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Stand: 06.04.2022
Was ist Inflation und wie hoch ist die aktuelle Inflationsrate? Wer profitiert davon, wer hat Nachteile? Ab wann ist Inflation gefährlich, und wie kann ich mich schützen? Antworten inklusive Inflationsrechner hier.

Aktuelle Inflationsrate Deutschland

7,40 % im April 2022
Entwicklung Inflationsrate 6 Monate
Oktober 21November 21Dezember 21Januar 22Februar 22März 22
4,50 %5,20 %5,30 %4,90 %5,10 %7,30 %
Veränderungsrate in % zum Vorjahresmonat

Inflationsrechner

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%
Jahre
Ergebnis Kaufkraftverlust
Ein Geldbetrag von 1.000,00€ hat bei einer jährlichen
Inflationsrate von 7.40% in 5 Jahren noch eine Kaufkraft von:
699,81 EUR
Dies entspricht einem Kaufkraftverlust von 30,02% Prozent.
Ergebnis Preissteigerung
Ein Produktpreis von 1.000,00€ erhöht sich bei einer jährlichen
Inflationsrate von 7.40% in 5 Jahren auf:
1.428,96 EUR
Dies entspricht einer Preissteigerung von 42,90% Prozent.

Entwicklung Inflation Deutschland

Entwicklung Veränderungsrate zum Vorjahresmonat in %

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Inflation: Das Wichtigste in Kürze
  • Inflation = allgemeiner Preisanstieg
  • Leichte Inflation von knapp unter 2 % explizites Ziel der EZB
  • Ziel verfehlt: Inflation betrug 2021 im Jahresschnitt gesamt 3,1 %
  • Synonym auch "Geldentwertung" oder "Kaufkraftverlust" genannt
  • Sachwerte und Gold bieten relativ guten Schutz, aber keine Garantie

Aktuelle Inflation Deutschland

Die Inflation in Deutschland lag 2021 im Jahresdurchschnitt bei 3,1 %. So die vorläufigen Zahlen, die das statistische Bundesamt Mitte Januar 2022 veröffentlichte.

Im Vorjahr 2020 lag die Inflationsrate im Jahresschnitt noch bei 0,5 %.

Update aus aktuellem Anlass: Im März 2022 betrug die Inflationsrate 7,3 % im Vergleich zum März des Vorjahres. So die vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Nach dem Anstieg im letzten Jahr, vor allem bedingt durch Corona, wirkt sich nun der Ukraine Krieg verschärfend aus. Wie sich die Inflation auf Jahressicht 2022 entwickelt bleibt abzuwarten.

Entwicklung

Vergleicht man die Entwicklung der Inflation in Deutschland der letzten 15 Jahre auf Jahresbasis, so ist festzuhalten, dass die Inflation meist zwischen 1 % und 2 % lag. Damit bewegte sich die Inflation in Deutschland im gewünschten Rahmen. Denn die Zielvorgabe der Europäischen Zentralbank sieht eine Inflationsrate von "knapp unter 2 %" vor. Etwas Inflation ist also erwünscht und normal.

Damit ist auch die These widerlegt, wonach "Geld drucken" oder eine hohe Staatsverschuldung zwangsläufig zu hoher Inflation führt, wie dies teils verkürzt formuliert wird.

Dies zeigt nachfolgende Grafik. 2008 war das Jahr, als die EZB im Gefolge der Finanzkrise begann, die Geldmenge massiv zu erhöhen und die Staatsverschuldung anwuchs. Ein starker Anstieg der Inflation ist nicht zu erkennen. Deutliche Dynamik entwickelte die Inflation erst 2021 im Gefolge von Corona:

Inflationsraten Deutschland Inflationsraten Deutschland auf Jahresbasis: Entwicklung 2006 - 2021.

In 2021 lag daher erstmals seit längerem die Inflation deutlich über dem Wunschziel der EZB.

