Begriff "German Angst" schon lange als geflügeltes Wort. Dort gelten die Deutschen als ein Volk ausgestattet mit einem diffusen Gefühl des Unbehagens, was von der Zukunft nichts Gutes erwartet.

German Angst

Sind die Deutschen tatsächlich ein einig Volk von Angsthasen?
Ein Volk von Vollkaskoversicherten, die ohne Fahrradhelm nicht auf die Straße gehen?
Ein Volk von Bedenkenträgern, stets davon überzeugt, dass das nächste Unheil sowieso kommt?
Ein Volk von Pessimisten, die stets die Krise sehen und nie die Chance?
Natürlich sind das Überspitzungen. “Den ängstlichen Deutschen” als Pauschalgattung gibt es nicht, genausowenig wie “die Deutschen”. Aber es gibt ängstliche Stimmungslagen, die hierzulande verbreiteter sind, und dafür gibt es spezifische Ursachen.

Stunde Null als reale Erfahrung

Viele Ältere haben den zweiten Weltkrieg mit Bomben, Vertreibung, totalen Vermögensverlusten, Enteignungen, ja sogar unmittelbare physische Gewalt noch selbst erlebt. Diese “Stunde 0” Erfahrungen sind reale Ängste, und sie sind ein Spezifikum der deutschen Geschichte. Sie haben sich tief ins kollektive Bewusstsein eingebrannt, wo sie dann von Generation zu Generation weitergegeben wurden.

Ältere haben den zweiten Weltkrieg mit Bomben, Vertreibung, totalen Vermögensverlusten erlebt Dresden 1945 © Deutsche Fotothek CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons. Fotograf: Richard Peter

Streng genommen gab es sogar zweimal eine Stunde “Null”. Denn auch das Ende des ersten Weltkriegs mit der indirekten Folge einer Hyperinflation 1923 wurde damals als Zäsur empfunden. Auch diese Ängste wurden an die nächste Generation weitergegeben.

HyperinflationHyperinflation 1923: Billionen Mark Scheine in Deutschland; Geldscheine geringeren Nennwertes wurden sogar als Tapete verwendet

Deutsche Geschichte: Sicherheit gab es nie

Die Bevölkerung in Deutschland hat in den letzten 100 Jahren zwei Weltkriege erlebt, die beide mit totalen Zusammenbrüchen endeten. Die Folge waren jeweils gigantische Wertvernichtungen und einschneidende Wechsel der politischen Ordnungen. Dabei ist es wichtig festzuhalten, dass der Wechsel der politischen Ordnungen nicht von innen heraus erfolgte, sondern Resultat der Weltkriege war.

1918 beendete nicht ein breiter Wunsch der Bevölkerung nach Demokratie das alte feudale System von Kaiser Wilhelm, sondern ein nicht mehr zu gewinnender Krieg. Die darauf folgende Weimarer Demokratie wurde dann von Anfang von Extremisten bekämpft, woran sie schließlich auch scheiterte. In manchen anderen Ländern war die Idee eines modernen bürgerlichen Staates schon viel weiter und gefestigter, wie etwa USA, England oder Frankreich.

Auch 1945 hat nicht ein breiter Wunsch der Bevölkerung nach Demokratie den Nationalsozialismus beendet. Den politischen Wechsel haben die Siegermächte herbeigeführt, indem sie das NS-Regime buchstäblich wegbomben mussten. Der deutschen Bevölkerung war es nicht gelungen, sich aus eigener Kraft vom Nationalsozialismus zu befreien.

Augenfälliger Ausdruck der Zusammenbrüche sind auch die extrem vielen Währungswechsel in der jüngeren Geschichte Deutschlands. Mit Ausnahme des Euro waren diese alle mehr oder weniger Folge der Kriege.

Im Detail:

  1. Goldmark (bis 1923)
  2. Rentenmark 1923 - 1924 (formal sogar bis 1948)
  3. Reichsmark 1924 - 1948)
  4. Militärmark (1944 -1948)
  5. Mark (DDR, 1948 - 1990)
  6. D-Mark (1948 - 2001)
  7. Euro seit 1999/2002 (Buchgeld/Bargeld)
Nicht zu vergessen diverses Notgeld, das vor allem während der Hyperinflation 1923 in großem Maße von vielen Gemeinden, Städten und Kreisen herausgegeben wurde.

