| GOLD | 4.548,76 $/oz | 3.904,30 €/oz | 125,53 €/g | 125.526 €/kg |
| SILBER | 77,07 $/oz | 66,15 €/oz | 2,13 €/g | 2.126,77 €/kg |

Laut dem aktuellen Bericht des World Gold Council (WGC) verzeichnete der globale Goldmarkt im Jahr 2025 bedeutende Entwicklungen. Die Gesamtnachfrage nach Gold stieg um 0,81 % von 4.961,9 Tonnen im Jahr 2024 auf 5.002,3 Tonnen. Dieser Anstieg wurde maßgeblich durch verstärkte Investitionen sowie Käufe von Zentralbanken beeinflusst.
Der Investmentsektor zeigte ein starkes Wachstum und legte um 84 % zu, wobei die Nachfrage von 1.185,4 im Jahr 2024 auf 2.175,3 Tonnen im Jahr 2025 stieg. Diese Entwicklung wurde insbesondere durch anhaltend hohe Zuflüsse bei Gold-ETFs unterstützt und das starke Interesse an Goldmünzen und -barren begünstigt
Im Gegensatz dazu verzeichnete die Schmuckbranche einen Nachfragerückgang von ca. 19 %, von 2.026,6 Tonnen im Jahr 2024 auf 1.638,0 Tonnen im Jahr 2025. Hauptfaktor für diesen Rückgang war das hohe Goldpreisniveau, das die Konsumentennachfrage in den wichtigsten Märkten stark dämpfte.
Diese Entwicklungen unterstreichen die dynamische Natur des Goldmarktes sowie die unterschiedlichen Faktoren, die die Nachfrage in verschiedenen Sektoren beeinflussen.
Unterm Strich lag die gestiegene Goldnachfrage 2025 mit 5.002,3 Tonnen (inkl. OTC-Geschäfte) nochmals höher als im Rekordjahr 2024.
Damit hat sich die Goldnachfrage das fünfte Jahr in Folge erhöht.
Goldnachfrage: Aktueller Stand und Entwicklung im Jahresvergleich inkl. OTC-Geschäfte
Woher kommt das Gold? Hier gibt es im Wesentlichen drei Zuflüsse: neu gefördertes Gold aus Goldminen, recyceltes Gold sowie Netto Hedging, also Termingeschäfte von Minenbetreibern. Mehr: Goldförderung
Bei der weltweiten Gesamtnachfrage nach Gold werden die vier Segmente Schmuck, Zentralbanken, Investment und Industrie unterschieden.
Der Sektor "Investment" wird dann weiter ausdifferenziert nach Goldmünzen & Goldbarren einerseits sowie goldgedeckte ETFs und vergleichbare Finanzprodukte (OTC) andererseits.
In 2025 wurde die Nachfrage in der Schmuckbranche erstmals vom Investmentsektor übertroffen.. Die Verteilung der vier Hauptsektoren im Detail:
Goldnachfrage 2025: Anteile nach Sektoren
Im Jahr 2025 fielen die OTC-Geschäfte mit 2,9 Tonnen extrem niedrig aus, nachdem der WGC in den beiden Jahren zuvor noch Werte von 331,3 Tonnen (2024) bzw. 427,9 Tonnen (2023) gemeldet hatte. Doch was genau sind OTC-Geschäfte, und wie lassen sich diese Schwankungen erklären?
OTC-Geschäfte (OTC = Over-The-Counter) bei Gold beziehen sich auf den Handel des Edelmetalls außerhalb regulierter Börsen. Diese Transaktionen finden direkt zwischen den Parteien statt, oft über Broker oder Finanzinstitute vermittelt. Sie ermöglichen es den Händlern, Gold in großen Mengen diskret und unter Umgehung internationaler Sanktionen zu kaufen oder zu verkaufen, ohne die Formalitäten und Vorschriften, die an reguläre Börsenplätze gebunden sind.
OTC-Geschäfte bieten zudem Flexibilität in Bezug auf die Preisgestaltung und die Vertragsbedingungen (frei aushandelbar, Bezahlung auch in Rohöl, Yuan, Rubel oder Bitcoin statt in US-Dollar).
Dadurch können OTC-Geschäfte jedoch auch weniger transparent sein und ein höheres Risiko für die beteiligten Parteien mit sich bringen. Die statistische Datenerfassung ist dadurch ebenfalls erschwert.
Die Gesamtnachfrage von Gold stieg im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 leicht um 0,8 % auf 5.002,3 Tonnen. Während die Minenproduktion gegenüber dem Vorjahr von 3.650,4 auf 3.671,6 Tonnen um 0,6 % angestiegen ist, ging es mit dem Recyclinggold von 1.365,3 auf 1.404,3 Tonnen (+2,9 %) deutlich stärker bergauf. Gleichzeitig weitete sich das Netto-Hedging der Produzenten, also die Absicherung von Goldverkäufen durch Termingeschäfte, von minus 53,8 auf minus 73,6 Tonnen aus.

