Stand: 25.03.2021
Staatsverschuldung USA: Wie hoch ist der Schuldenstand aktuell, wie hat er sich entwickelt? Was sind die Gründe der Verschuldung, wie sehen mögliche Folgen aus? Wie teilen sich die US-Schulden auf, und was hat es mit der "Staatsschuldenquote" auf sich?
Schuldenuhr USA
22.027.599.091.945 USD
Schulden pro Kopf 67.203 $
Das Wichtigste in Kürze
  • Absolut gesehen haben die USA höchste Verschuldung weltweit
  • Schuldenstand USA Ende Fiskaljahr 2020: Über 27 Billionen US-Dollar
  • US-Schulden somit einmal mehr auf neuem Rekordniveau
  • Schuldenuhr USA tickt seit Corona besonders schnell
  • Corona Pandemie wird diese Entwicklung fortschreiben
Hinweise zur Berechnung
Lies hier:

USA Schulden auf Rekordhoch

Seit Jahren eilen die Schulden der USA von Rekordhoch zu Rekordhoch. Über 27 Billionen Dollar Schulden hatten die USA zum Jahresende 2020. Um genau zu sein: 27.747.797.947.667 Dollar und 77 Cent listet das US-Finanzministerium zum Stichtag am 31.12.2020 (1) (="Debt to the Penny"). Das sind über 27.000 Milliarden.

Den tagesaktuellen Stand zeigt die US-Schuldenuhr eingangs dieser Seite. Mit diesem Schulden-Höchstwert liegen die Vereinigten Staaten, wie schon in den Jahren zuvor, auch weltweit auf Platz 1 im zweifelhaften Ranking der am höchsten verschuldeten Länder.

Zum Ende das Jahres 2019 lagen die Schulden noch bei 23 Billionen: Exakt 23.201.380.134.806 US-Dollar und 73 Cent standen am 31.12.2019 zu Buche (1). Somit eine Zunahme von über vier Billionen Dollar innerhalb von 12 Monaten. Hauptgrund ist die Corona-Krise in 2020.

Damit kennt die US-Verschuldung auch weiterhin nur einen Weg: Nach oben. Dies zeigt anschaulich die historische Entwicklung der US-Staatsverschuldung:

Staatsverschuldung USA aktuellEntwicklung Staatsverschuldung USA

Teilt man 27 Billionen Dollar Schulden durch 328 Millionen Einwohner, so ergibt sich eine aktuelle pro Kopf Verschuldung in den USA von 82.317 Dollar. Bezogen auf den Staat hat also jeder US-Bürger theoretisch über 80.000 Dollar Schulden zu tragen, private Schulden noch gar nicht eingerechnet.

GOLD.DE Meinung:

Der Dollar ist Weltleitwährung. Niemand kann absehen, welche Konsequenzen sich aus einer dauerhaft wachsenden US-Verschuldung auch hierzulande ergeben. Wem die Aussichten zu ungewiss sind, dem empfiehlt sich physisches Gold, um Vermögen abzusichern. Experten empfehlen, je nach persönlicher Situation, einen Anteil von 5-15 % im Vermögensportfolio.

Verschuldung US-Bundesstaaten

Die Gesamtschulden aller US-Bundesstaaten beliefen sich im Jahre 2020 auf 3.157,0 Milliarden US-Dollar. Erfasst in dieser Zahl sind "US State and Local Government Gross Public Debt", also Schulden auf Bundesstaaten-Ebene ("state debt") und Schulden auf lokaler Ebene ("local debt")(2).

Spitzenreiter in dieser Liste ist demnach Kalifornien mit 481,6 Milliarden USD, gefolgt vom Bundesstaat New York mit 368,1 Milliarden.

