Deutsches Kaiserreich Goldmünze

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Daten zuletzt geladen: 22.09.2018 - 23:11 Uhr

Goldmünzen des Deutschen Kaiserreichs (Preußen)

Das Deutsche Reich bestand von 1871 bis 1918; die drei deutschen Kaiser Wilhelm I. und II. sowie Friedrich III. waren zudem auch Könige von Preußen. Neben den Goldmünzen mit ihrem Porträt gab es in diesem Zeitraum auch Goldmünzen mit drei weiteren deutschen Königen (Bayern, Sachsen bzw. Württemberg) sowie diversen Herzögen, die sich jedoch seltener im Angebot der Münzhändler finden.

Die Mark in Gold

Die Mark galt als goldgedeckte Währung; die Goldmark-Münzen bestanden nach dem Deutsch-Französischen Krieg (1870 - 1871) vor allem aus eingeschmolzenen und neu geprägten Goldfrancs, die Frankreich in Form von Reparationszahlungen an das Deutsche Reich leisten musste. Bereits zuvor hatten einige Länder, darunter zunächst Großbritannien und anschließend Portugal, den Goldstandard eingeführt. Da die Länder Europas mit unterschiedlichen Bimetall- und Silbermünzen handelten, die zudem je nach Land in unterschiedlicher Feinheit geprägt wurden, kam es zu gewaltigen Problemen der Handelsbeziehungen der Länder.

Die Mark galt als goldgedeckte Währung; die Goldmark Münzen bestanden nach dem Deutsch-Französischen Krieg (1870 - 1871) vor allem aus eingeschmolzenen und neu geprägten Goldfrancs, die Frankreich in Form von Reparationszahlungen an das Deutsche Reich leisten musste. Bereits zuvor hatten einige Länder, darunter zunächst Großbritannien und anschließend Portugal, den Goldstandard eingeführt. Da die Länder Europas mit unterschiedlichen Bimetall- und Silbermünzen handelten, die zudem je nach Land in unterschiedlicher Feinheit geprägt wurden, kam es zu gewaltigen Problemen der Handelsbeziehungen der Länder.

Da sich die Führer der europäischen Länder dieser Tatsache bewusst waren, wurde 1865 eine Konferenz einberufen. Dies gilt als die Geburtsstunde der Lateinischen Münzunion (numismatisch spannendes Thema, unbedingt anschauen!), die bis Anfang des ersten Weltkrieges bestand und durch die Anpassungsmodalitäten auch dem großen Erfolg Großbritanniens als Industrienation und Handelspartner gerecht wurden.

Amtsdeutsch: halbe Kronen, Kronen, Doppelkrone?

Die Goldmünzen des Deutschen Kaiserreiches wurden per Erlaß im Jahre 1875 amtsdeutsch als "Kronen" bezeichnet (das 10-Mark-Goldstück entsprach dabei einer Krone, das 20-Mark-Goldstück der Doppelkrone und schließlich das 5-Mark-Goldstück der halben Krone). Diese Bezeichnung wurde jedoch zumeist nur innerhalb der Ämter verwendet. Nicht zu verwechseln sind die deutschen "Kronen" mit den Gold Kronen aus Österreich.

Umgangssprachlich Goldfuchs

Die 20 Mark wurden übrigens umgangssprachlich auch "Goldfuchs" genannt. Ein Grund dafür dürfte die rötlich schimmernde Legierung sein, die zu 10 % aus Kupfer besteht.

Woher kommt der Name?

Historisch betrachtet erscheint die Bezeichnung Mark ab dem 11. Jahrhundert, als es in Form einer germanischen Gewichtseinheit verwendet wurde. Die Begrifflichkeit "Mark" stammt höchstwahrscheinlich von einer Markierung (Marke), die es damals ermöglichte, einen 1-Pfund-Silberbarren in zwei Gewichtsmark aufzuteilen. Auch wenn bei dieser Art der Aufteilung zu jener Zeit ein Materialverlust in Kauf genommen werden musste, kann diese Art Markierung in gewisser Weise als Vorläufer der Sollbruchstelle betrachtet werden, wie sie heutzutage etwa bei Tafelbarren Anwendung findet.

Als Mark wurden die Goldmünzen und Silbermünzen des deutschen Reiches sowie die Umlaufmünzen mit dem Nennwert 1-Deutsche-Mark der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet. Um die Goldmünzen des Deutschen Kaiserreiches von der inflationären Papiermark zu unterscheiden, setzte sich die inoffizielle Bezeichnung "Goldmark" durch. Nicht zu verwechseln mit der 1 DM Goldmark, die 2001 zum Währungswechsel von DM auf Euro verausgabt wurde.

Außer der Währungsbezeichnung Mark existierten im Deutschen Kaiserreich zudem die in Norddeutschland gebräuchlichen Taler sowie die in Süddeutschland verwendeten Gulden; jedoch setzte sich ab ca. 1873 die Mark als Bezeichnung für die einheitliche Währung durch.

