Stand: 18.05.202045 Kommentare
Schuldenuhr USA
22.027.599.091.945 USD
Schulden pro Kopf 67.203 $

Staatsverschuldung USA: Wie hoch ist der Schuldenstand aktuell, wie hat er sich entwickelt? Was sind die Gründe der Verschuldung, wie sehen mögliche Folgen aus? Wie teilen sich die US-Schulden auf, und was hat es mit der "Staatsschuldenquote" auf sich?

Das Wichtigste in Kürze
  • Schuldenuhr USA: Knapp 23,7 Billionen Dollar, Stand 31.3.2020(1)
  • US-Schulden damit auf neuem Rekordniveau
  • Absolut gesehen höchste Verschuldung weltweit
  • US-Verschuldung wuchs schon vor der Corona Krise stetig. Dieser Trend wird sich beschleunigen
Hinweise zur Berechnung
Lies hier:

USA Schulden auf Rekordhoch

Knapp 23,7 Billionen Dollar Schulden hatten die USA zum Ende des ersten Quartals 2020. Um genau zu sein: 23.686.870.812.640 Dollar und 8 Cent listet das US-Finanzministerium zum Stichtag am 31.03.2020(1) (="Debt to the Penny"). Das sind über über 23.686 Milliarden.

Anfang 2019 lagen die Schulden noch knapp unter der 22 Billionen Dollar. Den aktuellen Stand zeigt die US-Schuldenuhr oben. In jedem Fall ist es ein neues Rekordhoch, wie ein Blick auf die historische Entwicklung der US-Staatsverschuldung zeigt:

Staatsverschuldung USA aktuellEntwicklung Staatsverschuldung USA

Teilt man grob 23,7 Billionen Dollar Schulden durch 328 Millionen Einwohner, so ergibt sich eine aktuelle pro Kopf Verschuldung in den USA von über 72.250 Dollar. Mit diesem Schulden-Höchstwert von knapp 23,7 Billionen USD liegen die Vereinigten Staaten übrigens auch weltweit auf Platz 1 im zweifelhaften Ranking der am höchsten verschuldeten Länder.

Gold.de Meinung:

Der Dollar ist Weltleitwährung. Niemand kann absehen, welche Konsequenzen sich aus einer dauerhaft wachsenden US-Verschuldung auch hierzulande ergeben. Wer physisches Gold hat, braucht aber keine Spekulation. Kommt eine Krise, ist man abgesichert. Kommt keine Krise, schläft man umso ruhiger. Physisches Gold ist immer eine gute Empfehlung, um Vermögen abzusichern. Experten empfehlen, je nach persönlicher Situation, einen Anteil von 5-15 % im Vermögensportfolio.

Verschuldung US-Bundesstaaten

Die Gesamtschulden aller US-Bundesstaaten beliefen sich im Jahre 2019 auf 3.172,9 Milliarden US-Dollar. Erfasst in dieser Zahl sind "US State and Local Government Gross Public Debt", also Schulden auf Bundesstaaten-Ebene ("state debt") und Schulden auf lokaler Ebene ("local debt")(2).

Spitzenreiter in dieser Liste ist demnach Kalifornien mit 443,7 Milliarden USD, gefolgt vom Bundesstaat New York mit 391,6 Milliarden.

Staatsverschuldung USA BundesstaatenTop 5 der am höchsten verschuldeten US-Bundesstaaten, Fiskaljahr 2019

Die Zahlen im Detail: (2)

US-BundesstaatGesamtschulden in Mrd. US-Dollar(1)
Kalifornien443,7 $
New York391,6 $
Texas296,1 $
Illinois181.6 $
Pennsylvania131.3 $
Florida125,0 $
Massachusetts101,5 $
New Jersey97,2 $
Washington91,8 $
Ohio79,0 $
Michigan72,8 $
Virginia71,7 $
Colorado62,9 $
Georgia60,2 $
Minnesota54,7 $
Maryland54,7 $
Connecticut53,8 $
Indiana48,7 $
Tennessee46,5 $
Kentucky46,2 $
Wisconsin45,0 $
Missouri44,7 $
Arizona43,8 $
North Carolina42,6 $
Oregon41,8 $
Alabama36,8 $
Lousinana36,8 $
South Carolina34,7 $
Nevada30,4 $
Arkansas22,2 $
Kansas21,5 $
Oklahoma20,7 $
Utah20,5 $
Iowa20,2 $
News Mexico16,8 $
Hawaii16,7 $
Nebraska16,7 $
District of Columbia15,7 $
West Virginia14,0 $
Mississippi13,8 $
Rhode Island12,0 $
New Hampshire10,5 $
Alaska9,4 $
North Dakota8,8 $
Delaware8,7 $
Maine7,9 $
South Dakota7,0 $
Idaho6,3 $
Montana5,2 $
Vermont5,0 $
Wyoming2,3 $
Gesamte US-Bundesstaaten3.172,9 $

