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Stand: 12.12.2025
Welche Goldmine fördert am meisten Gold? Welche Mine ist am tiefsten, welcher Tagebau am größten? Wie funktionieren Goldminen, wo liegen die ergiebigsten Vorkommen? GOLD.DE informiert - inklusive Top 20 der größten Goldminen der Welt.
Goldminen: Das sind die größten Minen der Welt!
Das Wichtigste in Kürze
  • 3.661 Tonnen förderten Goldminen weltweit in 2024 (Rekordmenge)
  • Größte Goldmine nach Fördermenge - Nevada Gold Mines Complex (83,9 t)
  • Muruntau in Usbekistan gilt als Goldmine mit den größten Goldvorkommen (4.500 t)
  • Mponeng-Mine in Südafrika gilt als tiefste Goldmine der Welt (ca. 4.100 m)
  • Förderung im Tagebau oder Untertagebau
große GoldmineGroße Goldmine in Australien

Aktuelle Minenproduktion gesamt weltweit

2024 betrug die Goldminenproduktion insgesamt weltweit 3.661 Tonnen Gold. Diese Zahl wurde im jüngsten Report des World Gold Council veröffentlicht, die globale Lobby-Organisation der Goldminen-Industrie. (1) Das entspricht einer Zunahme von 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wo die weltweite Minenförderung noch bei 3.644,1 Tonnen lag:

Goldminenproduktion aktuell

Damit wurde das 2018 erzielte Rekordhoch von 3.652,5 leicht übertroffen. Nicht wenige Experten sprechen bereits von einem sogenannten Peak Gold, also davon, dass es in Zukunft aufgrund der beschränkten Gold-Vorkommen sowie der technischen Möglichkeiten diese zu fördern, weitere Produktionsanstiege kaum noch möglich sind.

Top 20 größte Goldminen der Welt

Gemessen an der jährlichen Förderleistung lag im Ranking der größten Goldminen der Welt 2024 der Nevada Goldminen- Komplex in den USA mit 83,9 Tonnen auf Platz eins. Auf Platz zwei folgt die Muruntau Mine in Usbekistan mit 83,2 Tonnen. Platz drei belegt mit 57,9 Tonnen die Grasberg Mine in Indonesien: (2)

Top 20 größte Goldminen der Welt

Im Detail:

LandMineBesitzerProduktion
in Mozin Tonnen (t)
1USANevada Cold MinesBarrick (61,5 %); Newmont (38,5 %)2,699 Moz83,939 t
2UzbekistanMuruntau*Navoi Mining & Metallurgical Combinat2,677 Moz83,250 t
3IndonesiaCrasbergPT Mineral Industri Indonesia (51,24 %);
Freeport-McMoRan (48.76 %)
1,861 Moz57,885 t
4RussiaOlimpiadaPolyus1,441 Moz44,830 t
5UzbekistanAlmalyk Complex*Almalyk Mining and Metals Combine1,114 Moz34,650 t
6IndonesiaBatu Hijau*PT Amman Mineral Nusa Tenggara1,009 Moz31,380 t
7KazakhstanKazzinc ConsolidatedKazzinc Ltd.1,000 Moz31,103 t
8GhanaAhafoNewmont (90 %); Ghana (10 %)0,798 Moz24,820 t
9MaliLoulo-Counkoto*Barrick (80 %); Mali (20 %)0,694 Moz21,581 t
10DR CongoKibaliAngloCold Ashanti (45 %); Barrick (45 %);
Société Miniere de Kilo-Moto (10 %)
0,687 Moz21,358 t
11CanadaDetour LakeAgnico Eagle Mines0,672 Moz20,900 t
12CanadaCanadian MalarticAgnico Eagle Mines0,656 Moz20,394 t
13MauritaniaTasiastKinross Cold0,622 Moz19,359 t
14Papua New GuineaLihirNewmont0,614 Moz19,100 t
15KyrgyzstanKumtor*Kyrgyzaltyn OJSC0,592 Moz18,417 t
16AustraliaBoddingtonNewmont0,590 Moz18,351 t
17Dominican RepublicPueblo ViejoBarrick (60 %); Newmont (40 %)0,588 Moz18,273 t
18GhanaTarkwaGold Fields (90 %); Ghana (10 %)0,537 Moz16,709 t
19BrazilParacatuKinross Cold0,529 Moz16,440 t
20CanadaMeadowbankAgnico Eagle Mines0,505 Moz15,699 t
* Based on FY2024 estimates; all others are actual production figures; Data source: MINING.COM, S&P Global, Company reports

Angaben zur Fördermenge sind in der Minenindustrie als Moz üblich (= Millionen Tonnen Feinunzen, wobei 1 Feinunze rund 31,1 Gramm entspricht). Die Umrechnung in Tonnen dient der Veranschaulichung.

