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Stand: 11.01.2023
Was ist Inflation und wie hoch ist die aktuelle Inflationsrate? Wer profitiert davon, wer hat Nachteile? Ab wann ist Inflation gefährlich und wie kann ich mich schützen? Antworten inklusive Inflationsrechner hier.

Aktuelle Inflationsrate Deutschland

8,60 % im Dezember 2022
Entwicklung Inflationsrate 6 Monate
Juni 22Juli 22August 22September 22Oktober 22November 22
7,60 %7,50 %7,90 %10,00 %10,40 %10,00 %
Veränderungsrate in % zum Vorjahresmonat

Inflationsrechner

Inflationsrechner zur Berechung der Kaufkraft Ihres Geldes nach einer bestimmten Anzahl von Jahren sowie zur Ermittelung der inflationsbedingten Preissteigerung.
%
Jahre
Ergebnis Kaufkraftverlust
Ein Geldbetrag von 1.000,00€ hat bei einer jährlichen
Inflationsrate von 8.60% in 5 Jahren noch eine Kaufkraft von:
661,99 EUR
Dies entspricht einem Kaufkraftverlust von 33,80% Prozent.
Ergebnis Preissteigerung
Ein Produktpreis von 1.000,00€ erhöht sich bei einer jährlichen
Inflationsrate von 8.60% in 5 Jahren auf:
1.510,60 EUR
Dies entspricht einer Preissteigerung von 51,06% Prozent.

Entwicklung Inflation Deutschland

Entwicklung Veränderungsrate zum Vorjahresmonat in %

für Ihre Webseite

Inflation: Das Wichtigste in Kürze
  • Inflation = allgemeiner Preisanstieg
  • Synonym auch "Geldentwertung" oder "Kaufkraftverlust" genannt
  • Dezember 2022: 8,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat
  • Jahresdurchschnitt 2022 voraussichtlich 7,9 %
  • Historisch: Höchster Wert seit 1949

Inflation einfach erklärt

Frau Meier kauft im Supermarkt Kartoffeln. Die Preise sind gestiegen. Auf dem Weg nach Hause erfährt sie, dass auch ihr Friseursalon und die Tankstelle die Preise erhöht haben. Daheim angekommen, teilt ihr ihre Versicherung mit, dass die Beiträge angehoben werden müssen. "Alles wird teurer", schimpft sie.

Womit Frau Meier bereits eine sehr gute Erklärung von Inflation gegeben hat. Denn wenn sich nicht nur der Preis für ein einzelnes Produkt erhöht, sondern das allgemeine Preisniveau, also die Lebenshaltungskosten insgesamt für Waren und Dienstleistungen, dann spricht man von Inflation.

Das Wort leitet sich ab vom lateinischen inflatio und bedeut "Aufblähen". Oder anders ausgedrückt: Geld verliert an Kaufkraft. Man bekommt weniger für dasselbe Geld.

Aktuelle Inflation Deutschland

Im Dezember 2022 lag die Inflation bei 8,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. So die vorläufigen Zahlen des statistischen Bundesamts. Das allgemeine Preisniveau lag also im Dezember 2022 im Schnitt 8,6 % höher als im Dezember 2021. Im Vergleich zum Vormonat November 2022 bedeutet dies aber einen leichten Rückgang.

Im Jahresvergleich wird sich für das gesamte Jahr 2022 voraussichtlich eine durchschnittliche Inflationsrate von 7,9 % ergeben, so das statistische Bundesamt weiter. Das wäre der höchste Wert seit 1949.

Entwicklung

Vergleicht man die Entwicklung der Inflation in Deutschland der letzten Jahre auf Jahresbasis, so ist festzuhalten, dass die Inflation meist zwischen 1 % und 2 % lag. Damit bewegte sich die Inflation in Deutschland im gewünschten Rahmen. Denn die Zielvorgabe der Europäischen Zentralbank sieht eine Inflationsrate von "knapp unter 2 %" vor. Etwas Inflation ist also erwünscht und normal.

Erst in 2021 übersprang die Inflation deutlich das Wunschziel der EZB. Die meisten Ökonomen sehen als Grund die Folgen der Corona-Pandemie. Ab 2022 verschärfte der Krieg in der Ukraine den Anstieg der Inflation nochmals deutlich:

Inflationsraten Deutschland Vergleich Inflationsentwicklung in Deutschland auf Jahresbasis 2006 - 2022.

