| GOLD | 4.210,91 $/oz | 3.643,48 €/oz | 117,14 €/g | 117.141 €/kg |
| SILBER | 67,78 $/oz | 58,82 €/oz | 1,89 €/g | 1.891,11 €/kg |

Im Jahr 2025* erreichte die weltweite Silbernachfrage ein beeindruckendes Niveau von etwa 35.147 Tonnen. Das entspricht rund 1,13 Milliarden Feinunzen Silber (1 Feinunze = ca. 31,1 Gramm). Verglichen mit dem Jahr 2020 bedeutet dies einen Anstieg der globalen Nachfrage (inkl. Exchange Trades Products; Silber-ETPs) um etwa 26,4 Prozent. Zuletzt trug auch der Sektor Verteidigung signifikant zur Nachfrage bei. Die Daten werden zwar nicht separat ausgewertet, aber das auf Metalle spezialisierte Analyse-Haus Metals Focus geht von mittlerweile ca. 200 Mio. Unzen im Jahr 2025 aus, was sich durchaus mit der Nachfrage aus dem Bereich Photovoltaik erklären lässt.
Die Daten stammen aus dem April-Report 2026 des The Silver Institute, die Marketing- und Lobbyorganisation der Silberförderer, Minenbetreiber¹ und Verarbeiter zusammenstellten. Ihre regelmäßigen Berichte und Analysen gelten als Branchenreferenz und bieten detaillierte Einblicke in den globalen Silbermarkt. Das PDF zum World Silver Survey 2026 ist kostenfrei im Internet abrufbar.
Die weltweite Silbernachfrage erreichte 2024 ein beeindruckendes Niveau von 1.164 Millionen Feinunzen, was das zweithöchste Ergebnis aller Zeiten darstellt. Der bisherige Spitzenwert wurde 2022 mit 1.242 Millionen Feinunzen erzielt. Inklusive der physischen Nachfrage von Silber-ETPs waren es 1.225,6 (2022 inkl. ETPs: 1.166,8). Das entspricht einem neuen Rekord.
Entwicklung Silbernachfrage 2015 - 2025
Ein spannender Vergleich ergibt sich zwischen der Nachfrage nach Silber und Gold im Jahr 2025: Während die weltweite Goldnachfrage einen Rekordwert von erstmals über 5.000 Tonnen (5.002 Tonnen) erreichte, lag die Silbernachfrage mit 35.147 Tonnen mengenmäßig etwa siebenmal höher. Dennoch bleibt das Gold-Silber-Preisverhältnis ("Gold-Silver-Ratio") mit zurzeit 1:60 zugunsten von Gold verschoben, obwohl die bekannten überirdischen Silberbestände("Above Ground Stocks") mittlerweile geringer sind als die vonGold.
Laut dem "World Silver Survey 2026" des The Silver Institute (S. 26) sanken die überirdischen Bestände von 220 Millionen Feinunzen Silber im Jahr 2024 auf nur noch 180 Millionen Feinunzen in 2025 (ohne ETP-Bestände), was einem Rückgang von signifikanten 18,2 Prozent entspricht.
Bereits 2024 gab es einen leichten Rückgang um ca. 5 Prozent der überirdischen Bestände, vor allem durch wieder deutlich positive ETP-Zuflüsse.
Man könnte für das Jahr 2025 von einem regelrechten "Run" auf physisches Silber sprechen, was zeitweise zu Lieferengpässen und hohen Aufschlägen führte, vor allem in London bei der LBMA. Erstmals war es weder der LBMA noch der COMEX (CME-Group, USA) durch Preisabsprachen und Marktmanipulationen am Terminmarkt nicht gelungen, die Nachfrage und den damit einhergehenden massiven Preissprung zu unterbinden.
Dies geschah, obwohl die gesamte Industrienachfrage preisbedingt (Substitutionseffekt) im Gesamtjahr 2025 um 3 Prozent sank. Im Jahr 2025 konnte man daher von Ansätzen einer Silber-Manie sprechen, die den Preis des weißen Edelmetalls zum Jahresbeginn 2026 sogar bis in den dreistelligen Bereich in Euro führten.