Top 20 der größten ausländischen Gläubiger

Bei wem haben die USA Schulden? Beim Ranking der größten ausländischen Gläubiger nach Staaten belegt aktuell Japan den Spitzenplatz. Ende 2019 standen die USA mit 1.154,9 Milliarden Dollar bei den Japanern in der Kreide. Das sind über 1,1 Billionen. Damit hat eine bemerkenswerte Wachablösung stattgefunden, denn lange Jahre war China größter Gläubiger der USA. (3)

Staatsschulden USA GläubigerGrößte Gläubiger der USA

Interessant auch das Gläubiger Ranking auf den mittleren Plätzen. Hier finden sich kleinere Staaten wie Luxemburg, Schweiz, Irland oder Cayman Islands. Also kleinere Staaten, die aber als wichtige Finanzstandorte gelten.

Deutschland hat es beim Ranking der größten ausländischen Gläubiger mit 78,3 Milliarden Dollar gerade noch unter die Top 20 geschafft (Stand Dezember 2019). Die Zahlen im Detail:

GläubigerAnteil in % (gerundet)Summe in Mrd. US-Dollar(3)
Japan17,2 %1154,9
China16,0 %1069,9
United Kingdom5,0 %332,6
Brazil4,2 %281,8
Ireland4,2 %281,8
Luxembourg3,8 %254,6
Switzerland3,5 %237,5
Cayman Islands3,4 %230,4
Hong Kong3,3 %223,3
Belgium3,1 %210,2
Taiwan2,7 %193,1
Saudi Arabia2,7 %179,8
India2,4 %162,0
Singapore2,2 %147,9
France1,9 %127,5
Korea1,8 %122,0
Canada1,7 %110,8
Thailand1,4 %90,5
Norway1,3 %90,1
Germany1,2 %78,3
  ======
TOTAL (inkl. aller weiteren hier nicht aufgeführten Staaten) 6695,3

Staatsverschuldung USA einfach erklärt

Was heißt Staatsverschuldung USA?

Staatsverschuldung der USA meint alle Schulden auf Bundesebene. Also Geld, das sich der US-Staat bei Dritten geliehen hat. Dies geschieht in der Regel über Staatsanleihen. Wenn der Staat USA eine solche Anleihe verkauft, bekommt er Geld dafür. Damit hat sich der Staat aber auch verschuldet, denn er ist verpflichtet, dem Gläubiger das Geld wieder zurück zu zahlen. Hierfür gibt es festgelegte Laufzeiten. Zudem muss der US-Staat als Schuldner, ähnlich wie bei einem Kredit, Zinsen an den Gläubiger zahlen. Die Zinsen sind sozusagen der Preis für das Risiko, welches ein Gläubiger eingeht, wenn er sein Geld verleiht. Deshalb nennt man Anleihen auch verzinste Wertpapiere. Die Zinsen sind umso höher, je schlechter die Bonität, also die Zahlungsfähigkeit eingeschätzt wird.

Die Staatsschulden der USA sind also die Gesamtforderungen aller kreditgebenden Gläubiger an die Bundesregierung in Washington.

Bei wem haben die USA Schulden?

Jeder, der eine US-Anleihe besitzt, ist Gläubiger der USA. Gläubiger können Privatpersonen sein oder institutionelle Investoren. Sie können in den Vereinigten Staaten sitzen oder im Ausland. Institutionelle Anleger sind vor allem Banken, Versicherer, Rententräger oder andere Staaten. Sie halten den größten Teil an US-Staatsanleihen. Zu den Gläubigern der USA gehört übrigens auch die US-Zentralbank, das Federal Reserve System.

Wer im Weißen Haus sitzt, ist egal

Ob Demokrat oder Republikaner: Wie die jüngere Geschichte zeigt, wächst die US-Verschuldung unabhängig davon, welcher Präsident gerade im Weißen Haus regiert. Aktuell sorgt Trump für weitere neue Schulden-Rekordstände.

