Stand: 06.12.2019 von Claus Vogt 10 Kommentare

Mit einem durchschnittlichen Wertzuwachs von 9,8 % pro Jahr ist Gold seit 2001 unter dem Strich stärker gestiegen als der DAX. Und das, obwohl der DAX ein sogenannter Performance-Index ist, bei dem die sofortige Anlage der ausgeschütteten Dividende in die jeweilige Aktie unterstellt wird.

Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, wie sich der Goldpreis und der DAX seit unserer strategischen Gold-Kaufempfehlung aus dem Jahr 2001 entwickelt haben:

Gold in € Gold in $ DAX
2001 8,8 % 2,0 % -19,8 %
2002 6,4 % 24,7 % -43,9 %
2003 1,7 % 21,1 % 37,1 %
2004 -3,1 % 5,4 % 7,3 %
2005 36,7 % 20,0 % 27.1 %
2006 10,6 % 23,0 % 22.0 %
2007 18,4 % 30,9 % 22,3 %
2008 10,5 % 5,6 % -40,4 %
2009 20,7 % 23,4 % 23,8 %
2010 37,1 % 27,1 % 16,1 %
2011 14,2 % 10,1 % -14,7 %
2012 4,9 % 7,0 % 29,1 %
2013 -31,2 % -28,3 % 25,5 %
2014 12,1 % -1,5 % 2,7 %
2015 -0,3 % -10,4 % 9,6 %
2016 12,0 % 8,5 % 6,9 %
2017 -1,0 % 12,7 % 12,5 %
2018 2,4 % -2,1 % -18,3 %
2019 24,5 % 19,4 % 13.1 %
Durchschnitt 9.8 % 10.5 % 6.2 %

Seit der Jahrtausendwende ist der Goldpreis deutlich stärker gestiegen als der DAX - Performance Index (Stand; August 2019) Quelle: StocksCharts.com

Als Basisinvestment Ihres Vermögens: Physisches Gold oder Gold-ETF?

In unserem 2003 erschienenen Buch „Das Greenspan Dossier“ wiederholten und verstärkten Roland Leuschel und ich unsere Gold-Empfehlung aus dem Frühjahr 2001. Darüber hinaus begründeten wir ausführlich, warum wir das Jahr 2000 als Zeitenwende bezeichnet haben. 

Konkret sprachen wir die Empfehlung aus, mindestens 25% bis 35% eines Vermögens in physischem Gold anzulegen. 

Diese Empfehlung wiederholen wir ausdrücklich auch jetzt wieder sowohl in unserem Börsenbrief „Krisensicher Investieren“, als auch in unserem gerade erschienenen Buch.

Denn Gold ist in diesen schwierigen und hochriskanten Zeiten ein absolutes Muss, ein konservatives Basisinvestment, eine Versicherung gegen die Folgen einer völlig unseriösen Geld- und Staatsschuldenpolitik. 

Deshalb werden wir nicht zögern, den von uns empfohlenen Goldanteil sogar zu erhöhen, sobald die Geldentwertung Fahrt aufnimmt. Doch das ist nicht das einzige Argument, das Ihnen einen hohen Goldanteil bei der Aufteilung Ihres Vermögens nahelegt.

Im Moment spricht nämlich alles dafür, dass sich Gold in der Frühphase einer langen Hausse befindet und der Goldpreis deutlich steigen wird. 

Deshalb sehen wir in Gold auf Sicht der nächsten Jahre nicht nur ein Vehikel des Vermögenerhalts und der Sicherheit, sondern auch der Vermögensmehrung.

Physisches Gold und ETFs

An dieser Stelle möchten wir kurz auf die immer wieder gestellte Frage antworten, ob man denn unbedingt Münzen und Barren kaufen müsse oder nicht einfach Exchange Traded Funds (ETFs) wählen könne. 