Tipp: Mehr zur Goldnachfrage und Marktanalysen finden Sie hier.
Die Gesamtnachfrage inkl. ETPs nach Silber betrug im Jahr 2025 1,13 Mrd. Feinunzen und verteilt sich auf sieben zentrale Sektoren. Die wichtigsten Zahlen im Überblick:
Silbernachfrage 2025* nach Sektoren. Werte gerundet. Stand April 2026
Die steigende industrielle Nachfrage unterstreicht die wachsende Bedeutung von Silber in Hightech-Bereichen wie Photovoltaik und Elektronik. Diese Sektoren profitieren vom technologischen Fortschritt und der zunehmenden Elektrifizierung. Allerdings kam es durch Substitution und die massiven Preisanstiege hier zu leichten Rückgängen. Neu hinzu kommt die steigende Nachfrage aus der Rüstungsindustrie sowie der Luft- und Raumfahrt, wo Silber mittlerweile als Hightech-Metall aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften vielseitig eingesetzt und sogar in etlichen Bereichen unentbehrlich ist. Leider wird der Bereich "Verteidigung" im World Silver Survey noch nicht separat aufgeführt, obwohl er bereits nach Angaben des Analysehauses Metals Focus die Schwelle von 200 Mio. Unzen im Jahr 2025 überschritten hat.
Auch der Bereich Silberschmuck verzeichnete preisbedingt einen Rückgang von 10,8 Prozent. Zwar spielt bei Schmuckherstellern das samt weiß glänzende Edelmetall als kostengünstiges Legierungsmetall eine wichtige Rolle im Vergleich zu Gold. Allerdings bleibt der Einfluss dieses Sektors auf die Gesamtnachfrage begrenzt. Im Jahr 2025 betrug der Anteil der Schmuckindustrie an der weltweiten Gesamtnachfrage 16,8 % (2025: 189,3 Millionen Unzen).
Rückgänge durch massive Preissteigerungen im Jahr 2025
Der Bereiche physisches Investment (Barren, Münzen und ETPs) kann deutlich zulegen (ETPs von 67,5 Mio. Unzen 2024 auf 258,1 Mio. Unzen in 2025). DasDe-Hedging verzeichnet hingegen einen Rückgang um 100 Prozent auf 0 Unzen (2024: 3,5 Mio. Unzen | 2023: 11,5 Mio. Unzen). Die Preise für Silber stiegen im Jahr 2025 in US-Dollar um rund 164 Prozent an, angeheizt vor allem durch die Nachfrage bei Münzen und Barren (+14 sowie) einem signifikanten Anstieg der ETP-Investments in 2025 in Höhe von ca. 315 Prozent bzw. +210,6 Mio. Unzen Silber.
Nachfrageveränderung 2024 nach Sektoren:
| Sektor | Veränderung gegenüber 2024* in Prozent |
|---|---|
| Sektor Industrie | - 3,4 |
| Sektor Fotografie | - 5,1 |
| Sektor Schmuck | - 10,8 |
| Sektor Silberwaren | - 22,3 |
| Sektor phys. Investment (ohne ETPS) | + 14 |
| Sektor Hedging | - 100 |
Diese Entwicklung zeigt die vielseitige Rolle von Silber in verschiedenen Bereichen und verdeutlicht, wie Marktbedingungen wie starke Preissteigerungen einzelne Sektoren beeinflussen können.
Der Industriebereich ist mit einem Anteil von mittlerweile 58,2 Prozent am Gesamtverbrauch das Schwergewicht unter den Nachfragesektoren für Silber und befindet sich aufRekordniveau.
Dank seiner einzigartigen physikalischen und chemischen Eigenschaften ist Silber für viele industrielle Anwendungen unverzichtbar. Besonders in der Elektro- und Elektronikbranche spielt es eine zentrale Rolle.