Obige Grafik zeigt auch, dass die gelegentlich zu findende plakativ-verkürzte Darstellung, "Geld drucken" führe zwangsläufig zu hoher Inflation, mit Fakten nicht belegbar ist. 2008 war das Jahr, als die EZB im Gefolge der Finanzkrise begann, die Geldmenge massiv zu erhöhen und die Staatsverschuldung anwuchs. Ein starker Anstieg der Inflation ist in den Folgejahren nicht zu erkennen. Mehr noch: Die Inflation blieb nicht nur im gewünschten Rahmen, sondern war über weite Phasen sogar niedriger als etwa zu DM-Zeiten, wo Inflationsraten von 3 oder 4 % fast die Regel waren.

Nach Monaten betrachtet bietet sich in 2022 ebenfalls ein aussagekräftiges Bild. Nach zweistelligen Inflationsraten im Herbst zeigt sich im Dezember ein Rückgang:

Verbraucherpreisindex Entwicklung Deutschland Entwicklung Verbraucherpreisindex 2022 in Deutschland auf Monatsbasis

Warum ist eine moderate Inflation erwünscht?

Preisstabilität ist das oberste Ziel aller Zentralbanken. Preisstabilität gilt laut EZB-Statuten dann als gegeben, wenn eine moderate Inflation von knapp 2 % vorliegt. Begründung:

  • eine leichte Inflation regt den Konsum an, was wiederum die Wirtschaft in Schwung hält
  • ein komplex-dynamisches System wie eine Volkswirtschaft lässt sich so am besten steuern

Für die Geldmenge sind die Zentralbanken zuständig. Sie bringen Geld in Umlauf.

Die Geldmenge ist eine volkswirtschaftliche Größe und meint den gesamten Geld­bestand, der nicht in den Händen von Banken ist. Dabei wird unterschieden in die Geldmengen M1, M2 oder M3.

Ist Inflation gefährlich?

Ist Inflation gefährlich?

Gefährlich wird es, wenn Inflationsraten hoch bis extrem werden. Je nach Ausmaß spricht man von einer galoppierenden Inflation oder einer Hyperinflation. Insbesondere Hyperinflation führt schnell zum Totalverlust von Geldvermögen. Bekanntes Beispiel ist die Hyperinflation in der Weimarer Republik 1923, wo sich Preise quasi über Nacht verdoppelten. In der Spitze kostetet ein einziges Ei 320 Milliarden Reichsmark.

Eine solch gefährliche Inflation droht in Deutschland aber nicht. 2023 ist nicht vergleichbar mit 1923 oder 1948. Damals war jeweils ein verlorener Krieg vorausgegangen, einhergehend mit einer gigantischen Vernichtung von Menschen, Waren und Produktivkapital sowie einer Kriegs-Zwangswirtschaft mit Embargos und teilweiser Außerkraftsetzung des Geldwesens (Bezugsscheine).

Mehr: Hyperinflation Deutschland 1923

Ob Inflation "gefährlich" ist hängt aber auch davon ab, welchen Status man hat.

Wer profitiert von Inflation, wer hat Nachteile?

Stark vereinfacht: Sparer und Gläubiger sind Inflationsverlierer; Schuldner sind Inflationsgewinner.

Unter der Voraussetzung, dass die Inflationsrate höher ist als der vereinbarte Zins, dann werden Geldvermögen wie etwa Sparguthaben auf Dauer entwertet. Man spricht dann von Kaufkraftminderung oder Kaufkraftverlust. Entsprechendes gilt für Gläubiger, wenn der Kreditzins niedriger ist als die Inflationsrate.

Was für Sparer und Gläubiger ein Nachteil ist, stellt sich umgekehrt bei Schuldnern als Vorteil dar. Denn auch Schulden oder Kredite schmelzen weg. Zu den Profiteuren gehören somit auch der Staat, wenn er verschuldet ist.

Dennoch: Auch wenn knapp 2 % Inflation erwünscht sind, so sollte, wer Geldvermögen hat, immer mit spitzer Feder rechnen. Denn auch eine Teuerungsrate von "nur" 1,9 % bedeutet, dass sich ein Preis in etwa 38 Jahren verdoppelt.