Staatsverschuldung USA BundesstaatenTop 5 der am höchsten verschuldeten US-Bundesstaaten, Fiskaljahr 2020

Die Zahlen im Detail: (2)

US-BundesstaatGesamtschulden in Mrd. US-Dollar
Kalifornien481,6 $
New York368,1 $
Texas313,6 $
Illinois156,0 $
Pennsylvania128,2 $
Florida116,5 $
Washington101,1 $
Massachusetts99,1 $
New Jersey91,2 $
Ohio75,6 $
Virginia68,5 $
Michigan66,7 $
Colorado63,5 $
Georgia61,6 $
Maryland57,1 $
Minnesota57,0 $
Connecticut55,6 $
Kentucky53,7 $
Indiana52,5 $
Tennessee48,0 $
Wisconsin46,9 $
Oregon46,1 $
Arizona46,0 $
North Carolina44,3 $
Missouri42,8 $
Lousinana34,6 $
Kansas32,8 $
Alabama31,9 $
South Carolina30,6 $
Nevada26,7 $
Oklahoma22,4 $
Arkansas21,2 $
Utah20,2 $
Iowa18,6 $
District of Columbia18,5 $
Nebraska17,6 $
Hawaii17,5 $
New Mexico16,2 $
West Virginia15,9 $
Mississippi14,1 $
Rhode Island12,2 $
North Dakota10,0 $
New Hampshire10,0 $
Alaska9,7 $
Maine8,1 $
Delaware7,2 $
Idaho6,0 $
South Dakota5,8 $
Montana5,4 $
Vermont4,6 $
Wyoming2,1 $
Gesamte US-Bundesstaaten3.157,0 $

Top 20 der größten ausländischen Gläubiger

Bei wem haben die USA Schulden? Beim Ranking der größten ausländischen Gläubiger nach Staaten belegte Ende 2020 Japan den Spitzenplatz. Dort standen die USA mit 1.251,3 Milliarden Dollar in der Kreide. Auf Platz zwei der Gläubiger folgt China mit 1.072,3 Milliarden Dollar.(3)

Staatsschulden USA GläubigerGrößte Gläubiger der USA

Interessant auch das Gläubiger Ranking auf den mittleren Plätzen. Dort fanden sich Ende 2020 einige kleinere Staaten wie Irland, Luxemburg, Schweiz oder Cayman Islands. Also kleinere Staaten, die aber als wichtige Finanzstandorte gelten. Deutschland hatte es beim Ranking der größten ausländischen Gläubiger mit 75,4 Milliarden Dollar gerade noch unter die Top 20 geschafft. Die Zahlen im Detail:

GläubigerSumme in Mrd. US-Dollar(3)
Japan1.251,3
China1.072,3
United Kingdom440,6
Ireland318,3
Luxembourg287,7
Brazil258,3
Switzerland255,9
Belgium253,5
Taiwan235,4
Hong Kong227,8
Cayman Islands222,9
India216,2
Singapore168,1
Saudi Arabia136,4
Korea130,9
Canada119,9
France111,3
Norway87,5
Thailand80,0
Germany75,4
 ======
TOTAL (inkl. aller weiteren hier nicht aufgeführten Staaten)7.070,8
Ranking größte Gläubiger der USA, Stand: Ende 2020

Staatsverschuldung USA einfach erklärt

Was heißt Staatsverschuldung USA?

Staatsverschuldung der USA meint alle Schulden auf Bundesebene. Also Geld, das sich der US-Staat bei Dritten geliehen hat. Dies geschieht in der Regel über Staatsanleihen. Wenn der Staat USA eine solche Anleihe verkauft, bekommt er Geld dafür. Damit hat sich der Staat aber auch verschuldet, denn er ist verpflichtet, dem Gläubiger das Geld wieder zurück zu zahlen. Hierfür gibt es festgelegte Laufzeiten. Zudem muss der US-Staat als Schuldner, ähnlich wie bei einem Kredit, Zinsen an den Gläubiger zahlen. Die Zinsen sind sozusagen der Preis für das Risiko, welches ein Gläubiger eingeht, wenn er sein Geld verleiht. Deshalb nennt man Anleihen auch verzinste Wertpapiere. Die Zinsen sind umso höher, je schlechter die Bonität, also die Zahlungsfähigkeit eingeschätzt wird.