Wichtige Treiber der industriellen Nachfrage:
Im Jahr 2025 war die industriellen Silbernachfrage zwar aufgrund der explodierenden Preise mit 3,4 Prozent leicht rückläufig, hielt sich aber dennoch in der Nähe des Rekordniveaus von 680,5 Millionen Unzen bzw. 21.174 Tonnen im Vorjahr. Vor allem der Verteidigungssektor kommt als neuer und stark wachsender Markt für Silber dazu. Im Jahr 2016 verbrauchte die Industrie noch lediglich 15.266 Tonnen. Dieser Zuwachs um fast 40 Prozent in nur 8 Jahren verdeutlicht die steigende Bedeutung von Silber in technologisch anspruchsvollen Anwendungen und war neben der Nachfrage nach Silber ETPs der Grund für den Anstieg der Gesamtnachfrage über den die letzten Jahre hinweg.
Länder mit der höchsten industriellen Silbernachfrage (2025*, Seite 24):
| Land | Silbernachfrage der Industrie 2025 in Millionen Feinunzen |
|---|---|
| China | 385,0 (2024: 275,4) |
| USA | 245 (2024: 126) |
| Indien | 190,0 (2024: 133,9) |
| Japan | 115 (2024: 94,8) |
| Deutschland | 68,0 (2024: 31,3) |
Die starke Zunahme in Ländern wie China und den USA verdeutlicht Ausnahmezustand beim Erwerb physischen Metalls im Jahr 2025 und der rasant steigende Bedarf neuer Technologien, was auch in etablierten Industrienationen wie Deutschland spürbar war.
Der industriebasierte Silberbedarf zeigt damit nicht nur eine regionale Dynamik, sondern auch das Potenzial für weitere Nachfrage in aufstrebenden Volkswirtschaften Prozent rückläufig.
Das physische Investment umfasst Silbermünzen, Silberbarren und Medaillen, wie sie auch bei Veranstaltungen wie den Olympischen Spielen genutzt werden. Im Jahr 2024 wurde hier ein Rückgang der Nachfrage um 21,9 Prozent bzw. ein Rückgang von 244,3 Millionen Feinunzen in 2023 auf 190,9 Millionen Feinunzen. Ursache hierfür sind die hohen Silberpreise, die die preissensible Nachfrage in diesem Segment belasten.
Top-Länder für physisches Investment in 2025:
| Land | Nachfrage physisches Investmentsilber 2025 in Millionen Feinunzen1 |
|---|---|
| USA | 34,9 (2024: 65,2) |
| Indien | 79,2 (2024: 59,8) |
| Deutschland | 13,8 (2024: 10,6) |
Indien hat im Jahr 2025 die USA als größte Silbernachfragenation überholt, gefolgt von den Vorjahreschampions, den USA und Deutschland, die beide einen deutlichen Nachfragerückgang verzeichneten. In Indien spielte v. a. die Substitution des sehr teuren Goldes und neue Anlageprodukte (z. B. mit Silber besicherte Kredite) eine große Rolle. Silber dient in Indien neben kulturellen und religiösen Gründen primär zur Altersvorsorge und dem Inflationsschutz.
Börsengehandelte Silber-Anlageprodukte
Im Gegensatz zum physischen Investment zeigt sich bei börsengehandelten Silber-Anlageprodukten (ETPs) wie ETFs, ETCs und Silberfonds eine positive Entwicklung. Für 2025 wird ein Zufluss von 278,1 Millionen Feinunzen Silber vermeldet, nach 67,5 Mio. Feinunzen 2024, während 2023 noch ein Abfluss von 37,63 Millionen Feinunzen zu verzeichnen war.
