Deutsches Kaiserreich Goldmünze

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Daten zuletzt geladen: 20.07.2018 - 16:35 Uhr

Die Goldmünzen des Deutschen Kaiserreichs (Preußen) - die Mark in Gold

Das Deutsche Reich bestand von 1871 bis 1918; die drei deutschen Kaiser Wilhelm I. und II. sowie Friedrich III. waren zudem auch Könige von Preußen. Neben den Goldmünzen mit ihrem Porträt gab es in diesem Zeitraum auch Goldmünzen mit drei weiteren deutschen Königen (Bayern, Sachsen bzw. Württemberg) sowie diversen Herzögen, die sich jedoch seltener im Angebot der Münzhändler finden.

Die Mark galt als goldgedeckte Währung; die Goldmark-Münzen bestanden nach dem Deutsch-Französischen Krieg (1870 - 1871) vor allem aus eingeschmolzenen und neu geprägten Goldfrancs, die Frankreich in Form von Reparationszahlungen an das Deutsche Reich leisten musste. Bereits zuvor hatten einige Länder, darunter zunächst Großbritannien und anschließend Portugal, den Goldstandard eingeführt. Da die Länder Europas mit unterschiedlichen Bimetall- und Silbermünzen handelten, die zudem je nach Land in unterschiedlicher Feinheit geprägt wurden, kam es zu gewaltigen Problemen der Handelsbeziehungen der Länder.

Da sich die Führer der europäischen Länder dieser Tatsache bewusst waren, wurde 1865 eine Konferenz einberufen. Dies gilt als die Geburtsstunde der Lateinischen Münzunion, die bis Anfang des ersten Weltkrieges bestand und durch die Anpassungsmodalitäten auch dem großen Erfolg Großbritanniens als Industrienation und Handelspartner gerecht wurden.

Die Goldmünzen des Deutschen Kaiserreiches wurden per Erlaß im Jahre 1875 amtsdeutsch als "Kronen" bezeichnet (das 10-Mark-Goldstück entsprach dabei einer Krone, das 20-Mark-Goldstück der Doppelkrone und schließlich das 5-Mark-Goldstück der halben Krone). Diese Bezeichnung wurde jedoch zumeist nur innerhalb der Ämter verwendet. Die 20 Mark wurden übrigens umgangssprachlich auch "Goldfuchs" genannt. Ein Grund dafür dürfte die rötlich schimmernde Legierung sein, die zu 10 % aus Kupfer besteht.

Woher kommt der Name?

Historisch betrachtet erscheint die Bezeichnung Mark ab dem 11. Jahrhundert, als es in Form einer germanischen Gewichtseinheit verwendet wurde. Die Begrifflichkeit "Mark" stammt höchstwahrscheinlich von einer Markierung (Marke), die es damals ermöglichte, einen 1-Pfund-Silberbarren in zwei Gewichtsmark aufzuteilen. Auch wenn bei dieser Art der Aufteilung zu jener Zeit ein Materialverlust in Kauf genommen werden musste, kann diese Art Markierung in gewisser Weise als Vorläufer der Sollbruchstelle betrachtet werden, wie sie heutzutage etwa bei Münzbarren Anwendung findet.

Als Mark wurden die Gold- und Silbermünzen des deutschen Reiches sowie die Umlaufmünzen mit dem Nennwert 1-Deutsche-Mark der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet. Um die Goldmünzen des Deutschen Kaiserreiches von der inflationären Papiermark zu unterscheiden, setzte sich die inoffizielle Bezeichnung "Goldmark" durch.

Außer der Währungsbezeichnung Mark existierten im Deutschen Kaiserreich zudem die in Norddeutschland gebräuchlichen Taler sowie die in Süddeutschland verwendeten Gulden; jedoch setzte sich ab ca. 1873 die Mark als Bezeichnung für die einheitliche Währung durch.

Deutsches Kaiserreich Preußen Abmessungen und Gewichte

Die 5-Mark-Goldmünze wurde mangels Akzeptanz nur von 1877 bis 1878 geprägt und zum 01. Oktober 1900 außer Kurs gesetzt. Vermutlich aufgrund ihres geringen Gewichtes und Durchmessers setzte sich die Münze im Handel nicht durch und gelangte immer wieder zur Reichsbank zurück.

NennwertFeinheitGewichtFeingoldgehaltDurchmesser
5 Mark900/10001,99 g1,79 g17 mm
10 Mark900/10003,98 g3,58 g19,5 mm
20 Mark900/10007,96 g7,17 g22,5 mm

Details zur 20 Mark Kaiserreich Goldmünze

Nennwert:Raugewicht:Dicke:Durchmesser:Münzrand:
20 Mark7,96 Gramm1,4 mm22,5 mmGOTT MIT UNS

Die Motive der Kaiserreich Goldmünzen

10 Mark und 20 Mark:

1871 bis 1888: Kaiser Wilhelm I.

1888: Kaiser Friedrich III.

1888 bis 1913: Kaiser Wilhelm II.

Nennwert:Raugewicht:Dicke:Durchmesser:Münzrand:
10 Mark3,982 Gramm1,4 mm19,5 mmArabesken und Sterne

5 Mark:

1877 bis 1878: Kaiser Wilhelm I.

Nennwert:Raugewicht:Dicke:Durchmesser:Münzrand:
5 Mark1,991 Gramm0,6 mm17 mmglatt

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Preisentwicklung Deutsches Kaiserreich

Preisentwicklung Deutsches Kaiserreich
Krügerrand Bewertung
4/5 (15)
Ted 5.00/5
Ich finde diese Münzen sehr schön und geschichtsträchtig und kaufe sie gerne immer mal dazu. Als Anlagemünze ist dabei nur die Jäger 252 (20 Mark Wilhelm II 1888-1913) geeignet, alle anderen werden mit Sammlerzuschlägen gehandelt und fallen daher in den Bereich der Numismatik. Der Spread für J. 252 beträgt 2-3%, ist also entgegen einiger älterer Aussagen hier sehr gering. Zudem können bei der 20-Mark-Münze Schmidt-Hausmann-Fälschungen sehr leicht an der Randschrift erkannt werden, sind also nichts, wovor man Angst haben muss.
UlfH. 5.00/5
Nicht nur schön anzusehen sondern auch immer und überall gut handelbar - der Preis ist meist recht nah am Goldkurs, wenn man die Stücke bei einem der bekannten Online-Händler handelt und nicht zu den Banken geht. Was die Fälschungen anbegeht - das ist mir ziemlich egal, da nicht der Goldgehalt gefälscht wurde. Es sind für mich Anlagemünzen für schlechte Zeiten. Und da es sich nicht nur um reine Gold- sonder um Kurantmünzen handelt dürfte es eine der sichersten Anlagen überhaupt handeln. Ich kaufe Sie regelmässig wenn etwas Geld übrig ist und bin bislang sehr gut damit gefahren.
Bronki 4.67/5
Ich sammle seid ich mit 22 von meinem Großvater zwei Goldmünzen von Friedrich dem III. erhielt und eine Silbermünze mit Friedrich dem Weisen Kurfürst von Sachsen,zwei 5 RM Silber mit Universität Jena ...ist schon lange her ...aber hat mein Interesse geweckt besonders was unsere Münzen vom Mittelalter bis heute betrifft ...Anlagemünzen selbstverständlich ! Meine Frau dreht seid 15 Jahren durch wenn ich wieder mal was erwerbe ..aber sie hat begriffen das es besser als Papier ist, das konnte ich ihr klar machen konnte das man den Krügerrand auf der ganzen Welt in jedem Land in die Landeswährung wechseln kann z.B. !

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