Stand: 12.06.201935 Kommentare
Schuldenuhr USA
22.027.599.091.945 USD
Schulden pro Kopf 67.203 $

Staatsverschuldung USA: Wie hoch ist der Schuldenstand aktuell, wie hat er sich entwickelt? Was sind die Gründe der Verschuldung, wie sehen mögliche Folgen aus? Wie teilen sich die US-Schulden auf, und was hat es mit der "Staatsschuldenquote" auf sich?

Das Wichtigste in Kürze (Stand: April 2019)
  • Schuldenuhr USA aktuell über 22 Billionen Dollar
  • US-Schulden damit auf neuem Rekordniveau
  • Absolut gesehen höchste Verschuldung weltweit
  • US-Verschuldung wächst weiter

USA Schulden auf Rekordhoch

Über 22 Billionen Dollar Schulden haben die USA aktuell. Um genau zu sein: 22.027.880.157.027 Dollar und 99 Cent listet das US-Finanzministerium zum Stichtag am 29. März 2019(2) (="Debt to the Penny"). Das sind über 22.000 Milliarden. Den aktuellen Stand zeigt die US-Schuldenuhr oben. In jedem Fall ist es ein neues Rekordhoch, wie ein Blick auf die historische Entwicklung der US-Staatsverschuldung zeigt.

Staatsverschuldung USA aktuellEntwicklung Staatsverschuldung USA 1939 - März 2019

Teilt man grob 22 Billionen Dollar Schulden durch 325 Millionen Einwohner, so ergibt sich eine aktuelle pro Kopf Verschuldung in den USA von über 67.000 Dollar. Mit diesem Schulden-Höchstwert von über 22 Billionen USD liegen die Vereinigten Staaten übrigens auch weltweit auf Platz 1 im zweifelhaften Ranking der am höchsten verschuldeten Länder.

Gold.de Meinung:

Der Dollar ist Weltleitwährung. Niemand kann absehen, welche Konsequenzen sich aus einer dauerhaft wachsenden US-Verschuldung auch hierzulande ergeben. Wer physisches Gold hat, braucht aber keine Spekulation. Kommt eine Krise, ist man abgesichert. Kommt keine Krise, schläft man umso ruhiger. Physisches Gold ist immer eine gute Empfehlung, um Vermögen abzusichern. Experten empfehlen, je nach persönlicher Situation, einen Anteil von 5-10 % im Vermögensportfolio.

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Verschuldung US-Bundesstaaten

Die Gesamtschulden aller US-Bundesstaaten (“Gross Public Debt”) beliefen sich im Jahre 2018 auf 3.057,4 Milliarden US-Dollar. Spitzenreiter in dieser Liste ist Kalifornien mit 461,6 Milliarden USD, gefolgt vom Bundesstaat New York.

Staatsverschuldung USA BundesstaatenTop 5 der am höchsten verschuldeten US-Bundesstaaten

Die Zahlen im Detail:

US-BundesstaatGesamtschulden in Mrd. US-Dollar(1)
Kalifornien461,6 $
New York377,5 $
Texas284,4 $
Illinois158,4 $
Florida129,9 $
Pennsylvania115,3 $
New Jersey100,4 $
Massachusetts99,4 $
Washington92,6 $
Ohio85,5 $
Michigan69,9 $
Virginia68,4 $
Georgia61,8 $
Maryland56,6 $
Minnesota51,6 $
Indiana51,4 $
Connecticut51,3 $
Arizona51,0 $
Colorado48,9 $
Missouri44,8 $
South Carolina44,4 $
North Carolina43,6 $
Tennessee40,1 $
Kentucky37,7 $
Louisiana35,6 $
Oregon32,1 $
Nevada26,9 $
Kansas29,5 $
Alabama27,3 $
Wisconsin23,8 $
Iowa18,7 $
Oklahoma18,4 $
Utah16,7 $
Hawaii16,5 $
District of Columbia15,7 $
Nebraska15,6 $
New Mexico15,1 $
Arkansas14,9 $
Mississippi14,0 $
Rhode Island12,0 $
West Virginia11,1 $
New Hampshire10,0 $
Alaska9,6 $
North Dakota7,9 $
Maine7,8 $
Delaware7,6 $
South Dakota5,8 $
Idaho5,6 $
Montana5,5 $
Vermont3,3 $
Wyoming1,8 $
Gesamte US-Bundesstaaten3,057.4 $

Top 20 der größten ausländischen Gläubiger

Bei wem haben die USA Schulden? Beim Ranking der größten ausländischen Gläubiger belegt China den Spitzenplatz. Mit über 1,1 Billionen Dollar stehen die USA bei den Chinesen in der Kreide. Interessant auch das Gläubiger Ranking auf den mittleren Plätzen. Hier finden sich Staaten wie Irland, Luxemburg, Schweiz oder Cayman Islands. Also kleinere Staaten, die aber als wichtige Finanzstandorte gelten.