Die globalen Bestände in Silber-ETPs (Exchange Traded Products) sind stabiler als die von Gold, was unter anderem auf das weiterhin günstige Gold-Silber-Preisverhältnis zurückzuführen ist. Dieses liegt aktuell bei ca. 60 (Stand: 29. Mai 2026) und unterstreicht die Attraktivität von Silber als Anlageprodukt unter dem Aspekt der Leistbarkeit. Während der Weltfinanzkrise fiel dieses Verhältnis auf ca. 30.
Die Handelsvolumina an den großen Silberbörsen und Handelsplätzen bleiben stabil, darunter:
Auch die LBMA (London Bullion Market Association) mit dem Over-the-Counter-Markt (OTC) meldete ungewöhnlich stark steigende Handelsvolumina, v. a. in der zweiten Jahreshälfte 2025.
Einfluss auf den Markt hatten zudem Lieferungen an die COMEX (CME Group) in New York, teilweise über London und Zürich oder durch mutmaßliche Sanktionsumgehungen via Indien. Diese Entwicklungen zeigen, wie stark physische und börsengehandelte Silberprodukte den Markt dynamisch gestalten und langfristiges Potenzial bieten. In New York kam es im Oktober 2025 zu physischen Lieferengpässen, die nur durch Lieferungen aus China Shanghai und London überbrückt werden konnten.
Die Silbernachfrage der Schmuckbranche fiel preisbedingt 2025 auf 189,3 Mio. Unzen um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hauptbremse bei der Nachfrage war der Schmuckmarkt in Indien, wo Silber aufgrund seines historisch günstigen Verhältnisses zu Gold besonders attraktiv ist. Indien ist der größte Schmuckproduzent der Welt. Silber wird zunehmend aufgrund des hohen Goldpreises als begehrtes Legierungsmetall bei Kunstschmieden genutzt, was seine Nachfrage weiter fördert.
Länder mit der höchsten Silbernachfrage in der Schmuckbranche (2024):
| Land | Silbernachfrage Schmuckbranche 2025 in Tonnen2 |
|---|---|
| Indien | 2.187 (2024: 2.734) |
| Thailand | 887 (2024: 779) |
| Italien | 560 (2024: 637) |
| China | 504 (2024: 479) |
Deutschland liegt mit einem Verbrauch von 96 Tonnen Silber hier im Mittelfeld der globalen Rangliste. Wie aus der obigen Tabelle zu entnehmen ist, bleibt Indien der mit Abstand dominierende Markt für Silberschmuck weltweit (gilt auch für Gold).
Silber profitiert nicht nur von seiner Erschwinglichkeit im Vergleich zu Gold, sondern auch von seiner Vielseitigkeit und Verarbeitbarkeit, dies macht es ideal für Schmuckdesigns. Dieser Trend unterstreicht die anhaltende Bedeutung von Silber in der globalen Schmuckherstellung.
Silberwaren umfassen Haushaltsgegenstände wie Silberbestecke, Teekannen, Tabletts, Kerzenständer und ähnliche Produkte. Für das Jahr 2025 ergab sich ebenfalls preis- und konjunkturbedingt ein signifikanter Nachfragerückgang von 21,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (11,2 Millionen Unzen)*.
Haupttreiber bleibt laut The Silver Institute die weiterhin starke Nachfrage aus Indien, wo Silberwaren traditionell eine bedeutende Rolle spielen.
Die digitale Fotografie hat die Nachfrage nach Silber in der Fotobranche seit Jahrzehnten stark reduziert. Während Silber früher eine wichtige Rolle in der analogen Film- und Fototechnik spielte, insbesondere in den chemischen Prozessen zur Bildentwicklung, ist der Anteil dieses Segments an der Gesamtnachfrage heute marginalisiert.
Für 2025 berichtet das The Silver Institute von einem erneuten Rückgang um 1,3 Million Feinunzen bzw. 2,4 Prozent auf eine Nachfrage aus diesem Segment von weltweit nur noch 24,2 Mio. Unzen.
