Gold: 1.544,94 € -0,77 %
Silber: 20,74 € -1,99 %
Stand: 03.03.2021 von © Gold.de Redaktion AB/SH
Goldkette, Ring oder ein hübsches Schmuckstück gefunden? Glückwunsch! Doch es gibt gesetzliche Vorschriften. Die sollte man tunlichst einhalten, sonst macht man sich unter Umständen strafbar. GOLD.DE informiert: Was erlaubt ist, was nicht. Und wie man einen Goldfund am besten zu Geld macht.
Goldkette gefunden: Finderlohn oder verkaufen?
Das Wichtigste in Kürze
  • Abgeben ist Pflicht bei Wertsummen ab 10 Euro
  • Anspruch auf Finderlohn ist gesetzlich geregelt
  • Nach 6 Monaten Wartezeit wird man Eigentümer
  • Altgold verkaufen am besten mit GOLD.DE

Die Rechtslage

Die Chancen stehen gar nicht schlecht, glücklicher Finder einer Goldkette zu werden. So waren nach unseren Recherchen allein im BVG Fundbüro Berlin im März 2017 insgesamt 33 Schmuckstücke zur Abholung registriert. Ob goldene Ohrringe, Armbanduhren, Broschen - was einen schmückt, wird leider auch mal verloren.

Wer eine Goldkette findet, für den gilt im Wesentlichen BGB §§ 965 ff. Hier ist geregelt, was erlaubt ist und was nicht.

Abgabe ist Pflicht

Die wichtigste Regel lautet: Abgeben ist Pflicht! Wer dies unterlässt, macht sich unter Umständen strafbar. Das kann bis zum Vorwurf der Unterschlagung oder Hehlerei reichen.

Nur Fundsachen mit einem Wert von weniger als zehn Euro müssen nicht angezeigt werden.

Abgegeben wird der Fund beim Eigentümer. Ist dieser unbekannt, dann muss man das Fundstück beim Empfangsberechtigten angezeigen. So heißt die Abgabe eines Fundes im Juristendeutsch. Empfangsberechtigt sind Fundbüros oder die Polizei; bei öffentlichen Gebäuden auch der Betreiber oder der Hausmeister. Hier landen dann auch die Gesuche der Eigentümer.

Tipp: Abgabe des Fundstücks schriftlich bestätigen lassen und Adresse hinterlegen

Zudem kann es nicht schaden, von Zeit zu Zeit beim Fundbüro nachzufragen, ob der Fund bereits abgeholt wurde.

Wie hoch ist der Finderlohn?

Meldet sich der Eigentümer, dann hat der Finder einen gesetzlichen Anspruch auf Finderlohn. Entgegen der weit verbreiteten Ansicht stellt die Auszahlung des Finderlohnes also keine Nettigkeitsgeste dar. Bei Werten bis 500 Euro beträgt der Finderlohn 5 %. Der Mehrwert darüber wird mit 3 % belohnt. Beispiel: Bei einem Wert von 2000 Euro wären dies also 5 % von 500 Euro = 25 Euro plus  3 % von 1500 Euro = 45 Euro. Macht zusammen: 25 + 45 = 70 Euro Finderlohn.

Bei Behörden oder öffentlichen Verkehrsmitteln besteht erst ab einem Wert von 50 Euro Anspruch auf Finderlohn. Und der Finderlohn ist in diesem Falle auch nur halb so hoch.

Ab wann werde ich Eigentümer?

Ist der Fund ordnungsgemäß angezeigt und es meldet sich niemand innerhalb von einer Frist von sechs Monaten, dann darft man sich über den kleinen Schatz freuen.

Juristisch bedeutet dies: Man kann damit tun was man will. Also auch das Fundstück verkaufen. Für die meisten wird das auch in Frage kommen. Denn gefundene Schmuckgegenstände treffen fast nie den Geschmack des Finders. Und mal ehrlich: Wer möchte schon gebrauchten und getragenen Schmuck von Fremden tragen.

Goldkette verkaufen: So geht's

Ein Goldkette gilt in der Regel als Altgold. Für den Verkauf empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:

  1. Altgoldwert grob selber zuhause ermitteln
  2. Altgoldankäufer finden

Beides geht am besten mit GOLD.DE.

Im Detail: Wer sich vorher informiert ist, verkauft besser! Den Wert einer Goldkette kann jeder mit einfachen Mitteln grob selber bestimmen. Man braucht nur eine gute Küchenwaage sowie die Feinheit des Schmuckstücks. Letztere zeigt ein kleiner Stempel an, die sogenannte Punzierung.

Hat man beide Werte, dann müssen diese nur noch in den GOLD.DE Goldankaufrechner eingetragen werden. Damit hat man schonmal eine gute Preisvorstellung. Zudem werden dort auch tagesaktuelle Ankaufspreise der Altgoldankäufer angezeigt. Man kann also in aller Ruhe Ankaufspreise für Altgold vergleichen. Danach sucht man sich das attraktivste Ankaufangebot aus und sendet die Goldkette an den Online-Ankäufer.

Wer nicht Altgold online verkaufen will, sondern ein Geschäft vor Ort bevorzugt, dem hilft das GOLD.DE Altgoldankäufer Verzeichnis mit PLZ-Suche:

Goldkette gefunden Goldkette gefunden: Das sind die Schritte bis zum Verkauf

Altgoldankauf oder Juwelier?

In den meisten Fällen ist gefundener Goldschmuck Altgold. Und da machen Juweliere auch nur das, was jeder Altgoldankäufer macht: Das Fundstück wird zum tagesaktuellen Materialpreis angekauft und eingeschmolzen.

Somit sind seriöse Altgoldankäufer meist die bessere Wahl, denn hier lassen sich mit GOLD.DE die Ankaufspreise in Gramm vergleichen.

Ausnahme: Bei Preziosen von besonders hohem Schmuckwert oder ausgesuchter Schönheit kann sich auch der Gang zum Juwelier lohnen.

Ihre Meinung zum Thema?
Sicherheitsfrage: Wie viele Münzen sehen Sie?
Fragen über Fragen
Ich stimme zu, dass mein Kommentar und Name zur Veröffentlichung auf GOLD.DE gespeichert wird. Die Netiquette für Kommentare hab ich gelesen. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit per Mail an info@gold.de widerrufen. Unsere Datenschutzerklärung.

Copyright © 2009-2021 by GOLD.DE – Alle Rechte vorbehalten

Konzept, Gestaltung und Struktur sowie insbesondere alle Grafiken, Bilder und Texte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Missbrauch wird ohne Vorwarnung abgemahnt. Alle angezeigten Preise in Euro inklusive MwSt. (mit Ausnahme von Gold), zzgl. Versandkosten, sofern diese anfallen. Verfügbarkeit, Abholpreise, Goldankauf und nähere Informationen über einzelne Artikel sind direkt beim jeweiligen Händler zu erfragen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Handarbeit aus "Schwäbisch Sibirien"