Staatsschulden USA GläubigerGrößte Gläubiger der USA

Deutschland hat es beim Ranking der größten ausländischen Gläubiger mit 77,7 Milliarden Dollar gerade noch unter die Top 20 geschafft (Stand Januar 2019). Die Zahlen im Detail:

GläubigerAnteil in % (gerundet)Summe in Mrd. US-Dollar(2)
China, Mainland5,1 %1126,6
Japan4,9 %1069,8
Brazil1,4 %305,1
United Kingdom1,2 %271,6
Ireland1,2 %270,1
Switzerland1,0 %228,6
Luxembourg1,0 %217,5
Cayman Islands0,9 %208,4
Hong Kong0,9 %205,5
Belgium0,9 %192,1
Taiwan0,8 %166,6
Saudi Arabia0,8 %162,6
India0,7 %144,9
Singapore0,6 %127,9
Korea0,5 %115,8
Canada0,5 %113,1
France0,5 %112,6
Norway0,4 %86,4
Thailand0,4 %83,7
Germany0,4 %77,7
Bermuda0,3 %64,9
United Arab Emirates0,3 %56,0
Sweden0,2 %43,4
Netherlands0,2 %42,9
Australia0,2 %42,5
Italy0,2 %40,8
Kuwait0,2 %40,7
Mexico0,2 %38,0
Spain0,2 %36,5
Irak0,2 %34,0
Poland0,2 %33,8
Alle weiteren2,5 %552,1
======
TOTAL6307,2

Staatsverschuldung USA einfach erklärt

Was heißt Staatsverschuldung USA?

Staatsverschuldung der USA meint alle Schulden auf Bundesebene. Also Geld, das sich der US-Staat bei Dritten geliehen hat. Dies geschieht in der Regel über Staatsanleihen. Wird eine solche Anleihe verkauft, bekommt der US-Staat Geld dafür. Damit hat sich der Staat aber auch verschuldet, denn er ist verpflichtet, dem Gläubiger das Geld wieder zurück zu zahlen. Hierfür gibt es festgelegte Laufzeiten. Zudem muss der US-Staat als Schuldner, ähnlich wie bei einem Kredit, Zinsen an den Gläubiger zahlen. Die Zinsen sind sozusagen der Preis für das Risiko, welches ein Gläubiger eingeht, wenn er sein Geld verleiht. Deshalb nennt man Anleihen auch verzinste Wertpapiere. Die Zinsen sind umso höher, je schlechter die Bonität, also die Zahlungsfähigkeit eingeschätzt wird.

Die Staatsschulden der USA sind also die Gesamtforderungen aller kreditgebenden Gläubiger an die Bundesregierung in Washington.

Bei wem haben die USA Schulden?

Jeder, der eine US-Anleihe besitzt, ist Gläubiger der USA. Gläubiger können Privatpersonen sein oder institutionelle Investoren. Sie können in den Vereinigten Staaten sitzen oder im Ausland. Institutionelle Anleger sind vor allem Banken, Versicherer, Rententräger oder andere Staaten. Sie halten den größten Teil an US-Staatsanleihen. Zu den Gläubigern der USA gehört übrigens auch die US-Zentralbank, das Federal Reserve System.

Wer im Weißen Haus sitzt, ist egal

Ob Demokrat oder Republikaner: Die US-Verschuldung stets wächst unabhängig davon, welcher Präsident gerade im Weißen Haus regiert. Aktuell sorgt Trump für weitere neue Schulden-Rekordstände, Stichwort Steuersenkungen, wachsende Militärausgaben, oder die geplante gigantische Mauer zu Mexiko.

Wie ist der aktuelle US-Schuldenstand einzuschätzen?