Hedging, auch Producer Hedging, bezeichnet Absicherungsgeschäfte, bei denen Minenbetreiber den vorgezogenen Verkauf von Silber zu einem späteren Termin zu einem festgesetzten Preis tätigen, um Kursrisiken zu vermeiden. Die Intention solcher Absicherungsgeschäfte kann neben der Absicherung von Preisrisiken auch ein aktueller Kapitalbedarf sein, der den Verkauf von noch im Boden befindlichem Metall (Erz; Engl. Ore) notwendig macht. Das Gegenteil, der Rückkauf von Silber, wird als De-Hedging bezeichnet und erhöht die Nachfrage nach Silber.
Die Netto-Hedging-Position kann die Gesamtnachfrage beeinflussen:
Im Jahr 2025 lag die Nachfrage aus Netto-Hedging bei 0,0 Millionen Feinunzen, was einem Rückgang um 100 Prozent gegenüber 2024 entspricht.
Im Jahr 2025 sank die Netto-Position aus De-Hedging Geschäften um weitere 3,5 Mio. Unzen. Das entsprach einem Rückgang von De-Hedging-Positionen (Long-Kontrakte) um 100 Prozent.
Bedingt durch die im Jahr 2025 dynamisch ansteigenden Silberpreise stieg die Hedging-Position wieder deutlich an, wodurch zusätzlich 44,7 Millionen Unzen auf den Markt gelangten.
Normalerweise und nach betriebswirtschaftlicher Logik war es so und müsste auch jetzt wieder so sein, dass bei derart kräftigen Preisen Netto-Hedging-Positionen aufgebaut werden. Daher ist es verständlich, dass bei Rekordpreisen bei um die 80 US-Dollar pro Unze (auf Schlusskursbasis) einige Minen sich diese hohen Preise für noch im Boden befindliche Ressourcen sicherten.
Durch die stark gestiegenen Preise haben sich die Bilanzen der Unternehmen deutlich verbessert, die Schulden drastisch reduziert und der Free-Cash-Flow (FCF) deutlich erhöht, was die Liquiditätsbeschaffung durch Vorwärtsverkäufe von Silber nicht mehr so dringlich erscheinen lässt. Zudem glauben viele Brancheninsider an weiter steigende Notierungen aufgrund des anhaltenden jahrelangen Angebotsdefizits.
Woher kommt das Silber? Das Silberangebot auf dem Weltmarkt speist sich im Wesentlichen aus vier Zuflüssen: Neu gefördertes Silber aus Silberminen, recyceltes Silber, Hedging-Verkäufe durch die Betreiber von Silberminen und staatliche Silberverkäufe (mittlerweile vernachlässigbar, da Silber, anders als Gold, schon seit Jahrzehnten keine Reservewährung mehr ist).
Auch kann Silber auf den Markt gelangen etwa von Münzprägeanstalten oder Zentralbanken in Form von Silbermünzen (dieses Metall kaufen Zentralbanken heute jedoch zuvor am Markt ein, da keine eigenen Bestände mehr vorhanden sind). Im Jahr 2025 sah die Angebotsseite im Detail so aus:
Silberangebot 2025 nach Sektoren
Das gesamte Silberangebot für 2025 belief sich auf 1.090,4 Millionen Feinunzen, was 34.027,02 Tonnen entspricht. Im Vergleich zu 2024 (1.019,6 Mio. Feinunzen) bedeutet dies einen Anstieg um 71 Millionen Feinunzen oder 2.208 Tonnen. Erklärt werden kann der Anstieg durch den deutlich höheren Silberpreis in US-Dollar im Jahr 2025 gegenüber dem Jahr 2024 (2025: +163,5 %).
Während die Silbernachfrage insgesamt wächst, zeigt das Silberangebot in den letzten Jahren eine im Trend stagnierende Entwicklung, erst im Jahr 2025 preisbedingt wieder deutlicher an Dynamik gewann. Das dennoch bestehen bleibende Angebotsdefizit deutet auf zunehmende Herausforderungen bei der Förderung und Verarbeitung hin, die den Markt langfristig beeinflussen könnten (Thema: "Peak-Silver").