Nach Monaten betrachtet bietet sich ein aussagekräftigeres Bild. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte ist ein starker Anstieg im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat zu verzeichnen:

Verbraucherpreisindex Entwicklung Deutschland Entwicklung Verbraucherpreisindex in Deutschland auf Monatsbasis in 2021

Der aktuelle Krieg in der Ukraine wird diese Entwicklung in 2022 deutlich verschärfen.

Inflation einfach erklärt

Frau Meier kauft im Supermarkt ein Pfund Kartoffeln. Die Preise sind, einmal mehr, gestiegen. Zu Hause erfährt sie, dass auch ihr Friseursalon die Preise erhöht hat. Und ihre Haftpflichtversicherung hat ebenfalls die Beiträge angehoben. "Alles wird teurer", schimpft sie.

Womit Frau Meier bereits eine sehr gute Erklärung von Inflation gegeben hat. Denn wenn sich nicht nur der Preis für ein einzelnes Produkt erhöht, sondern das allgemeine Preisniveau, also die Lebenshaltungskosten insgesamt für Waren und Dienstleistungen, dann spricht man von Inflation.

Das Wort leitet sich ab vom lateinischen inflatio und bedeut "Aufblähen". Oder anders ausgedrückt: Geld verliert an Kaufkraft. Man bekommt weniger für dasselbe Geld.

Ist Inflation gefährlich?

Auch wenn knapp 2 % Inflation erwünscht sind: Eine Teuerungsrate von 1,9 % bedeutet, dass sich ein Preis in etwa 38 Jahren verdoppelt. Wer Geldvermögen hat, sollte also immer mit spitzer Feder rechnen. Denn der Zins für eine Geldanlage muss mindestens Schritt halten mit der Inflationsrate, sonst kann man mit derselben Menge Geld später weniger Ware kaufen. Man nennt das auch Kaufkraftverlust. Im Klartext: Geld ist weniger wert. Ähnliches gilt für Löhne und Gehälter. Auch sie müssen Schritt halten mit der allgemeinen Teuerung.

Für viele Ökonomen ist daher die reale Kaufkraftentwicklung relevanter als nur der Blick auf absolute Inflationswerte. Für den Bürger sei entscheidend, was unterm Strich bleibt. Demzufolge relativiert sich eine Inflationsrate von beispielsweise 4 %, wenn Löhne, Gehälter, Renten oder verzinste Geldanlagen im selben Zeitraum um 5 % wachsen.

Hier ist aber anzumerken, dass das allgemeine Einkommensniveau oft der Inflationsentwicklung hinterher hinkt. Ein Händler kann seine Preise schnell erhöhen. Tarifabschlüsse, Lohnverhandlungen oder Rentenanpassungen sind dagegen eine langwierige und zudem politische Sache. Auch Banken sind nicht gerade schnell mit Zinsanpassungen zugunsten der Anleger.

Gefährlich wird es, wenn die Inflationsraten hoch bis extrem werden. Je nach Ausmaß spricht man von einer galoppierenden Inflation oder einer Hyperinflation. Insbesondere Hyperinflation führt schnell zum Totalverlust von Geldvermögen. Bekanntes Beispiel war die Hyperinflation in der Weimarer Republik 1923, wo in der Spitze ein einziges Ei 320 Milliarden Reichsmark kostete.

Eine solch gefährliche Inflation droht in Deutschland aber nicht. 2022 ist nicht vergleichbar mit 1923 oder 1948. Damals war jeweils ein verlorener Krieg vorausgegangen, einhergehend mit einer gigantischen Vernichtung von Menschen, Waren und Produktivkapital sowie einer Kriegs-Zwangswirtschaft mit teilweiser Außerkraftsetzung des Geldwesens (Bezugsscheine).