Goldminen werden von Bergbau-Unternehmen betrieben. Oft gibt es bei einer Mine mehrere Gesellschaften in unterschiedlichen Rollen, etwa als Mineneigner, Minenfinanzierer (Royalty & Streaming) und Minenbetreiber. Viele dieser Goldproduzenten unterhalten auch mehrere Goldminen. Die größten Konzerne betreiben weltweite Goldförderung.

Die beiden größten Goldminenbetreiber in 2024 sowohl hinsichtlich Marktkapitalisierung wie auch nach Fördermengen waren Newmont Mining und Barrick Gold. Für Anleger, die nicht in physisches Gold investieren wollen, sind Anteile an solchen Unternehmen eine Option. Mehr: Goldminenaktien

Goldminen: Typen und Arten

Goldminen sind Förderstätten, in denen Gold abgebaut wird. Die klassische Vorstellung eines Stollens, der in einen Berg hineingetrieben wird (= Untertagebau Bergwerk), ist aber nur bedingt richtig. Sehr viel Gold wird nämlich im Tagebau (Open Pit) gefördert.

Goldminen im Untertagebau

Goldmine im Untertagebau

Beim Untertagebau erschließen Bergarbeiter die unterirdische Goldvorkommen mittels diverser Grubenbauten. Bei einem Stollen handelt es sich um einen waagerechten Grubenbau mit Öffnung zur Erdoberfläche. Im Gegensatz dazu werden Schächte senkrecht oder schräg in den Untergrund getrieben. Strecken gehen wiederum mehr oder weniger waagerecht von den Schächten aus und können sich weiter in ebenfalls horizontale Querschläge verzweigen. Die Tiefe dieser oft labyrinthaft verzweigten Grubenbauten kann mehrere Kilometer erreichen.

Eindrucksvolle Beispiele solcher über viele Jahrzehnte erweiterten und vertieften Goldbergwerke sind in Südafrika zu finden, insbesondere in dem 56 Kilometer langen Höhenzug Witwatersrand.

Goldminen im Tagebau

Goldmine im Tagebau

Gold im Tagebau wird oberflächennah abgebaut. Solche Minen sind meist großflächige offene Bergwerke, die sich über mehrere Quadratkilometern erstrecken können. Man nennt das auch OpenPit Mining. Beim Abbau werden die Sedimentschichten großflächig und meist in Stufen abgetragen, so dass im Laufe der Zeit eine trichterförmige Grube entsteht.

Auch der Übergang vom Tagebau zum Untertagebau in derselben Mine kann für den Betreiber sinnvoll sein, wenn in großer Tiefe unter dem Tagebau bedeutende Goldvorkommen entdeckt werden. Die Chuquicamata-Mine in Chile gehörte zum Beispiel mit einer Tiefe von 850 Metern zu den tiefsten Kupfer-Gold-Minen im Tagebau und wird auch als Bergwerk untertage betrieben.

Auch erwähnt werden müssen an dieser Stelle die Folgen des Goldabbaus. Rund eine Tonne Gestein muss bearbeitet werden für im Schnitt fünf Gramm Gold. Goldminen zählen daher zu den größten Minen der Welt; entsprechend groß sind die Eingriffe in die Natur. So werden etwa in der Grasberg Mine täglich 700.000 Tonnen Material bewegt.

Vor allem in den Anfangszeiten kam es daher bei fast allen großen Minen zu Konflikten zwischen den Betreibern - meist internationale Großkonzerne - und der ortsansässigen Bevölkerung. Glücklicherweise fand bei den Unternehmen nun ein Umdenken statt sowohl in sozialer als auch in ökologischer Hinsicht. Mehr: Siegel für nachhaltiges Gold

Goldminen im Detail

1: Nevada Gold Mines (USA)

Auf Platz eins liegt Nevada Gold Mines, ein Joint Venture zwischen Barrick (68,5 %) und Newmont (38,5 %), mit einer Produktion von 2.698.701 Unzen im Jahr 2024. Der Komplex umfasst 10 Untertage- und 12 Tagebauminen im Westen der USA und hält den Titel des weltweit größten Goldproduzenten seit 2019, als Barrick sein feindliches Übernahmeangebot für den US-Konkurrenten Newmont zurückzog und stattdessen ein freundliches Abkommen einging, das zur Gründung des Joint Ventures zur Zusammenlegung der Vermögenswerte beider Unternehmen in Nevada führte.