Der Staat macht es vor, das Volk macht es nach: Nicht nur bei der Staatsverschuldung ist die USA weltspitze. Auch bei der privaten Verschuldung sind die US-Amerikaner weltweit führend. Ob Studenten, Häuslebauer, Kreditkarte, Auto- oder Konsumentekredite: Nach Angaben der Federal Reserve Bank New York leben auch die US-Bürger privat mächtig auf Pump. Den größten Anteil an der privaten Verschuldung haben Hypotheken.

Genau aus diesem Grund sehen viele Wirtschaftsexperten die US-Verschuldung besonders kritisch. Deren Einschätzung zufolge sollten Schulden besser aufgenommen werden, um in die Zukunft zu investieren, etwa in Bildung oder Infrastruktur. Die Schulden der USA seien aber stark konsumtiv orientiert, somit zu wenig investiv.

USA Staatsschulden Prognose

Ein Ende des Schuldenwachstums ist aktuell nicht in Sicht. Die USA gehören zu den Ländern, wo mit weiter steigenden Schulden gerechnet werden muss. Experten des IWF gehen davon aus, dass auch die US-Staatsschuldenquote weiter steigen wird.

Was sind mögliche Folgen?

Schulden dadurch zu bezahlen, dass neue Schulden aufgenommen werden, ist ja nicht unüblich. Die Gefahr liegt darin, wenn die Zinsen steigen. Es müssen weitere Schulden aufgenommen werden, um die laufenden Kosten zu decken. Ein Teufelskreis entsteht. Brisanz bekommt das Thema dadurch, dass der Dollar - noch? - Weltleitwährung ist.

Zinsen können auch steigen, wenn Gläubiger dem US-Dollar ihr Vertrauen entziehen. Reichen die Gelder aus dem Ausland nicht zur Deckung der Zinsen, könnten sogar Steuergelder eingesetzt werden. Die Folge ist eine Sparpolitik zu Lasten der Bevölkerung.

Eine weitere Folge kann sein, dass die Zentralbank (im Sinne des Staates) versucht, Schulden "weg zu inflationieren", indem eine Politik der Geldentwertung betrieben wird. Denn wenn Geld auf Dauer an Wert verliert, begünstigt dies tendenziell den Schuldner. Notenbanken verfügen über diverse Instrumente, um eine solche Geldpolitik umzusetzen, wie etwa die Erhöhung der Geldmenge. Welche Konsequenzen eine Inflationierung des Dollars auf den Handel mit den US-Staatspapieren hat, ist nicht abzusehen.

Eine Besonderheit im US-amerikanischen System ist der sogenannte Government Shutdown. Dieser kann verhängt werden, wenn die Staatskasse klamm ist bzw. die rechtliche Grundlage für die Bewilligung von Haushaltsmitteln ausläuft. Viele Behörden der Regierung schließen, Staatsdiener werden in den unbezahlten Zwangsurlaub geschickt. Das kommt sogar relativ oft vor. Egal ob Jimmy Carter, Ronald Reagan, George H.W. Bush, Barrack Obama oder Donald Trump: Es gibt in der jüngeren Geschichte der USA genug Beispiele hierfür.

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USA Staatsschulden Entwicklung

Betrachtet man die geschichtliche Entwicklung der US-Staatsverschuldung, so fällt auf, dass in den Anfängen die Schulden vor allem in Kriegsphasen besonders stark anstiegen. Mit Beginn der Finanzkrise 2007 verstärkte sich die Dynamik des Schuldenwachstums nochmals.

Phase 1: Gründerzeit bis Ende 2. Weltkrieg

Der erste signifikante Zuwachs entstand zur Finanzierung der Britisch-Amerikanischen Kriege 1812. In der Folge konnte dieser Schuldenberg aber fast komplett wieder abgebaut werden.

Ähnlich die Entwicklung während des US-amerikanischen Bürgerkriegs von 1861 -1865. Nach Ende des Sezessionskriegs standen 2,7 Milliarden USD Schulden zu Buche. In den Folgejahren konnte das Defizit durch Haushaltsüberschüsse etwa zur Hälfte wieder abgebaut werden.

Einen vorläufigen Höhepunkt mit 25,5 Milliarden Dollar erreichte die US-Staatsverschuldung nach dem Ende des ersten Weltkrieges. Aber auch hier gelang es in den Folgejahren, etwa ein Drittel der Schulden zu tilgen.