Kaufkraftentwicklung Deutschland: Vergleich Sparerzins - Inflationsrate

Für viele Ökonomen ist daher die reale Kaufkraftentwicklung relevanter als nur der Blick auf absolute Inflationswerte. Für den Bürger sei entscheidend, was unterm Strich bleibt.

Demzufolge kann auch bei einer Inflationsrate von beispielsweise 4 % ein Kaufkraftzuwachs erfolgen, nämlich dann wenn Löhne, Gehälter, Renten oder verzinste Geldanlagen im selben Zeitraum um 5 % wachsen. Umgekehrt wäre eine Inflationsrate von 1% nachteilig für Bürger, wenn Einkommen oder verzinste Anlagen nur um 0,5 % wachsen.

Hier ist aber anzumerken, dass das allgemeine Einkommensniveau oft der Inflationsentwicklung hinterher hinkt. Ein Händler kann seine Preise schnell erhöhen. Tarifabschlüsse, Lohnverhandlungen oder Rentenanpassungen sind dagegen eine langwierige, weil stets politische Sache. Auch Banken sind nicht gerade schnell mit Zinsanpassungen zugunsten der Anleger.

Wie der Blick auf D-Mark Zeiten der Jahre 1975 oder 1980 zeigt, relativiert sich also die Aussage, wonach hohe Staatsverschuldung und damit verbundene Niedrig- oder Nullzins-Politik der Zentralbanken in besonderem Maße Sparer benachteiligen würden. Auch in Hochzinsphasen können Sparer einen realen Vermögensverlust erleiden. Der Verlust kann sogar noch höher ausfallen als in Niedrigzinsphasen:

Jahr Sparerzins (1) (2) Inflationsrate (3) Differenz (= reale Kaufkraftentwicklung)
2020 0,1 % 0,5 % - 0,4
2015 0,5 % 0,5 % +-0
2010 1,4 % 1,1 % + 0,3
2005 2,0 % 1,5 % + 0,5
2000 1,3 % 1,4 % - 0,1
1995 2,0 % 1,8 % + 0,2
1990 2,8 % 2,6 % + 0,2
1985 2,9 % 2,0 % + 0,9
1980 4,6 % 5,4 % - 0,8
1975 4,4 % 6,0 % - 1,6
Vergleich Sparerzins und Inflationsrate in Fünfjahres-Abständen

Ursachen & Gründe

Dass die Geldmenge auf lange Sicht steigt ist normal. Zum einen wächst die Zahl der Menschen und somit die Nachfrage nach Waren. Zum anderen werden immer mehr Dinge und Dienstleistungen selbst zur "Ware", unterliegen also dem Geldkreislauf. Wir kaufen heute Dinge, die es so früher gar nicht gab: Reisen, Kosmetikprodukte, das Auto, der Kita-Platz, die Internet-Flatrate, den morgendlichen Coffee-to-go oder das monatliche Abo fürs Fitness-Studio.

Früher gab es viel weniger Waren, die Gesellschaft war weniger arbeitsteilig. Somit war auch weniger Geld im Umlauf. Man hat Kartoffeln nicht gekauft, sondern selbst angebaut. Man fuhr nicht mit dem Auto, sondern ging zu Fuß. Es wurde mehr getauscht; selbst Steuern wurden oft in Naturalien eingetrieben. Dass im Mittelalter ein Bauer etwas gegen Geld gekauft hat war im Vergleich zu heute extrem selten.

Die Geldmenge wächst also. In welchem Ausmaß aber dadurch Inflation in einer modernen Volkswirtschaft entsteht und wie man Inflation bekämpfen soll, darüber sind sich Ökonomen uneins.

Warum werden Waren und Dienstleistungen teurer? Kann Geld als abstrakte Verrechnungseinheit überhaupt "Wert verlieren"? Je nach akademischer Denkschule und politischem Hintergrund gibt es unterschiedliche Meinungen.