2: Muruntau (Usbekistan)

Die Muruntau-Mine des Navoi Mining & Metallurgical Company (NMMC) in Usbekistan liegt mit geschätzten 2.676.656 produzierten Goldunzen auf Platz zwei. Im vergangenen Jahr investierte NMMC über 23 Millionen Dollar in die Erweiterung des Tagebaus. Laut dem Unternehmen gilt Muruntau unter Geologen als die Lagerstätte mit den größten Goldreserven der Welt, mit geschätzten 4.500 Tonnen Gold.

3: Grasberg (Indonesien)

Grasberg, ein Joint Venture zwischen Freeport McMoRan (48,76 %) und PT Mineral Industri Indonesia (51,24 %), belegt mit 1.861.000 produzierten Goldunzen den dritten Platz. PT Freeport Indonesia setzte 2022 im Rahmen eines weltweit einzigartigen Technologieprojekts eine vollständig autonome Flotte mobiler Gesteinsbrecher in Grasberg ein.

4: Olimpiada (Russland)

Die Olimpiada-Mine von Polyus, die 550 km nördlich der Stadt Krasnojarsk in Zentralsibirien liegt, belegt mit einer Produktion von 1.441.300 Unzen im Jahr 2024 den vierten Platz. Im Jahr 2023 schloss Russlands größter Goldproduzent ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 579,4 Milliarden Rubel (5,8 Milliarden Dollar) ab, das nach Unternehmensangaben seine finanzielle Flexibilität für zukünftige M&A-Transaktionen erhöhen soll.

5: Almalyk Complex (Usbekistan)

Auf Platz fünf liegt der Komplex des Almalyk Mining and Metals Combine in Usbekistan, der im Jahr 2024 schätzungsweise 1.114.000 Unzen Gold produzierte. Almalyk MMC ist zudem der wichtigste Kupferproduzent des zentralasiatischen Landes. Im vergangenen Jahr kündigte das Unternehmen ein 15-Milliarden-Dollar-Ausbauprogramm an, mit dem die Jahresproduktion von Kupferkathoden bis 2030 auf 400.000 Tonnen gesteigert werden soll.

6: Batu Hijau (Indonesien)

Batu Hijau in Indonesien, im Besitz von PT Amman Mineral Nusa Tenggara, liegt mit geschätzten 1.009.000 produzierten Unzen im Jahr 2024 auf Platz sechs. Im Jahr 2023 stürmte Amman Minerals die MINING.com-Rangliste der 50 wertvollsten Bergbauaktien der Welt, nachdem das Unternehmen durch seinen Börsengang mindestens sechs neue Milliardäre hervorgebracht hatte.

7: Kazzinc Consolidated (Kasachstan)

Kazzinc Consolidated in Kasachstan, im Besitz von Kazzinc Ltd, liegt mit exakt 1.000.000 produzierten Goldunzen im Jahr 2024 auf Platz sieben. Im vergangenen Jahr verwarf der Schweizer Rohstoffkonzern Glencore seine Pläne, seinen 70-prozentigen Anteil an Kazzinc zu verkaufen, nachdem potenzielle Käufer in China die Bewertung des Zink-, Blei- und Edelmetallproduzenten nicht erfüllen konnten.

8: Ahafo (Ghana)

Die Ahafo-Mine in Ghana, zu 90 % im Besitz von Newmont und zu 10 % im Besitz der ghanaischen Regierung, belegt mit 798.000 Unzen Produktionsmenge den achten Platz. Ahafo ist das einzige Bergbauprojekt des Konzerns in Afrika. Es nahm im Jahr 2006 die kommerzielle Produktion auf und betreibt sowohl Tage- als auch Untertageminen.

9: Loulo-Gounkoto (Mali)

Der Loulo-Gounkoto-Komplex, Barricks größte Mine in Mali, liegt mit 693.863 produzierten Unzen im Jahr 2024 auf Platz neun. Barrick besitzt 80 %, die Regierung Malis 20 %. Das Unternehmen ist seit Langem in einen Konflikt mit den Behörden des westafrikanischen Landes über angeblich nicht gezahlte Steuern verwickelt. Der Streit geht auf den im Jahr 2023 aktualisierten Bergbaukodex Malis zurück, der den Regierungsanteil an Bergbauprojekten erhöht. In einem hochdramatischen Schritt schloss Mali im April Barricks Büro in der Hauptstadt, und vier Führungskräfte des Unternehmens sitzen weiterhin in Haft.