Es folgte in den 30er Jahren die Zeit der wirtschaftlichen Depression. Durch die Wirtschaftskrise sanken die Steuereinnahmen, gleichzeitig stiegen die Sozialleistungen. Die drastischen Ausgaben für den Zweiten Weltkrieg gipfelten schließlich in einem Anstieg der Schuldenlast auf insgesamt 251 Mrd. USD im Jahre 1945 (112% des BIP).

Phase 2: Bretton Woods

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs folgte eine Phase der relativen Ruhe, in deren Verlauf die USA zur führenden Weltwirtschaftsmacht avancierten. Die USA wurden auch eine bedeutende Gläubigernation, die Anleihen hielt von zahlreichen europäischen Staaten. Besonders erwähnenswert ist das Abkommen von Bretton Woods, das 1944 verabschiedet wurde und ein ein weltweites Währungsordnungs-System schuf mit der Dollar als Weltleitwährung. Zudem wurde der Wert einer Unze Gold mit 35 Dollar festgelegt. Das Abkommen von Bretton Woods war also eine Art weltweiter Goldstandard mit dem USD als Anker. Während der Ära von Bretton-Woods sanken die US-amerikanischen Realschulden kontinuierlich.

Phase 3: Ende Bretton Woods bis heute

1973 brach das Bretton-Woods-System zusammen. Eine defizitäre Handelslage, drohende Inflation im eigenen Land und Angst vor einem Ansturm auf die Goldreserven hatten Präsident Nixon veranlasst, das "Gold-Fenster" zu schließen. Dollar konnten nicht länger gegen Gold eingetauscht werden. Im Jahr 1973 betrug die Staatsverschuldung 466 Milliarden USD; mit dem Ende der Goldbindung waren einer fortlaufenden Verschuldung von da an Tür und Tor geöffnet.

In den 80er und 90er Jahren stiegen die Schulden im Gefolge der neoliberalen Politik der Präsidenten Reagan und H. W. Bush stark an. Einzig Präsident Clinton schaffte es vorübergehend, das Staatsdefizit in einen Überschuss zu wandeln. Nach Clinton folgte der nächste US-Präsident aus der Bush-Dynastie, Georg W. Bush. In dessen Amtszeit fiel der Anschlag auf das World Trade Center im Jahre 2001 sowie die weltweite Finanzkrise, die 2007 als US-Immobilienkrise begann. Ausgaben für Terrorismusbekämpfung, die Auswirkungen der Finanzkrise sowie eine wirtschaftliche Entwicklung, die hinter den Erwartungen zurückblieb, führten im Gefolge zu einem weiteren Anstieg der Schulden. Ein Prozess, den auch die jüngsten Präsidenten Barrack Obama und Donald Trump nicht umkehren konnten.

Heute ist festzuhalten: Trotz eines wachsenden Bruttoinlandsproduktes ist die Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten so hoch wie nie zuvor - nicht zuletzt aufgrund einer wiederholten Aussetzung der Schuldenobergrenze.

Staatsschuldenquote USA

Auch wenn die absolute Verschuldung der USA schwindelerregende Höhen hat, so wird dieser Wert doch gern verkürzt interpretiert. Viele Ökonomen halten daher die Staatsschuldenquote für weitaus aussagekräftiger. Die Staatsschuldenquote ist eine Kennzahl, bei der die Schulden in Bezug gesetzt werden zur wirtschaftlichen Leistung eines Landes, dem Bruttoinlandsprodukt (BIP). Es ist also das Verhältnis von Gesamtverschuldung / BIP, berechnet in Prozent. So betrug die Staatsschuldenquote der USA im Oktober 2018 nach Angaben des IMF 106,1 % (3). Das ist zwar auch viel, und die US-Staatsschuldenquote steigt ebenfalls seit Jahren. Im internationalen Vergleich ist es aber nur ein Mittelwert:

Staatsschuldenquote USAStaatsschuldenquote USA: Im weltweiten Vergleich nur Mittelfeld (Stand: Oktober 2018)
Billionen? Milliarden? Wie heißt es denn nun richtig?
  "Billion" (englisch) = "Milliarde" (deutsch)

Im (US-) Englischen gibt es den Begriff der "Milliarde" nicht! Das bringt selbst gestandene Experten immer mal wieder durcheinander. Die Fehlerquelle liegt darin, wenn das englische Wort "Billion" bei der Übersetzung ins Deutsche beibehalten wird. Korrekt muss also, wann immer in englischsprachigen Medien von Billions die Rede ist, dies auf deutsch mit Milliarden übersetzt werden.
Umgekehrt heißt das, was wir als "Billion" kennen, auf englisch "Trillion".