Wie ist der aktuelle US-Schuldenstand einzuschätzen?

Der Staat macht es vor, das Volk macht es nach: Nicht nur bei der Staatsverschuldung ist die USA weltspitze. Auch bei der privaten Verschuldung sind die US-Amerikaner weltweit führend. Ob Studenten, Häuslebauer, Kreditkarte, Auto- oder Konsumentekredite: Nach Angaben der Federal Reserve Bank New York leben auch die US-Bürger privat mächtig auf Pump. Den größten Anteil an der privaten Verschuldung haben Hypotheken.

Genau aus diesem Grund sehen viele Wirtschaftsexperten die US-Verschuldung besonders kritisch. Deren Einschätzung zufolge sollten Schulden besser aufgenommen werden, um in die Zukunft zu investieren, etwa in Bildung oder Infrastruktur. Die Schulden der USA seien aber stark konsumtiv orientiert, somit zu wenig investiv.

USA Staatsschulden Prognose

Ein Ende des Schuldenwachstums ist aktuell nicht in Sicht. Die USA gehören zu den Ländern, wo mit weiter steigenden Schulden gerechnet werden muss. Experten des IWF gehen davon aus, dass auch die US-Staatsschuldenquote weiter steigen wird. Zudem ist offen, welchen Einfluss die Corona Krise haben wird.

Was sind mögliche Folgen?

Schulden dadurch zu bezahlen, dass neue Schulden aufgenommen werden, ist ja nicht unüblich. Die Gefahr liegt darin, wenn die Zinsen steigen. Dann wächst der Schuldenberg. Wenn das Wirtschaftswachstum nicht Schritt hält, dann müssen weitere Schulden gemacht werden allein zum Zweck des Schuldenabbaus. Brisanz kann das Thema noch dadurch bekommen, dass der Dollar - noch? - Weltleitwährung ist.

Zinsen können auch steigen, wenn Gläubiger dem US-Dollar ihr Vertrauen entziehen. Reichen die Gelder aus dem Ausland nicht zur Deckung der Zinsen, könnten sogar Steuergelder eingesetzt werden. Die Folge ist eine Sparpolitik zu Lasten der Bevölkerung.

Eine weitere Folge kann sein, dass die Zentralbank (im Sinne des Staates) versucht, Schulden "weg zu inflationieren", indem eine Politik der Geldentwertung betrieben wird. Denn wenn Geld auf Dauer an Wert verliert, begünstigt dies tendenziell den Schuldner. Notenbanken verfügen über diverse Instrumente, um eine solche Geldpolitik umzusetzen, wie etwa die Erhöhung der Geldmenge. Welche Konsequenzen eine Inflationierung des Dollars auf den Handel mit den US-Staatspapieren hat, ist nicht abzusehen.

Eine Besonderheit im US-amerikanischen System ist der sogenannte Government Shutdown. Dieser kann verhängt werden, wenn die Staatskasse klamm ist bzw. die rechtliche Grundlage für die Bewilligung von Haushaltsmitteln ausläuft. Viele Behörden der Regierung schließen, Staatsdiener werden in den unbezahlten Zwangsurlaub geschickt. Das kommt sogar relativ oft vor. Egal ob Jimmy Carter, Ronald Reagan, George H.W. Bush, Barrack Obama oder Donald Trump: Es gibt in der jüngeren Geschichte der USA genug Beispiele hierfür.

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Sonst knalls
USA Staatsschulden Entwicklung

Betrachtet man die geschichtliche Entwicklung der US-Staatsverschuldung, so fällt auf, dass in den Anfängen die Schulden vor allem in Kriegsphasen besonders stark anstiegen. Mit Beginn der Finanzkrise 2007 verstärkte sich die Dynamik des Schuldenwachstums nochmals.

Phase 1: Gründerzeit bis Ende 2. Weltkrieg

Der erste signifikante Zuwachs entstand zur Finanzierung der Britisch-Amerikanischen Kriege 1812. In der Folge konnte dieser Schuldenberg aber fast komplett wieder abgebaut werden.

Ähnlich die Entwicklung während des US-amerikanischen Bürgerkriegs von 1861 -1865. Nach Ende des Sezessionskriegs standen 2,7 Milliarden USD Schulden zu Buche. In den Folgejahren konnte das Defizit durch Haushaltsüberschüsse etwa zur Hälfte wieder abgebaut werden.