Da wundert es nicht, warum hierzulande viele auch heute noch “offizielles Geld” als nicht sicher empfinden, oder dass manche Goldmünzen, wie etwa die Goldmünzen des deutschen Kaiserreiches, über alle Währungswechsel hinweg als Ersatzwährung im Umlauf waren. Diese Goldmünzen, weit über 100 Jahre alt, hatten zu jeder Zeit Kaufkraft und somit verlässlich Werte über sämtliche Krisen transportiert.

Und hier sind auch die Ursachen zu sehen für ein tiefes Misstrauen gegen ”die da oben”, verbunden mit einer diffusen Gefühlslage, wo nichts als sicher empfunden wird, und Zukunft primär als bedrohlich antizipiert wird.

Ängste sind aber, wie jede Charaktereigenschaft, nicht Ausdruck eines feststehenden “Nationalcharakters”. Verbreitete emotionale Stimmungslagen sind die Summe geschichtlicher Erfahrungen und tradierter Werte, und somit prinzipiell veränderbar. Es gibt keine Geschichte, die sich wiederholt. Es gibt nur die Angst, dass sie sich wiederholt.

Fazit

Erst das Zusammenspiel mehrerer Gründe erklärt, warum gerade die Deutschen so viel Gold kaufen und damit inzwischen die Weltmeister-Rolle einnehmen.

  1. Deutschland ist ein wohlhabendes Land, dazu kommt seit einigen Jahren ein Wirtschaftsaufschwung. Auch wenn dabei die Schere zwischen Arm und Reich zu berücksichtigen ist, so gilt: Nur wer Besitz hat, der macht sich auch Gedanken über die Absicherung von Besitz. Und dafür ist Gold gut geeignet.

  1. Deutschland ist nicht nur aktuell ein wohlhabendes Land, sondern ist dies schon seit Jahrzehnten. Lange galt die D-Mark national und international als sehr stabile und harte Währung und bot attraktive Verzinsungen. Mit der Einführung des Euros hat sich das geändert. Zinsen für Spareinlagen gingen kontinuierlich bergab. Geld, oftmals angespart zu “guten alten D-Mark Zeiten”, wirft heute heute überhaupt keine Erträge mehr ab. Es gibt also einen Wohlstand, der sich in einer hohen Liquidität auf Konten und Sparbüchern äußert. Dieses Geld sucht sich schon seit langem attraktivere Anlageformen.
    "Wir werden oft gefragt, wie lange die Niedrigzins-Phase noch anhält. Wir befürchten japanische Verhältnisse. Die Japaner leben seit 20 Jahren mit den Niedrigzinsen sehr gut und haben sich scheinbar damit arrangiert. Kein Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik - weltweit - hat scheinbar ein Interesse daran, das zu ändern. Die Staaten entschulden zu Lasten der Bürger. Die Sparbuch-Mentalität ist in Deutschland sehr tief verwurzelt. Geldanleger werden umdenken müssen, wenn Sie ihr Kapital erhalten wollen", so Joachim Kraus, Anlageberater und Geschäftsführer von KrausFinanz.

  1. Eine Investition in Sachwerte war zu Zeiten der harten D-Mark wenig populär. Als klassisches Land der Sparer hat man früher eher “in Geldwerte” gespart denn in Immobilien oder Gold. So ist im Vergleich zu anderen Ländern, wie etwa Spanien, der Anteil derer, die hier zur Miete wohnen, noch immer überdurchschnittlich hoch. Auch hier hat seit Längerem ein Umdenken eingesetzt.

  1. In den letzten Jahren kamen weitere neue für den Goldanleger interessante Produkte auf den Markt, die ebenfalls zur steigenden Popularität von Gold beigetragen haben. Mit physischem Gold hinterlegte börsenhandelbare ETCs wie etwa Xetra Gold bieten eine Alternative zum klassischen physischen Goldinvestment, und werden steuerlich genauso einfach behandelt wie physisches Gold.