10: Kibali (DR Kongo)

Kibali in der Demokratischen Republik Kongo, zu 45 % im Besitz von AngloGold Ashanti, zu 45 % von Barrick und zu 10 % von der Société Minière de Kilo-Moto, liegt mit 686.667 produzierten Goldunzen im Jahr 2024 auf Platz 10. Im vergangenen Jahr kündigte Barrick bedeutende neue Goldfunde in der Nähe der Mine an. Die neuen Lagerstätten bei Kibali, der größten Goldoperation Afrikas, dürften die Lebensdauer der Mine verlängern und die Produktion steigern.

11: Detour Lake (Kanada)

Agnico Eagle Mines’ Detour Lake-Mine in der kanadischen Provinz Ontario liegt mit 671.950 produzierten Unzen auf Platz 11. Im vergangenen Jahr investierte Agnico 100 Millionen CAD in Detour Lake, um die jährliche Produktion aus dem Tagebau und den Untertageminen potenziell auf 1 Million Unzen pro Jahr zu steigern. Das Unternehmen erklärte, dass die Investition die Lebensdauer der Mine voraussichtlich bis 2054 verlängern wird und dass es zahlreiche Explorationsmöglichkeiten gibt, die die Lebensdauer noch weiter erhöhen könnten.

12: Canadian Malartic (Kanada)

Auf Platz 12 liegt Agnico Eagle Mines’ Canadian Malartic in der Abitibi-Region der kanadischen Provinz Québec, mit einer Produktion von 655.654 Unzen im Jahr 2024. Canadian Malartic ist der größte Tagebau des Landes. Agnico wurde 2023 zum alleinigen Eigentümer der Mine, nachdem das Unternehmen eine Vereinbarung mit Pan American Silver und Yamana Gold abgeschlossen hatte.

13: Tasiast (Mauretanien)

Die Tasiast-Mine von Kinross Gold in Mauretanien rangiert auf Rang 13 und produzierte 622.394 Unzen. Kinross erwarb Tasiast im Jahr 2010 und hat seitdem die Kapazitäten der Mine erweitert und die Durchsatzraten von ursprünglich 8.000 Tonnen pro Tag deutlich erhöht. Tasiast ist die einzige Betriebsstätte des Unternehmens auf dem afrikanischen Kontinent.

14: Lihir (Papua-Neuguinea)

Newmonts Lihir-Mine in Papua-Neuguinea liegt auf Platz 14 und produzierte im Jahr 2024 insgesamt 614.000 Unzen. Newmont erwarb die Mine 2023 durch den Kauf von Newcrest Mining im Rahmen eines 17-Milliarden-Dollar-Deals. Newcrest hatte zuvor Lihir Gold im August 2010 für 9,5 Milliarden Dollar übernommen und wurde damit damals zum weltweit viertgrößten Goldproduzenten.

15: Kumtor (Kirgistan)

Die Kumtor-Mine in Kirgisistan, im Besitz von Kyrgyzaltyn OJSC, liegt mit geschätzten 592.142 produzierten Unzen auf Platz 15. Im Jahr 2022 übergab Centerra Gold die Kontrolle über den Kumtor-Betrieb an die Regierung des Landes – eine Enteignung, die einen jahrelangen Streit beendete. Der in Toronto ansässige Bergbaukonzern und die kirgisische Regierung hatten jahrelang über finanzielle und ökologische Fragen im Zusammenhang mit der Mine gestritten.

16: Boddington (Australien)

Newmonts Boddington-Mine in Australien liegt auf Platz 16 und produzierte 590.000 Unzen Gold. Boddington wurde im Jahr 2021 zur weltweit ersten Tagebau-Goldmine mit einer autonomen Flotte von Muldenkippern. Als eine von Newmonts drei Minen auf dem Kontinent liegt Boddington im sogenannten Saddleback-Greenstone-Gürtel in Westaustralien.

17: Pueblo Viejo Dominikanische Republik)

Pueblo Viejo in der Dominikanischen Republik, zu 60 % im Besitz von Barrick und zu 40 % von Newmont, produzierte im Jahr 2024 insgesamt 587.500 Unzen Gold. Ein Erweiterungsprojekt im Wert von 1,4 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2022 soll die Produktion der Mine über das Jahr 2040 hinaus verlängern. Die Erweiterung ermöglicht zudem den Abbau von Erzen geringerer Qualität im bestehenden Lagerstättenbereich und soll eine jährliche Goldproduktion von mehr als 800.000 Unzen unterstützen.