Einen vorläufigen Höhepunkt mit 25,5 Milliarden Dollar erreichte die US-Staatsverschuldung nach dem Ende des ersten Weltkrieges. Aber auch hier gelang es in den Folgejahren, etwa ein Drittel der Schulden zu tilgen.

Es folgte in den 30er Jahren die Zeit der wirtschaftlichen Depression. Durch die Wirtschaftskrise sanken die Steuereinnahmen, gleichzeitig stiegen die Sozialleistungen. Die drastischen Ausgaben für den Zweiten Weltkrieg gipfelten schließlich in einem Anstieg der Schuldenlast auf insgesamt 251 Mrd. USD im Jahre 1945 (112% des BIP).

Phase 2: Bretton Woods

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs folgte eine Phase der relativen Ruhe, in deren Verlauf die USA zur führenden Weltwirtschaftsmacht avancierten. Die USA wurden auch eine bedeutende Gläubigernation, die Anleihen hielt von zahlreichen europäischen Staaten. Besonders erwähnenswert ist das Abkommen von Bretton Woods, das 1944 verabschiedet wurde und ein ein weltweites Währungsordnungs-System schuf mit der Dollar als Weltleitwährung. Zudem wurde der Wert einer Unze Gold mit 35 Dollar festgelegt. Das Abkommen von Bretton Woods war also eine Art weltweiter Goldstandard mit dem USD als Anker. Während der Ära von Bretton-Woods sanken die US-amerikanischen Realschulden kontinuierlich.

Phase 3: Ende Bretton Woods bis heute

1973 brach das Bretton-Woods-System zusammen. Eine defizitäre Handelslage, drohende Inflation im eigenen Land und Angst vor einem Ansturm auf die Goldreserven hatten Präsident Nixon veranlasst, das "Gold-Fenster" zu schließen. Dollar konnten nicht länger gegen Gold eingetauscht werden. Im Jahr 1973 betrug die Staatsverschuldung 466 Milliarden USD; mit dem Ende der Goldbindung waren einer fortlaufenden Verschuldung von da an Tür und Tor geöffnet.

In den 80er und 90er Jahren stiegen die Schulden im Gefolge der neoliberalen Politik der Präsidenten Reagan und H. W. Bush stark an. Einzig Präsident Clinton schaffte es vorübergehend, das Staatsdefizit in einen Überschuss zu wandeln. Nach Clinton folgte der nächste US-Präsident aus der Bush-Dynastie, Georg W. Bush. In dessen Amtszeit fiel der Anschlag auf das World Trade Center im Jahre 2001 sowie die weltweite Finanzkrise, die 2007 als US-Immobilienkrise begann. Ausgaben für Terrorismusbekämpfung, die Auswirkungen der Finanzkrise sowie eine wirtschaftliche Entwicklung, die hinter den Erwartungen zurückblieb, führten im Gefolge zu einem weiteren Anstieg der Schulden. Ein Prozess, den auch die jüngsten Präsidenten Barrack Obama und Donald Trump nicht umkehren konnten.

Heute ist festzuhalten: Trotz eines wachsenden Bruttoinlandsproduktes ist die Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten so hoch wie nie zuvor - nicht zuletzt aufgrund einer wiederholten Aussetzung der Schuldenobergrenze.

Staatsschuldenquote USA

Auch wenn die absolute Verschuldung der USA schwindelerregende Höhen hat, so wird dieser Wert doch gern verkürzt interpretiert. Viele Ökonomen halten daher die Staatsschuldenquote für weitaus aussagekräftiger. Die Staatsschuldenquote ist eine Kennzahl, bei der die Schulden in Bezug gesetzt werden zur wirtschaftlichen Leistung eines Landes, dem Bruttoinlandsprodukt (BIP). Es ist also das Verhältnis von Gesamtverschuldung / BIP, berechnet in Prozent. So betrug die Staatsschuldenquote der USA im Oktober 2018 nach Angaben des IMF 106,1 % (3). Das ist zwar auch viel, und die US-Staatsschuldenquote steigt ebenfalls seit Jahren. Im internationalen Vergleich ist es aber nur ein Mittelwert:

Staatsschuldenquote USAStaatsschuldenquote USA: Im weltweiten Vergleich nur Mittelfeld (Stand: Oktober 2018)
Billionen? Milliarden? Wie heißt es denn nun richtig?
  "billion" (englisch) = "Milliarde" (deutsch)

Im (US-) Englischen gibt es den Begriff der "Milliarde" nicht! Das bringt selbst gestandene Experten immer mal wieder durcheinander. Die Fehlerquelle liegt darin, wenn das englische Wort "billion" bei der Übersetzung ins Deutsche beibehalten wird, also übersetzt wird als "Billion".