  1. Vorsorge in Gestalt von Vermögensaufbau ist in Deutschland weit verbreitet. Und wer etwas für später anspart, der will diese Geldanlage auch sicher wissen. In anderen Ländern ist diese Wertvorstellung teils weniger ausgeprägt. Entweder zeigt man sich dort konsumfreudiger, wie etwa in den USA, oder es gilt als erstrebenswerter, viele Kinder zu haben, wenn es um Vorsorge und Alter geht, anstatt Geld auf die hohe Kante zu legen. 

Doch erst die Verbindung dieser Aspekte mit jener spezifischen “German Angst”, gespeist aus realen Erfahrungen aus der Geschichte, erklärt in der Summe, warum privater Goldbesitz in Deutschland aktuell so populär ist wie sonst nirgendwo auf der Welt.

Keine überraschende Erkenntnis

Die vom WGC präsentierten Zahlen haben uns von Gold.de nicht überrascht. Dass die Deutschen seit der weltweiten Finanzkrise 2007/8 verstärkt Gold kaufen, ist uns am besten bekannt. Auch die geplatzte Dotcom-Blase einige Jahre zuvor hat viele kalt erwischt und sicher mit dazu beigetragen, dass viele die Vorzüge von Gold entdeckt haben. Gold hat kein Ausfallrisiko (innerer Wert), es kann anonym erworben werden, es ist wertstabil, weltweit akzeptiert, und sollte daher im Rahmen der Diversifizierung in keinem Vermögens-Portfolio fehlen. Man kann es zudem gut an nachfolgende Generationen vererben.

Dass Deutschland darüber hinaus auch führend ist in der Dichte von online Shops, Plattformen und Edelmetallhändlern, die einen einfachen Goldkauf per Mausklick ermöglichen, ist da nur noch Fakt am Rande und eher Begleiterscheinung denn Ursache. “Industry contacts estimate there are now 100-150 non-bank bullion dealers nationwide”, so das WGC in seiner Studie zum deutschen Goldmarkt. “These gold dealers have embraced the digital revolution.”

Bleibt nur noch zu ergänzen: Wer Gold kaufen will, für den ist natürlich ein Preisvergleich der etablierten Händler besonders interessant. www.gold.de ist seit vielen Jahren mit großem Abstand Deutschlands meistgenutzter Gold-Preisvergleich!

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Kommentare [19]
  • von Saargoldsammler | 25.10.2017, 14:23 Antworten

    Genauso isses. Ich verlasse mich mittlerweile zu 80% auf Edelmetall als Anlage. Tendenz steigend.
    Denn der nächste Chrash kommt bestimmt.

  • von Golden Girl | 25.10.2017, 18:29 Antworten

    Angst sells - Gute Analyse! Auf dass noch mehr Crash Propheten ihr Geschäftsmodell ausweiten...

  • von gerd müller | 26.10.2017, 08:58 Antworten

    umsicht und angst werden gerne verwechselt.vielleicht sogar mit absicht.

  • von Moses | 26.10.2017, 12:24 Antworten

    Wir Deutsche werden weltweit als fleißiges und sparsames Volk bezeichnet.
    Wir sind aber zu dämlich unsere Ersparnisse gewinnbringend anzulegen.
    Zum Inflationsschutz braucht man Rendite,die gibt es z.Zt. nur mit Aktien.
    Gold dient als zweites Standbein.
    Faustregel: Geringes Risiko,hohe Rendite,schnelle Verfügbarkeit.

  • von Peter L ustig | 26.10.2017, 20:44 Antworten

    Größter Wohlstand & trotzdem Ängste vor ungewisser Zukunft kommen nicht von irgendwo her...!
    Angesichts der spätestens seit 2015 erzeugten Landessituation ...der "WIR SCHAFFEN DAS" - Verarsche (uns als westlich gepräges Volk selbst abschaffen zu lassen) ist's einigen ökonomisch denkenden Volksmenschen aufgefallen,dass die erzeugte Situation einen dauerhaften volkswirtschaftlichen Schaden erzeugen wird und zu Verschiebungen der zuvor gefühlten und gelebten Wohlstandszeit / Comfortzone mit sich bringt!
    Denn Misswirtschaft ,vorsätzliche anerzogene Blauäugigkeit und gleichzeitiger befohlener Samariterkult , werden zukünftige Steuerbelastungen für das Arbeitervolk mit sich bringen und ebenfalls leere Kassen jeglicher Art (z.B. Renten,etc.) ...Veränderungen,die nicht zum Wohlfühlfaktor beitragen !
    Denn jedes Symptom hat auch eine Ursache!!!