Mehr: Hyperinflation Deutschland 1923

Ebenfalls relativiert werden muss die Aussage, wonach ein hohe Staatsverschuldung und damit verbunden eine Niedrig- oder Nullzins-Politik der Zentralbanken in besonderem Maße Sparer benachteiligen würde. Wie der Blick auf D-Mark Zeiten der Jahre 1975 oder 1980 zeigt, können Sparer auch in Hochzinsphasen einen realen Vermögensverlust erleiden. Der kann sogar noch höher ausfallen als in Niedrigzinsphasen:

Kaufkraftentwicklung Deutschland: Vergleich Sparerzins - Inflationsrate

Jahr Sparerzins (1) (2) Inflationsrate (3) Differenz (= reale Kaufkraftentwicklung)
2020 0,1 % 0,5 % - 0,4
2015 0,5 % 0,5 % +-0
2010 1,4 % 1,1 % + 0,3
2005 2,0 % 1,5 % + 0,5
2000 1,3 % 1,4 % - 0,1
1995 2,0 % 1,8 % + 0,2
1990 2,8 % 2,6 % + 0,2
1985 2,9 % 2,0 % + 0,9
1980 4,6 % 5,4 % - 0,8
1975 4,4 % 6,0 % - 1,6
Vergleich Sparerzins und Inflationsrate in Fünfjahres-Abständen

Ursachen & Gründe

Dass die Geldmenge auf lange Sicht steigt ist normal. Zum einen wächst die Zahl der Menschen und somit die Nachfrage nach Waren. Zum anderen werden immer mehr Dinge und Dienstleistungen selbst zur "Ware", unterliegen also dem Geldkreislauf. Wir kaufen heute Dinge, die es so früher gar nicht gab: Reisen, Kosmetikprodukte, das Auto, der Kita-Platz, die Internet-Flatrate, den morgendlichen Coffee-to-go oder das monatliche Abo fürs Fitness-Studio.

Früher gab es viel weniger Waren, die Gesellschaft war weniger arbeitsteilig, somit war auch weniger Geld im Umlauf. Man hat Kartoffeln nicht gekauft, sondern selbst angebaut. Man fuhr nicht mit dem Auto, sondern ging zu Fuß. Es wurde mehr getauscht; selbst Steuern wurden oft in Naturalien eingetrieben. Dass im Mittelalter ein Bauer etwas gegen Geld gekauft hat war im Vergleich zu heute höchst selten.

Die Geldmenge wächst also. In welchem Ausmaß aber dadurch Inflation in einer modernen Volkswirtschaft entsteht und wie man Inflation bekämpfen soll, darüber sind sich Ökonomen uneins. Je nach akademischer Denkschule und politischem Hintergrund gibt es unterschiedliche Ansätze mit unterschiedlichen Schlussfolgerungen.

Resultiert ein Preisanstieg daraus, weil Produkte teurer geworden sind, weil ein Angebot knapp ist, weil die Nachfrage überproportional stark ist? Kann Geld als Verrechnungseinheit überhaupt "Wert verlieren"?

Monetäre Inflationstheorien

Vertreter dieser Theorien sehen als wesentliche Ursache von Inflation die unkontrollierte Ausweitung der ungedeckten Geldmenge. Salopp formuliert: "Geld wird gedruckt". Steht aber die Geldmenge einer Volkswirtschaft nicht im passenden Verhältnis zur Gesamtmenge an Waren und Dienstleistungen, würde Geld weniger wert, das gesamte Preissystem wäre verzerrt. Im Umkehrschluss bedeute dies Preissteigerungen. Anhänger dieser Theorien finden sich insbesondere in neoliberalen rechtskonservativen Ökonomenkreisen wie den "Monetaristen" oder der "Österreichischen Schule", wo ein mehr oder weniger starker Marktradikalismus propagiert wird. In diesem Lager wird auch gern über die (Wieder-) Einführung einer gedeckten Währung diskutiert in Form eines Goldstandards, welcher Geldentwertung vorbeugen solle.

In der breiten akademischen Diskussion gilt aber der Goldstandard wie auch die monokausale Erklärung "Geld drucken = Inflation" als wissenschaftlich erledigt.

