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Stand: 03.06.2024 von Jörg Bernhard
Mitte Mai war es wieder einmal so weit: Ronald-Peter Stöferle von der Liechtensteiner Vermögens-verwaltung Incrementum AG stellte die jährlich erscheinende Goldstudie „In Gold We Trust“ vor. Der diesjährige Titel: Das neue Gold-Playbook
„In Gold We Trust“-Report: Ausgabe 2024 veröffentlicht

Absolut lesenswerte Studie über Geld und Gold

Auf über 400 Seiten haben Ronald-Peter Stöferle und Mark J. Valek – zusammen mit einem internationalen Team von 20 Mitarbeitern – wieder einmal geballte Expertise zum Thema Geld und Gold zusammengetragen.

Die XXL-Studie kann nach vorheriger Registrierung im Internet unter www.ingoldwetrust.report auf Deutsch, Englisch und Chinesisch (ab Herbst) abgerufen werden.

Die auf 37 Seiten komprimierte Kompaktversion ist als deutsche, englische und spanische Version verfügbar. Die Downloads sind kostenlos, während man gedruckte Exemplare für 29 Euro (Kompaktversion) bzw. 79 Euro (Komplettversion) bestellen kann.

In diesem Jahr trägt die Analyse den Titel „Das neue Gold-Playbook“. Weil sich das Umfeld an den Kapitalmärkten stark verändert hat, räumen die Autoren Gold das Eintreten in eine neue Epoche ein, in der neue Regeln gelten und bisherige Investmentstrategien überdenkt werden sollen.

In diesem Zusammenhang wird u.a. die Verschuldungsdynamik als ein wichtiges Kaufargument für Gold interpretiert. Während die Autoren in der östlichen Hemisphäre eine „Sehnsucht nach Gold“ ausgemacht haben, attestieren sie westlichen Investoren derzeit hingegen ein „Imageproblem mit Gold“.

Trotz der chinesischen Immobilienkrise, des enttäuschenden Wirtschaftswachstums und der demographischen Probleme Chinas, attestieren Stöferle und Valek dem Land ein aufgrund des niedrigen Lohnniveaus und der geringen Effizienz „enorm großes Entwicklungspotenzial“.

Sowohl die chinesische Notenbank als auch private Haushalte verspürten ungeachtet dieser Negativtendenz ein starkes Goldinteresse.

Von den insgesamt 26 Kapiteln der Vollversion befassen sich übrigens sechs mit Themen wie Silber, Minenaktien und Bitcoin, denen ebenfalls großes Potenzial zugeschrieben wird.

Wichtige Erkenntnisse für Geldanleger

In dieser Ausgabe fällt die Zuversicht hinsichtlich der weiteren Goldpreisperspektiven besonders positiv aus. Neben den geopolitischen Krisenherden attestieren die beiden Autoren mit Blick auf die hohe Goldnachfrage unter den Zentralbanken den geo-ökonomischen Aspekten eine wachsende Bedeutung. Als Quintessenz des diesjährigen „In Gold We Trust“-Report kann man die Empfehlung ansehen, Edelmetalle und Realwerte in den Portfolios höher zu gewichten.

Mit Blick auf die künftige Anlagestrategie wird empfohlen, das herkömmliche 60/40-Musterportfolio zu modifizieren. Dieses bestand bislang zu 60 Prozent aus Aktien und zu 40 Prozent aus Anleihen. Die von den Incrementum-Vermögensverwaltern empfohlene Variante (siehe Grafik) sieht vor, 45 Prozent in Aktien und 15 Prozent in Anleihen (entspricht insgesamt 60 Prozent) zu investieren. Die verbleibenden 40 Prozent sollten folgendermaßen aufgeteilt werden:

  • Sicherheits-Gold in Form von Goldbarren bzw. -münzen (15 Prozent)
  • Performance-Gold in Form von Silber sowie Gold- und Silberminenaktien (10 Prozent)
  • Rohstoffe (10 Prozent)
  • Bitcoin (5 Prozent)

Was Leser besonders stark interessiert: Am langfristigen Kursziel für den Goldpreis halten die beiden Goldexperten weiterhin fest und rechnen bis zum Jahr 2030 mit einem Anstieg auf 4.800 Dollar pro Feinunze. Für Ende 2024 stellen sie ein Kursziel von 2.665 Dollar in Aussicht.

Incrementum AG Quelle: Incrementum AG

Ausblick für die laufende Woche

Angesichts der Tatsache, dass sich seit dem Jahreswechsel die Renditen diesseits wie jenseits des Atlantiks deutlich erhöht haben und die Inflationsraten signifikant gesunken sind, kann man dem Goldpreis trotz der jüngsten Gewinnmitnahmen ein ausgesprochen hohes Maß an relativer Stärke attestieren.

Offensichtlich erkennen die Investoren mehr und mehr, dass die enorme Staatsverschuldung der USA, die Anziehungskraft von US-Staatsanleihen nicht gerade fördert, schließlich hat sich der dortige Schuldenberg innerhalb von zehn Jahren nahezu verdoppelt.

Profitiert haben davon Krisenwährungen wie Gold und Silber sowie Kryptowährungen wie der Bitcoin.

Sie alle zeichnen sich dadurch aus, dass sie grundsätzlich außerhalb des Finanzsystems verwahrt werden können. In der zweiten Wochenhälfte dürften sich die Marktakteure vor allem für die anstehende Datenflut vom US-Arbeitsmarkt und die Zinsentscheidung der EZB (Donnerstag) stark interessieren.

An den Finanzmärkten wird derzeit mit einer Senkung der Leitzinsen gerechnet. Dies alles könnte dem Goldpreis neue Impulse verleihen.

Autor: Jörg Bernhard
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von RitterGold | 05.06.2024, 06:12 Uhr Antworten

Guten Morgen liebe Sorgen,
das Thema Gold ist schwierig weil viele Menschen nicht nach der Deckung der ETF sehen. Meist ist "der ETF" nur mit einem Bruchteil durch pysisches Gold gedeckt. D. H. Papiergold ist überverkauft. Es wird also mehr Gold verkauf als überhaupt vorhanden ist. Gold kaufen? ein dickes JAAA aber man sollte es in der Hand halten können. Prüft meine Aussage nach und fangen Sie an zu rechnen. Alles Beste und einen schönen Tag.

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