Die Staatsschulden der USA sind also die Gesamtforderungen aller kreditgebenden Gläubiger an die Bundesregierung in Washington.

Bei wem haben die USA Schulden?

Jeder, der eine US-Anleihe besitzt, ist Gläubiger der USA. Gläubiger können Privatpersonen sein oder institutionelle Investoren. Sie können in den Vereinigten Staaten sitzen oder im Ausland. Institutionelle Anleger sind vor allem Banken, Versicherer, Rententräger oder andere Staaten. Sie halten den größten Teil an US-Staatsanleihen. Zu den Gläubigern der USA gehört übrigens auch die US-Zentralbank, das Federal Reserve System.

Wer im Weißen Haus sitzt, ist egal

Ob Demokrat oder Republikaner: Wie die jüngere Geschichte zeigt, wächst die US-Verschuldung unabhängig davon, welcher Präsident gerade im Weißen Haus regiert. Trump sorgte für weitere neue Schulden-Rekordstände. Das wird sich auch unter Präsident Biden erstmal nicht ändern.

Was bedeutet der aktuelle US-Schuldenstand?

Der Staat macht es vor, das Volk macht es nach: Nicht nur bei der Staatsverschuldung ist die USA weltspitze. Auch bei der privaten Verschuldung sind die US-Amerikaner weltweit führend. Ob Studenten, Häuslebauer, Kreditkarte, Auto- oder Konsumentekredite: Nach Angaben der Federal Reserve Bank New York leben auch die US-Bürger privat mächtig auf Pump. Den größten Anteil an der privaten Verschuldung haben Hypotheken.

Genau aus diesem Grund sehen viele Wirtschaftsexperten die US-Verschuldung besonders kritisch. Deren Einschätzung zufolge sollten Schulden besser aufgenommen werden, um in die Zukunft zu investieren, etwa in Bildung oder Infrastruktur. Die Schulden der USA seien aber stark konsumtiv orientiert, somit zu wenig investiv.

USA Staatsschulden Prognose

Ein Ende des Schuldenwachstums ist aktuell nicht in Sicht. Die USA gehören zu den Ländern, wo mit weiter steigenden Schulden gerechnet werden muss. Experten des IWF gehen davon aus, dass auch die US-Staatsschuldenquote weiter steigen wird. Zudem ist offen, welchen Einfluss die Corona Krise haben wird.

Was sind mögliche Folgen?

Schulden dadurch zu bezahlen, dass neue Schulden aufgenommen werden, ist ja nicht unüblich. Die Gefahr liegt darin, wenn die Zinsen steigen. Dann wächst der Schuldenberg. Wenn das Wirtschaftswachstum nicht Schritt hält, dann müssen weitere Schulden gemacht werden allein zum Zweck des Schuldenabbaus. Brisanz kann das Thema noch dadurch bekommen, dass der Dollar - noch? - Weltleitwährung ist.

Zinsen können auch steigen, wenn Gläubiger dem US-Dollar ihr Vertrauen entziehen. Reichen die Gelder aus dem Ausland nicht zur Deckung der Zinsen, könnten Steuergelder eingesetzt werden. Die Folge wäre eine Sparpolitik zu Lasten der Bevölkerung.

Eine weitere Folge kann sein, dass die Zentralbank (im Sinne des Staates) versucht, Schulden "weg zu inflationieren", indem eine Politik der Geldentwertung betrieben wird. Denn wenn Geld auf Dauer an Wert verliert, begünstigt dies tendenziell den Schuldner. Notenbanken verfügen über diverse Instrumente, um eine solche Geldpolitik umzusetzen, wie etwa die Erhöhung der Geldmenge. Welche Konsequenzen eine Inflationierung des Dollars auf den Handel mit den US-Staatspapieren hat, ist nicht abzusehen.