Deutsches Kaiserreich Preußen Abmessungen und Gewichte

Die 5-Mark-Goldmünze wurde mangels Akzeptanz nur von 1877 bis 1878 geprägt und zum 01. Oktober 1900 außer Kurs gesetzt. Vermutlich aufgrund ihres geringen Gewichtes und Durchmessers setzte sich die Münze im Handel nicht durch und gelangte immer wieder zur Reichsbank zurück.

Nennwert Feinheit Gewicht Feingoldgehalt Durchmesser
5 Mark 900/1000 1,99 g 1,79 g 17 mm
10 Mark 900/1000 3,98 g 3,58 g 19,5 mm
20 Mark 900/1000 7,96 g 7,17 g 22,5 mm

Details zur 20 Mark Kaiserreich Goldmünze

Nennwert: Raugewicht: Dicke: Durchmesser: Münzrand:
20 Mark 7,96 g 1,4 mm 22,5 mm GOTT MIT UNS

Die Motive der Kaiserreich Goldmünzen 10 Mark und 20 Mark

10 Mark und 20 Mark

Kaiser Wilhelm I.
1871 bis 1888
Kaiser Friedrich III.
1888
Kaiser Wilhelm II.
1888 bis 1913
Nennwert: Raugewicht: Dicke: Durchmesser: Münzrand:
10 Mark 3,982 Gramm 1,4 mm 19,5 mm Arabesken und Sterne

5 Mark

Kaiser Wilhelm I.
1877 bis 1878
Nennwert: Raugewicht: Dicke: Durchmesser: Münzrand:
5 Mark 1,991 Gramm 0,6 mm 17 mm glatt

Auflage Deutsches Kaiserreich 5 Mark

  • Motiv aller 5 Mark Deutsches Kaiserreich: Wilhelm I (Preußen)
  • Jaeger-Nummer: J.244
  • Es existieren Fälschungen – bei geprüften Händlern wie jenen im Preisvergleich oben kaufen Sie sicher

Jahr Prägestätte Auflage
1877 A (Berlin) 1.200.000
1877 B (Hannover) 520.000
1877 C (Frankfurt) 690.000
1878 A (Berlin) 500.000
Auflage Gesamt 2.910.000
(Stand: August 2018)
= nicht geprägt
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Auflage Deutsches Kaiserreich 10 Mark

  • Motive Wilhelm I, Friedrich III, Wilhelm II
  • Jaeger-Nummern: J.242, J.245, J.247, J.249, J.251
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Jahr Prägestätte Jaeger-Nummer Auflage
Motiv Wilhelm I Preußen (Jahrgänge 1872-1888)
1872 A = Berlin J.242 3.920.000
1872 B = Hannover J.242 1.390.000
1872 C = Frankfurt J.242 1.750.000
1873 A J.242 3.010.000
1873 B J.242 2.250.000
1873 C J.242 2.290.000
1874 A J.245 830.000
1874 B J.245 1.080.000
1874 C J.245 320.000
1875 A J.245 2.430.000
1875 B J.245 460.000
1875 C J.245 1.530.000
1876 B J.245 2.800
1876 C J.245 27.000
1877 A J.245 850.000
1877 B J.245 250.000
1877 C J.245 330.000
1878 A J.245 1.130.000
1878 B J.245 15.000
1878 C J.245 520.000
1879 A J.245 1.010.000
1879 C J.245 280.000
1880 A J.245 1.760.000
1882 A J.245 8.000
1883 A J.245 13.000
1886 A J.245 14.000
1888 A J.245 190.000
Jahr Prägestätte Jaeger-Nummer Auflage
Motiv Friedrich III Preußen (Nur 1 Jahrgang – 1888)
1888 A J.247 880.000
Jahr Prägestätte Jaegernummer 1/4 oz
Motiv Wilhelm II Preußen (Jahrgänge 1889-1912)
1889 A J.249 24.000
1890 A J.251 1.510.000
1892 A J.251 35.000
1893 A J.251 1.590.000
1894 A J.251 18.000
1895 A J.251 29.000
1896 A J.251 1.080.000
1897 A J.251 110.000
1898 A J.251 2.280.000
1899 A J.251 300.000
1900 A J.251 740.000
1901 A J.251 700.000
1902 A J.251 270.000
1903 A J.251 1.680.000
1904 A J.251 1.180.000
1905 A J.251 1.060.000
1906 A J.251 530.000
1907 A J.251 810.000
1909 A J.251 530.000
1910 A J.251 800.000
1911 A J.251 270.000
1912 A J.251 540.000
Auflage aller 10 M gesamt 44.625.800
(Stand: August 2018)
= nicht geprägt
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Auflage Deutsches Kaiserreich 20 Mark