Nichtmonetäre Inflationstheorien

Der Fokus der Betrachtung liegt hier weniger auf Geld, sondern auf dem dynamischen Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage sowie den Produktionsfaktoren. Um bei obigem Beispiel zu bleiben: Preise für Kartoffeln können demzufolge auch steigen aufgrund von Missernten, also einer Angebotsknappheit. Oder weil der Bauer aufgrund unterbrochener Lieferketten seinen Traktor nicht reparieren kann. Oder weil erdölfördernde Länder die Rohölpreise angehoben haben. Oder weil die Nachfrage nach Kartoffeln explodiert, weil Kartoffeln gerade Trend sind.

Unterbrochene Lieferketten aufgrund von Corona wie auch der aktuelle Krieg in der Ukraine stützen diesen Denkansatz beispielhaft. Der aktuell starke Anstieg des Preisniveaus resultiert ja daraus, weil wichtige Güter der Grundversorgung weniger oder gar nicht mehr geliefert werden.

Inflation Deutschland: Die Messung

Als mehrheitlich akzeptierte Grundlage gilt der repräsentative durchschnittliche Warenkorb. Dieser enthält etwa 650 Güter und Dienstleistungen, unterteilt in 12 Kategorien. Man nennt das auch Verbraucherpreisindex oder Lebenshaltungskostenindex.

Die Preise selbst werden monatlich ermittelt und kumuliert. In Deutschland macht die monatlichen Preiserhebungen das Statistische Bundesamt. Die ermittelten Preise werden dann in Bezug gesetzt zum Vorjahresmonat. Daran bemisst sich dann, ob die Inflationsrate gestiegen oder gefallen ist.

Die Kategorien mit der jeweiligen Gewichtung werden alle fünf Jahre neu erstellt. Diese Zusammensetzung nennt man auch Wägungsschema und ist öffentlich einsehbar: Warenkorb Kategorien und Gewichtungen (Stand 2015)

Verbraucherpreisindex aktuell Deutschland Veränderungen nach Gütergruppen Stand Dezember 2021.

Unschärfen bei der Messung sind grundsätzlich nicht vermeidbar. Das gibt immer wieder Anlass zu Diskussionen. So treffen etwa Mieterhöhungen nur Mieter; steigende Spritpreise treffen vor allem Pendler und der Tabakpreis interessiert einen Nichtraucher nicht.

Diskutiert wird auch das Konzept der hedonischen Preisanpassung. Diese Berechnungsmethode wird angewendet zur Ermittlung der Preissteigerungsraten bei technologischen Gütern. Dahinter steht die Überlegung, dass Preiserhöhungen auch den technischen Fortschritt berücksichtigen müssen. Nach dieser Logik kann ein zur Inflationsberechnung herangezogener Preis für die Gattung "haushaltsüblicher PC" sogar niedriger ansetzt werden im Vergleich zur Vorperiode, obwohl der reale Ladenpreis gestiegen ist. Begründet wird dies damit, dass man umgerechnet mehr Ware bekäme, etwa weil der neue PC mehr Prozessorleistung hat. Damit, so Kritiker, lassen sich Inflationsraten "schönrechnen".

Alternative Berechnungen ermitteln dagegen die sogenannte monetäre Inflation. Hierbei wird vom Wirtschaftswachstum das Wachstum der ausgegebenen Geldmenge abgezogen. Diese Methode kommt zu höheren Inflationswerten.

Auch in der Diskussion ist die gefühlte Inflation. Viele Menschen glauben, dass die Inflation tatsächlich höher ist als die präsentierten Zahlen. Psychologisch lässt sich aber festhalten, dass der Mensch dazu neigt, Preiserhöhungen bei Produkten des alltäglichen Bedarfs deutlicher "wahrzunehmen" als etwas, das man nur alle 10 Jahre kauft. Bekanntestes Beispiel ist das berühmte Pfund Butter im Supermarkt. Preisveränderungen bei selten gekauften Gütern werden dagegen weniger stark wahrgenommen, selbst wenn sie stabil sind oder gar fallen. Dies sind aber oft hochpreisige Güter wie eine Waschmaschine oder Sofagarnitur.

