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Stand: 31.05.2023 von Jörg Bernhard
Am vergangenen Mittwoch stellte Ronald Stöferle von der Liechtensteiner Vermögensverwaltung Incrementum AG im Rahmen einer Videokonferenz den aktuellen „In Gold We Trust“-Report vor. Der Titel der 17. Ausgabe der jährlich erscheinenden Analyse fiel mit „Showdown“ recht kurz aus.
„In Gold We Trust“-Report erwartet „Showdown“

Kostenlose Expertise in vier Sprachen

Ausgesprochen lang fiel mit über 430 Seiten in diesem Jahr allerdings die ausführliche Komplettversion aus, während die Kompaktversion auf die relativ lesefreundliche Zahl von etwas mehr als 30 Seiten komprimiert wurde.

Wie gewohnt kann man die XXL-Version in folgenden Sprachen kostenlos abrufen: Deutsch, Englisch und Chinesisch (ab Herbst). Die Light-Version ist hingegen auf Deutsch, Englisch und Spanisch verfügbar. In Zusammenarbeit mit einem 20-köpfigen Team haben die beiden Autoren Ronald Stöferle und Mark Valek zum 17. Mal alles Wissenswerte zum Thema Geld und Gold zusammengetragen. Insgesamt seien 20.000 Arbeitsstunden in das Projekt investiert worden.

Wer sich um die Zukunft der globalen Finanzsysteme sorgt, erfährt sehr viel über die Probleme von Fiat-Geld, das in erster Linie aus wertlosem Papier und der Hoffnung auf eine dauerhaft funktionierende Zahlungs- bzw. Tauschfunktion besteht. Stöferles Team vermittelt enorm viel wissenswertes Know-how und Expertise über das Thema „Geldanlage“.

Wie in den Jahren zuvor, können interessierte Anleger die weltweit hochangesehene Studie dank zahlreicher Werbepartner im Internet unter www.ingoldwetrust.report kostenlos herunterladen. Übrigens: Die vorherige Ausgabe sei bislang mehr als zwei Millionen Mal abgerufen worden und habe sich damit als weltweit reichweitenstärkste Goldpreisstudie erwiesen.

Die aktuelle Ausgabe der „Mammut-Studie“ wurde in 24 Kapitel eingeteilt. Nach wie vor spielen die nachfolgend aufgeführten Aspekte eine gewichtige Rolle innerhalb der Publikation: Verschuldungsdynamik, Inflationstendenz, Goldnachfrage, Silber, Minensektor, Rohstoffe und technische Analyse.

Es droht ein Trilemma

Eine Kernaussage der Analyse stellt das Statement dar, dass wir in den kommenden zwölf Monaten eine Rezension sehen werden. Angesichts einer sich abzeichnenden Konjunkturschwäche und der hartnäckigen Inflation sieht Stöferle ein „Trilemma“ zwischen Preisstabilität, Finanzmarktstabilität und Konjunkturunterstützung.

Gerechnet wird mit Showdowns in mehreren Bereichen. Neben einem geldpolitischen Showdown, soll es auch zwischen konkurrierenden Währungen einen Showdown geben. Zudem droht noch ein geopolitischer Showdown zwischen dem Westen und dem Osten sowie ein Showdown beim Goldpreis.

Auch in diesem Jahr kamen hochkarätige Experten wie zum Beispiel Staranalyst Zoltan Pozsar oder Russell Napier, der sich als Berater institutioneller Kunden in den vergangenen Jahrzehnten einen Namen gemacht hat, zu Wort.

Am Kursziel für den Goldpreis halten die beiden Goldexperten weiterhin fest. Auf Basis des hauseigenen Bewertungsmodells prognostizieren sie für Ende 2023 ein Goldpreis von 2.414 Dollar und für Ende 2030 sogar einen Anstieg auf 4.821 Dollar.

Ausblick für die laufende Woche

In der vergangenen Woche wurde es traurige Gewissheit: Weil das BIP-Wachstum für das erste Quartal auf minus 0,3 Prozent nach unten revidiert wurde, gab es zwei Quartale in Folge eine rückläufige Konjunkturentwicklung zu vermelden, was nach gängiger Sichtweise als Merkmal für das Vorliegen einer Rezession interpretiert wird. Angesichts der geringen Veränderung erwies sich die Rezession bislang als wenig schmerzhaft, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

In den kommenden Handelstagen dürften sich die Marktakteure für aktuelle Inflationszahlen aus Europa und die Datenflut zum US-Arbeitsmarkt stark interessieren. Los geht`s am Mittwoch mit der Zahl offener Stellen, gefolgt vom Challengerbericht über Stellenstreichungen, dem ADP-Monatsbericht sowie den wöchentlichen Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe (alle am Donnerstag).

Am Freitag steht mit dem Monatsbericht des US-Arbeitsministeriums zur Lage am US-Arbeitsmarkt dann noch das absolute Highlight auf der Agenda. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll sich die Arbeitslosenrate von 3,4 auf 3,5 Prozent leicht erhöht haben und bei der Zahl neu geschaffener Stellen ein Rückgang von 253.000 auf 195.000 registriert worden sein.


Autor: Jörg Bernhard
Freier Wirtschaftsjournalist
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