Monetäre Inflationstheorien

Vertreter dieser Theorien sehen als wesentliche Ursache von Inflation die unkontrollierte Ausweitung der ungedeckten Geldmenge. Salopp formuliert: "Geld wird gedruckt". Steht aber die Geldmenge einer Volkswirtschaft nicht im passenden Verhältnis zur Gesamtmenge an Waren und Dienstleistungen, würde Geld weniger wert, das gesamte Preissystem wäre verzerrt. Im Umkehrschluss bedeute dies Preissteigerungen. Anhänger dieser Theorien finden sich insbesondere in neoliberalen und rechtskonservativen Ökonomenkreisen wie den "Monetaristen" oder der "Österreichischen Schule", wo ein mehr oder weniger starker Marktradikalismus propagiert wird. In diesem Lager wird auch gern über die (Wieder-) Einführung einer gedeckten Währung diskutiert in Form eines Goldstandards, welcher Geldentwertung vorbeugen solle.

Nichtmonetäre Inflationstheorien

Der Fokus der Betrachtung liegt hier weniger auf Geld, sondern auf dem dynamischen Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage sowie den Produktionsfaktoren. Um bei obigem Beispiel zu bleiben: Preise für Kartoffeln können demzufolge auch steigen aufgrund von Missernten, also einer Angebotsknappheit. Oder weil der Bauer aufgrund unterbrochener Lieferketten seinen Traktor nicht reparieren kann. Oder weil erdölfördernde Länder die Rohölpreise angehoben haben. Oder weil die Nachfrage nach Kartoffeln explodiert, weil Kartoffeln gerade Trend sind.

Unterbrochene Lieferketten aufgrund von Corona wie auch der aktuelle Krieg in der Ukraine stützen diesen Denkansatz beispielhaft.

Inflation Deutschland: Die Messung

Als mehrheitlich akzeptierte Grundlage gilt der repräsentative durchschnittliche Warenkorb. Dieser enthält etwa 650 Güter und Dienstleistungen, unterteilt in 12 Kategorien. Man nennt das auch Verbraucherpreisindex oder Lebenshaltungskostenindex.

Die Preise selbst werden monatlich ermittelt und kumuliert. In Deutschland macht die monatlichen Preiserhebungen das Statistische Bundesamt. Die ermittelten Preise werden dann in Bezug gesetzt zum Vorjahresmonat. Daran bemisst sich dann, ob die Inflationsrate gestiegen oder gefallen ist.

Die Kategorien mit der jeweiligen Gewichtung werden alle fünf Jahre neu erstellt. Diese Zusammensetzung nennt man auch Wägungsschema und ist öffentlich einsehbar: Warenkorb Kategorien und Gewichtungen (Stand 2015)

Verbraucherpreisindex aktuell Deutschland Veränderungen nach Gütergruppen Stand Dezember 2021.

Unschärfen bei der Messung sind grundsätzlich nicht vermeidbar. Das gibt immer wieder Anlass zu Diskussionen. So treffen etwa Mieterhöhungen nur Mieter; steigende Spritpreise treffen vor allem Pendler und der Tabakpreis interessiert einen Nichtraucher nicht.

Diskutiert wird auch das Konzept der hedonischen Preisanpassung. Diese Berechnungsmethode wird angewendet zur Ermittlung der Preissteigerungsraten bei technologischen Gütern. Dahinter steht die Überlegung, dass Preiserhöhungen auch den technischen Fortschritt berücksichtigen müssen. Nach dieser Logik kann ein zur Inflationsberechnung herangezogener Preis für die Gattung "haushaltsüblicher PC" sogar niedriger ansetzt werden im Vergleich zur Vorperiode, obwohl der reale Ladenpreis gestiegen ist. Begründet wird dies damit, dass man umgerechnet mehr Ware bekäme, etwa weil der neue PC mehr Prozessorleistung hat. Damit, so Kritiker, lassen sich Inflationsraten "schönrechnen".

Alternative Berechnungen ermitteln dagegen die sogenannte monetäre Inflation. Hierbei wird vom Wirtschaftswachstum das Wachstum der ausgegebenen Geldmenge abgezogen. Diese Methode kommt zu höheren Inflationswerten.