Wer profitiert von Inflation, wer hat Nachteile?

Setzt man Inflation mit Geldentwertung gleich, dann bedeutet dies stark vereinfacht: Sparer und Gläubiger sind Verlierer in einer Inflation; Schuldner werden zu Gewinnern.

Ist die Inflationsrate höher als der vereinbarte Zins, dann verringert sich unterm Strich die Kaufkraft. Geldvermögen wie etwa Sparguthaben werden entwertet, man spricht dann von Kaufkraftminderung oder Kaufkraftverlust. Entsprechendes gilt für Gläubiger, wenn der Kreditzins niedriger ist als die Inflationsrate.

Was für Sparer und Gläubiger ein Nachteil ist, stellt sich umgekehrt bei Schuldnern aber als Vorteil heraus. Denn auch Schulden oder Kredite schmelzen weg. Zu den Profiteuren gehören somit auch der Staat, wenn er verschuldet ist.

Warum ist eine moderate Inflation erwünscht?

Preisstabilität ist das oberste Ziel aller Zentralbanken. Preisstabilität gilt laut EZB-Statuten dann als gegeben, wenn eine moderate Inflation von knapp 2 % vorliegt. Begründung:

  • eine leichte Inflation regt den Konsum an, was wiederum die Wirtschaft in Schwung hält
  • ein komplex-dynamisches System wie eine Volkswirtschaft lässt sich so am besten steuern

Für die Geldmenge sind die Zentralbanken zuständig. Sie bringen Geld in Umlauf.

Die Geldmenge ist eine volkswirtschaftliche Größe und meint den gesamten Geld­bestand, der nicht in den Händen von Banken ist. Dabei wird unterschieden in die Geldmengen M1, M2 oder M3.

Schutz vor Inflation: Was kann ich tun?

Als Schutz vor Geldentwertung bieten sich generell Sachwerte an. Dazu zählen Edelmetalle, Immobilien oder Aktien. Auch Schulden können, relativ gesehen, Schutz vor Inflation bieten. Dies allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Schuldzins niedriger ist als die Inflationsrate und dass die regelmäßigen Raten bedient werden können.

Gold bietet langfristig einen relativ guten Inflationsschutz, aber keine Garantie. Ein Totalverlust von Wert, etwa im Gefolge einer Hyperinflation, ist bei Gold jedoch so gut wie ausgeschlossen.

Je nach persönlichem Sicherheitsbedürfnis empfiehlt es sich, 5 -15 % des persönlichen Vermögens in physisches Gold wie Barren und Bullionmünzen anzulegen. Sammlermünzen sind auch ein guter Inflationsschutz, setzen aber Fachkenntnisse voraus.

Übersicht Goldmünzen
Übersicht Goldbarren

Quellen

  1. Statista: Entwicklung durchschnittlicher Zinssatz für Spareinlagen 1975 - 2018
  2. Bundesbank: Zinssätze Einlagen privater Haushalte 2019 (gerundet)
  3. Statista: Inflationsraten in Deutschland von 1950 bis 2019
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von meerettich | 08.01.2021, 16:26 Antworten

Inflation wirkt sich aus wie eine nachträgliche Kürzung gesparter Löhne von gestern. Man könnte auch NICHT GESETZLICHE, geheime Steuer dazu sagen. Daran ändern verschiedene Betrachtungen des Inflations-Begriffes auch nichts.

Da es keinen verfassungsmäßig legitimierten €U Staat gibt, bleibt nichts andres über, als ordentliche Steuergesetze durch ungedeckte Kredit-Vergabe zu ersetzen. Besonders arglistig dabei ist, daß Verbraucher, Sparer und Steuerzahler die Inflation aus der Notenpresse erst dann spüren, wenn der „Kredit auf künftige Steuergesetze“ längst ausgegeben ist.

