Stand: 31.01.2019 von Markus Köhren 18 Kommentare

Hört sich toll an oder finden Sie nicht? Bevor Sie jetzt als Besitzer von 10 Krügerrändern Ihren Job kündigen oder die Scheidung einreichen lesen Sie noch kurz weiter ...

Was Gold ist, können Sie nachlesen ...

..., was Freiheit ist eigentlich auch. Allerdings finde ich, dass es bei dem Begriff Freiheit eher auf das subjektive Empfinden jedes Einzelnen ankommt.

Der Eine fühlt sich frei, wenn er finanziell unabhängig ist und seinem Chef nicht mehr nach dem Mund reden muss. Der Andere fühlt sich frei, wenn seine Frau zwei Wochen alleine in den Urlaub fährt. Und es gab Generationen, die sich frei fühlten, wenn man eine Marlboro in der Pause rauchen konnte. Auch ohne Hut, Pferd und Sonnenuntergang.

Ich hatte die Tage eine Postkarte in der Hand auf der stand:

"Am meisten ärgerst du Sie alle, wenn du glücklich bist“.

Das sollte unser aller Motto werden. Für mich gehören Freiheit und Glück zusammen. Einen Teil meiner Freiheit verdanke ich meiner finanziellen Unabhängigkeit. Meine finanzielle Unabhängigkeit verdanke ich meiner ganz persönlichen Goldreserve. Und was hat das mit Ihnen zu tun? Warum sollte Sie das interessieren?

Das kann ich Ihnen sagen:

Auch Sie werden sich freier und glücklicher fühlen, wenn Sie finanziell unabhängig oder zumindest gut abgesichert sind. Ein Teil dieser Absicherung sollte meiner Meinung nach aus Gold bestehen.

  • Im Folgenden beschreibe ich, wie ICH meine Goldreserve aufgebaut habe.
  • Auch, wenn Sie es nicht so machen.
  • Auch, wenn Sie es anders sehen.
  • Auch, wenn es mein Weg ist, der nicht für alle passen muss.
  • Mein Weg war es, und ich möchte ihnen diesen Weg im Folgenden beschreiben.

Mein Weg zur eigenen Goldreserve (Freiheit)

1. Sichern Sie Ihr Vermögen durch Gold

Ein Großteil der langfristigen Reserven besteht bei mir aus Gold. Gold ist seit Jahrtausenden Zahlungsmittel und relativ kaufkraftstabil. Es ist werthaltig, liquide, nahezu unzerstörbar und leicht zu transportieren. Ich habe nicht auf die Experten gehört, die immer wieder empfohlenen haben, 5 - 10 % seines Vermögens in Gold zu investieren.

Unsere Papierwährungen verlieren beständig an Wert. Die ungedeckten Schulden des Fiatmoney Systems explodieren. Ich möchte bei einem großen Crash gerne mehr als 5 % meines Vermögens retten. Auch Herr Tenhagen von der Stiftung Warentest, der Ihnen vorher genau erklärt hat, warum höchstens 5 % in Gold Sinn machen, wird Ihnen dann die verlorenen 95 % nicht ersetzen.

2. Kaufen Sie unabhängig vom Preis.

Regelmäßiges Zukaufen ist das Geheimnis. Mir war egal, ob der Preis zu hoch war oder gerade alle Experten abgeraten haben, Gold zu kaufen, weil er so niedrig ist und noch weiter fällt. Ich habe stumpf mein nicht benötigtes Papiergeld in Gold getauscht.

Jeden Monat. Jahr für Jahr. Wenn es wenig war, war es wenig, wenn es mehr war, war es mehr. Aber ich habe vor mir selber nie die Ausrede gelten lassen, dass es gerade ungünstig ist und gar nichts in Gold umgetauscht.

3. Kaufen Sie kein Gold. Tauschen Sie es um.

Sie tauschen ein Geld (Euro) gegen ein anderes Geld (Gold). Gold erfüllt die Geldfunktion des langfristigen Wertaufbewahrungsmittels besser als der durch nichts gedeckte Euro. Lösen Sie sich beim Golderwerb von dem Gedanken Geld auszugeben. Sie tauschen es lediglich um.