Auf der Nachfrageseite gab es unterschiedliche Entwicklungen: Die Schmucknachfrage brach mit einem Rückgang von über 19 % in der Schmuckherstellung und mehr als 18 % im Schmuckkonsum regelrecht ein. Gleichzeitig fiel die Nachfrage in der Technologiebranche um 1,1 %, insbesondere in der Dentaltechnik mit einem Minus von 7,5 % besonders stark.
Steil bergauf ging es hingegen mit der Nachfrage im Investmentsektor, wo ein Zuwachs um 83,5 % auf 2.175,3 Tonnen erzielt worden war. Gefragt waren Goldbarren (+24 %), während die Nachfrage nach Goldmünzen um 15 % zurückging. Gold-ETFs also börsengehandelte Fonds, verzeichneten 2025 Zuflüsse in Höhe von 801,2 Tonnen, nachdem im Jahr zuvor leichte Abflüsse von 2,9 Tonnen registriert wurden.
| Sektor | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|
| Zentralbanken | - 21 % |
| Investment | + 83,5 % |
| Goldschmuck | - 19,2 % |
| Technologie | - 1,1 % |
| OTC | - 99,1 % |
Im Jahr 2025 stockten die Zentralbanken erneut ihre Goldreserven auf. Nach 1.080,0 (2022), 1.050,8 (2023) und 1.092,4 Tonnen (2024) fielen die Nettokäufe mit 863,3 Tonnen 2025 allerdings deutlich geringer aus. Nur zur Erinnerung: Seit 2010 belaufen sich die kumulierten Goldkäufe damit auf insgesamt 9.765,8 Tonnen.
Besonders aktiv waren erneut Staaten mit autokratischen Regierungsformen oder aufstrebende Schwellenländer. Überraschend belegte Polen im Jahr 2025 mit 101,98 Tonnen den ersten Platz unter den größten staatlichen Goldkäufern, was möglicherweise mit der geografischen Nähe zum Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zusammenhängt.
Neben Polen zählten
laut WGC zu den eifrigsten Goldkäufern
In westlichen Demokratien oder entwickelten Staaten wie den
blieben die Goldreserven hingegen seit Jahrzehnten nahezu unverändert oder sanken leicht. Die USA verfügen mit 8.133,5 Tonnen über die weltweit größten Goldreserven, gefolgt von Deutschland mit 3.350,3 Tonnen (Stand Januar 2026).
Weitere Infos zu: Goldreserven der Zentralbanken
China und Indien sind traditionell die größten Märkte für Goldschmuck. In beiden Ländern gab es im Jahr 2025 – bedingt durch den stark gestiegenen Goldpreis – aber einen regelrechten Einbruch der Schmucknachfrage zu vermelden.
Bei der chinesischen Nachfrage stellte sich gegenüber 2024 ein Rückgang um 24,8 % auf 360,1 Tonnen ein. In Indien sank die Schmucknachfrage um 23,6 % auf 430,5 Tonnen.
Diese Entwicklungen führten dazu, dass die weltweite Schmucknachfrage insgesamt sank, da die beiden größten Märkte weniger Goldschmuck nachfragten.
| Goldschmuck Markt | 2024 | 2025 | Veränderungsrate |
|---|---|---|---|
| China | 479,1 t | 360,1 t | - 24,8 % |
| Indien | 563,4 t | 430,5 t | - 23,6 % |
Weitere wichtige Märkte für Goldschmuck sind Saudi-Arabien (44,0 t), Russland (36,5 t), die Türkei (32,8 t) und die Vereinigten Arabischen Emirate (29,4 t). Deutschland (8,5 t) spielt auf dem globalen Schmuckmarkt nur eine Nebenrolle.
Die Goldnachfrage im Technologiesektor blieb 2025 insgesamt stabil bei rund 322,8 Tonnen (-1,1 %), wobei der starke Bedarf aus dem boomenden KI-Bereich die Schwäche im klassischen Konsumelektronikmarkt ausglich. Steigende Preise, Lieferengpässe und strukturelle Verschiebungen hin zu effizienteren Technologien sorgten jedoch für zunehmenden Druck und könnten die Nachfrageperspektiven künftig beeinflussen.
| Nachfrage Industrie | 2024 | 2025 | Veränderung % |
|---|---|---|---|
| Total: | 326,2 t | 322,8 t | -1,1 % |
Die Elektronikindustrie (270,4 t) blieb 2025 mit Abstand der größte industrielle Verbraucher von Gold, da es für Leiterplatten und andere Hightech-Komponenten sehr wichtig ist. Die zahnmedizinische Goldnachfrage (Der Gold-Zahn ist out) hingegen nimmt weiter ab und reduzierte sich auf 8,2 Tonnen (-7,5 %), da moderne Hightech-Materialien zunehmend klassische Goldlegierungen ersetzen.
Quellen:(1) World Gold Council: Gold Demand Trends - Trends Full Year and Q4 2025
Gold is in relation to silver to high because the rich people believe that they are better. Silver is for little people. The Ratio is in this reason on 80.