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Stand: 04.06.2024
Was ist ein Goldkonto? Lohnt sich das? Wenn ja, für wen? Oder hat die Sache gar einen Haken? GOLD.DE informiert: Vorteile, Nachteile, Anbieter.
Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Angebot von Banken und Unternehmen
  • Verrechnungskonto zum Kauf und/oder Verkauf von Gold
  • Anleger partizipieren an der Wertentwicklung von Gold
  • Einzahlung als einmaliger Betrag oder Sparplan
  • Lagerung des Goldes i.d.R. beim Anbieter
  • Möglicher Knackpunkt: "Sondervermögen"
Goldkonto

Was ist ein Goldkonto?

In Zeiten von Negativzinsen sind Alternativen für Sparer und Anleger gefragt. Das wissen natürlich auch Banken. "Wir sind eine kontoführende Bank, also lass uns das doch mit Gold kombinieren" – so mag man da mancherorts gedacht haben. Insbesondere bei einigen Filialen der Sparkassen und Volksbanken-Raiffeisenbanken. Denn die bieten schon länger ein sogenanntes Goldkonto an.

Das Prinzip: Interessenten legen ihr Geld wie gewohnt bei der Bank an. Der einzige Unterschied besteht darin, dass das Geld nicht auf einem Sparbuch oder Tagesgeldkonto landet, sondern dass die Bank davon Gold kauft und dieses in der Regel auch sicher verwahrt. Der Anleger investiert also in Gold. Steigt der Goldkurs, gibt es Gewinne. Fällt der Goldpreis, hat man Verluste.

Das Goldkonto ist also eine Art Verrechnungskonto, über das zum tagesaktuellen Preis Gold gekauft oder verkauft werden kann. Die Einzahlung auf das Goldkonto kann entweder in Form einer größeren Einmalzahlung geschehen oder man macht einen Sparplan mit regelmäßigen kleinen Beträgen.

Neben Banken bieten inzwischen auch einige Unternehmen diesen Service an wie etwa Flexgold oder Bullionvault. Teils gibt es hier zusätzliche Möglichkeiten wie der Online-Handel in Eigenregie.

Wie bei Anlagegold üblich, ist der Kauf von Gold über ein Goldkonto von der Mehrwertsteuer befreit. Gewinne sind nach einer Haltefrist von einem Jahr steuerfrei. Mehr: Anlagegold und Steuer.

Wer will, kann sich das physische Gold aber auch aushändigen lassen und dann selber zu Hause verwahren.

Vorteile

  • Goldlagerung bequem beim Anbieter
  • Goldkauf und Goldverkauf erledigt die Bank, teils auch in Eigenregie möglich (App, online)
  • Verrechnung über das Goldkonto
  • In Verbindung mit einem Sparplan eine bequeme Möglichkeit, monatlich einen kleinen Fixbetrag in Gold anzusparen
  • Kontoführung als solche oft kostenlos
  • In der Regel kann man sich sein Gold auch nach Hause liefern lassen
  • Seriosität: Oft ist man bereits Kunde bei der Bankfiliale. Man kennt sich und kann sicher sein, dass man echtes Gold bekommt

Nachteile

  • Für den Service erhebt die kontoführende Bank / das kontoführende Unternehmen je nach Geschäftsbedingungen Gebühren
  • Kein Preisvergleich. Vertragspartner bei Kauf und Verkauf ist einzig der Anbieter
  • Produktauswahl insbesondere bei Münzen meist eingeschränkt
  • Fehlt die Möglichkeit zum Online-Handel, ist man an Öffnungszeiten gebunden
  • Auslieferung / Aushändigung des Goldes kostet in der Regel extra
  • Schuldrechtliche Details können je nach Vertrag zum Nachteil des Anlegers sein

Hier müssen Anleger aufpassen

"Das erworbene Anlagegold stellt kein Sondervermögen dar."

Dieser dürre Spruch, nachzulesen versteckt etwa im Info-Bereich der Sparkasse Pforzheim-Calw, hat es in sich. Denn das Gold gilt somit schuldrechtlich gesehen als Eigentum der Bank. Im Fall einer Insolvenz der Bank fließt das Gold also in deren Insolvenzmasse ein. Gläubiger haben dann einen vorrangigen Anspruch; Goldkonto-Anleger müssen schauen, wo sie bleiben. Was das bedeuten kann, findet sich dann im diesem Kleingedruckten des Produkt-Informationsblattes:

"Es besteht die Möglichkeit, dass der Anleger sein gesamtes investiertes Kapital verliert."

Daher Tipp: Fragen Sie genau nach, ob ihr Gold abgesichert ist, falls das kontoführende Institut in Konkurs geht. Nur wenn es explizit als "Sondervermögen" geführt wird, ist Ihr Gold im Falle einer Insolvenz vor dem Zugriff Dritter geschützt.