Silberangebot Entwicklung Jahresvergleich
Mexiko bleibt unangefochten der weltweit größte Silberproduzent und verteidigt seinen Spitzenplatz in der globalen Rangliste. Dahinter folgen China, Peru, Bolivien, Chile und Polen. Im Jahr 2023 überholte Bolivien mit einem Produktionsanstieg von 11 Prozent Chile in der Silberminenproduktion. Polen fiel aus der Liste der Top-5-Silberproduzenten heraus auf Platz sechs.
Silberförderung 2025 - Top 5 Länder:
| Land | Silberförderung 2025 in Millionen Feinunzen1 |
|---|---|
| Mexiko | 172,9 (2024: 185,7) |
| Peru | 121,6 (2024: 108,0) |
| China | 109,7 (2024: 110,1) |
| Russland | 56,0 (2024: 45,4) |
| Bolivien | 49,9 (2024: 47,8) |
Mexiko bleibt mit deutlichem Abstand führend, wobei die Produktion gegenüber 2024 um 6,9 Prozent zurückging. Russland zeigt mit einem Anstieg von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr die dynamischste Entwicklung und kann sich in der Weltrangliste auf Platz vier vorarbeiten, trotz Sanktionen.
Diese Top 10 dominierten auch 2025 die globale Förderung von Silber, wobei Mexiko mit Fresnillo an der Spitze bleibt. Die folgende Tabelle zeigt die führenden Unternehmen, ihre Fördermengen und Sitzländer (einige Unternehmen sind in Deutschland nicht handelbar - nur im US-OTC-Handel - oder sanktionsbeding vom Handel ausgesetzt, daher keine Angabe der Wertpapierkennnummer; WKN):
| Unternehmen (Sitz) | Fördermenge 2025 in Millionen Feinunzen Silber | WKN |
|---|---|---|
| Fresnillo (Mexiko) | 47,6 (2024: 54,3) | A0MVZE |
| KGHM Polska Miedz (Polen) | 43,3 (2024: 43,1) | 908063 |
| Polymetal Int. (Russland) | 28,0 (2024: 17,3) | - |
| Newmont Corporation (USA) | 28,0 (2024: 33,0) | 853823 |
| Southern Copper (USA) | 24,2 (2024: 21,0) | A0HG1Y |
| Pan American Silver (USA) | 22,8 (2024: 21,1) | 876617 |
| Glencore (USA) | 19,3 (2024: 20,4) | A1JAGV |
| Hindustan Zink (Indien) | 20,2 (2024: 22,5) | - |
| CODELCO (Chile) | 18,0 (2024: 17,5) | - |
| Coeur Mining (USA) | 17,9 (2024: 11,4) | A0RNL2 |
Die Differenz zwischen Angebot und Nachfrage ergibt die jährliche Bilanz des weltweiten Silbermarkts. Im Jahr 2025 gab es zum siebenten mal in Folge ein Angebotsdefizit. Es betrug 318,4 Millionen Unzen (2024: 205,4 Mio. Unzen).
Silbermarkt Gesamtbilanz 2025*: -9.903 Tonnen (= Nachfrageüberschuss)
Diese „Lücke“ wird voraussichtlich durch Above-Ground-Stocks (überirdische Silberbestände) aus Überschüssen der Vorjahre geschlossen. Diese Bestände werden durch die anhaltende Marktdynamik jedoch weiter abschmelzen.
Das erneute Defizit unterstreicht die starke und wachsende globale Nachfrage nach Silber, die insbesondere durch die industrielle Nutzung und Investitionsnachfrage getrieben wird. Es verdeutlicht zudem die Herausforderungen für den Markt, das Angebot mit der Nachfrage in Einklang zu bringen.