Wenn Sie als Kind etwas getauscht haben, werden Sie immer versucht haben Ihre Schätze gut gegen andere Schätze einzutauschen. Machen Sie es heute wieder so. Versuchen Sie, viel Gold für wenig Euro zu kriegen. Verzichten Sie auf moderne Sammlerprägungen, die weit über dem Goldpreis gehandelt werden.

Sie sollten Gold sammeln und keine exklusiven Wurzelholzschatullen mit Elfenbeinimitat und auf Seidenpapier gedruckte Echtheitszertifikate.

Viel Gold für Euro ist die Devise. Zwei Dinge gibt es allerdings zu beachten:

  1. Historische Sammlermünzen können sehr wohl eine gute Geldanlage sein und eignen sich hervorragend zur Diversifizierung des eigenen Goldschatzes.
  2. Nicht auf vermeintliche Schnäppchen hereinfallen und im seriösen Fachhandel kaufen. Gold unter Börsenkurs gibt es nicht.

4. Lagern Sie es gescheit

Je mehr Gold Sie besitzen, desto ausgewogener muss Ihr Lagerkonzept sein (und desto teurer wird es auch). Einige Möglichkeiten sind:

  • Heimischer Tresor und/oder Versteck
  • Bankschließfächer
  • Schließfächer bei Edelmetallhändlern im In- und Ausland
  • Zollfreilager
  • Sammelverwahrung von Gold

Der eine traut den Banken nicht. Der andere ist skeptisch bei Privatfirmen. Hier hilft nur eine individuelle Lösung, die zu Ihnen und Ihren Lebensumständen passt.

Als Jäger auf dem idyllischen Dorf im Sauerland, mit einer Schrotflinte im Schrank, und einer Frau die Ihre zwei Dobermänner vegan ernährt (und die mal so richtig Lust auf Fleisch haben), würde ich sicher mehr Gold zu Hause lagern/verstecken, als ein Pudelbesitzer mit einer Mietwohnung in Duisburg Marxloh und einer Wohnungstüre aus Presspappe.

Beachten Sie nur eins. Sparen Sie nicht an der Lagerung und hier vor allem nicht an der Versicherung. Kein Schließfach bei der Bank oder einem Edelmetallhändler ist 100 % sicher (ich spreche aus Erfahrung). Sichern Sie Ihre Bestände zu Hause mit einer Hausratversicherung ab.

5. Entspannen Sie sich und lassen sich nicht verunsichern

Reiche Menschen sind die Meister Ihres Geldes. Arme sind die Sklaven Ihres Geldes. Sie haben Gold zur LANGFRISTIGEN Absicherung Ihres Vermögens. Halten Sie Kursschwankungen aus. Gold ist eine Versicherung für eine Katastrophe. Vertrauen Sie Gold.

Sie rufen ja auch nicht jeden Tag bei Ihrer Versicherung an und fragen, ob Sie noch versichert sind. Warum zweifeln Sie dann daran, dass Gold Sie gegen einen Totalverlust Ihres Vermögens in der Krise schützt? Jahrhundertelang war Gold = Geld.

Im Bretton-Woods-System war der Dollar an Gold gebunden. Ein Goldkauf machte vermeintlich keinen Sinn. Gold = Geld

Trotzdem haben die Menschen instinktiv gespürt, dass etwas nicht stimmt und Sie hatten recht. Es wurden immer mehr Dollars gedruckt, als es Gold gab. Die, die auf Gold vertraut haben, waren die Gewinner. Heute kommen weltweit auf eine echte Unze Gold 100-150 Papierunzen und Lieferversprechen.

Unser Geld ist durch gar nichts mehr gedeckt (früher wurde es wenigstens versprochen und nicht gehalten, aber nicht mal die Mühe macht man sich heute noch). Ich weiß, wem ich vertraue. Meiner Goldunze, die schön glänzend und schwer in meiner Hand liegt.

Und jetzt?

Wundern Sie sich über diesen Artikel und denken „weiß ich doch alles“, wann sagt er denn endlich mal was, wie sich der Goldpreis entwickelt?“

Dann lesen Sie ihn noch einmal von vorne.