    • von Christian G | 27.10.2017, 07:07 Antworten

      Genau so ist es. Ergänzend zum Wohlstand sei noch angemerkt, dass prekär Beschäftigte (deren Anteil stetig steigt) durch ihren geringen Lohn zum Wohlstand derer beitragen, die stets den Wohlstand in Deutschland loben.

  • von Andreas R.H.R.v.V. | 27.10.2017, 14:11 Antworten

    Grüß Gott,
    ach wie ich diese Rechnerei doch liebe....???????????
    Wenn man das in Deutschland verkaufte Gold durch die Bevölkerung teilt kommt natürlich eine geringe Gramm Zahl pro Person heraus,aber die wenigsten Deutschen kaufen wirklich Gold und Silber,die meisten Deutschen geben ihre € für den direkten Konsum aus d.h. wenige Deutsche haben in Wirklichkeit mehr Gold{pro Kopf}als im Artikel behauptet....

    • von Graf von Henneberg | 27.10.2017, 15:29 Antworten

      Genau sind es 109 Gramm / Einwohner des deutschen Landes; ca. 3,3 Unzen. Bei einer vierköpfigen Familie sind das ca. 13 Unzen - und das ist erstmal nicht weinig - aber auch nicht viel.
      Da sind das Zahngold und die Eheringe schon mit drin. Das ist mit dem Gold wie mit dem Geld - die einen habens die anderen habens nicht.

  • von blo-rakane | 27.10.2017, 16:41 Antworten

    Hallo Leute.. zu diesem Thema würde ich euch allen anraten , ich wiederhole mich zum X-male hier, eure „Finanzprodukte „ in reelle Sachwerte z.B Edelmetalle Gold/Silber umzuwandeln und dadurch euer Vermögen im Falle eines „Worst-Case-Scenario“ zu sichern.
    Nach meiner Meinung sind wir im Endspiel der Party namens „ Experiment EURO“! Allein das viele billige „Draghi-Geld“ ( was bis 2018 und vermutlich noch länger ausgeweitet wird) ohne reelle erwirtschafteten Güter wird in absehbarer Zeit auf die Realwirtschaft in der „EURO-Zone“---negativ--- durchschlagen.

  • von Doreau | 27.10.2017, 21:31 Antworten

    Und was im Artikel auch noch ganz vergessen wird...Uns wird vom Altar gleich welcher politischer Colour gepredigt, eigentlich schon genötigt, das wir privat fürs Alter vorsorgen sollen. Mit Riester, Sparbuch, Aktienpapieren und so einem Kram, kann mann das vergessen.
    Da ist Edelmetall schon interessanter...