In der am 15. April 2026 veröffentlichten ausführlichen Analyse vom The Silver Institute (World Silver Survey 2026, 92 Seiten)werden auch Prognosen* für das Gesamtjahr 2026 abgegeben (Seite 9). Diese wurden zusammen mit dem auf Metalle spezialisierten Analysehaus Metals Focuserhoben:
Es wird mit dem achten Jahr in Folge mit einem Silberdefizit (in Höhe von geschätzten 76,3 Mio. Unzen) gerechnet.
Das Silberangebot soll weltweit leicht um 2 Prozent sinken, die Gesamtnachfrage aufgrund der zoll- und kriegsbedingten Konjunkturschwäche ebenfalls um 2 Prozent.
Bei der Nachfrage nach Silber- Münzen und -Barren wird hingegen mit einem Anstieg um 7 Prozent nach einem Rückgang im Jahr 2025 um 18 Prozent gerechnet.
Die Nachfrage nach den für die Preisentwicklung wichtigen ETPs soll von dem hohen Niveau von 278,1 Mio. Unzen in 2025 auf ca. 30 Mio. Unzen im Jahr 2025 um 89 Prozent sinken.
Das De-Hedging soll aufgrund der in diesem Jahr weiter angestiegenen Notierungen bei 0 Unzen verharren. Aber das sind wie gesagt frühe Schätzungen aus dem Beginn des zweiten Quartals 2026.
Die stetig wachsende Industrienachfrage macht Silber mehr und mehr zu einem Industriemetall. Schon jetzt liegt der Anteil an der Gesamtnachfrage bei über 56 Prozent (2016: 49,4 Prozent).
Es ist daher kaum verwunderlich, dass die meisten Rohstoffanalysten für die kommenden Jahre und Jahrzehnte eine sich verschärfende Knappheit bis hin zu Versorgungsengpässen prognostizieren. In einem solchen Fall wären Notierungen im dreistelligen Bereich, wie wir sie Anfang 2026 bereits gesehen haben, dauerhaft nicht unrealistisch.
Kurzfristig ist der mittlerweile hohe Industrieanteil an der Gesamtnachfrage jedoch aufgrund der Handelsunsicherheiten in Folge des US-Zoll-Krieges und der Spannungen im Nahen Osten leicht nachteilig. Wobei sich sowohl die Verarbeitung, als auch die Produktion zunehmend in den globalen Süden und Osten verlagert.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Silber aufgrund seiner physikalischen und chemischen Eigenschaften sowie der vielseitigen Einsatzgebiete (Multitalent) zu einem "Hidden Champion" der Metalle mit signifikantem Kurspotenzial auf längere Sicht geworden ist, nachdem es nach dem Niedergang der analogen Foto- und Filmentwicklung bereits abgeschrieben war.
Quellen:
(*) The Silver Institute: World Silver Survey 2026
(1) The Silver Institute: World Silver Survey 2026
(2) The Silver Institute: World Silver Survey 2026 (Appendix 9 - Seite 73)
Ich glaube das der Silberpreis immer noch manipuliert wird Hohe Nachfrage bei gleichzeitiger Verknappung des Angebots steigender Inflation sinkendem Wirtschaftswachstum müßten den Silberpreis in die Höhe treiben.Warum wird niemand misstrauisch und verfolgt diese Manipulation?
Vor ca. 2 Jahren haben hier nicht wenige geschrieben, das Silber tot sei und man sich zum Glück alles Silber entledigt habe und dieser Müll nicht mehr ins Haus kommt. Ich weiß das noch ganz genau, weil ich nicht fassen konnte wie doof man sein kann. Ein paar Wochen danach hat sich der Kurs verdoppelt.
Wenn der euro kaput geht, was meiner meinug nach, früher oder später passiert
hat man mit Silber was in der Hand was nur teurer werden kann
ein 5 Canada $ oder 1uUS Dollar ist aus reinem Silber und kostet 16 und 17 Euro
die Euro Münzen sind aus Kupfer,Nickel und Kunststoff und kosten mindestens 5 u.10
Euro und können nur im Wert fallen, für so einen teuren Sch... seht sich der Schwachk... vor der Bank die Beine in den Bauch, armes Europa