Quellen: (1) www.usgovernmentdebt.us, Stand: 2018; (2) US-Finanzministerium, www.treasury.gov , Stand: Januar 2019; (3) IWF / Statista

* Schuldenuhr USA: Hinweis zur Berechnung
Grundsätzlich gibt es keine “richtige“ Schuldenuhr. Das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand. Schuldenuhr Berechnungen können nur ein mathematischer Näherungswert sein, abhängig von der Art der Berechnung. Schuldenuhren sind also immer nur eine Veranschaulichung, und kein exaktes Ergebnis. Das gilt für alle Schuldenuhren, und natürlich auch für die Schuldenuhr von GOLD.DE.

Grundlage unserer Berechnungen sind die offiziellen Zahlen des US- Finanzministeriums www.treasury.gov. Dies sind statische Zahlen, auch wenn sie sich täglich unterscheiden, nicht selten um Milliardenbeträge, vor wie zurück. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei einer Schuldenuhr um einen dynamischen Wert. Unschärfen ergeben sich dadurch, dass bei der Berechnung ein aktueller Wert interpoliert werden muss auf einen zurückliegenden Wert in der Vergangenheit. Zudem werden die Zahlen des US-Finanzministerium nicht täglich veröffentlicht, etwa an Wochenenden und Feiertagen.

Deshalb weist unsere USA-Schuldenuhr in der Regel abweichende Zahlen aus, und es kann sogar passieren, dass sie vorübergehend rückwärts geht. An der zentralen Aussage ändert dies nichts: Die Schulden der USA betragen, Stand Mai 2019, über 22 Billionen US-Dollar, Gesamt-Tendenz zunehmend.

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Kommentare [35]
  • von Gerd Rüsch | 05.07.2019, 13:05 Antworten

    Das Endspiel läuft... (Überarbeitete Version vom gleichen Tag!)
    Parallel zur gigantischen Staatsverschuldung der USA kommt dann also noch die gigantische pro Kopf Privatverschuldung der Amerikaner -aha!
    Seit den 70er Jahren hat Amerika zudem jedes Jahr mehr Waren eingeführt als sie selbst für den Weltmarkt produzieren konnten und dies ging mit kontinuierlich wachsenden Schulden einher. (Trump nennt da heute "unfair" - ist es auch: Von den Amerikanern!)
    Folge: Die USA hat seitdem wachsende -mittlerweile gigantische- jährliche Handelsbilanzdefizite, die sich durch die bestehenden Handelsströme auch nicht mal eben "wegmachen" lassen. Wenn Mr. Trump auch mit den Zöllen "America great again" machen will, so wird ihm das nicht gelingen sondern ist nur die Overture für eine neue Stufe des (Handels-) Krieges. Diese Karte spielt Amerika immer wieder und beeinflußt damit die geopolitischen Entwicklungen zu seinen Gunsten.
    Jedes Land der Welt wäre vermutlich bei der aufgetürmten Schuldenlast ein Stück demütiger und bemüht, die daraus entstandenenen Probleme in den Griff zu bekommen, aber die USA/Mr. Trump senkt mal eben die Steuern (für die Superreichen) und die Schuldenuhr macht noch mehr Tempo... Wen juckt das schon...
    Die USA kann sich das auch leisten, denn:
    Mit ihren Rekord-Rüstungsausgaben spielen sie auf militärische Stärke, "an der keiner vorbeikommt"!
    Neben der militärischen Dominanz ist es die Dominanz der Finanzmärkte, die der USA (im Wortsinne!) UNHEIMLICHE Macht geben.
    DIE Federal Reserve Bank (FED) ist mehr als eine Zentralbank: Sie befindet sich im Besitz der amerikanischen Großbanken und ist immer mehr zu einer Schaltstelle für gigantische Bewegungen an den Finanzmärkten geworden, mit der die amerikanischen Banken - u.a. durch die zur Verfügung gestellte Liquidität- den globalen Finanzmarkt massiv zu ihren Gunsten beeinflusst. ("manipuliert" wäre hier richtiger!!!).
    Rückblende: Ein Jahr nach der Finanzkrise hatten die amerikanischen Banken die bis dahin höchsten Boni an ihre Banker ausgezahlt, d.h., die "Finanzkrise" wurde für die Banker zu einer Goldgrube, in der sie mit ihren Wetten (Derivategeschäft) ihre Gewinne machen konnten... Naiv wäre es da zu glauben, die pleite gegangene Lehmann-Bank wäre da nicht bewußt von der FED geopfert worden! So wie die FED unterwegs ist, hätte sie diese Bank natürlich retten können, aber es war ganz einfach sehr viel profitabler, mit der Pleite die
    Welt in Panik zu versetzen und in den Folgejahren riesige Gewinne einzufahren.

