Gold: 4.248,30 € 0,00 %
Silber: 65,31 € 0,00 %
Stand: 31.05.2021 von Hannes Zipfel
Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren für die Preisbildung von Edelmetallen. Wie bei vielen Rohstoffen spielt auch bei Gold, Silber und Platin der Zeitpunkt, zu dem das Metall erworben wird, eine Rolle. In der langfristigen Betrachtung haben sich saisonale Muster herausgebildet, die über das Jahr verteilt starke und schwache Preisphasen anzeigen.
 Edelmetallkauf: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Im Sommer sind die Preise günstiger

Nahezu alle Vermögenswerte weisen saisonale Preismuster über das Jahr hinweg auf. Besonders ausgeprägt sind diese bei Rohstoffen. Der Grund dafür sind bestimmte Nachfrage- und Angebotsspitzen. Diese können durch Ernte-Zyklen bei Nahrungsmitteln oder durch Heizperioden bzw. den Urlaubsverkehr bei fossilen Energieträgern ausgelöst werden.

Den Klassiker saisonaler Nachfragemuster bei Endprodukten findet man bei Cabrios, die vor allem im Frühling und Sommer gekauft werden. Ähnlich verhält es sich im Dienstleistungssektor mit Umzügen, die in der warmen und trockenen Jahreszeit deutlich öfter stattfinden als im Herbst und Winter.

Auch Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin weisen saisonale Muster auf.

Vor allem diverse Festlichkeiten in Indien (Hochzeitssaison) aber auch das Weihnachtsfest oder das chinesische Neujahrsfest erhöhen temporär die Nachfrage nach Schmuck, Münzen und Barren.

Die Entwicklung des Goldpreis ist beispielsweise im Sommer regelmäßig geprägt von schwächeren oder nur moderat steigenden Preisen (durchschnittliche Preisentwicklung eines Jahres von 1986-2016 in US$).

Goldpreis - $ / oz seasonal Average

Die Abwesenheit von kalendarischen Nachfragesondereffekten und auch die schwächere Nachfrage im Münz- und Barren-Einzelhandel im Juni können antizyklisch handelnde Investoren für Käufe nutzen, bevor die Goldnachfrage in der zweiten Jahreshälfte bis ins erste Quartal hinein spürbar ansteigt.

Auch bei den beiden Weißmetallen Platin und Silber weisen die langjährigen durchschnittlichen Veränderungsraten der Preise in den einzelnen Monaten ebenso wie bei Gold saisonale Muster auf.

durchschn. mtl. Veränderungsrate in % (2000 - 2020)

Die wichtigsten Termine in dieser Woche

Der Wochenauftakt gestaltet sich an der Datenfront in dieser Woche etwas ruhiger, da in den USA der Feiertag „Memorial Day“ das Wochenende für die Amerikaner um einen Tag verlängert. Auch in Großbritannien ist der 31. Mai ein Bankfeiertag.

Am kommenden Freitag werden die mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Mai veröffentlicht (siehe Tabelle unten).

Aus Asien kamen heute Morgen bereits Daten aus China und Japan.

In Nippon enttäuschte sowohl die Industrieproduktion mit einem Anstieg im April gegenüber März von lediglich 2,5 Prozent (Prognose: +4,1 Prozent) als auch der Einzelhandelsumsatz mit +12,0 Prozent im April gegenüber dem Vormonat März (Prognose: +15,3 Prozent).

Der Einkaufsmanager-Index (EMI) in China enttäuschte die Erwartungen mit 51,0 Punkten statt 51,1 Punkten zwar nur knapp, liegt damit aber nur noch hauchdünn über der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Hier scheint sich die staatlich orchestrierte Rückführung des Kreditimpulses in China bereits auszuwirken.

Um 14:00 Uhr veröffentlichte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am heutigen Montag den deutschen Verbraucherpreisindex für den Monat Mai. Mit 2,5 Prozent Teuerungsrate auf Jahresbasis wurde eine deutlich höhere Preisinflation als im April gemessen (+2,0 Prozent ggü. Vorjahresmonat).

Von April auf Mai 2021 stiegen die Preise um 0,5 Prozent (ggü. Vormonat) an. Erwartet wurde ein Monatsanstieg von lediglich 0,3 Prozent.

In der folgenden Übersicht finden Sie weitere wichtige Termine, die besonders für deutsche Anleger und den Edelmetallmarkt in dieser Woche relevant werden könnten:

WochentagZeit (MESZ)DatenartPrognoseVorherig
Dienstag03:45 UhrChina: HSBC Einkaufsmanager-Index Verarbeitendes Gewerbe (Mai)-50,4
Dienstag09:55 UhrDE: Einkaufsmanager-Index Verarbeitendes Gewerbe (Mai)Unv.64
Dienstag09:55 UhrDE: Arbeitslosenquote (Mai)Unv.6,0 %
Dienstag09:55 UhrDE: Arbeitslosenzahl (Mai)-2,76 Mio.
Dienstag16:00 UhrUSA: ISM Einkaufsmanager-Index Verarbeitendes Gewerbe (Mai)Unv.60,7
Mittwoch08:00 UhrDE: Einzelhandelsumsätze April ggü. Vorjahresmonat10,1 %11,0 %
Mittwoch08:00 UhrDE: Einzelhandelsumsätze April ggü. März-2,0 %7,7 %
Mittwoch11:00 UhrEurozone: Erzeugerpreise April ggü. Vorjahresmonat7,3 %4,3 %
Mittwoch11:00 UhrEurozone: Erzeugerpreise April ggü. März0,9 %1,1 %
Mittwoch13:00 UhrUSA: Index für den Hypothekenmarkt-693,7
Mittwoch17:45 UhrDE: Rede des Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann--
Mittwoch20:00 UhrUSA: Konjunktureinschätzung der Fed (Beige Book)--
Donnerstag03:45 UhrChina: Caixin Einkaufsmanager-Index Dienstleistungen (Mai)-56,3
Donnerstag14:15 UhrUSA: ADP Arbeitsmarktbericht Privatsektor neugeschaffene Stellen (Mai)650 Tsd.742 Tsd.
Donnerstag16:00 UhrUSA: Einkaufsmanager-Index Dienstleistungen (Mai)63,062,7
Donnerstag17:00 UhrUSA: Rohöllagerbestände (Cushing)-1,008 Mio.
Freitag09:30 UhrDE: Einkaufsmanager-Index Bauwesen (Mai)-46,2
Freitag13:00 UhrUSA: Rede des US-Notenbankpräsidenten Jerome Powell--
Freitag14:30 UhrUSA: Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft650k266k
Freitag14:30 UhrUSA: offizielle Arbeitslosenquote (Mai)5,9 %6,1 %
Datenquelle: Investing.com
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Stand: 31.05.2021
geschrieben von:
Ökonom, Journalist mit Schwerpunkt Wirtschaft und Finanzmärkte
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von Hans im Glück | 01.06.2021, 11:14 Uhr Antworten

Wir sind momentan in einer überkauften Phase (vergleiche dazu RSI und Bollinger Bänder). Es wird Zeit dass sich diese Übertreibungen abbauen und da sind demnächst sinkende Preise nur logisch. Einfach nur warten können und Cash bereit halten.

2 Antworten an Hans im Glück anzeigen

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