Gold bringt Ruhe in die sich ständig wandelnde Welt und das Chaos unseres Finanzsystems. Gold bleibt. Egal, ob der Preis steigt oder fällt oder so bleibt wie er ist.

Denken Sie preisunabhängig. Es macht weder Sinn auf den richtigen (niedrigen) Preis zum Einstieg zu warten, noch macht es Sinn, bei einem hohen Preis zu verkaufen. (Ich fliehe aus einer Währung €, der ich nicht vertraue und tausche dann mein Gold wieder in eben diese Währung um.)

Wenn es im Finanzsystem rappelt es ist es egal, ob 500.000 € wertlos werden oder 700.000 €. Was dann zählt, sind Sachwerte.

Gold sollte keine Spekulation für Sie sein

Ich bin beruhigt, dass meine Liebsten durch den Familienschatz (wie auch immer er bei jedem Einzelnen von Ihnen aussehen mag), so gut es eben geht, abgesichert sind. Denken Sie finanziell langfristig, genießen Sie Ihre Freiheit und Ihr Glück und machen sich nicht zum Sklaven Ihres Geldes.

In diesem Sinne verbleibe ich mit herzlichen Grüßen

Ihr Markus Köhren

Freiheit durch Gold
Markus Köhren - Markus Köhren beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit den Themen Numismatik, Geldgeschichte und Fragen rund um die physische Goldanlage. Er ist Moderator in Deutschlands größtem Forum für Münzsammler und legt zusammen mit Dr. Schön die Preise für Reichsgoldmünzen und Schweizer Goldmünzen in "Der Kleine Deutsche Münzkatalog" fest, der eine Gesamtauflage von über 1.000.000 Stück hat. Er gibt regelmäßig Interviews zu den o. g. Themen (z. B. Metallwoche von Frank Meyer) und hat auch selber im Münzfachhandel gearbeitet. Er ist Mitglied in der Gesellschaft für internationale Geldgeschichte und der Deutschen Numismatischen Gesellschaft. Seine numismatische Bibliothek umfasst mittlerweile über 2000 Publikationen.
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Kommentare [18]
  • von bopet | 24.09.2019, 20:06 Antworten

    Der Mann hat Hirn, durch meine erfahrung von 45 jahren bestätigt,

  • von Wilfried | 22.08.2019, 20:29 Antworten

    Danke für diesen Artikel Herr Köhren!

    Sie erwähnen Silber in ihrem Beitrag nicht mit einem Wort. Wie kommt das?
    Würden sie vom Silberkauf abraten, wenn man nur über geringere Mittel verfügt?

    Ich bin gespannt auf eine Antwort
    Viele Grüße
    Wilfried

  • von Helge 12 | 09.02.2019, 08:40 Antworten

    Sehr interessanter Artikel. Es macht Spass ihn zu lesen. Über Herr Tenhagen habe ich exakt die gleiche Meinung.

  • von Doreau | 05.02.2019, 19:45 Antworten

    Kein Problem.

    Habe mich auch falsch ausgedrückt. Meinte mit verkaufen eigentlich umschichten in andere Edelmetalle.
    Ich bezog mich ursprünglich nur auf den Satz
    Zitat: Mir war egal, ob der Preis zu hoch war oder gerade alle Experten abgeraten haben, Gold zu kaufen...

    Es ist ja auch gut soweit, jeder hat eben eine andere Strategie. Nur ich, würde es halt bei hohem Goldkurs anders machen und eben in andere Metalle investieren.


  • von Doreau | 03.02.2019, 16:24 Antworten

    Im Prinzip sehe ich es ähnlich. Aus dem Bericht lese ich heraus, das es dabei ausschließlich um Gold geht.
    Ich würde Edelmetalle kaufen, wenn sie billig sind, also z.Z. Silber und Platin, und verkaufen wenn sie teuer sind z.Z. Gold oder Palladium.
    Von Papieranlagen halte ich langfristig auch nichts.

  • von Warten auf den Sensenmann | 02.02.2019, 19:37 Antworten

    Jetzt warte ich schon 40 Jahr das mein Silber und mein bisschen Gold steigt, vielleicht klappt es ja die nächsten 40 Jahre. Einen Sarg mit Regal habe ich schon bestellt

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