Korrekt muss also, wann immer in englischsprachigen Medien von billions die Rede ist, dies auf deutsch mit Milliarden übersetzt werden.

Umgekehrt heißt das, was wir als "Billion" kennen, auf englisch "Trillion".

Schuldenuhr USA: Hinweis zur Berechnung

Grundsätzlich gibt es keine “richtige“ Schuldenuhr. Das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand. Schuldenuhr Berechnungen können nur ein mathematischer Näherungswert sein, abhängig von der Art der Berechnung. Schuldenuhren sind also immer nur eine Veranschaulichung, und kein exaktes Ergebnis. Das gilt für alle Schuldenuhren, und natürlich auch für die Schuldenuhr von GOLD.DE.

Grundlage unserer Berechnungen sind die offiziellen Zahlen des US- Finanzministeriums www.treasury.gov. Auch wenn diese sich täglich unterscheiden, nicht selten um Milliardenbeträge, vor wie zurück, so handelt es sich hier um statische Zahlen. Das heißt, es ist ein fixer Wert zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Im Gegensatz dazu handelt es sich bei einer Schuldenuhr um einen dynamischen Wert, der laufend und sekündlich ausgegeben wird. Somit ergeben sich Unschärfen, da bei der Berechnung ein aktueller Wert interpoliert werden muss auf einen zurückliegenden Wert in der Vergangenheit. Zudem werden die Zahlen des US-Finanzministeriums nicht täglich veröffentlicht, etwa an Wochenenden und Feiertagen.

Deshalb kann es passieren, dass unsere USA Schuldenuhr kurzfristig und vorübergehend einen anderen Trend anzeigt als der Gesamt-Trend bezogen auf Jahresbasis, oder auch mal "Hüpfer" passieren. So können durchaus in einem Quartal, in einem Monat, oder sogar innerhalb einer Woche Schulden vorübergehend "sinken", und trotzdem steht am Jahresende in der Summe ein Schuldenzuwachs zu Buche. An der zentralen Aussage ändert dies nichts: Die Schulden der USA betragen, Stand 31.03.2020, knapp 23,7 Billionen US-Dollar, Gesamt-Tendenz auf Jahresebene zunehmend.

Quellen:

  • (1) US-Finanzministerium / www.treasurydirect.gov: "Debt to the penny"
  • (2) www.usgovernmentspending.com: "US State and Local Government Gross Public Debt", Fiskaljahr 2019
  • (3) US-Finanzministerium / www.treasury.gov: "Major foreign holders of treasury securities". Stand: Dezember 2019
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von ing. Peter Ondracek | 22.01.2020, 21:16 Antworten

Gerade zu fantastisch präsentiert. Gut gemachte Seiten, übersichtlich und lernreich. Danke

3 Antworten an ing. Peter Ondracek anzeigen
von Diehl Peter | 28.12.2019, 19:40 Antworten

Militärische Stützpunkte und Kriege weltweit kosten enorm viel Geld. Der Tag wird kommen an dem kein Handelspartner mehr Dollar für die Bezahlung nimmt ( siehe Ron Paul Schwerter zu Pflug scharen )