Auch in der Diskussion ist die gefühlte Inflation. Viele Menschen glauben, dass die Inflation tatsächlich höher ist als die präsentierten Zahlen. Psychologisch lässt sich aber festhalten, dass der Mensch dazu neigt, Preiserhöhungen bei Produkten des alltäglichen Bedarfs deutlicher "wahrzunehmen" als etwas, das man nur alle 10 Jahre kauft. Bekanntestes Beispiel ist das berühmte Pfund Butter im Supermarkt. Preisveränderungen bei selten gekauften Gütern werden dagegen weniger stark wahrgenommen, selbst wenn sie stabil sind oder gar fallen. Dies sind aber oft hochpreisige Güter wie eine Waschmaschine oder Sofagarnitur.

Schutz vor Inflation: Was kann ich tun?

Als Schutz vor Geldentwertung bieten sich generell Sachwerte an. Dazu zählen Edelmetalle, Immobilien oder Aktien. Auch Schulden können, relativ gesehen, Schutz vor Inflation bieten. Dies allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Schuldzins niedriger ist als die Inflationsrate und dass die regelmäßigen Raten bedient werden können.

Gold bietet langfristig einen relativ guten Inflationsschutz, aber keine Garantie. Ein Totalverlust von Wert, etwa im Gefolge einer Hyperinflation, ist bei Gold jedoch so gut wie ausgeschlossen.

Je nach persönlichem Sicherheitsbedürfnis empfiehlt es sich, 5 -15 % des persönlichen Vermögens in physisches Gold wie Barren und Bullionmünzen anzulegen. Sammlermünzen sind auch ein guter Inflationsschutz, setzen aber Fachkenntnisse voraus.

Übersicht Goldmünzen
Übersicht Goldbarren

Quellen

  1. Statista: Entwicklung durchschnittlicher Zinssatz für Spareinlagen 1975 - 2018
  2. Bundesbank: Zinssätze Einlagen privater Haushalte 2019 (gerundet)
  3. Statista: Inflationsraten in Deutschland von 1950 bis 2019
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von säger | 05.11.2022, 14:22 Antworten

Meine Betriebsrente erhöht sich jährlich um 1%, d.h. bei 10% Inflation. Mein Verlust 9%, fließt 1:1 in die Taschen der Kreditnehmer, von Investoren, die am Kapitalmarkt aktiv sind, in die Taschen der Reichen eben. Millionen von Betriebs - und Riesterrenten sind genauso betroffen. Den Klein - Rentnern und Rentnerinnen wird das Wasser abgegraben und auf die Mühlen der Reichen geleitet. Statt Vorsorge fürs Alter, Umverteilung von unten nach oben. Durch politischen Willen die Sozialpolitik auf den Kopf gestellt! Bravo Volksvertreter!

von mmm | 17.04.2020, 21:04 Antworten

Womöglich habe ich einen Denkfehler und verstehe das hier falsch! Nachdem der Euro eingeführt wurde, haben sich die Preise oft zum gleichen Betrag (Produnkt vorher 1 DM jetzt 1 Euro) bzw. oft auch zu mehr gewandelt. Hingegen wurde das Gehalt nicht 1 zu 1 übernommen. Außerdem reduzieren viele Hersteller ihre Mengen, bei gleichem Preis! Ist das dann nicht auch so etwas, wie Inflation? Zumindest für den Verbraucher...

2 Antworten an mmm anzeigen
von meerettich | 08.01.2021, 16:26 Antworten

Inflation wirkt sich aus wie eine nachträgliche Kürzung gesparter Löhne von gestern. Man könnte auch NICHT GESETZLICHE, geheime Steuer dazu sagen. Daran ändern verschiedene Betrachtungen des Inflations-Begriffes auch nichts.

Da es keinen verfassungsmäßig legitimierten €U Staat gibt, bleibt nichts andres über, als ordentliche Steuergesetze durch ungedeckte Kredit-Vergabe zu ersetzen. Besonders arglistig dabei ist, daß Verbraucher, Sparer und Steuerzahler die Inflation aus der Notenpresse erst dann spüren, wenn der „Kredit auf künftige Steuergesetze“ längst ausgegeben ist.

Der Bundestag verletzt seine Pflicht zur Gesetzgebung. Und die €ZB mutiert vom Stabilitätswächter zum NICHT GESETZLICHEN Steuer Eintreiber und Null-Zins-Verteiler für „arme“ Investoren

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