Eine Besonderheit im US-amerikanischen System ist der sogenannte Government Shutdown. Dieser kann verhängt werden, wenn die Staatskasse klamm ist bzw. die rechtliche Grundlage für die Bewilligung von Haushaltsmitteln ausläuft. Viele Behörden der Regierung schließen, Staatsdiener werden in den unbezahlten Zwangsurlaub geschickt. Das kommt sogar relativ oft vor. Egal ob Jimmy Carter, Ronald Reagan, George H.W. Bush, Barrack Obama oder Donald Trump: Es gibt in der jüngeren Geschichte der USA genug Beispiele hierfür.

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USA Staatsschulden Entwicklung

Betrachtet man die geschichtliche Entwicklung der US-Staatsverschuldung, so fällt auf, dass in den Anfängen die Schulden vor allem in Kriegsphasen besonders stark anstiegen. Mit Beginn der Finanzkrise 2007 verstärkte sich die Dynamik des Schuldenwachstums nochmals.

Phase 1: Gründerzeit bis Ende 2. Weltkrieg

Der erste signifikante Zuwachs entstand zur Finanzierung der Britisch-Amerikanischen Kriege 1812. In der Folge konnte dieser Schuldenberg aber fast komplett wieder abgebaut werden.

Ähnlich die Entwicklung während des US-amerikanischen Bürgerkriegs von 1861 -1865. Nach Ende des Sezessionskriegs standen 2,7 Milliarden USD Schulden zu Buche. In den Folgejahren konnte das Defizit durch Haushaltsüberschüsse etwa zur Hälfte wieder abgebaut werden.

Einen vorläufigen Höhepunkt mit 25,5 Milliarden Dollar erreichte die US-Staatsverschuldung nach dem Ende des ersten Weltkrieges. Aber auch hier gelang es in den Folgejahren, etwa ein Drittel der Schulden zu tilgen.

Es folgte in den 30er Jahren die Zeit der wirtschaftlichen Depression. Durch die Wirtschaftskrise sanken die Steuereinnahmen, gleichzeitig stiegen die Sozialleistungen. Die drastischen Ausgaben für den Zweiten Weltkrieg gipfelten schließlich in einem Anstieg der Schuldenlast auf insgesamt 251 Mrd. USD im Jahre 1945 (112% des BIP).

Phase 2: Bretton Woods

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs folgte eine Phase der relativen Ruhe, in deren Verlauf die USA zur führenden Weltwirtschaftsmacht avancierten. Die USA wurden auch eine bedeutende Gläubigernation, die Anleihen hielt von zahlreichen europäischen Staaten. Besonders erwähnenswert ist das Abkommen von Bretton Woods, das 1944 verabschiedet wurde und ein ein weltweites Währungsordnungs-System schuf mit der Dollar als Weltleitwährung. Zudem wurde der Wert einer Unze Gold mit 35 Dollar festgelegt. Das Abkommen von Bretton Woods war also eine Art weltweiter Goldstandard mit dem USD als Anker. Während der Ära von Bretton-Woods sanken die US-amerikanischen Realschulden kontinuierlich.

Phase 3: Ende Bretton Woods bis heute

1973 brach das Bretton-Woods-System zusammen. Eine defizitäre Handelslage, drohende Inflation im eigenen Land und Angst vor einem Ansturm auf die Goldreserven hatten Präsident Nixon veranlasst, das "Gold-Fenster" zu schließen. Dollar konnten nicht länger gegen Gold eingetauscht werden. Im Jahr 1973 betrug die Staatsverschuldung 466 Milliarden USD; mit dem Ende der Goldbindung waren einer fortlaufenden Verschuldung von da an Tür und Tor geöffnet.