von Gerd Rüsch | 05.07.2019, 13:05 Antworten

Das Endspiel läuft... (Überarbeitete Version vom gleichen Tag!)
Parallel zur gigantischen Staatsverschuldung der USA kommt dann also noch die gigantische pro Kopf Privatverschuldung der Amerikaner -aha!
Seit den 70er Jahren hat Amerika zudem jedes Jahr mehr Waren eingeführt als sie selbst für den Weltmarkt produzieren konnten und dies ging mit kontinuierlich wachsenden Schulden einher. (Trump nennt da heute "unfair" - ist es auch: Von den Amerikanern!)
Folge: Die USA hat seitdem wachsende -mittlerweile gigantische- jährliche Handelsbilanzdefizite, die sich durch die bestehenden Handelsströme auch nicht mal eben "wegmachen" lassen. Wenn Mr. Trump auch mit den Zöllen "America great again" machen will, so wird ihm das nicht gelingen sondern ist nur die Overture für eine neue Stufe des (Handels-) Krieges. Diese Karte spielt Amerika immer wieder und beeinflußt damit die geopolitischen Entwicklungen zu seinen Gunsten.
Jedes Land der Welt wäre vermutlich bei der aufgetürmten Schuldenlast ein Stück demütiger und bemüht, die daraus entstandenenen Probleme in den Griff zu bekommen, aber die USA/Mr. Trump senkt mal eben die Steuern (für die Superreichen) und die Schuldenuhr macht noch mehr Tempo... Wen juckt das schon...
Die USA kann sich das auch leisten, denn:
Mit ihren Rekord-Rüstungsausgaben spielen sie auf militärische Stärke, "an der keiner vorbeikommt"!
Neben der militärischen Dominanz ist es die Dominanz der Finanzmärkte, die der USA (im Wortsinne!) UNHEIMLICHE Macht geben.
DIE Federal Reserve Bank (FED) ist mehr als eine Zentralbank: Sie befindet sich im Besitz der amerikanischen Großbanken und ist immer mehr zu einer Schaltstelle für gigantische Bewegungen an den Finanzmärkten geworden, mit der die amerikanischen Banken - u.a. durch die zur Verfügung gestellte Liquidität- den globalen Finanzmarkt massiv zu ihren Gunsten beeinflusst. ("manipuliert" wäre hier richtiger!!!).
Rückblende: Ein Jahr nach der Finanzkrise hatten die amerikanischen Banken die bis dahin höchsten Boni an ihre Banker ausgezahlt, d.h., die "Finanzkrise" wurde für die Banker zu einer Goldgrube, in der sie mit ihren Wetten (Derivategeschäft) ihre Gewinne machen konnten... Naiv wäre es da zu glauben, die pleite gegangene Lehmann-Bank wäre da nicht bewußt von der FED geopfert worden! So wie die FED unterwegs ist, hätte sie diese Bank natürlich retten können, aber es war ganz einfach sehr viel profitabler, mit der Pleite die
Welt in Panik zu versetzen und in den Folgejahren riesige Gewinne einzufahren.

Kartenhaus? Irrenhaus? - Die Welt guckt zu...

2 Antworten an Gerd Rüsch anzeigen
von Lämmergeier | 27.07.2019, 11:37 Antworten

Die Schuldenuhr USA verhält sich exakt wie der Präsident der USA !!

von Gerd Rüsch | 05.07.2019, 08:11 Antworten

Parallel zur gigantischen Staatsverschuldung kommt dann also noch die gigantische pro Kopf Privatverschuldung der Amerikaner -aha!
Seit den 70er Jahren hat Amerika zudem jedes Jahr mehr Waren eingeführt als sie selbst für den Weltmarkt produzieren konnten und dies ging mit kontinuierlich wachsenden Schulden einher. (Trump nennt da heute "unfair" - ist es auch: Von den Amerikanern!)
Jedes Land der Welt wäre vermutlich vor diesem Hintergrund zusammengebrochen, aber die USA spielen mit ihren Rekord-Rüstungsausgaben auf militärische Stärke, "an der keiner vorbeikommt" ...
Neben der militärischen Dominanz ist es die Dominanz der Finanzmärkte, die der USA (im Wortsinne!) UNHEIMLICHE Macht geben.
DIE Federal Reserve Bank (FED) ist mehr als eine Zentralbank: Sie befindet sich im Besitz der amerikanischen Großbanken und ist immer mehr zu einer Schaltstelle für gigantische Bewegungen an den Finanzmärkten geworden, die den amerikanischen Banken - u.a. durch die zur Verfügung gestellte Liquidität- den globalen Finanzmarkt massiv zu beeinflussen (manipulieren wäre hier richtiger!!!).
Rückblende: Ein Jahr nach der Finanzkrise hatten die amerikanischen Banken die bis dahin höchsten Boni an ihre Banker ausgezahlt, d.h., die "Finanzkrise" wurde für die Banker zu einer Goldgrube, in der sie mit ihren Wetten (Derivategeschäft) ihre Gewinne machen konnten...
Kartenhaus? Irrenhaus? - Die Welt guckt zu...

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Handarbeit aus "Schwäbisch Sibirien"