    Kartenhaus? Irrenhaus? - Die Welt guckt zu...

    • von Daniel Lange | 14.07.2019, 20:47 Antworten

      Handelsbilanzdefizit ist nicht ganz so aussagekräftig. Da werden nur die Waren mit eingerechnet, die von deinem Land in ein anderes exportiert werden. Aber was ist mit Produkten von gekauften Firmen oder Firmenniederlassungen z. B. von US-Firmen in Deutschland. Wenn ein Produkt hier von einer US-Firma hergestellt und anschlieend exportiert wird, gilt das als deutscher Export. Die Erlöse von Internetfirmen werden da auch nicht mit eingerechnet. Zum Beispiel machen deutsche unsere Firmen für 60% des polnischen Exports verantwortlich.
      Die Handelsbilanz zwischen EU und USA gilt als ausgeglichen, sofern man alles mit einberechnet. Trump nutzt den Export nur als Vorwand.

  • von Gerd Rüsch | 05.07.2019, 08:11 Antworten

    Parallel zur gigantischen Staatsverschuldung kommt dann also noch die gigantische pro Kopf Privatverschuldung der Amerikaner -aha!
    Seit den 70er Jahren hat Amerika zudem jedes Jahr mehr Waren eingeführt als sie selbst für den Weltmarkt produzieren konnten und dies ging mit kontinuierlich wachsenden Schulden einher. (Trump nennt da heute "unfair" - ist es auch: Von den Amerikanern!)
    Jedes Land der Welt wäre vermutlich vor diesem Hintergrund zusammengebrochen, aber die USA spielen mit ihren Rekord-Rüstungsausgaben auf militärische Stärke, "an der keiner vorbeikommt" ...
    Neben der militärischen Dominanz ist es die Dominanz der Finanzmärkte, die der USA (im Wortsinne!) UNHEIMLICHE Macht geben.
    DIE Federal Reserve Bank (FED) ist mehr als eine Zentralbank: Sie befindet sich im Besitz der amerikanischen Großbanken und ist immer mehr zu einer Schaltstelle für gigantische Bewegungen an den Finanzmärkten geworden, die den amerikanischen Banken - u.a. durch die zur Verfügung gestellte Liquidität- den globalen Finanzmarkt massiv zu beeinflussen (manipulieren wäre hier richtiger!!!).
    Rückblende: Ein Jahr nach der Finanzkrise hatten die amerikanischen Banken die bis dahin höchsten Boni an ihre Banker ausgezahlt, d.h., die "Finanzkrise" wurde für die Banker zu einer Goldgrube, in der sie mit ihren Wetten (Derivategeschäft) ihre Gewinne machen konnten...
    Kartenhaus? Irrenhaus? - Die Welt guckt zu...

  • von Ich | 23.05.2019, 09:21 Antworten

    Langsam wird die Schuldenuhr echt komisch!! Sie springt immer wieder rum und ist jetzt sogar UNTER dem Wert des, im Artikel geschriebenen, Stichtag am 29. März 2019(2) (="Debt to the Penny")!!

    • Gold.de Redaktion   Gold.de - Redaktion | 27.05.2019, 07:44 Antworten

      Bitte lesen Sie hierzu unseren "Hinweis zur Berechnung" am Ende des Artikels!

    • von Lämmergeier | 24.05.2019, 01:25 Antworten

      Da guck`s du: Donald baut Schulden ab !! Ironie aus !!

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