18: Tarkwa (Ghana)

Die Tarkwa-Mine in Ghana, zu 90 % im Besitz von Gold Fields und zu 10 % im Besitz der Regierung, produzierte im Jahr 2024 insgesamt 537.200 Unzen Gold. Tarkwa ist eine von zwei Minen, die Gold Fields in dem afrikanischen Land betreibt – doch im April 2025 erklärte das Unternehmen, dass es den Betrieb in seiner Damang-Mine einstellen müsse, nachdem die Regierung den Antrag auf Verlängerung der Bergbaulizenz abgelehnt hatte.

19: Paracatu (Brasilien)

Die Paracatu-Mine von Kinross Gold in Brasilien liegt auf Platz 19 und produzierte im Jahr 2024 insgesamt 528.574 Unzen. Die Mine befindet sich in der Nähe der Stadt Paracatu im Bundesstaat Minas Gerais und ist die größte Goldmine Brasiliens. Ihre erwartete Lebensdauer wurde bis ins Jahr 2032 verlängert.

20: Meadowbank (Kanada)

Agnico Eagles Meadowbank-Mine im kanadischen Territorium Nunavut bildet mit einer Goldproduktion von 504.719 Unzen im Jahr 2024 den Abschluss der Liste. Meadowbank ist die erste Mine des Unternehmens in der Arktis. Die Erschließung der 50 km entfernten Amaruq-Tagebau- und Untertagemine hat die Lebensdauer des Meadowbank-Komplexes verlängert, da sie der bestehenden Meadowbank-Aufbereitungsanlage eine neue Erzquelle erschließt.

Weitere Superlative

Was Fördermenge oder oberirdische Ausdehnung angeht, so befindet sich die Mponeng Goldmine in Südafrika nicht unter den Top 20 der größten Goldminen der Wert. Dafür kann sie mit einem anderen Superlativ aufwarten: Mit über vier Kilometern Tiefe dürfte die Mponeng Goldmine in Südafrika die tiefste Goldmine der Welt sein. Und wahrscheinlich auch die heißeste Goldmine. Die Luft dort unten beträgt 30° Celsius. Würde sie nicht künstlich gekühlt werden, wären es über 60° Celsius.

Die Fire Creek Mine im US-Bundesstaat Nevada wird von Hecla Mining (vormals Klondex) betrieben und taucht regelmäßig in Rankings als „hochgradigste Goldmine der Welt“ auf. Es handelt sich um eine kleinere Untertagemine mit extrem hoher Goldkonzentration, der zwischen 25 und 44,1 Gramm Gold pro Tonne Gestein schwankt.

Goldminen in Deutschland

Auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland hat der Goldbergbau nie eine große Rolle gespielt. Der Großteil des natürlich vorkommenden Goldes lag (und liegt) in Form von Goldseifen vor, die ohne die Errichtung von Minen gewonnen werden konnten.

Dennoch gibt es einige historische Beispiele für Goldminen in Deutschland, die teilweise noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts aktiv waren.

Goldminen in Deutschland
  • Goldkronach: Der Goldbergbau lässt sich hier bis in das 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Erst 1925 wurde er endgültig eingestellt. Prinzipiell erscheint ein wirtschaftlicher Abbau von Gold in Goldkronach heute zumindest nicht undenkbar.

  • Eisenberg: Der 560 Meter hohe Eisenberg in der Nähe des hessischen Korbach gehört zu den bedeutendsten Goldvorkommen Mitteleuropas. Bereits im Jahr 1250 wurden die Goldvorkommen urkundlich erwähnt. Die Blütezeit der Goldförderung waren das 15. und 16 Jahrhundert. Bei Ende der Förderung im Jahr 1617 waren rund 10 Kilometer Stollen und Strecken in den Berg getrieben worden. Die Gesamtfördermenge belief sich auf damals durchaus beachtliche 2 Tonnen.

  • Grube Lampertus: Sie befindet sich auf dem heutigen Stadtgebiet von Hohenstein-Ernstthal in Sachsen. Urkundliche Erwähnungen reichen bis in das Jahr 1350 zurück. Die relativ unbekannte Goldmine gehört zu den wenigen deutschen Bergwerken, die auch in vergleichsweise jüngerer Zeit (1781 bis 1910) noch kontinuierlich Gold als wichtigstes Edelmetall förderten. Die Gesamtfördermenge der Grube Lampertus erreichte 52 kg Gold.

Quellen

  1. World Gold Council: Gold Demand Trends, Full Year Report 2024
  2. mining.com: "RANKED: World’s top 20 largest gold mines"
  3. www.mining.com: "The world’s highest grade gold mines"
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