In den 80er und 90er Jahren stiegen die Schulden im Gefolge der neoliberalen Politik der Präsidenten Reagan und H. W. Bush stark an. Einzig Präsident Clinton schaffte es vorübergehend, das Staatsdefizit in einen Überschuss zu wandeln. Nach Clinton folgte der nächste US-Präsident aus der Bush-Dynastie, Georg W. Bush. In dessen Amtszeit fiel der Anschlag auf das World Trade Center im Jahre 2001 sowie die weltweite Finanzkrise, die 2007 als US-Immobilienkrise begann. Ausgaben für Terrorismusbekämpfung, die Auswirkungen der Finanzkrise sowie eine wirtschaftliche Entwicklung, die hinter den Erwartungen zurückblieb, führten im Gefolge zu einem weiteren Anstieg der Schulden. Ein Prozess, den auch die jüngsten Präsidenten Barrack Obama und Donald Trump nicht umkehren konnten.

Heute ist festzuhalten: Trotz eines wachsenden Bruttoinlandsproduktes ist die Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten so hoch wie nie zuvor - nicht zuletzt aufgrund einer wiederholten Aussetzung der Schuldenobergrenze.

Staatsschuldenquote USA

Auch wenn die absolute Verschuldung der USA schwindelerregende Höhen hat, so wird dieser Wert doch gern verkürzt interpretiert. Viele Ökonomen halten daher die Staatsschuldenquote für weitaus aussagekräftiger. Die Staatsschuldenquote ist eine Kennzahl, bei der die Schulden in Bezug gesetzt werden zur wirtschaftlichen Leistung eines Landes, dem Bruttoinlandsprodukt (BIP). Es ist also das Verhältnis von Gesamtverschuldung / BIP, berechnet in Prozent. So betrug die Staatsschuldenquote der USA 2019 nach Angaben des IMF 108,7 % (4). Das ist zwar auch viel, und die US-Staatsschuldenquote steigt ebenfalls seit Jahren. Im internationalen Vergleich war das im Jahr 2019 aber nur ein Mittelwert:

Staatsschuldenquote USAStaatsschuldenquote USA: Im weltweiten Vergleich nur Mittelfeld (Stand: 2019) (5)

Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds wird die Schuldenquote der USA aber in 2020 auf rund 131,2 Prozent ansteigen(4).

Billionen? Milliarden? Wie heißt es denn nun richtig?

  "billion" (englisch) = "Milliarde" (deutsch)

Im (US-) Englischen gibt es den Begriff der "Milliarde" nicht! Das bringt selbst gestandene Experten immer mal wieder durcheinander. Die Fehlerquelle liegt darin, wenn das englische Wort "billion" bei der Übersetzung ins Deutsche beibehalten wird, also übersetzt wird als "Billion".

Korrekt muss also, wann immer in englischsprachigen Medien von billions die Rede ist, dies auf deutsch mit Milliarden übersetzt werden.

Umgekehrt heißt das, was wir als "Billion" kennen, auf englisch "Trillion".

Schuldenuhr USA: Hinweis zur Berechnung

Grundsätzlich gibt es keine “richtige“ Schuldenuhr. Das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand. Das gilt für alle Schuldenuhren und natürlich auch für die Schuldenuhr von GOLD.DE. Schuldenuhr Berechnungen können nur ein mathematischer Näherungswert sein. Sie sind eine Veranschaulichung und kein exaktes Ergebnis.

Grundlage unserer Berechnungen sind die offiziellen Zahlen des US- Finanzministeriums www.treasury.gov. Auch wenn diese sich täglich unterscheiden, nicht selten um Milliardenbeträge, vor wie zurück, so handelt es sich hier um statische Zahlen. Das heißt, es ist ein fixer Wert zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Im Gegensatz dazu handelt es sich bei einer Schuldenuhr um einen dynamischen Wert, der laufend und sekündlich ausgegeben wird. Somit ergeben sich Unschärfen, da bei der Berechnung ein aktueller Wert interpoliert werden muss auf einen zurückliegenden Wert in der Vergangenheit. Zudem werden die Zahlen des US-Finanzministeriums nicht täglich veröffentlicht, etwa an Wochenenden und Feiertagen.