Achten Sie bei Unternehmen auch darauf, ob die Lagerung des physischen Goldes durch einen Treuhänder überwacht wird.

Fazit

"Da kann ich mir auch selber Gold kaufen und zu Hause aufbewahren."

Wer jetzt so denkt, liegt prinzipiell richtig. Dennoch ist ein Goldkonto eine Überlegung wert für alle, die bequem in Gold investieren wollen. Man muss sich nicht um Lagerung oder Sicherheit kümmern. Teils wird auch Kauf und Verkauf bequem durch das Institut ausgeführt. Achten Sie aber darauf, dass das Gold als Sondervermögen ausgewiesen ist.

Der Service freilich kostet. Selber Gold kaufen dürfte daher für die meisten die bessere Option sein. Zumal sich auch ein Sparplan in Eigenregie machen lässt. Die Kosten-Nutzen Rechnung muss also jeder für sich selber anstellen.

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Service: Anbieter und Adressen

Die nachfolgende Auswahl erhebt weder Anspruch auf Vollständigkeit noch stellt sie eine Empfehlung dar.

Anbieter (Banken)Link
Sparkasse Pforzheim-Calwwww.sparkasse-pforzheim-calw.de
KT-Bankwww.kt-bank.de
VR-Bank Bamberg / Forchheimwww.vrbank-bamberg-forchheim.de
Kreissparkasse Göppingenwww.ksk-gp.de
Kathrein Bank (Österreich)www.kathrein.at
Haspawww.haspa.de
Volksbank Göppingenwww.volksbank-goeppingen.de
Kreissparkasse Böblingenwww.kskbb.de
Targo Bank (zusammen mit pro aurum)www.targobank.de
Anbieter (weitere Unternehmen)Link
Flexgold (ein Angebot der SOLIT-Gruppe)www.flexgold.om
Bullonvaultwww.bullionvault.com
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von Anonymisiert | 19.01.2026, 04:35 Uhr Antworten

Die Frage in etwa lautete: Goldkonto bei der Bank; lohnt sich das - Goldkauf stellvertretend für den Anleger und - nicht mehr durch den Anleger selbst?

Dazu muß ich eine Gegenfrage stellen: Lohnen sich heute noch Bank-Zinsen und Renditen für den Sparer bzw. Kapital- Anleger?

Für mich lautet die Antwort an dieser Stelle ganz klar "NEIN"!

1. Banken sind nicht generell daran interessiert, dass der Anleger mehr verdient als man selbst.
Zum Beispiel Aktienfonds, wo die Rendite gerne von Bankgebühren gefressen wird. Bereits schon hier fehlt oftmals der Wille zur sauberen Rechnungserstellung und erfolgt nur mit entsprechendem Nachdruck.

Deshalb, ausgerechnet auch noch die eigenen Gold/ Edelmetallwerte, incl. den Einkauf, einer Haus- Bank zu überlassen, wo dazu Geschäftspolitik und Absichten oftmals nicht wirklich tranzparent offen gelegt werden halte ich für sehr riskant.

Gold.de hat sehr gut in 6 Punkten die Negativaspekte hervorgehoben die dagegen sprechen, Einer sollte vielleicht noch ergänzt werden:

Wenn die Bank für mich Gold mit meinem Geld kauft und anlegt, dann ist das m.E. - mit vorheriger Vereinbarung im ungünstigsten Fall - ein Anlage- Finanzprodukt, für das Kapitalertragsteuer anfällt.

Und selbst wenn nicht, könnte der spätere Auszahlbetrag irgendwann mit sovielen Gebühren und anderen hohen Kosten behaftet sein, dass ein großer Teil vom satten Gewinn in den Kassen der Bank und noch Anderen verschwindet.

Noch dazu versteckt sich viel unverständliches in den Bank AGBs. Wer diese nicht eindeutig lesen kann, sollte die Finger davon lassen.

Banken wollen immer nur dein bestes und das sieht hier mit Sicherheit nicht viel anders aus. Die Frage ist nur, wieviel es von deinem Kuchen am Ende sein darf.

Außerdem braucht man für Edelmetall- Geschäfte in erster Linie Edelmetall-Händler und keine Bank. Es ist eines der einfachsten Geschäftsmödelle überhaupt, das Jeder - nach etwas einlesen - in privater Eigen- Regie selber betreiben kann. Außerdem erfordert es keine speziellen Vor-Kenntnisse.

Mal Ehrlich...

Man macht ja auch nicht den Bock zum Gärtner... oder?!

von RH | 31.05.2024, 00:12 Uhr Antworten

Was ist mit einem Goldkonto bei Goldrepublic ?
Seriös?

1 Antwort an RH anzeigen

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