  • Motive Wilhelm I, Friedrich III, Wilhelm II
  • Jaeger-Nummern: J.243, J.246, J.248, J.250, J.252, J.253
  • Es existieren Fälschungen – bei geprüften Händlern wie jenen im Preisvergleich oben kaufen Sie sicher
Jahr Prägestätte Jaeger-Nummer Auflage
Motiv Wilhelm I Preußen (Jahrgänge 1871-18##)
1871 A J.243 500.000
1872 A J.243 7.720.000
1872 B J.243 1.920.000
1872 C J.243 3.060.000
1873 A J.243 9.060.000
1873 B J.243 3.440.000
1873 C J.243 5.230.000
1874 A J.246 760.000
1874 B J.246 820.000
1874 C J.246 88.000
1875 A J.246 4.200.000
1875 B J.246 unklar
1876 A J.246 2.670.000
1876 C J.246 420.000
1877 A J.246 1.250.000
1877 B J.246 500.000
1877 C J.246 unklar
1878 A J.246 2.170.000
1878 C J.246 820.000
1879 A J.246 1.020.000
1881 A J.246 430.000
1882 A J.246 660.000
1883 A J.246 4.280.000
1884 A J.246 2.240.000
1885 A J.246 410.000
1886 A J.246 1.760.000
1887 A J.246 5.650.000
1888 A J.246 530.000
Motiv Friedrich III Preußen (nur 1 Jahrgang 1888)
1888 A J.248 5.360.000
Motiv Wilhelm II Preußen (Jahrgänge 1888-1914)
1888 A J.250 760.000
1889 A J.250 9.640.000
1890 A J.252 3.690.000
1891 A J.252 2.750.000
1892 A J.252 1.810.000
1893 A J.252 3.170.000
1894 A J.252 5.810.000
1895 A J.252 4.130.000
1896 A J.252 4.240.000
1897 A J.252 5.390.000
1898 A J.252 6.540.000
1899 A J.252 5.870.000
1900 A J.252 5.160.000
1901 A J.252 5.190.000
1902 A J.252 4.140.000
1903 A J.252 2.870.000
1904 A J.252 3.450.000
1905 A J.252 4.180.000
1905 (Gelbgold) J.252 76.000
1905 J J.252 920.000
1906 A J.252 7.790.000
1906 J J.252 82.000
1907 A J.252 2.580.000
1908 A J.252 3.270.000
1909 A J.252 5.510.000
1909 J J.252 350.000
1910 A J.252 8.650.000
1910 J J.252 750.000
1911 A J.252 4.750.000
1912 A J.252 5.570.000
1912 J J.252 500.000
1913 A J.252 6.100.000
1913 A J.253 6.100.000
1914 A J.253 2.140.000
1914 A J.253 1.270.000
Auflage aller 20 M gesamt 196.066.000
(Stand: August 2018)
= nicht geprägt
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Preisentwicklung Deutsches Kaiserreich

Preisentwicklung Deutsches Kaiserreich
Deutsches Kaiserreich Goldmünze Bewertung
4/5 (16)
Lemmy 5.00/5
Kaisergold ist für mich die beste Anlage in Gold.Die 5er und 10er würde ich vernachlässigen,da der Aufpreis zu hoch ist,aber mit den Zwanzigern kann man nichts falsch machen,da sie sehr nahe am Goldpreis gehandelt werden.Ich bevorzuge Wilhelm I. und da im besonderen Jaeger 243 also die Jahrgänge 1871-1873.Habe mal welche verkaufen müssen und 10% über dem Goldpreis bekommen.
Ted 5.00/5
Ich finde diese Münzen sehr schön und geschichtsträchtig und kaufe sie gerne immer mal dazu. Als Anlagemünze ist dabei nur die Jäger 252 (20 Mark Wilhelm II 1888-1913) geeignet, alle anderen werden mit Sammlerzuschlägen gehandelt und fallen daher in den Bereich der Numismatik. Der Spread für J. 252 beträgt 2-3%, ist also entgegen einiger älterer Aussagen hier sehr gering. Zudem können bei der 20-Mark-Münze Schmidt-Hausmann-Fälschungen sehr leicht an der Randschrift erkannt werden, sind also nichts, wovor man Angst haben muss.
UlfH. 5.00/5
Nicht nur schön anzusehen sondern auch immer und überall gut handelbar - der Preis ist meist recht nah am Goldkurs, wenn man die Stücke bei einem der bekannten Online-Händler handelt und nicht zu den Banken geht. Was die Fälschungen anbegeht - das ist mir ziemlich egal, da nicht der Goldgehalt gefälscht wurde. Es sind für mich Anlagemünzen für schlechte Zeiten. Und da es sich nicht nur um reine Gold- sonder um Kurantmünzen handelt dürfte es eine der sichersten Anlagen überhaupt handeln. Ich kaufe Sie regelmässig wenn etwas Geld übrig ist und bin bislang sehr gut damit gefahren.

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