Der Bundestag verletzt seine Pflicht zur Gesetzgebung. Und die €ZB mutiert vom Stabilitätswächter zum NICHT GESETZLICHEN Steuer Eintreiber und Null-Zins-Verteiler für „arme“ Investoren

von Andreas Rudorfer | 05.04.2020, 20:02 Antworten

Hallo !

Wenn ich in den Süden Europas komme, wundere ich mich in den warmen Jahreszeiten immer wieder:
a) Wie die Leute bei der dort vorherrschenden Hitze überhaupt körperlich arbeiten können.
b) Wie die Leute dort auf ausgetrockneter Erde mit teurer Bewässerung überhaupt Landwirtschaft betreiben können.

Als ich zum ersten Mal unsere "schönen" Euro-Banknoten in den Händen hielt, erkannte ich:
a) Das ist der "KÄSE auf einer riesigen FALLE".
b) Diese Falle bedroht mittlerweile ALLE redlich Arbeitenden auf unserem Kontinent.
c) Diese Falle wird erbarmungslos zuschnappen.
d) Die unersättlichen Hyänen der Finanz-Welt werden die in der Falle sitzenden redlich arbeitenden Europäer zerreißen.

Diese Falle ist perfide:
a) Sie ist eine "Humanismus"-Falle.
b) Sie ist eine "sozialistisch-kommunistische" Falle.
c) Sie ist eine "christlich-abendländische" Falle.
d) Sie ist in ihren Wirkungen EXTREM nivellierend.

Nun ein Gedankenexperiment:
a) Wenn man alle Vermögenwerte (Geld, Grund-, Hausbesitz, Fabriken, Kunstschätze etc.) des ganzen Kontinents Europa bemessen und durch die Zahl der derzeit in Europa lebende Menschen dividieren würde und den so ermittelten Betrag (z.B.250.000 Euro) gleichermaßen jedem einzelnen auszahlen würde:
b) Hätte jeder Europäer gleich viel, wäre gleich glücklich, wären alle humanistischen, sozialistischen, kommunistischen und christlich-abendländischen Ideen/Bedürfnisse/Ziele ALLER Europäer schlagartig in GLEICHEM Maße erfüllt.
c) ALLERDINGS: Was würde man bei einer Nachbeobachtung nach 5, nach 10, nach 15 Jahren und so weiter sehen ?
d) ALLE vorhin angeführten idealisierenden Gesellschaftsmodelle haben nämlich übersehen, dass Menschen einen individuellen Charakter haben, der sich jeder Kollektivierung widersetzt und es gibt klimatische Besonderheiten, die das körperliche Arbeiten sehr erschweren.
e) Abgesehen vom lokalen Klima gibt es somit Leute, die sind handwerklich geschickt, andere wiederum sind musisch veranlagt, manche sind fleißig und sparsam, andere eher das Gegenteil, manche sind hirnlos......und......manche sind hirn- und glücklos, so wie es manche gibt, die gesund sind und andere, die eher kränklich sind und manche die gesund leben und andere wieder, die glauben, dass jeder liederliche / risikogeneigte persönliche Lebensstil auf Kosten der Solidar-Gemeinschaft ausgelebt werden kann.

Also:
Die EURO-Falle gefährdet Deinen Lebensstandard MASSIV........sofern Du ein rechtschaffender, fleißig arbeitender Europäer bist !

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von mmm | 17.04.2020, 21:04 Antworten

Womöglich habe ich einen Denkfehler und verstehe das hier falsch! Nachdem der Euro eingeführt wurde, haben sich die Preise oft zum gleichen Betrag (Produnkt vorher 1 DM jetzt 1 Euro) bzw. oft auch zu mehr gewandelt. Hingegen wurde das Gehalt nicht 1 zu 1 übernommen. Außerdem reduzieren viele Hersteller ihre Mengen, bei gleichem Preis! Ist das dann nicht auch so etwas, wie Inflation? Zumindest für den Verbraucher...

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