    • von Peter L ustig | 31.10.2017, 04:01 Antworten

      Haargenau, denn schon seit einigen Jahren ist es bekannt,dass in Sachen Riestern/ Altersvorsorgeversicherungen (Papierlügenscheinen) / und sämtlichen anderen "Fett-Rendite-Produkten" immens hohe %-Versprechungen vor die Nasen gerieben wurden und viele Nutzer natürlich bei den vorgerechneten Beispielen ( mit kleinen 3% /6%/9% Wertentwicklungen) stets die "GIER" anstelle des Verstandes regieren ließen und anstelle der kleinsten ,die höchste %-Zahl als die zu erwartende Summe betrachtete,welche sie zu erwarten hätten!
      Rechnet man die jährliche Inflation von -3% + mehr mal dagegen, so leuchtet einen ein welch VOLKSVERARSCHE diese Produkte darstellen und den Nutzern/ Anleger somit sprichwörtlich seine Rücklagen verbrennen lässt! Nur erzählt dies niemand den Nutzern/Anlegern, weil die Berater sonst um ihre "wichtige" PROVISION gebracht wären ! In meinem Bekanntenkreis gibt es viele "NUTZER/ANLEGER" , die nach Ablauf der abgeschlossenen "LÜGEN-VERSPRECHUNGS-PAPIERE" entgeistert und empört auf die mickrige Auszahlungssumme blickten !!! Im Worst-Case-Fall werden die Nutzer dessen am Ende mit einem Fetzen Papier darstehen, welcher (überzogen dargestellt) im Wert im günstigsten Falle 1-Kiste Bier und 1 Brot darstellt. Desweiteren kann eine solche Private-Altersvorsorge am Arbeitsleben-Ende, per Gesetz beschlossen, zur erwartenden Regulär-Rente gegengerechnet werden...heißt im Klartext "BESCHISS" für den gutgläubigen Nutzer/Anleger ! Hatte er in gleichen Summen über Jahre/Jahrzehnte monatlich in Gold bei Seite gelegt,so hätte er Wertzuwachs erfahren können + Regulär-Rente + ohne Gegenrechnung/Aufrechnung seiner Rücklagen.

      • von Eric | 31.10.2017, 17:39 Antworten

        Was soll denn dieses Herum-Krakeele? Ob die Renten sicher sind oder wie sich Zinsen bzw. Inflation in 20 Jahren entwickeln, dazu kann natürlich jeder eine Meinung haben. Meinung und Glaskugel sind aber was sie sind, nämlich Meinung und Glaskugel.
        Worte wie "Beschiss" oder "Verarsche" (auch noch groß geschrieben!) sind dagegen nur schlechter Stil. Etwas mehr Niveau, bitte.

        • von Doreau | 31.10.2017, 23:31 Antworten

          Dann will ich mal etwas vermitteln.
          Was PL da schreibt ist im Prinzip nicht falsch. Und Meinungen darf er genauso, wie Sie und ich in einem Forum auch schreiben.
          In Köln sagt man jeder Jeck ist anders, will heißen jeder hat eine andere Art zu kommunizieren.
          Zum Thema.
          Für die Rentenentwicklung, ganz speziell in Deutschland braucht es keine Glaskugel.
          Besser wäre da ein Gebetsbuch. Denn die Rente ist alles, nur nicht sicher.
          Ich jedenfalls bin auch der Meinung, das die Politik da (innenpolitisch) heftigst versagt.
          Zu den Zinsen ist außerdem noch meine Meinung, das wir, wie in Japan übrigens auch, sehr lange mit Negativzinsen leben werden...

        • von blo-rakane | 01.11.2017, 12:09 Antworten

          Also Ich finde, dass „Peter L ustig“ sehr anschaulich auf das Thema Altersvorsorge mit Finanzprodukten eingeht. 1. „Verarsche“ (für „Eric“ Illusion) bei den Finanzprodukten, ist der „Sparanteil“. Es ist der Teil, der vom Versicherer an den Kapitalmärkten angelegt wird .Nur auf diesen Sparanteil bezieht sich der Garantiezins und die Überschussbeteiligung. Bei einem guten Finanzprodukte-Anbieter ist der Sparanteil 80%!!!!!! 2. „Verarsche“ (für „Eric“ Illusion) ist die Brutto/Nettorendite. Das bedeutet, dass z.B. bei einer 4% Bruttorendite und bei einer angenommen Inflation von 3% (1970-2010 war der Durchschnitt 3,07%)+Abgeltungssteuer(die nach 2004 eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen haben, müssen erhebliche Teile der geringen Erträge der KLV als Steuer an den Staat abgetreten werden) +Soli/Kirchensteuer( ca. 30% der Summe = 1,2%) ergibt eine Nettorendite von minus 0,2% = Kaufkraftverlust!!!! 3. „Verarsche“ (für „Eric“ Illusion) ist die Risikoaufteilung zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer. Bei einem „Worst-Case-Scenario“ eines Finanzdienstleisters von Finanzprodukten kann er den § 89 VAG Versicherungsaufsichtsgesetz (Zahlungsverbot/ Herabsetzung/Auszahlungsstopp von Leistungen und Einzahlungspflicht des Versicherungsnehmer) über die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) in Anspruch nehmen. Das bedeutet, beim einem finanziellen Kollaps der Versicherung tragt der Versicherungsnehmer das alleinige Risiko.