Schließlich muss man sich bei ETFs keine Gedanken über die Lagerung des Metalls machen und kann sie bequem über die Börse handeln. Darüber hinaus sind gute Edelmetall-ETFs nicht Swap-basiert, sondern mit physischem Gold, Silber oder Platin unterlegt.

Als Anleger können Sie ETFs wie eine Aktie an der Börse verkaufen. Bei Gold-ETFs haben Sie statt zu verkaufen sogar die Möglichkeit, sich das Gold an einen vorbestimmten Ort oder nach Hause ausliefern zu lassen. Bei manchen ETFs ist aber die geringste auslieferbare Menge für die meisten Anleger zu hoch. 

Bei anderen gibt es diese Restriktion hingegen nicht, darunter der in Deutschland gängige Xetra-Gold-ETF. Hier können Sie die Lieferung von Goldbarren in Gewichten von 1 g bis 1 kg veranlassen. Juristisch sind Edelmetall-ETFs zwar Inhaberschuldverschreibungen. Durch ihre Konstruktion und ihre volle Unterlegung mit dem jeweiligen Edelmetall ergibt sich daraus aber kein Ausfallrisiko.

Ein Unbehagen bleibt bestehen

Trotz alledem beschleicht uns beim Studium der umfangreichen ETF-Verkaufsprospekte ein gewisses Unbehagen. Nicht umsonst lautet ein altes Sprichwort:

„Auf hoher See und vor Gericht bist du in Gottes Hand.“

In halbwegs normalen Zeiten haben wir mit Gold-ETFs kein Problem. Wir sind aber nicht dazu bereit, in einer schweren Krise die Hand für sie ins Feuer zu legen. Deshalb lassen wir uns auch hier von dem bereits erwähnten Vorsichtsprinzip leiten.

Ein weiteres Argument, das für physisches Gold und gegen ETFs spricht, sind die Handelszeiten der Börsen. In Krisenzeiten wird es sicherlich Bankfeiertage und unter Umständen sogar lange Börsenschließungen geben. Es kann also passieren, dass Sie gerade dann keinen Zugriff mehr auf Ihr ETF-Gold haben, wenn Sie es am dringendsten benötigen.

Barren und Münzen sollten es sein

Deshalb ziehen wir Gold in Form von Barren und Münzen vor. Bei sehr großen Vermögen mag es genügen, nur einen Teil des Goldbestandes physisch zu besitzen. Aber selbst in diesen Fällen raten wir dazu, nicht weniger als 10% des Vermögens in Barren und Münzen zu verwahren, und zwar außerhalb des Bankensystems.

Auf die verschiedenen Möglichkeiten der konkreten Umsetzung dieser Empfehlung möchten wir nicht näher eingehen. Hier sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Schließlich gilt natürlich auch für Ihr Gold das Prinzip der Diversifikation. Das heißt, Sie sollten Ihr Edelmetall an verschiedenen Orten aufbewahren. Idealerweise verteilen Sie es sogar auf verschiedene Länder, auch außerhalb der Europäischen Union.

Hervorragende Aussichten für Goldanleger - besonders mit Goldminen

Sowohl zur Diversifikation als auch zum Vermögensaufbau sollten Sie unbedingt Goldminenaktien in Ihre Planung einbeziehen. Gerade bei ausgewählten Minenaktien eröffnen sich Ihnen nämlich ungewöhnlich attraktive Chancen, die Sie sich in diesen schwierigen Zeiten der Nullzinspolitik nicht entgehen lassen sollten.

Profitieren Sie davon mit meinen ausgewählten Minenaktien im dafür aufgelegten „Krisensicher Investieren“ Goldminen-Depot. 