Deshalb kann es passieren, dass unsere USA Schuldenuhr kurzfristig und vorübergehend einen anderen Trend anzeigt als der Gesamt-Trend bezogen auf Jahresbasis, oder auch mal "Hüpfer" passieren. So können durchaus in einem Quartal, in einem Monat, oder sogar innerhalb einer Woche Schulden vorübergehend "sinken", und trotzdem steht am Jahresende in der Summe ein Schuldenzuwachs zu Buche, und umgekehrt. An der zentralen Aussage ändert dies nichts: Die Schulden der USA betragen, Stand 31.12.2020, über 27 Billionen US-Dollar, Tendenz zunehmend.

Quellen:

  • (1) US-Finanzministerium / www.treasury.gov sowie www.treasurydirect.gov ("Debt to the penny")
  • (2) www.usgovernmentspending.com: "US State and Local Government Gross Public Debt", Fiskaljahr 2020
  • (3) US-Finanzministerium / www.treasury.gov: "Major foreign holders of treasury securities". Stand: Dezember 2020
  • (4) IWF / Statista
  • (5) Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung / www.oecd.org: "General government debt". Stand: 2019
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von Fritzthecat | 20.10.2020, 18:04 Antworten

Man könnte es aber auch so sagen: Ob Amerika bei der FED in der Kreide steht ist doch völlig Wurscht.
Die FED druckt digital und damit sind es nur theoretische Schulden.
Oder anders gesagt: Amerka soll in Zukunft ALLE Staatsanleihen bei der Zentralbank verscherbeln, dann dürfen die Verbindlichkeiten so hoch sein wie sie wollen. Im Zweifelsfall stellt man die Schuldenuhr wieder auf Null.
Der Zentralbank tuts nicht weh, Amerika ist Schuldenfrei, alle sind glücklich;-)

1 Antwort an Fritzthecat anzeigen
von Fritzthecat | 12.03.2021, 13:48 Antworten

Es wird zwar darauf hingewiesen, die Staatsschulden im Laufenden, wie auch in der Endsumme immer mal wieder korrigiert und angepasst werden müssen. Macht auch Sinn, nur wurden bereits schon zwei mal innerhalb kurzer Zeit die Summen erheblich verändert, worin ich zumindest bei der Verschuldung im Sekundentakt wenig Logik sehe.
Dann lieber z.B. alle drei Monate eine fixe Schuldenzahl, dann wirkt das Ganze seriöser....

von Wolfgang Schneider | 11.03.2021, 20:59 Antworten

Den 2 Bio. € Staatsschulden der Bunzreplik - so heißt unser Staat lt. Helmut Kohl - stehen über 6 Bio. € Vermögenswerte - Immobilien nicht mitgezählt - der deutschen Bevölkerung gegenüber. Ich hab da so ein Bauchgefühl (George Orwell), wie es für uns kommen wird. Vermögens-Abschlag, Lastenausgleich 2.0, Soli 2.0, Goldverbot usw.

1 Antwort an Wolfgang Schneider anzeigen
von Jeu Fränki | 12.05.2019, 10:11 Antworten

Wie hoch ist die Staatsschuldenquote Chinas?

5 Antworten an Jeu Fränki anzeigen
von Andreas Schmidt4 | 03.03.2021, 09:14 Antworten

ES ist ein bemerkenswerter Überblick. Ein Fakt ist erwähnenswert. Russland hat sich von Devisenreserven in US-Dollar weitgehend getrennt, um Sanktionen und SWIFT-Eingriffe der USA und der EU besser ausbalancieren zu können. Einst zu Zeiten von Boris Jelzin war das Anders.

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