          • von Golden Girl | 01.11.2017, 15:22 Antworten

            Natürlich kann hier jeder seine Meinung äußern. Eric hat doch nur den Tonfall kritisiert, und darauf hingewisen, dass kein Mensch in die Zukunft blicken kann.
            Wörter wir "Lüge", "Betrug" und "Beschiss" möchte ich hier auch nicht lesen, und das unterstell ich auch keinem.
            Jedenfalls solang nicht handfeste Fakten geliefert werden mit konkretem Namen und Zeitpunkt.
            Für solch pauschale Wutbürger-Pauschalbeschimpfungen ala "Herr L ustig" (= "Volksverarsche", "Wir-schaffen-das-Verarsche") empfehle ich den nächsten AfD Kreisverband (= alles Lügenpresse).
            Also: Argumente gern, aber kein unflätiges Vokabular.

            • von Goldmatz | 09.11.2017, 00:10 Antworten

              Dann müssten Sie dem geneigten Leser mal verraten, was an der systematischen und in weiten Teilen klar verfassungswidrigen Vernichtung von hart erarbeitetem Volksvermögen in bisher nicht gekanntem Ausmass nebst einer ganzen Reihe weiterer, irrwitziger politischer Entscheidungen durch eine kleine Clique von selbstherrlichen "Eliten" kein - und zwar vorsätzlicher - Betrug darstellt. Insofern ist die Wortwahl von PL ausschließlich den offen zugrunde liegenden Fakten geschuldet. Und es ist gut, dass es mehr und mehr Menschen gibt, die das Kind auch beim Namen nennen.

              • von Firl E Fanz | 09.11.2017, 12:26 Antworten

                Ei, wo ist das Problem? Die Wahl hat doch gezeigt, dass das "Volk" weiterhin auf Stillstand setzt und unserer "URAZ" (unfähigsten Regierung und aller Zeiten) treu die Stange hält, wie die Trump-Jünger ihrem Helden. (Wobei: Scvhlimmer geht immer und heißt Jamaika) Übrigens, wenn keiner gegen "offensichtlich" Rechtsverletzungen klagt ist doch alles Paletti im deutschen Rechtsstaat. Wie kann es sein, dass sich irgendjemand darüber beschwert?! Mit schleierhaft... Hat aber leider nichts mit dem obigen Artikel zu tun. Mein TIPP: Bei der nächsten Wahl einfach ein ganz großes Kreuz machen und bis dahin seine Pfründe sichern.

  • von Volker | 29.10.2017, 06:41 Antworten

    Ex-IWF Chef droht: Deutsche werden "eine Rechnung bezahlen müssen"
    das werden wohl die Schulden der Euro-Pleitestaaten sein.
    Mit den Hilfspaketen und Aufkauforgien wird geltendes Recht gebrochen. Warum also soll sich das ändern, so lange niemand dafür zur Rechenschaft gezogen wird?

  • von Michele Greco | 31.10.2017, 18:03 Antworten

    Die Erbschaftssteuersystematik ist hier überhaupt nicht berücksichtigt. Wir haben seit mehreren Generationen erhebliche Mengen Gold in Münzen, Barren. Dieses Gold in Eigenverwahrung taucht in keiner Erbschaftssteuererklärung auf. Es spart also nicht nur Steuern, oder Gerichtskosten, Testamentskosten usw. es ist mithin eine Geldanlage, die Wissen und Dynastiedenken beinhaltet. Die krakenhafte Finanzscheinbehörde bekommt da nichts mit, genauso wie bei Kunst usw. und, wenn man Zweifel an der Herkunft hat, dann wird es umgeschmolzen. So hatten wir auch aus dem 1.WK Beutegold. Natürlich wird die Krake auch inskünftig auf Erbschaftssteuer nur bei Dummen rechnen können. (Dummensteuer)

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