Claus Vogt
Chefredakteur Börsenbrief "Krisensicher Investieren"

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November 2019, Finanzbuchverlag ISBN 978-3-89879-896-9

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Gold hat seit der Jahrtausendwende die Nase vorn
Claus Vogt (MF media & consulting GmbH) - Claus Vogt ist einer der Chefredakteure des Börsenbriefes "Krisensicher Investieren". Der ausgewiesene Anlageprofi und Finanzanalyst besitzt ein fundiertes Fachwissen, hat eine Bilderbuchkarriere im Finanzwesen aufzuweisen und schreibt weitsichtige Analysen und Marktkommentare. Zusammen mit dem international bekannten Börsenexperten Roland Leuschel veröffentlichte er die Bücher "Das Greenspan Dossier: Wie die US-Notenbank das Weltwährungssystem gefährdet" und "Die Inflationsfalle".
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von Besserwisser | 22.12.2019, 17:31 Antworten

Fritzthecat: Krutiker scheint ein wenig frustriert zu sein. Da kommt dann auch noch ein Crashprophet namens Claus Vogt um die Ecke, der nichts anderes will, als sein Buch zu verkaufen.
Nun, informieren muss man sich schon irgendwie.
Die Mainstreampresse ( die auch ihre Zeitschriften an den Mann bringen will)
bringt keine Entscheidungshilfe um sein Eingemachtes zu retten und das Thema Gold/Silber kommt dort überhaupt nicht vor, weil der Michel keinen Appetit auf EM bekommen soll.

Systempresse nenne ich so etwas.

Wenn also Krutiker glaubt, Leute disqualifizieren zu müssen, die nebenbei ihr Buch
verkaufen wollen, der soll bitteschön glauben was der Pastor oder der "freundliche" Bankberater erzählt und sich gefälligst eine blutige Nase fangen.
Mit Schadenfreude hat das nichts zu tun. Jeder ist für sein Glück verantwortlich.
Zu dem finanziellen Kollaps:
Einen Crash kann niemand seriös vorhersagen, das ist klar. Allerdings verschlechtern sich die fundamentalen Daten seit Jahren und werden durch die Zentralbanken bis zum Erbrechen durch QE-Programme verschleiert, so dass für den naiven Laien der Eindruck entsteht, dass die Bäume in den Himmel wachsen.
Dem ist natürlich nicht so, wie die Geschichte immer wieder gezeigt hat.

Der Aktienmarkt wird gepuscht, das ist kein Geheimnis. Wer in Aktien von Dow/Dax/S+P etc, unterwegs ist, tanzt m.E. auf dem Vulkan. (ausser Goldminenaktien)

Aber das wissen Sie ja alles aus dem Forum von Goldreporter,
oder gibt es noch einen Fritzthecat ?


1 Antwort an Besserwisser anzeigen
von Besserwisser | 10.12.2019, 12:46 Antworten

Claus Vogt mag bei seinen Kommentaren an den Verkauf seines Buches denken.
Warum auch nicht ?, das tun viele andere auch.
Ich verfolge seine Beiträge schon seit langer Zeit. Er hat mich auf viele Problematiken
dieser kranken Finanzwelt aufmerksam gemacht und wach gerüttelt.

Wer ihn als Crashpropheten klassifiziert, soll bitteschön weiter in seiner heilen Welt leben und sich dem "betreuten Denken" der Mainstreammedien hingeben.

Ich habe nichts dagegen, wenn Leute wie Krutiker früher oder später auf dem falschen
Fuss erwischt werden und sich eine blutige Nase holen.

2 Antworten an Besserwisser anzeigen
von Kritiker | 08.12.2019, 09:04 Antworten

Falscher Ansatz:
Welchen Sinn macht es "Sicherheit" in Papierform zu haben. Nur phys. Gold bzw. Silber auserhalb des Bankensystems machen Sinn.
Lasst euch von den Autoren nichts vormachen, wenn sie Ahnung hätten, bräuchten sie nicht zu schreiben.

2 Antworten an Kritiker anzeigen
von Fleischesser | 06.12.2019, 17:41 Antworten

Ja Gold zu haben ist sicher immer eine gute Sache aber eine ordentliche Portion Silber sollte
auch mit ins Depot

von Alfred | 06.12.2019, 16:15 Antworten

Gold ist und bleibt der sichere Weg sein Vermögen zu sichern.

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